Servus,
ich brüte schon länger über das Problem der Reinigung von Nestscheiben im Nestinneren.
Es kennt ja jeder das Prinzip der Aquarium-Reiniger (Nein nicht die Putzerfische). Einfache Magnetvorrichtungen die man von außen über die Scheiben zieht und dabei durch den Gegenmagnet auf der Innenseite des Beckens diese reinigt.
Das Prinzip ist ja logisch, das Problem ist nur, das die Magneten viel zu sperrig und zu wuchtig sind um damit kleine Farmen bzw Kammerinnenseiten zu reinigen. Gerade kleine Gänge oder Kammern von Ytong-/Gips oder auch Erdnestern sind häufig nach ein paar Wochen verkalkt oder durch Erde etc so versetzt, dass der Einblick immer unschärfer, für Fotografien und auch generelle Einblicke ungeeignet werden.
So ich hab als im Internet geschaut nach kleinen aber sehr starken Magneten.
Diese habe ich dann gekauft:
http://www.amazon.de/gp/product/B002E6EM98/ref=oh_o00_s00_i00_details
aussehen tun die dann so:
Ich habe mir dann überlegt wie ich an den Magneten eine Reinigungsoberfläche hinzufügen kann. Zunächst habe ich ein Schnürsenkel aufgeschnitten weil ich hoffte, dass ich den Magneten da einfädeln kann und die aufgeschnittenen Enden dann mit Hilfe einen Feuerzeugs verschmelzen kann. Im Endeffekt hat sich dann aber herausgestellt dass ich die Schnürsenkel umsonst auseinander geschnitten habe da diese aus reiner Baumwolle bestanden und dadurch allerhöchstens brennen und nicht verschmelzen.
Die Lösung wäre aber auch nicht ideal weil du aufwändig gewesen.
Dann habe ich einfache "Wandschoner" oder wie man das nennt benutzt:
Diese dann einfach auf den Magneten geklebt eignen sie sich hervorragend um die Scheiben zu reinigen.
Der eine Magnet ist für die Innenseite bestimmt, der andere für die Außenseite. Um die Scheibe nicht zu verkratzen sind beide mit den Schonern beklebt.
Nun der Test nachdem beide Magneten kurz mit Wasser befeuchtet wurden. Die Scheibe war etwa 3 Monate die Abdeckung eines Nestes und der Dreck und Kalk ist richtig schön eingetrocknet:
Und hier das Nachherbild:
Man sieht ganz gut den sauberen Streifen der durch nur einmal durchziehen entstanden ist. Die Bilder sind nicht so der Burner aber müssen sie ja auch nicht. Sie dienen ja nur der Veranschaulichung. Zum Schluss noch ein Nachherbild meines kleinen Erdnestes von Harpegnathos venator. Das Vorherbild habe ich leider vergessen:
Der große Gang von rechts unten über die linke Seite bis über die höhergelegene Kammer war komplett verdreckt teilweise auch nicht von erde befreit, weshalb ich nie sehen konnte was mit den Futtertieren geschah. Das Problem ist nun behoben.
Ich hoffe das der Ratschlag einigen von euch geholfen hat oder helfen wird. Ich werde ab jetzt jegliche Kammern und Gänge in Ytong oder Gips so dimensionieren, dass ich mit dem Magneten da durch komme. bei ganz klitzekleinen Arten kann man aber auch auf den Gegenmagneten verzichten und nur einen (noch) kleineren Metallgegenstand benutzen. Sollte eigentlich auch funktionieren.
So und jetzt gehts ab zum Griechen. Was fürs leibliche Wohl tun.
Servus
Gute Idee, danke für den Tip!
LG
Volker
Ja, wirklich eine interessante Lösung. Danke für den sehr guten, anschaulichen Bericht!
Grüße, Phil