Lasius cf. niger - Haltungsberichte (Experimente)


Post 19699 - 22.07.2012 23:41:09

Hallo,


heute waren wir nachmittags wieder im Garten und auf den Hauptwegen wimmelte es nur so von Lasius cf. niger Königinnen. Gerade in den Bereichen auf denen die Sonne schien, brauchte man sich nur hinknien und dann sah man das Krabbeln und konnte mehrere Gyne einsammeln. Dann brauchte man sich nur einmal etwas drehen und das Bild wiederholte sich und dies nicht nur an einer Stelle, sondern allen Wegen entlang.


Ich habe gelesen, dass Lasius niger streng monogyn sind und alleine später die Kolonie anführen wollen. Auch habe ich gelesen, dass mehrere zusammen gründen, später dann aber sich nur eine "durchsetzt". Allerdings habe ich auch schon gesehen, dass mehrere Lasius niger und mehrere Lasius flavus in unmittelbarer Nestnähe gelebt haben. Ich war auch überrascht wie friedlich die Gynen in meiner Tupperwarenbox auf und nebeneinander lagen.


Ich möchte nun mehrere kleine Experimente starten und die Gründung unterschiedlich gestallten, um zu beobachen ob es vielleicht einen Katalysator für die Gründung gibt.


22.07.2012


A)
Ich werde in Reagenzgläser mit Watte und Wasser unterschiedliche Anzahl von Gyne von 1 bis 5 Gynen zusammen gründen lassen.
Ich habe in den Reagenzgläser mit mehreren Gynen diese gesetzt, welcher in meiner Sammelbox schon eng aneinander saßen-



B)
Ich habe ein Reagenzglas mit feuchten Torf befüllt und eine Gyne hineingesetzt und möchte beobachten ob dieses vielleicht vom Gründungsvorteil ist.


C)


Ich habe ein Reagenzglas mit Wasser+Watte mit einem Reagenzglas mit feuchtem Ton verbunden. Das Konstrukt beinhaltet 3 Gyne. Ich möchte beobachten ob eine der beiden Seite vielleicht lieber genommen wird und ob schauen ob von den 3 Gynen später vielleihcht mehr als eine überlebt.


Alle Gynen wurden in einem Bereich von ca. 10m2 gefangen.


Fotos gibts demnächst :)


Diskussionsbeitrag: http://www.eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=1880


Gruss Steffen



Post 19847 - 04.08.2012 20:49:09

Es geht allen gut, überall ist Brut vorhanden. Bisher muss ich sagen, dass 10 von 10 sich für das RG mit Torfsubstrat mit Ton entschieden habe. Mit der Bewässerung ist dies natürlich aufwendiger und schwieriger, allerdings habe ich das Gefühl die Ameisen denken mit. Fast alle haben gut 1cm Erde in die Mitte des RG getragen, so dass wenn man Wasser hinein träufelt, dieses von dem "Torfring" aufgesogen und gespeichert wird und nicht durch das ganze Reagenzglas fließt. (Außer man würde es fluten)