*Grosses Ameisen Becken 120x50x40 / Ameisenart / Erfahrungen


Post 21964 - 24.01.2013 18:29:06

Hallo zusammen


Da ich bald umziehen werde und da mehr Platz habe, möchte ich gerne ein grosses Ameisenbecken kaufen.
Es soll ca 120x50x40cm werden. Da ich es bauen lassen werde, sind die genauen Abmessungen nicht sehr wichtig. Das Becken soll ins Wohnzimmer kommen und vondaher, sollte dieses auch immer schön aussehen. Da ich mit Tropenbecken wenig Erfahrung habe ist es denke ich einfacher ,ein trockenes Becken einzurichten.
Meine erste Frage ist hier gleich mal wie sieht es mit einem Rahmen Becken aus ? Ich würde gerne das Becken ohne Deckel betreiben und mit Lampen gleich von der Decke herrab beleuchten und heizen. Reicht ein 2-3cm Rahmen mit Ausbruchschutz auch bei grossen Kolonien aus?


Ich bin mit der Ameisenart noch sehr unschlüssig. Es sollte eine Art sein, welche sich gut vermehrt und auch ab einer gewissen grösse ständig fungiert. Das Becken soll leben und das grosse Becken soll genutzt werden. Messor machen wie ich gehört haben schnell viel Dreck und versauen auch Nesterscheiben,also schliess ich diese Gattung gleich mal aus. Ich dachte an meine Ectatomma sp Kolonie die ich eher trocken halte doch wie ich von Erne erfahren habe, sind diese selbst mit einer grösse von 1000-2000 Tieren immer noch wenig am fungieren und stehen oft rum.
Kommt noch Cataglyphis oder eine Camponotus in Frage. Da ich diese Gattungen noch nie als grössere Kolonie hatte geht diese Frage auch an euch.. ander Gattungs oder Artenvorschläge sind gerne willkommen


Es gibt bestimmt noch andere Ameisenarten evt auch aus tropischen Ländern die man eher trocken halten könnte und bin auf eure Meinungen gespannt.
Wer evt auch eine Ameisenkolonie zu verkaufen hat welche, schon 100-500 Tiere hat, kann mir gerne auch eine Nachricht senden.
Evt könnte ich auch ein Tauschgeschäft machen, da ich meine Pheidologeton affinis Kolonie bald abgeben möchte ca ( 5000-15000 ).


Dieser Thread soll nicht nur zum mitlesen sein ich hoffe einige von euch haben Tipps und Meinungen zu meinem vorhaben und evt gleich Antworten auf meine Fragen.


Danke



Post 21968 - 25.01.2013 20:16:31

Das Becken soll ins Wohnzimmer kommen und von daher, sollte dieses auch immer schön aussehen.


Das ist ein wichtiger Ansatzpunkt.
In Dein Wohnzimmer kommen sicherlich auch Menschen, die nicht gleich was mit Ameisen anfangen können.


Geht es Dir darum in diesem Becken eine Art zu halten, die für Dich, Deinen Beobachtungsansprüchen genüge tut?
Oder mochtest Du was Interessantes halten, das auch für Freunde, Gäste, was fürs Auge anbietet?


Grüße Wolfgang



Post 21969 - 25.01.2013 21:11:53

Die Ameisen sollten schon hauptsächlich mir gefallen, da ich diese gerne beobachte und das Becken auch für mich natürlich schön sein soll. Was Gäste denken ist eher 2 rangig.
Da das ganze ins Wohnzimmer kommt und auch meine Freundin gefallen daran haben soll, darf es schon eher eine Art Showbecken werden. Weil das Becken gross wird soll die eingesetzte Gattung/Art auch eine gewisse Grösse erreichen.
Hab auch die Absicht diese über Jahre zu pflegen. Die Ameisen sollten von daher möglichst vielseitig sein damit man auch lange Freude hat. Bei zunehmender Koloniegrösse ändern Ameisen ja auch Verhalten und Fress Angewohnheiten das evt. auch ein Punkt wo sich die Arten unterscheiden?!



Post 21970 - 25.01.2013 23:31:52

Hi Ramon,


beim Ausbruchschutz kommt es darauf an, welchen du nehmen möchtest.
Jeder Schutz hat nun seine Vor- und Nachteile.
Der eine schwört auf Paraffinöl, der andere auf Talkum usw.
Da muss man selber ausprobieren, mit welchem Ausbruchschutz man am besten klar kommt.
Ich selber verwende gerne Paraffinöl.
Bei diesem würde ich einen Rahmen von ca 10 cm breite nehmen und diesen aus Kunststoff anfertigen z.B. Hobbyglas.
Kunststoff hat gegenüber Glas den Vorteil, dass man das Paraffinöl etwas dicker auftragen kann ohne dass sich kleine Tröpfchen bilden.
Man muss es auch nicht so oft erneuern wie beim Glas, so meine Erfahrungen.
Der Nachteil bei Kunststoff liegt darin, dass dieser recht schnell zerkratzt und nicht mehr so schön ausschaut.
Kommt halt darauf an, ob man mehr von oben ins Becken reinschaut oder von vorne.


Bei den Ameisen selber ist es schwer etwas zu empfehlen.
Da hat jeder seine vorlieben.
Ich selber würde da z.B. eine Cataglyphis halten wollen.


Würde an deiner Stelle einfach mal schauen was im Moment zur Verfügung steht.
An den Kurzinfos der Shops schauen, ob diese es lieber trocken oder mehr feucht mögen.
Haltungsberichte der ausgewählten Arten anschauen und dann noch mal gezielt fragen stellen.
Ist halt zeitaufwendiger, aber ich denke auf diesem Weg findet man doch sicherer eine Art die einem zusagt.


LG
Holger



Post 21972 - 26.01.2013 10:47:48

Ich würde ebenfalls Cataglyphis sp. empfehlen. Werden schon etwas größer, viele sind draußen aktiv, bei einem Rahmenbecken würde ich vermutlich nur die Kante mit Paraffinöl bestreichen, denn Sie kommen So schon kaum an einer Glasscheibe empor. Außerdem muss man keine Luftfeuchtigkeit erzeugen. Meine scheinen es wirklich "staubtrocken" zu mögen, selbst wenn ich die Pflanzen vorsichtig wässere stört sie dass mittlerweile. Bisher auch vollkommen Geruchsneutral. Ich denke wenn man mit Steine und großen Kakteen arbeitet bekommt man sogar optisch ein sehr schönes Becken hin. :)



Post 21974 - 26.01.2013 17:46:55

Danke für eure antworten.
Ich denke auch Cataglyphis ist die beste Wahl. Ich werde den Rahmen aus Glas machen lassen auch wenn Kunstoff evt besser ist für den Ausbruchschutz, hab ich bedenken von der Stabilität her bei einem so langem Becken.


Welche Pflanzen habt ihr bei einem so trockenen Becken schon verwendet und wie hab ihr sie vor dem ausbuddeln geschützt?
Betreff buddeln sind Cataglyphis in der Lage in komplett trockenem Sand ein Loch zu graben? Da der Sand ja trocken ist würde dieser ja sofort wieder nachrieseln oder schaffen sie es trotzdem? Würde so gerne evt Bereiche zum buddeln schaffen und andere eben nicht.



Post 21975 - 26.01.2013 18:39:39

Ich verwende immer ein Sand-Lehmgemisch, dass gibt halt. Dein Vorhaben mit den unterschiedlichen Bereichen, würde ich als schwierig empfinden, denn Sie graben und tragen sich alles so zurecht wie sie es wünschen ;) Ich habe unterschiedliche Kakteen, diese habe ich von der Erde befreit und ins Sand-Lehmgemisch gesetzt, wenn diese "untergehen" wässere ich etwas die Pflanzen und ziehe diese vorsichtig nach oben oder ich sauge den Sand herum einfach weg. Bisher halten sich alle Pflanzen sehr gut.



Post 21978 - 26.01.2013 21:46:01

Ramon da hast Du die Messlatte gut hoch gelegt.


Ameisenhaltung in der Wohnstube und ein Becken in der von Dir angedachten Größe, verlangt schon nach einer guten Planung
und einer differenzierten Ameisenauswahl.


So eine Anlage muss da bleiben wo sie gerade steht.
Ein Transport in ein Winterquartier, daran ist nicht mehr im Entferntesten zu denken.


So wie ich Dich verstanden habe, ist es zudem Dein Anliegen, Ameisen zu halten, die viel Aktivität anbieten.
Das halte ich für durchaus angebracht, unter dem Gesichtspunkt einer Haltung im Wohnbereich.
Du sprichst von Deiner Freundin, auch für Besucher (Freunde/Gäste) kann eine gut gestaltete Anlage mit lebhaften Ameisen ein interessanter Blickfang sein.
Als einheimische Art hatte ich Dir Formica sanguinea nahe gelegt.
Große gut zu beobachtende Ameisen, die als größeres Volk immer munter drauf sind und mit Formica fusca zusammen,
überaus Interessantes für den Betrachter anbieten.
Gut ohne Winterruhe machen, die es nicht und sind, jedenfalls für mich, aus dem Rennen.


Für mich ist es erforderlich, das bei der Größe, der von Dir gedachten Anlage, nur von einer Art bevölkert werden kann, die keine richtige Winterruhe braucht, falls Ruhephasen eingelegt werden, sie die auch mit den Temperaturen durchziehen können,
die im Wohnbereich üblich sind.
Womit wir bei der Gattung sind, über die wir uns schon unterhalten hatten und die hier auch angesprochen wurde.
Arten aus der Gattung Cataglyphis.
Allerdings sind die auch nicht alle in einen Topf zu werfen, Frank der sich schon länger mit Arten dieser Gattung beschäftig,
wird dazu mehr sagen können.


Die von mir und einigen Haltern hier im Forum gehaltenen Cataglyphis oasium, würden aus meiner Sicht gut in Dein Vorhaben passen.
Große Ameisen, überaus flink auf den Beinen, interessiert an ihrer Umgebung, auch in ihren Ruhepausen munter furagierend in der Arena zu beobachten.
Ameisen, die durchaus was fürs Auge anbieten und wenn die Haltung hinbekommen wird, aus meiner Sicht keine besondere Herausforderung, schnell ein größeres, lebhaftes Volk zusammen bringen.
Trockene Haltung bei Raumfeuchtigkeiten dürfte Deiner angestrebten Haltung auch entgegen kommen.
Ausbruchsschutz brauchen sie nicht viel, ganz ohne geht es nicht.


Wie ich Dir schon geschrieben habe, auch Arten aus der Gattung Camponotus können durchaus interessant für die Haltung im Wohnzimmer sein.
Denke dabei an Camponotus nicobarensis.


Grüße Wolfgang



Post 21987 - 27.01.2013 18:29:19

Danke Erne für deine ausführliche Antwort. Mir haben Cataglyphis Arten schon immer gefallen und scheinen auch bestens für mein Vorhaben geeignet zu sein.
Das Becken planen ist die 2 Sache und da geb ich dir recht. Die Anlage sollte gut durchdacht sein. Es wird eine Menge Matrial benötigen und auch ziemlich schwehr werden. Ich hoffe natürlich ich muss das ganze nur einmal machen. Grundgedanke ist, einige Ytongnester mit Platz für 1000-3000 Damen reinzustellen. Über diese soll ein Boden rein und dann eine künstliche Wüste mit einigen Pflanzen.
Genau hab ich mir noch nix ausgedacht werde aber in nächster Zeit einige Skizzen machen und schaunen, was mir am besten gefällt.
Dieses Wochenende war ich auf Möbelsuche und hab ein schönes Sideboard mit 2 Meter länge gefunden. Ideal für ein langes grosses Becken.



Post 22393 - 09.03.2013 19:49:45

Das Becken ist in Arbeit und sollte Ende Monat an meine neue Adresse geliefert werden. Ich habe mich für die Masse 120x50x50 entschieden. Ich werde das Becken sobald es hier ist noch genauer beschreiben.


Ich hab auch endlich eine Kolonie Cataglyphis gefunden. Verkauft wurde sie mir unter cf. viaticus ,jedoch bin ich mir nicht sicher weil ich der Meinung bin, dass diese Art von der Farbe her kräftiger orange ist?! Hab da aber zu wenig Erfahrung.
Die Ameisen haben einen schwarzen matten Gaster. Der vordere Bereich inkl Kopf sind rötlich,braun auch matt.
Die Grösse der Arbeiterinnen streut zwischen 4mm-16mm. Die sehr langen Beine fallen auf.
Die Kolonie besteht aus ca 100 Ameisen. Ich hab die Kolonie vor 3 Tagen erhalten da war sie ohne Brut , doch sind es jetzt bereits um die 30 Eier.
Das grosse Becken kommt wie gesagt Ende Monat und ich werde nochmal einen Monat für die Einrichtung rechnen. Ich hab den Ameisen bis dahin ein 40x30 Becken mit Ytong Nest gegeben.



Die Ameisen sind sehr flink und aufgeweckt zudem recht aggressiv. Bei Stress oder hohen Temperaturen stellen sie den Gaster richtig auf, wie man es von Fotos kennt. Es erinnert mich fast an einen Heckspoiler bei einem Auto :)
Ich hab der Kolonie heute mal etwas Protein in Form einer halben Schabe angeboten. Obwohl noch keine Larven vorhanden sind wurde sie sofort eingetragen.


Ich werde den Bericht hier weiterführen sobald das Becken geliefert wird.Bemerkungen können gerne hier in diesen Thread geschriebene werden.


Hier noch ein Foto und ein Video evt kann man damit die Art identifizieren.



http://www.youtube.com/watch?v=EFCdK8ftPsA&feature=youtu.be



Post 22875 - 27.04.2013 14:07:39

Das bestellte Becken ist endlich gekommen. Es fehlen leider noch die Lichterkästen und die Schiebetüren für oben drauf. Das Becken hat die Masse 120x50x50 (zum vergleich steht eine Ps3 im Becken). Im Moment hab ich 4 grosse Ytong Blöcke reingestellt. Links und rechts sollen die Nesterkammern ziemlich weit oben sein, damit die Lichterkästen später diese Bereiche erwärmen und die Ytongkammern unten kühler sind.
Die Cataglyphis sp, die ich bereits in einem kleinen Becken halte, haben massenhaft Brut und sind bereit bald umzuziehen.
Ich werde in den nächsten Tagen/Wochen das Becken fertigstellen und die Bilder natürlich hier einstellen.




Post 23005 - 12.05.2013 10:47:17

Gestern hatte ich Zeit am Becken zu arbeiten. Der obere Aufbau welcher aus einer Schiebetür und 2 Lichtkästen besteht, ist auch gekommen.
Damit mir nicht der Arm abfällt, hab ich aus dem Baumarkt einen Oberfräser gekauft. Mit Hilfe der Maschine war ich in ca 2 Stunden fertig mit Nester fräsen. Wie geplant sind nun Kammern links und recht nahe den Halogenspots und solche weiter unten welche kühler sind. In den oberen Bereichen unter den Spots herrschen ca 50 Grad in der Mitte des Becken sind es um die 33 Grad. Ich schätze an tiefen Punkten bei den Kammern sind es noch um die 25 Grad. Total sind momentan 255Watt im Einsatz.
Einige Cataglyphis Ameisen hab ich als Test ins Becken gesetzt und sie scheinen sich echt wohl zu fülhlen. Auch die oberen 50 Grad warmen Stellen wurden problemlos erkundet.
Durch die 2 gegenläufigen Scheiben obendrauf, kann ich warme Luft mehr oder weniger ablassen und so die Temperatur noch runterregeln. Gemessen wurden die Temperaturen mit fast geschlossenen Scheiben.
Als Ausbruchschutz dient ein 4cm breiter Glasrahmen worauf auch die Lichterkästen stehen. Diese Ameisenart kommt ohnehin sehr schlecht Scheiben hoch.


Hier einige Fotos vom Beckenfortschritt: Die Ytongblöcke wurden mit Wasserfarbe bemahlt und mit dem Fräser so bearbeitet, dass sie aussehen wie Steine. Die Kammern hab ich mit einem Sandlehm-Gemisch ausgestrichen , damit auch die Larven was zum verpuppen finden.
In das Becken kommt noch jede Menge Sand,Steine und sonstige Deko.... Bilder folgen


Grüsse Cama






Post 23043 - 19.05.2013 11:27:11

Ich hab das Becken nun fertiggestellt und die Ameisen zumziehen lassen. Ca 15 Kg Sand wurde noch benötigt einige Steine und Pflanzen.
Eine grosse Wasserschüssel darf auch nicht fehlen, da ich sonst keine Befeuchtungsmöglichkeit eingebaut habe.




Den Ameisen scheint es sehr gut zu gefallen. Es sind immer um die 20 Tiere an der Oberfläche unterwegs. Im alten Becken waren selten Arbeiterinnen unterwegs. Es gibt reichlich Brut und sie benötigen jetzt schon ziemlich viele Proteine. Auch die Ameisen fressen gerne Proteine wie man auf folgendem Foto sehen kann.




Die Kolonie hat bereits 3 junge Gynen produziert. Sie werden vom Rest der Kolonie geduldet. Anderst als ihre Schwestern , halten sie sich aus Konflikten (zb einem Kampf mit einem lebendem Heimchen im Nest) raus. Wie die Gyne, gehen sie lieber in Deckung. Sie sind eher gemütlich. Die Flügel sind bei allen 3 noch vorhanden. Die Prinzessinen werden auch speziell umsorgt und werden öfters geputzt.



Bin gespannt wie sich die Kolonie weiterentwickelt.


Seit dem grossen Becken lassen sie die Ameisen auch viel Besser beobachten und jede Fütterung gibt einen Grund einen Moment länger sitzen zu bleiben um zu beobachten.





Post 23044 - 19.05.2013 11:40:09

Mensch Ramon..
Da haste aber was geleistet... echt wahnsinnig schönes Becken. Mit ordenlich Platz ;)
Auch eine schöne schlichet Deko, gefällt mir echt gut. Die Lichtkästen wirken auch richtig edel.... TIPTOP!!


Da hoffe ich mal das das ganze Nest auch mal genutzt wird, und die Kolonie dort ordenlich Gas gibt.. :D


Und nochmal ne andere frage am rande - Was muss man den an Geld in die Hand nehmen um das Terrarium so zu realisieren ?


grüsse Christopher



Post 23046 - 19.05.2013 12:25:17

Hallo Christopher


Danke für dein Lob. Dachte auch es ist schlicht ,aber eine Wüste sieht halt so aus. Mir selber gefällt es auch sehr gut.
Es macht so auch viel mehr Spass die Ameisen zu beobachten.
Klar das ganze war nicht ganz billig , da ich das Becken nach meinen Wünschen bauen liess , inkl Lampenkästen und Schiebetüren.
Das Becken war um die 350Euro. Deko war nochmal um die 50Euro...
Für mich als Schweizer war es ein gutes Angebot. Ein Deutscher hat mir das gebaut und sogar an die Haustür geliefert.
Das ganze könnte man evt auch günstiger bekommen und einiges kann man gut selber machen wie zb die Lichtkästen doch für mich hat es so gepasst.
In meinen Augen stimmt das gesamtpaket. Wenn man bedenkt, der muss alle Scheiben Teile auf Maas zuschneiden und verkleben. Die Lichterkästen auch auf Maas bauen und verkabeln. Das ganze muss mit einem grossen Auto noch in die Schweiz gekarrt werden übers Zoll an meine Haustür und der Mann muss ja auch seine Brötchen daran verdienen. Was auch noch entscheidend war ist, da ich das Becken machen liess hatte ich keinen Dreck in meiner Bude und die Qualität ist bestimmt besser als wenn ich es gemacht hätte :mrgreen: .



Post 23080 - 20.05.2013 12:03:13

Deckel zu, sie schwärmen !!!


Heute Morgen schaute ich ins Becken und konnten beobachten, wie 2 von 3 Prinzessinen wie gestört ausserhalb des Nestes rumrannten. Immer wieder stellen sie ihre Flügel auf. Normal halten sie die Flügel flach angelegt



Ich dachte gleich, dass sie ausfliegen wollen. Ich machte das Licht im Becken an, damit es richtig warm wurde. Es ging keine 10 Minuten und sie versuchten tatsächlich zu fliegen :)



Beide Gynen suchten immer die höchsten Punkte im Terrarium und versuchten abzuheben. Das ganze geht schon 1.5 Stunden und sie versuchen es immer wieder. Zwischendurch rennen sie Quer durchs Becken und versuchen es erneut. Die anderen Arbeiterinnen scheint das wenig zu stören und verhalten sich ganz normal.


Ich hoffe sie fliegen sich nicht zu tode und integrieren sich wieder in der Kolonie


Hier noch ein Flug Video


https://www.youtube.com/watch?v=s5YUrcZi4so&list=HL1369054610&feature=mh_lolz



Post 23082 - 20.05.2013 13:09:54

Sehr schönes Becken mit optimalen Beobachtungsmöglichkeiten !
LG
Volker



Post 23140 - 26.05.2013 12:47:10

Die Prinzessinnen leben schon einige Wochen mit in der Kolonie und versuchen jeden Tag zu schwärmen. Leider sind sie im Becken gefangen und müssen es jeden Tag erneut versuchen. Langsam aber sicher werden sie nicht mehr geduldet. Sie tragen immer noch ihre Flügel und versuchen verzweifelt abzufliegen. Trotz häufiger werdenden Attacken ihrer Schwestern gehen die Prinzessinnen immer wieder zurück in das Nest.
Die Laune der Arbeiterinnen schwankt extrem: Zuerst werden die Prinzessinnen noch durch die Gegend getragen, eine Minute später werden sie von den Arbeiterinnen attackiert.
Heute wurde eine Prinzessin ganz massiv angegriffen. 4 Arbeiterinnen hielten gezielt je ein Bein fest und eine fünfte Arbeiterin versuchte den Kopf oder die Gaster abzuschneiden. Je länger ich das Geschehen beobachtete, desto brutaler kam es mir vor. Die Prinzessin versuchte sich zu wehren, doch die andern wollten nicht von ihr ablassen. Die Ameisen, welche ihre Beine festhielten, schienen ganz gelassen und hielten die Beine ununterbrochen fest.
Die Prinzessinen scheinen aber sehr robust zu sein und es ist der Arbeiterin nicht gelungen, ihr den Kopf abzubeissen. Mittlerweile wird sie von 6 Ameisen an je einem Bein festgehalten. Ich denke, sie wird schliesslich an Übermüdung sterben.







Mit der Brut geht es steil aufwärts. Die Puppen werden jeden Tag an heisse Stellen direkt unter den Spots getragen. Unter einem Stück Holz finden sie Unterschlupf für ihre Brut. Bei Störung tragen sie schnell alles wieder in das Nest und nach 5 Minuten wieder zurück unter die Spots :)
Unter dem Holz sind es gemessen 45 Grad.





Futter darf natürlich auch nicht fehlen. Hier wird gerade ein Stück geräucherte Trutenbrust eingetragen. Ähnlich wie Blattschneiderameisen zerteilen sie die Nahrung und tragen sie zur Brut.
Gegenüber von Lebendfutter sind sie extrem aggressiv. In der heissen Arena sind die Ameisen blitzschnell und verfolgen mühelos schnelllaufende Heimchen. Erwischte Heimchen werden regelrecht zu Tode gebissen und eingetragen. Einziger Zufluchtsort sind die Pflanzen. Für den ersten Moment sind die Heimchen auf den Zweigen vor den schlecht kletternden Ameisen geschützt. Die Ameisen haben aber gemerkt, dass häufig Futter auf den Pflanzenenden wartet und suchen mittlerweile gezielt die Pflanzen ab.




Der Abfall wird in dem zu grossen Nest gelagert. Zum Glück sind die Ameisen schlau und machen den Eingang zur Abfallkammer immer wieder schön zu.




Post 23143 - 26.05.2013 16:57:12

Hi camaross!


Das macht ja alles einen sehr guten und soliden Eindruck :thumbup:


Die Ordnung und die Einrichtung so habe ich im Laufe der Zeit gelernt, leidet stark unter der wachsenden Bevölkerung. Wenig bis keine Einrichtung hat demnach auch Vorteile. In meinem großen Becken sieht es mittlerweile doch schon anders aus als zu beginn. Welch enorme Kraft und Kontinuität an Anpassung der Umgebung an das Volk steht glaubt man wohl erst, wenn man es sieht.


Schon verrückt was diese kleinen Tieren bewegen können.


Wichtig ist enorme Nestflächen zur Verfügung zu stellen. Ein großes Volk faulenzt eben wenn sie versorgt sind, ergo bleiben sie im Nest und tun nichts anderses als Nahrung zu speichern. Sind sie nicht versorgt sollte man diese eusozialen Insekten nicht unterschätzen. Die Verhaltensweisen und Strukturen ändern sich bei einem wachsenden Volk entsprechend. Ich habe bei meinem Becken eine Nestfläche von 196cm x88cm. Diese ist nahtlos gefüllt mit Ameisen. Zudem bewohnen sie mehrere große Erd/Styropornester in dem Becken, nicht zu vergessen sind die etlichen hundert Ameisen die stetig furagieren. Nicht zu vergessen ist das stetige Wachstum des Volkes!


Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude an dem Volk und dem Becken.


Ich habe nachhaltig noch für mehr Auslauffläche sorgen müssen in Form von Ästen und Zweigen.
Ab und zu ist es für den Halter interessant mal neuen Sand nachzuschütten. Eine nur dünne Schicht über den alten Sand reicht schon aus und das sonst so selbstsichere Volk was nun seit langer Zeit die gleichen Bahnen an Duftspuren nutzt, fällt promt zurück in die Kinderschuhe und sucht vorsichtig nach Anhaltspunkten. Unsicher und vorsichtig wird aggiert, als hätte man es mit einem jungen Volk zu tun, was ebenso vorsichtig ist, weil ein junges Volk auch einfach noch keine Duftautobahnen angelegt hat, welche kontinuierlich belaufen werden. Bei solchen Versuchen und Ereignissen wird dem Halter schnell klar, das es nicht auf die Größe, also der Anzahl der Ameisen drauf ankommt, sondern wirklich nur um die Stärke der Duftspuren wie ungeniert und sicher sich eine Ameise bewegt (<--Natürlich ist das auch letztendlich auf die größe eines Volkes zurückzuführen wie oft eine Banh belaufen wird aber ich denke ihr versteht was ich meine). Ein Volk mit 1000den Arbeiterinnen verhält sich nicht anders als eine Gründerkolonie wenn man ihnen alles nimmt was sie benötigen um sich zurecht zu finden.


Die Cataglyphis stellen sich da evtl. ein wenig geschickter an, der Effekt wird aber keineswegs ausbleiben!


Auch die Interaktion zwischen den Nestern kann sehr interessant sein.
Sieht ein Laie nur Gewusel, erkennt einer der sich dafür interessiert und auch schon ein wenig Erfahrung mit Ameisen hat, mit etwas Übung viele Strukturen. Selbst bei einem Volk mit 1000den Arbeiterinnen kann man häufig den Job eines einzelnen Tieres ausmachen und schnell gewinnt das Gewusel wieder Struktur.


Auch die Rekrutierung ist interessant bei einem großen Volk, welche Kräfte können mobilisiert werden wie flexibel ist die breite Masse, welche Standpunkte werden aufgegeben um für Verteidung zu sorgen und was noch viel interessanter ist, hällt der Verteidigungsvorgang bei einem großen Volk genauso lange an wie bei einem kleinen Volk bei gleicher Störung/Bedrohung?


Gibt es gar Konsequenzen, trifft das Volk gar Vorkehrungen für das nächste Mal, wird daraus vielleicht sogar "gelernt"?
Wir kennen es alle in anderen Bereichen: Bleibt die Farm ewig dunkel wird keine Erde an die Scheiben geklebt, schaut man häufig, sind die Scheiben bald zu.


Alls soche Sachen beantwortet einem ein großes Volk wesentlich kompromissloser und treffender.


In dieser Hinsicht ist das bereitstellen eines großen Beckens eine absolut tolle Investition. Nicht zuletzt kann man die Tiere viel schöner beobachten. Wer gleich ein kleines Volk in ein großes Becken setzt, sieht zu dem wie sich das Volk in der Umgebung ausbreitet und auch die Umgebung an ihre Bedürnisse versucht anzupassen, was bei einem wachsenden Volk später immer ausgeprägter ausfällt.


Man könnte Romane schreiben, ich mach jetzt mal einen Punkt.


Tolles Becken camaross und viel Freude mit allen Komponenten!


LG Stevie



Post 23241 - 02.06.2013 11:41:03

Wie Imago beschrieben hat, konnte ich jetzt selber sehen, was die Ameisen schon an Sand verschoben haben. Es werden Hügel abgetragen und neue angelegt. An anderen Ort wir gegraben oder gröbere Steinchen sortiert. Das Becken läuft erst seit ca. 1 Monat und hat sich durch die Ameisen schon richtig verändert, zum Glück nicht im negativen Sinne. Bin gespannt, wie sie das Becken erst recht verändern, wenn die Kolonie mal an die tausend Tiere kommt.


Damit ich auch mal natürliche Eingänge dieser Art sehen kann, habe ich einen Bereich Sand befeuchtet und zuerst mit Lehmpulver gemischt.
Nach kurzer Zeit entstanden mehrere Eingänge. Beim Beckenbau habe ich das berücksichtigt, denn nach ca. 3 cm Sand kommt der Ytong, welcher an einer Stelle ein Loch hat. Somit können sich die Ameisen durch den Sand graben und an einer bestimmten Stelle durch das Loch ins Nest gelangen.
So haben sie zu wenig Sand um sich komplett darin zu vergraben, aber ich kann doch sehen, wie die Ameisen in der Natur Eingänge bauen.


Hier die Eingangslöcher: Bin erstaunt, wie perfekt rund und klein diese sind. Sieht fast so aus, als hätte ich sie selber mit einem Bohrer gemacht




Wie im letzen Beitrag von mir beschrieben, fangen die Ameisen an, die jungen weiblichen Geschlechtstiere nach und nach zu töten.
Ich hab jetzt die letzte schwärmende Gyne eingefangen und sie zusammen mit einem kleinen Minor-Arbeiterin in eine Box mit Rg gepackt. Ich möchte schauen, wie lange solche unbegatteten Weibchen leben können und ob evtl. sogar unbefruchtete Eier gelegt werden. Die kleine Arbeiterin habe ich hinzugegeben, damit die Gyne etwas Unterstützung z.B. bei der Körperpflege hat :) .
Auch habe ich eine sehr kleine Arbeiterin ausgewählt, damit diese, wenn sie aufständisch wird, nicht in der Lage ist bei meiner Abwesenheit die Gyne zu töten.
In einer anderen Box habe ich einige grössere Arbeiterinnen mit ca. 20-30 Puppen separiert. Laut Frank können isolierte Arbeiterinnen nach einiger Zeit auch anfangen Eier zu legen. Aus denen würden männliche Geschlechtstiere entstehen, mit welchen ich evtl. weitere Experimente anstellen könnte, sobald wieder frische Gynen aufgezogen werden.


Hier noch ein Foto mit den 2 Boxen: Sie stehen im gleichen Becken wie die eigentliche Kolonie.






Post 23398 - 08.06.2013 13:09:34

Die isolierte Jungkönigin hat zu meinem Erstaunen ihre Flügel komplett abgelegt. Ausgerissen oder abgeschnitten, wie auch immer, sie hat das sehr sauber hinbekommen. Obwohl sie nicht begattet ist, wirft sie Ihre Flügel ab. Sie scheint gemerkt zu haben, dass ein Schwärmen nicht möglich ist. Wie und warum das so ist, kann ich leider nicht nachvollziehen. Evtl. kann hier jemand was dazu sagen? Bin gespannt, was jetzt weiter passiert: wird sie sterben oder legt sie evtl. unbegattete Eier ? Wir werden sehen....



Die andere Box mit einigen isolierten Arbeiterinnen sieht man hier:




Schön, wie hier alle möglichen Farben vertreten sind. Auch bei dieser Zusammenstellung ist meine Hoffnung, dass unbegattete Eier von Arbeiterinnen gelegt werden.


Der Kolonie mit der eigentlichen Gyne im grossen Becken geht es nach wie vor sehr gut und sie vermehren sich gut.



Post 23543 - 18.06.2013 19:39:15

Bei den isolierten Cataglyphis-Arbeiterinnen sind in der Zwischenzeit nach und nach neue Ameisen aus den Puppen geschlüpft. Auch eine weitere Prinzessin ist in dieser Gemeinschaft geschlüpft. Zu meiner Freude und Überraschung wurden von den Arbeiterinnen erste Eier gelegt :)
Der Sinn und Zweck der Isolation der Arbeiterinnen war eigentlich auch genau das, dass sie Eier legen, welche zu männlichen Geschlechtstieren aufgezogen werden. Nur dachte ich nicht, dass das so einfach und schnell gehen würde.
In einer zweiten Box lebt immer noch eine isolierte Prinzessin alleine. Diese könnte evtl. von den anderen männlichen Tieren begattet werden. Da sie die Flügel jedoch schon vor Wochen selber abgelegt hat, bezweifle ich, dass es noch gehen würde. Bei den isolierten Arbeiterinnen ist wie schon erwähnt eine Jungkönigin geschlüpft. Evtl. kann diese dann begattet werden.






Post 24099 - 01.09.2013 11:17:13

Das 120x50x40 Becken würde Jahre lang reichen war meine Idee. Ich hab die Kolonie mit ca 100 Tieren in das Becken umziehen lassen jetzt einige Monate später ,schätz ich die Grösse der Kolonie schon über tausend. Ich kann es nur grob schätzen, da die Ameisen unter den Sand gezogen sind. Anfangs hatte ich nur wenig Sand drin so, dass sie gezwunden waren, im vorderen Bereich im Ytongnest zu leben. Als die Kolonie richtig anfing zu wachsen, versuchen sie überall zu graben selbst zwischen den Ytongblöcken. Es gelang ihnen mit der Zeit einige Verstecke zu finden und die Kolonie war nach und nach nicht mehr sichtbar. Ich sah wie gerne sie gruben und lieber aus dem Ytong zogen. Ich gab ihnen nochmal ca 20Kg Sand/Lehm Gemisch. Ich formte damit eine Hügellandschaft welche ich steinhart trocknen liess. Das ganze lose Sandgemisch untendurch, wurde entfernt von den Ameisen und es entstand eine Bunkerlandschaft änlich den Schweizerbergen :). An diversen Stellen sind nun grössere oder kleinere Öffnungen sichtbar welche als Ein/Ausgang dienen. Es ist extrem wieviel Masse die Tiere wöchentlich bewegen. Ich bin immer wieder mal dran mit einem Staubsauer Sand zu entfernen um die Optik schön zu halten oder die vielen Puppenhüllen zu entfernen. Auch die Eingänge verändern sich ständig. Sie werden vergrössert oder verkleinert, erneuert oder ganz verschlossen usw... man könnte meinen das ganze Becken lebt.


Bilder vor dem Sand auffüllen... gut sieht man den Aushub vom graben.




Nach dem auffüllen von ca 20Kg Sand/Lehm diverse Hügel von Handgeformt




Die Tiere leben grösstteils nun unter dieser Hügellandschaft. Die Hülle ist nur noch ca aus 1cm trockenem Sand/Lehm der Rest ist fast komplett ausgehölt.


Die Lampen gehen um 10 Uhr Morgens an und brennen konstant durch bis ca 20:00. Sie bekommen also recht viel Wärme, was sie auch schätzen. Bevor das Licht angeht ist ziemlich wenig los könnte meinen wie ausgestorben es treiben sich nur um die 10 Tiere rum welche etwas planlos umherstrolchen. Geht das Licht , geht es 1 Minute und strömen aus als wären sie durch einen Feind alamiert. Das Becken wird lebhaft es sind ca 100-150 Ameisen an der Oberfläche unterwegs und rennen umher.An Wochenenden nach dem aufstehen staune ich immer wieder was da abgeht. Das ganze wiederholt sich jeden Morgen wieder.


Zu viel füttern kann man glaub diese Ameisen nicht mehr. Es wird nie was übrig gelassen und es gibt so gut wie keine Futterreste. Täglich bekommen sie 1/2 Dose Heimchen oder gleichwertiges... ab und an gibts auch mal Reste von meinem Steak was sie auch gekocht und gesalzen annehmen :) Da ich kaum Futterreste endecken kann hoffe ich mal nicht, dass nach ableben der Kolonie eine Böse Überraschung auf mich warten beim leeren des Beckens lol.




Zuckerwasser darf natürlich auch nicht fehlen. Die anfangs ausreichenden Bierdeckel sind nun zu klein innert 1-2 Stunden leeren sie diese komplett. Da ich noch keine andern Schalen habe, biete ich ihnen 3-4 Bierdeckl zusammen an. Am Zuckerwasser sieht man eigentlich 24Stunden mehr oder weniger Ameisen am trinken.
Wasser scheint meinen Beobachtungen nicht sehr wichtig zu sein obwohl es natürlich eine Grundmenge braucht ,ansonsten würden sie wie jedes andere Lebewesen sterben. Ich befeuchte das Becken so gut wie nie . Im Becken steht ein kleiner Pool ca 10x5x3cm dieser dient als Wasserstelle. 1-2 mal im Monat übergiess ich absichtlich den Pool damit einwenig Wasser im Sand versickern kann. Wie gesagt sind jedoch so gut wie nie Ameisen am Wasser zu sehen.



Zum täglichen Ablauf gehört auch das schwärmen von Jungköniginnen. Wie schon in den Beiträgen zuvor gezeigt, schwärmen die Tiere in meiner Haltung/Gefangenschaft fast schon täglich. Wie ich von Frank mal aufgenommen habe, schwärmen sie in der Natur normal nur 1-2 mal im Jahr. Evt liegt es am guten Futter und an der konstanten Wärme , dass bei mir so viele Geschlechtstiere aufgezogen werden.
Die jung-Gynen rennen richtig schnell umher und suchen die höchsten Punkte im Becken. Die Flügeltellung verrät auch, ob sie unterwegs sind ( zb um Zuckerwasser zu trinken ) oder mit aufgestellten Flügeln ( abflugbereit ) . Beim schwärmen stellen sie die Flügel wie ein Kamm auf um ajederzeit abfliegen zu können. Gleich wie am Morgen, wenn die Ameisen ausströmen ,sieht es auch aus sobald Gynen unterwegs sind. Die Kolonie ist aufgebracht und nervös ( Fotos und Videos einige Beiträge zurück )




Was auch noch sehr auffällig ist, es sind nur noch grosse Ameisen an der Oberfläche unterwegs. Die Kastenteilung ist gut zu beobachten. Nicht eine mittlere oder kleinere Ameise ist zu sehen. Sei es bei der Nahrungssuche, Grabarbeiten oder am Zuckerwasser. Wüsste man es nicht besser würde man denken die Cataglyphis sind nicht polyporphe.
Mit einer Heizmatte konnte ich einen kleinen Teil der Kolonie an die Sichtnester locken. Nach so langer Zeit ohne eine kleine minor Arbeiterin zu gesicht bekommen zu haben, ist man wieder erstaunt wie klein sie sein können nur wenige mm gross.
Es macht Spass in einem solchen Becken zu erkenne wie die Aufteilung funktioniert. Die einen arbeiten nur noch im Untergrund die andern sind täglich ausserhalbes des Nestes aktiv.
Eher selten sieht man Speichertiere. Frank hatte mal in einem Beitrag ein Foto gepostet einer richtig dicken Arbeiterinnen. Die Gaster stark angeschwollen. Auch ich konnte schon einige solcher Tiere sehen. Es sind immer Major Arbeiterinnen welche einen Gaster haben der zu platzen scheint. Selbst die am Zuckerwasser trinkenden Ameisen haben nie eine solche Gaster. Die Dehnstreifen sind deutlich erkennbar wie bei gewissen Königinnen vor der Eiablage. Ich denke da hatte Frank mit seiner Theorie schon recht , dass diese die Funktion haben Notfallrationen zu verteilen in schlechten Zeiten...


Der Kolonie gehts wie ihr sehen und lesen könnt sehr gut und ich hoffe das bleibt auch so. Ich melde mich in einigen Monaten wieder dann, wenn es draussen kalt wird. Ich werde die Lichter bei den Ameisen ausschalten und bin gespannt auf meine erste Ruhephase bei dieser Ameisenart. Natürlich werde ich dann meine Beobachtungen weiter hier berichten.


Zum Abschluss noch einige Fotos. Gut zu erkennen , dass nur Major Worker an der Oberfläche sind . Auf den andern Fotos erkennt man auch einige kleinere Ameisen bei der Brutpflege und die vielen Puppen welche oben wo es warm ist gelagert werden. Den Hauptteil der Kolonie mit der Gyne konnte ich aber nicht rauslocken.


Grüsse und bis bald Cama











Post 24100 - 01.09.2013 11:52:50

Danke für deinen sehr interessanten und auch gut bebilderten Haltungsbericht !
LG
Volker



Post 24851 - 20.10.2013 14:55:25

Zeit für ein Update


Im Becken ist immer noch ca. gleich viel los wie vor einigen Monaten. Ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob was nicht stimmt, da ich dachte, es müssten mehr Ameisen draussen aktiv furagieren. Es sind, wenn die Lichter angehen, um die 100 Tiere draussen und suchen die Landschaft nach Futter und Zucker ab. Auf der anderen Seite dachte ich mir, dass es unter den Sandschichten bestimmt schon richtig brodelt vor lauter Ameisen, denn jeder weiss, wie schnell sich die Cataglyphis vermehren. An Futter, Zuckerwasser und Wärme mangelts bei mir bestimmt nicht. So habe ich auch rausgefunden, dass meine Tiere fast überversorgt sind und deshalb nicht extrem viele Ameisen rauskommen.
Ich füttere alle2 Tage 3 Bierdeckel mit Zuckerwasser, welche nach einem Tag schon total leer sind. Schaben gibt es alle2-3 Tage, dafür dann gleich 4-7 adulte Schokoschaben auf einmal. Da ich immer mehr Futter benötige, habe ich mir eine kleine Schabenzucht zugelegt :)
Dank der guten Haltung schwärmen die Geschlechtstiere (weibliche) immer noch regelmässig.


Bevor ich hier so positives berichten konnte, wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe die Ameisen mal an die Scheibe ins Sichtnest gelockt. Ich hab dafür die normal obenliegenden Lichterkästen auf 2 Stühle gestellt und so die ganze Nestfläche aufgewärmt. Nach 2 Tagen waren schon ordentlich Ameisen und Puppen an den Scheiben.






Die rot markierten Kammern haben die Ameisen gebaut, um an die Wärme der Lampen zu gelangen und sind entstanden während ich die Lampen auf die Nestseite gerichtet hatte. Was ich leider nicht zeigen kann, ist wie es da drinnen aussieht. Mit einer kleinen Lampe und ein Auge ganz ans Glas gepresst, sieht man ca. 20cm tief nach hinten und es ist richtig schwarz vor lauter Ameisen. Die Kammern sind nur 6-15mm hoch, dafür in verschiedenen Höhen und Sandschichten überall im ganzen Becken verteilt. Lustigerweise hängen die Ameisen da lieber Kopfüber in diesen schmalen Kammern. Macht echt Spass mit einer Lampe die verschiedenen Winkel so gut es geht auszuleuchten...
Seit ich nun gesehen habe, was da unter dem ganzen Sand los ist, bin ich beruhigt und weiss, sie vermehren sich immer weiter....


Nach zwei Tagen hab ich die Beleuchtung wieder normal oben auf das Becken gesetzt und das Sichtnest mit Alufolie abgedeckt und es sind schon einige eher grössere Ameisen in die Sichtnester gezogen :)





Eine Bahn, welche 120cm lang ist, ist schon ganz gut gefüllt mit Major Workern. Anfangs hab ich mich geärgert, dass ich so viel Sand, Lehm noch im Becken hab, weil ein Grossteil der Kolonie da verschwunden ist. Auf der anderen Seite bin ich jetzt froh, denn alleine das Sichtnest würde jetzt schon zur Hälfte voll sein und ich hab die Kolonie nicht mal ein Jahr im Becken :)


Das Thema Winterruhe ist für die Ameisen immer noch kein Thema und an den vielen Puppen an haben sie es auch noch nicht so schnell vor, eine Pause zu machen. Ich werde wohl noch etwas länger warten müssen für eine Putzaktion.



Post 24911 - 03.11.2013 16:59:00

So langsam wird es wirklich Zeit, die Cataglyphis Kolonie in die Winterpause zu schicken. Sie wollten bis jetzt einfach keine Pause machen, was evtl. auch daran liegt, dass sie immer gut gefüttert werden und viel Wärme bekommen. Nun nach 3/4 Jahr ist es aber höchste Zeit mal das ganze etwas runterzufahren. Ich möchte den Ameisen einfach ihre natürliche Ruhephase geben und werde das Nahrungsangebot um einiges kürzen. Die Lichter werden diese Woche noch abgeschaltet und die Beckentemperatur wird von ca. 35 Grad auf 20-22 Grad sinken. Mehr ist nicht machbar, da ich das Becken unmöglich bewegen kann und ich in der Wohnung auch nicht frieren möchte. Immerhin 15 Grad Temperaturunterschied, das muss reichen.
Seit einigen Wochen habe ich weniger Puppen gesehen und draussen waren nicht mehr extrem viele Ameisen. Ich kann nicht von einer Pause sprechen, doch sehe ich das jetzt als guten Zeitpunkt, alles runter zu fahren.
Das Wochenende habe ich da, weniger los war im Becken, wieder etwas Sand verteilt und neue Pflanzen reingesteckt und das Ganze sieht wieder richtig gut aus. Die Ameisen bauen ständig um und es braucht alle 1-2 Monate ein bisschen Pflege im Becken. Im Wohnzimmer sollte es schon etwas hermachen. Ich habe leider noch immer keine rote Folie gekauft, darum noch die hässliche Alufolie als Lichtschutz :)
Werde in 1-2 Monaten wieder berichten und bin gespannt, wie sie sich verhalten werden, jetzt wo alles runtergefahren wird.


Noch paar Bilder zum Abschluss






Post 25446 - 05.01.2014 16:06:08

Die erste Winterruhe meiner Cataglyphiskolonie ist vorbei. Die Lichter waren etwa 5 Wochen ausgeschaltet und die Beckentemperatur war bei Zimmertemperatur (20-23 Grad), ein grosser Unterschied zu den normalen Haltungstemperaturen von 30-40 Grad. In der Pausenzeit war das Becken wie ausgestorben. Die Puppenhaufen, die normalerweise täglich in die oberen warmen Sichtnester gebracht wurden, wurden kleiner bis sie ganz verschwanden. Die Ameisen zogen sich zurück und an der Oberfläche war so gut wie nix mehr zu beobachten. Das Becken wirkte traurig und verlassen. Die wenigen herumstreifenden Ameisen machten keinen guten Eindruck und ich hatte das Gefühl, ich würde die Kolonie zu stark unterdrücken.
Ich habe darum die Pause relativ schnell wieder unterbrochen und die Lichter brennen wieder. Munter kommen täglich wieder Ameisen heraus und zeigen sich. Zuckerwasser wird gut angenommen.
Obwohl ich die Temperatur schon wieder eine Weile erhöht hatte, sah ich keine Brut und ich machte mir langsam Sorgen. Es könnte ja sein, dass die Königin nicht mehr lebt. Die Aktivität der Ameisen war grösser als in der Ruhezeit, doch nicht so wie ich es vom letzten Jahr kenne. Ich habe darauf noch eine 50 Watt Wärmelampe reingehängt und die Temperatur lag zwischen 40-50 Grad bei total 350Watt.
Es ging einige Tage und siehe da: im Sichtnest diverse Worker mit Eierpaketen zwischen den Mandibeln :) Natürlich bin ich jetzt erleichtert.
Wie auch Holger in seinem Bericht geschrieben hat, brauchen diese Ameisen einfach einen Startschuss in Form von viel Wärme. Es ist wie ein Schalter, der umgelegt werden muss und es braucht anscheinend doch einiges an Temperatur, um das zu erreichen. Bei meinem Becken ist noch das Problem, dass ich sehr grosse Ytongblöcke drin habe und die Ameisen ca. unter 20cm Ytong verborgen leben. Man kann sich vorstellen, was es für eine Energie braucht, diese durchzuwärmen.
Die Zusatzlampe habe ich jetzt wieder entfernt. Ich glaube die Ameisen haben kapiert, dass die kühle Zeit vorbei ist.


Mit etwas Wasser habe ich die Kolonie aus dem Verborgenen gelockt und war doch erstaunt, wie gross die Kolonie schon ist :)







Die aufgebrachten Ameisen suchen Schutz und ziehen vorübergehend zum Teil in die Sichtnester. Um sie etwas mehr dazu zu bewegen, habe ich in der Ruhezeit auch ca 10 Kg Sand/Lehm aus dem Becken genommen. Der Lehm war so fest, dass ich ganze Blöcke (15x30cm) in einem Stück abheben konnte. Darunter waren Hunderte von Ameisen, welche sich nun links und rechts unter den aufliegenden Blöcken verstecken. Auf folgendem Bild sieht man gut, dass der Sandstand ca. 15cm tiefer als früher ist. Ich weiss noch nicht, ob ich das Becken nochmals mit grossem Aufwand gestalte, denn die Tiere verbauen so schnell alles wieder. Ich denke, ich werde einfach nur noch reinen feinen Sand reinkippen und einfache Deko wie Steine verwenden.



Auf dem Bild oben sieht man 2 Magnete. Die Idee ist mir spontan gekommen und ist wirklich genial. Die Magnete müssen so stark sein, dass sie sich durch das Glas immer noch fest anziehen. Ich kann also jeweils ein Magnet im Becken und eines ausserhalb anbringen und so durch das ganze Nest ziehen. Das innere Magnet drückt Verschmutzungen richtig weg und man kann auch schnell hin und her fahren. Damit habe ich sehr schnell saubere Scheiben erzielt. Ich dachte schon, ich muss mit so versauten Nestern leben, aber hier ist die Lösung :)
Im Moment sind noch zu viele Ameisen in den Sichtnestern, weshalb ich erst einmal einen kurzen erfolgreichen Versuch wagte. Sobald die Nester etwas leerer sind, werde ich natürlich das ganze Nest durchputzen.


Jo soweit so gut. Alles läuft weiterhin prima. Ich befürchte, Ende dieses Jahr wird selbst das 120er Becken voll sein.


Grüsse Cama


Disskussionen bitte hier rein, da ich keinen extra Thread habe



Post 25587 - 18.01.2014 19:00:45

So, nun habe ich die Kolonie schon ein ganzes Jahr lang. Zusammen mit den M.arenarius sind das meine bis jetzt am längsten gehaltenen Arten.
Es macht Spass, wenn man seine Favoriten-Ameisenarten gefunden hat, sie auch länger zu halten. Die Cataglyphis gehören definitiv zu meinen Lieblingsarten. Sie sind sehr aktiv und vermehren sich wunderbar.
Das 120er Becken, dachte ich, würde die nächsten Jahre halten, doch nach nur einem Jahr Haltung ist da wirklich schon sehr viel los. Eigentlich habe ich mir gesagt, dass ich, wenn das Becken voll ist, aufhören werde mit dieser Art. Doch ich vermute mal, ich werde das schon jetzt grosse Becken noch erweitern. Manche werden denken, es ist ja noch halb leer, aber wer diese Art mal gehalten hat, weiss, wozu diese Ameisen in kurzer Zeit fähig sind, bezogen auf deren Wachstum. Ich schätze die Kolonie auf 1500-3000. Das ist sehr schwer zu schätzen, aber ich setze jetzt lieber mal tief an.


Das Becken wurde vom Drecksand in der Winterpause befreit und ich habe es mir dieses Mal einfach gemacht. Auf Lehm hab ich verzichtet, damit sie nicht immer alles durchgraben und ich es einfach habe. Es kommt nun weisser Sand rein. Sehr fein und trocken, für die Ameisen unmöglich zu graben.
Pflanzen habe ich von Leviathan bekommen, danke nochmals :) Es sind natürlich Wüstenpflanzen, ansonsten würden das bei den Temperaturen nicht viele Pflanzen mitmachen. Bin gespannt, wie lange die halten werden. Ansonsten werden sie nach und nach durch Kakteen ersetzt.







In den letzten Wochen habe ich kaum gefüttert, da ja bei meinem letzten Update vor wenigen Wochen erst die ersten Eier nach der Winterpause zu sehen waren. Vor wenigen Tagen sah ich aber schon erste Puppen und war überrascht, wie schnell das doch geht. Immer mehr Ameisen mit Eierpaketen und Larven sind unterwegs. Die Brut wird immer gegen den Abend in das Sichtnest oben links getragen. Die Ameisen und die Brut bleiben einige Stunden dort und verschwinden dann einige Stunden wieder zwischen die Ytong Blöcke. Für mich ist das ganze einiges Wert. Ich kann abschätzen, wie es um die Kolonie steht und was sie vorhaben. Ich steuere logischerweise nach der Brutmenge auch das Nahrungsangebot, denn töten und eintragen tun diese Ameisen alles, auch wenn keine Brut vorhanden ist. Ich vermute, zu gewissen Zeiten sind diese Kammern oben links einfach optimal für die Brut, weshalb die Ameisen diese Wanderung ständig auf sich nehmen. Ich habe ess hier unten auf dem Foto mal eingezeichnet.


Rot ist der Weg, den die Ameisen zusammen mit der Brut an der Oberfläche zurücklegen, um die genannten Kammern zu erreichen. Gelb sind die Eingänge unter den Ytong. 70% der Kolonie lebt da unten, gespiegelt auf der anderen Seite des Beckens nochmals dasselbe.



Folgende Fotos sind auch von diesem Nestbereich, wo die Brut einige Stunden gewärmt wird.






In wenigen Wochen werden diese Kammern voll mit Puppen sein. Es müssten auch die wärmsten geschützten Kammern im Becken sein.


Hier sieht man, wie sich die Ameisen mit ihren langen Beinen strecken können :) Zucker lieben sie.




Durch die Koloniegrösse erkennt man immer mehr Verhaltensmuster der Ameisen. Ein grosses Becken unterstützt das ganze. Einige Scouts sind ständig auf der Suche nach Nahrung und wirken wie verstörte Ameisen, die im Zickzack umherrennen. Andere Gruppen buddeln an einigen Stellen und lassen sich auch durch meine Störung mit dem Finger nur kurz ablenken und arbeiten danach am selben Ort weiter. Nochmals andere Gruppen sind oft den ganzen Tag dabei, Sand der immer wieder in die Nestspalten rutscht, raus zu tragen. Auf den ersten Blick sieht es einfach nach Zufall und viel Chaos aus. Doch nach längerem Beobachten fallen einem immer mehr Details auf und man kann die Organisation erkennen. Die Ameisen sind so gut organisiert, dass auch nie zu viele das Gleiche machen. Sind alle Aufgaben besetzt, verweilen Hunderte einfach in den Nestern und sie scheinen wie tot zu sein. Energie sparen und auf ihren Einsatz warten, wäre eine mögliche Erklärung. Interessant ist auch, wie sich alles ändert, sobald die Lampen an sind oder eben nicht. Es gäbe so viel zu erklären und zu zeigen, doch leider wäre das endlos und mit Fotos bringt man nie alles so rüber wie es live ist. Ich kann jedem empfehlen diese Ameisen in einem grösseren Becken zu halten.


Jo, das war es mal wieder. Ich hoffe, euch gefällt mein Beitrag.


Cama





Post 25739 - 02.02.2014 20:00:48

Kleines Highlight

Vor wenigen Minuten sah ich 2 männliche Geschlechtstiere auf den warmen Steinen sitzen umzingelt von einem dutzend Arbeiterinnen.
Eigentlich sehen männliche Geschlechtstiere eher hässlich aus doch diese sind sehr schön und auch ziemlich gross. Ob die Gaster so schön orange bleibt weiss ich nicht. Normalerweise gehen frische Ameisen mit nicht ausgehärtetem Chitin nicht aus dem Nest aber wer weiss...
Mir sind in der Haltung männliche Geschlechtstiere bei Cataglyphis weniger bekannt und freu mich über diesen Erfolg der Kolonie :)


Der Tharox wirkt extrem massiv genau so wie bei einer Königin. Ich vermute mal die brauchen starke Flügelmuskeln um weit zu fliegen.









Post 25740 - 02.02.2014 20:20:22

Gratuliere! Ein schöner Erfolg.
LG
Volker



Post 25747 - 03.02.2014 18:34:48

Hallo Ramon, da haste recht, die Männchen der bicolor-Arten sind sehr schön und bei manchen Arten sehr auffallend gefärbt. Bei vielen Arten gibt es diese auffallend hellroten oder orangefarbenen Gaster. Bei einigen Arten wie den viaticus ist diese Färbung noch auffallender und weitgehender.
Stimmt, die Männchen fliegen weite Strecken und finden sich im Freiland an einigen Stellen zusammen, die sich durch nichts Besonderes auszeichnen. Trotzdem fiel uns im Freiland immer wieder auf, dass sich Männchen auf Flächen von wenigen Quadratmetern zusammenfanden. Hier liefen dann wieselflink die Männchen quer durcheinander, ohne dabei das Gebiet zu verlassen. Ab und zu flog eine Jungkönigin herbei, liess sich von mehreren der Männchen nacheinander begatten und flog dann wieder ab.
Es schien uns so, als ob die Cataglyphis regelrechte Balzplätze haben, an denen sich manchmal recht viele Männchen zusammen finden. Möglicherweise locken diese dann die vorbeieilenden oder vorbeifliegenden noch unbegatteten Jungköniginnen mit Pheromonen an.


LG, Frank.



Post 25787 - 08.02.2014 10:50:19

Die Männchen sind eigentlich sehr scheu und verschwinden bei kleinsten Störungen. Doch sie wagen sich täglich zur selben Zeit ca. 3-4 cm aus dem Nest. An den warmen Ytongblöcken scheinen sie sich aufzuwärmen.



Heute Morgen, wenige Tage nach der ersten Sichtung dieser Geschlechtstiere, schwärmten sie aus und versuchten zu fliegen.
Durch die aufgestellten Flügel sehen sie aus wie kleine Segelschiffe. Nervös und sehr schnell flitzen sie durch das Becken von der einen Erhöhung über den Mittelteil zur anderen Erhöhung. Immer wieder suchen sie wie auch letztes Jahr die weiblichen Geschlechtstiere, die höchsten Stellen und versuchen abzufliegen. Mittlerweile sind ca. 10 Männchen unterwegs und versuchen ihr Glück. Ca 100 Arbeiterinnen sind mit ihnen unterwegs.
Die Tiere sind so schnell, dass ich es kaum schaffe, Bilder zu machen. Anders als die Arbeiterinnen können diese Männchen recht gut klettern. Sie kommen locker die Scheiben hoch und ich musste schon 2 Stück vom Lampengehäuse entfernen.
Einige schaffen es auch abzufliegen und versuchen in dem kleinen Luftraum zu manövrieren. Mir ist es nicht gelungen, sie in der Luft zu fotografieren, aber ihr kennt bestimmt diese Wespen, welche die langen hinteren Beine schlaff nach unten hängen lassen und fast an Ort und Stelle fliegen können. So sehen etwa diese Ameisen beim Fliegen aus :love:







Post 25794 - 09.02.2014 13:56:04

Heute gabs schon wieder was schönes zu endecken.



Die erste Prinzessin frisch geschlüpft,lässt sie sich wie auch die Männer am warmen Stein aufheizen.
Erfahrungsgemäss, werden in den nächsten Wochen viele weitere Gynen schlüpfen.
Momentan hab ich zur selben Zeit weibliche und männliche Geschlechtstiere. Natürlich kommen einem da so der eine oder andere Gedanke :)





Post 25796 - 09.02.2014 18:21:30

Hallo Ramon, das könnte ja dann dieses Mal was geben. Obwohl die junge Königin noch etwas jung ausschaut, noch sehr blass. Wahrscheinlich ist sie noch nicht so weit und nur neugierig und erkundet erstmal die Umgebung.
Aber wenn du nun Männchen und Jngköniginnen aufgezogen hast, sollte es doch klappen mit Nachzucht.
Ich wünsch dir Erfolg.


LG, Frank.



Post 25953 - 22.02.2014 17:42:12

Nun sind auch richtig viele junge Gynen geschlüpft und sie sonnen sich auch täglich nahe dem Eingang. 2-3 mal in der Woche schwärmen weibliche sowie auch männliche Geschlechtstiere - ein tolles Schauspiel. Tote Männchen muss ich manchmal auch in der Wohnung einsammeln. Sie können viel besser klettern als die Arbeiterinnen und entwischen manchmal.
Ich habe angefangen zu experimentieren und einige weibliche Geschlechtstiere einige Tage zu isolieren. Nach dieser Zeit werden sie nicht so schnell als von der Kolonie stammend erkannt und die Männer, die ich aus dem grossen Becken fische, wollen sofort auf die Jung-Gynen steigen. Leider klappt das nicht so einfach. Die Gynen wehren sich oft und rennen davon. Nach einigen Minuten scheinen die Männer die Schwestern zu erkennen und interessieren sich nicht mehr für sie. Im Becken selbst, wenn beide Geschlechter unterwegs sind, konnte ich sie nicht aufeinander sehen. Ich habe noch keine klare Linie gefunden, wie es am besten klappt, doch ich bin ständig am neue Sachen ausprobieren. Wäre toll, wenn ich diese Ameisen züchten könnte.
Nun gehen mir langsam die männlichen Geschlechtstiere aus. Es wurden nur wenige produziert und diese sind langsam alt. Ich hoffe, es wird bald wieder neue geben, so dass ich kann meine Versuche fortsetzen kann. Im Moment werden richtig viele weibliche Geschlechtstiere geboren.




Auf den nächsten Fotos sieht man, wie die Männer die Weibchen besteigen. Leider nur kurz und meine Fotos treffen nicht den spannenden Moment. Sie sind richtig schnell und es ist schwer sie einzufangen.





Eine Gyne hat nur noch einen halben Flügel. Ich glaube nicht, dass diese begattet ist, sondern evtl. einen Kampf hatte mit ihren Schwestern. Aber man kann nie wissen. Darum habe ich sie in eine seperate Box gelegt.


Zum Schluss ein Blick auf das Thermometer. Ganz schön warm, doch die Ameisen stört es kein bisschen. Durch zusätzliche 50 Watt habe ich für einige Tage 350 Watt am Laufen. Auch in der Haltung sollte solche Abwechslung vorkommen.




Post 25954 - 22.02.2014 18:13:29

Hallo Ramon, kann doch gut sein, dass die begattet ist.
Ich würd sie mit zwei Puppen separieren. Ihr ein kleines Reagenzglas als Nest anbieten usw.. Und dabei ihr Verhalten beobachten, zeigt sie Gründungsverhalten, dh. verschliesst sie den Eingang mit Sand und Steinchen, zieht sich in ihr Nest mit den Puppen zurück? Das sollte sie natürlich tun, wenn sie begattet wurde.
Wie gesagt, gut möglich, dass diese Königin begattet ist, man kann ja vllt. nicht jeden Begattungsversuch beobachten.


LG, Frank.



Post 26431 - 23.03.2014 17:18:09

Leider war die Gyne ohne Flügel nicht begattet und es gibt zurzeit keine männlichen Geschlechtstiere mehr. Weibliche Geschlechtstiere werden konstant zusammen mit Arbeiterinnen aufgezogen. Ich schätze, in der Kolonie leben zurzeit 100-200 Gynen, die immer wieder schwärmen. Das Schwärmen beginnt morgens um 10.00 Uhr, wenn die Lichter angehen. Begleitet werden sie von einigen hundert Arbeiterinnen: ein richtiges Gewusel im ganzen Becken. Das Ganze legt sich nach 1-2 Stunden wieder. Zu normalen Zeiten sind immer um die 100 Arbeiterinnen unterwegs, was sich nach viel anhört, ist aber, wenn man sich mal anderes gewöhnt ist, gar nicht so viel. Bei Störung z. B. beim Befeuchten oder Klopfen auf den Ytong Block strömen nochmals 200-300 Tiere aus und das ganze Becken lebt wieder. Das Becken ist ein richtiger Hingucker geworden und es ist immer etwas los. Alle Freunde, die zu Besuch kommen, sind fasziniert und vergessen meine anderen Ameisen und Becken.


Damit mir nicht langweilig wird, kann ich auch immer kleine Dinge verändern, z. B. ihnen einen grossen Hügel bauen und befeuchten, den sie dann stundenlang durchgraben oder ich lege eine Plexischeibe hin und sie lagern darunter die Brut oder ich baue ihre Haupteingänge mit Sand zu usw... bei so einer grossen Kolonie kann man diverse Dinge ausprobieren :)
Die Ameisen können ganz schön beissen, aber ich hab mich dran gewöhnt und ich lass den Schmerz einfach über mich ergehen.


Die Ameisen haben selber gemerkt, dass das Becken eng wird und haben sich im Untergrund durch die Styroporplatten gefressen und haben nun unten im hinteren Bereich des Beckens nochmal ein Quadrat von ca. 80x30x20 cm Grösse zur Verfügung.













Post 27000 - 21.04.2014 15:58:34

Langsam wird es schwer, etwas Neues zu schreiben. Die Kolonie wächst weiter, aber sie explodiert nicht mehr so extrem, wie noch Anfang des Jahres.
Ein Grund ist sicherlich, dass aus ca. 50% der Puppen junge Königinnen schlüpfen. Die vielen Königinnen schwärmen fast täglich nach 10 Uhr für zwei Stunden und verschwinden danach wieder im Bau. Ich schätze die Anzahl Königinnen auf 100-200 Tiere. Die Aktivität im Becken ist wie eine Wellenbewegung, ein ständiges Auf und Ab. Oft ist zwei Mal pro Tag richtig viel los. Im Schnitt laufen um die 100 Tiere im Becken rum. Zu Spitzenzeiten können es schon mal 300-400 sein und nach dem Lichter löschen sind am wenigsten unterwegs, vielleicht noch 20-30 Tiere.


Hier habe ich einfach mal einige Zufallsfoto von der Festplatte genommen, wie das ca. aussieht:




Durch die Grösse der Kolonie ist das Füttern und Befeuchten ziemlich unproblematisch geworden. Die Kolonie kann so viel Energie speichern/lagern, dass es keine Rolle spielt, ob ich alle 2 Tage füttere oder einmal die Woche. Es kommt auch nicht mehr vor, dass die Kolonie mal weniger mal mehr Hunger hat. Wird was angeboten, wird es angenommen. Ich vermute, durch die vielen Speichertiere kommt die Kolonie gar nicht mehr in einen hungernden Bereich, weshalb der Ansturm auch nach einer Woche ohne Futter kaum höher ist als bei kleineren Fütterungspausen.
Ich füttere nach Lust und Laune. Dasselbe gilt für die Befeuchtung des ganzen Beckens. Ohne dass ich die Tage zähle, giesse ich grob geschätzt ein Mal alle zwei Wochen 1-2L Wasser mitten ins Becken. Es ist wie beim Füttern: Es spielt keine grosse Rolle mehr, ob ich 1 Mal, 2 Mal oder 3 Mal befeuchte.
Durch das Befeuchten stürzen jeweils diverse Eingänge ein und die Ameisen haben wieder ordentlich Arbeit, was auch gut ist. Im Becken lagern sie die Brut an diversen Orten. Oft ist alles wild zersplittet und den Tag durch kann man immer wieder Brut-Verschiebungen beobachten. Dass die Brutlagerplätze nie lange die gleichen sind, kann man verstehen, da in der Wüste durch Wind und Wetter auch immer wieder Kammern einstürzen oder mit Sand volllaufen.


Was mir aufgefallen ist: die Hunderte von Jungköniginnen werden nicht mehr von den Arbeiterinnen verfolgt und getötet. Seit Monaten werden sie akzeptiert. Das war Anfang dieses Jahres und letzten Jahres noch anders. Normalerweise wurden die Junggynen nach 2-3 Wochen getötet.
Im Moment lungern sie in den Nestern herum, schwärmen 1-2 mal im Tag und kehren wieder in das Nest zurück. Die Flügel behalten sie über Wochen/Monate. Sie unterstützen die Kolonie nicht in der Brutpflege oder Nahrungsbeschaffung, werden aber toleriert :denken:
Was mir auch nicht in den Kopf gehen will, wo sind die toten Ameisen? Es gibt alle 2 Wochen einen grossen Haufen Müll (wenigstens immer am gleichen Ort). Dieser enthält hauptsächlich Puppenhüllen, Sytroporkügelchen und Futterreste. 2-3 Ameisenleichen findet man sicherlich auch, aber bei einer Koloniegrösse von mehreren tausend Ameisen dürften hier haufenweise Tote liegen. Die Kolonie ist jetzt ca 1 1/2 Jahre alt und es gab nie wirklich Tote. Es scheint sie leben sehr lange und die Haltung scheint zu passen.
Das grösste Rätsel ist für mich jetzt, warum die vielen Königinnen akzeptiert werden, da auch diese auf dem Müll fehlen. Dieses Jahr konnte ich auch keine Königin sehen, welche im Sichtnest oder an der Oberfläche von einer Arbeiterin attackiert worden wäre.
Um nochmals auf den Müll zu kommen, hier ein Bild davon



Dieser wird immer wieder von mir mit dem Staubsauger oder mit einem Löffel entfernt.


Jo, wie man sieht, wird auch eine grosse Kolonie nicht langweilig und ich finde es lohnt sich sehr, eine Kolonie länger zu halten.
Da ich täglich die vielen Königinnen im Becken sehe, kommt man immer wieder in Versuchung, die Ameisen züchten zu wollen.
Auf den oberen Bildern kann man im Becken eine kleine Box erkennen, darin befindet sich eine Königin ohne Flügel. Ich habe diese per Zufall im Becken gesehen und separiert. Eigentlich kann sie nicht begattet sein, denn seit Anfang des Jahres habe ich leider keine männlichen Geschlechtstiere mehr.
Ich dachte trotzdem, es kann nicht schaden, diese seperat zu halten. Sie hat einige Puppen bekommen, welche sie angenommen hat. Zudem hat sie vor einigen Tagen einige Eier gelegt, was aber noch nix heissen muss. Wir werden sehen...
Um weitere Versuche zu starten, habe ich vor einigen Wochen einige Arbeiterinnen aus dem Becken genommen (200-300 Worker). Diese sind in einer anderen Box und es scheint zu klappen: Die Arbeiterinnen legen richtig viele Eier.








Aus diesen unbefruchteten Eiern sollten männliche Geschlechtstiere entstehen. Diese werde ich dann in das grosse Becken zu der Kolonie geben.
Am besten dann, wenn die Junggynen am Schwärmen sind. Ich hoffe auf Inzucht.


Heute hab ich noch einige Gynen aus dem Becken gefangen. Ich werde auch diese separiert halten und schauen was passiert. Evt sind sie effektiver, was das legen von unbefruchteten Eiern anbelangt , als die separierten Arbeiterinnen.
In der Kolonie sind diese Königinnen sowiso nutzlos und belasten die Kolonie sogar noch.




Post 27614 - 18.05.2014 10:26:14

Die Königin ohne Flügel ist leider letzte Woche gestorben. Wie ich schon vermutete, war diese wohl nicht begattet. Die Königinnen dieser Art leben sehr lange, auch die ca. 50 separierten Königinnen leben noch. Ich hatte sie jetzt fast einen Monat in einer kleinen Box und wollte schauen, ob sie unbegattete Eier legen würden. Daraus wurde nichts und da ich sie nicht einfach töten wollte, habe ich sie gestern der Kolonie zurückgegeben. Sie sind eigentlich nur Balast für die Kolonie, aber besser sie zu töten.
Selbst nach fast einem Monat wurden die Gynen von der Kolonie problemlos wieder akzeptiert. Mehr Erfolg habe ich mit dem Separieren von Arbeiterinnen. Die (wie im letzten Beitrag beschrieben) isolierten Arbeiterinnen legten richtig viele Eier. Seit Kurzem tragen sie täglich Schokoschaben ein und ich konnte gestern durch den Boden der Box viele grosse Larven erkennen. Die Zucht von männlichen Geschlechtstieren scheint auf diese Weise gut zu funktionieren. In wenigen Tagen erwarte ich die ersten Puppen :drehen: .


Um bei der eigentlichen Kolonie die Aufzucht weiterer Königinnen oder zumindest deren Anzahl etwas zu senken, habe ich seit 3 Wochen die Lichter und somit die Heizung ausgemacht. Ich verfüttere kein Protein mehr und sie bekommen nur noch Zuckerwasser. Die Aktivität im Vergleich ist natürlich um einiges gesunken, jedoch sind immer noch täglich 20-30 Junggynen unterwegs und um die 100 Arbeiterinnen. Alles etwas gemütlicher.
Ob die Senkung der Temperatur und der Nahrungszufuhr bewirkt hat, dass weniger Königinnen aufgezogen werden, kann ich noch nicht sagen. Brut in jeder Forum ist überall im Becken verteilt und ich kann nur einen kleinen Teil sehen. Zumindest habe ich schon viele eher kleine Puppen gesehen. Ich hoffe, es werden nicht mehr so viele Königinnen aufgezogen und die Zahl frischer Arbeiterinnen nimmt wieder zu.


Das Timing der kleinen Pause kommt mir gerade recht. In wenigen Wochen werde ich vermutlich viele männliche Geschlechtstiere aus der erwähnten Box entnehmen können. Gleichzeitig kann ich bei der Kolonie die Lichter wieder einschalten und die vielen Jung-Königinnen werden ordentlich in Stimmung kommen. Ein perfekter Zeitpunkt, um die männlichen Geschlechtstiere der Kolonie hinzuzugeben. Falls das ganze keinen Erfolg bringt, müsste ich das ganze nochmals anders versuchen. Es gäbe noch die Möglichkeit, ein Becken aufzustellen und nur die Geschlechtstiere zusammen zu werfen. Hier sehe ich das Problem hier, dass die weiblichen Geschlechtstiere durch Rausfangen aus dem Becken nicht mehr in Stimmung sind und im neuen Becken zu gestresst sind, um an den Akt der Liebe zu denken. Bei den Männern habe ich weniger Bedenken, die scheinen immer Lust zu haben :) . Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass Geschlechtstiere ohne Anschluss an eine Kolonie nicht wiederholt in Stimmung kommen. Die Tiere tagelang in diesem Becken zu lassen, würde also auch keinen Sinn machen. Dadurch hätten sie zwar die Möglichkeit sich zu beruhigen, doch vermute ich, kommen auch nicht mehr in Stimmung.
Hoffe, hier kann Frank noch etwas beitragen ;)


Hier noch ein paar Fotos vom unbeleuchteten Becken. Die Temperatur ist seit Wochen von 35-40 Grad auf 20-22 gesunken.







Post 28025 - 26.05.2014 17:00:15

Die separierten Arbeiterinnen ziehen langsam aber sicher Männer auf .Einige Puppen und Larven konnte ich schon entfernen und der eigentlichen Kolonie dazugeben. Für grosse Experimente, reicht es aber noch nicht. Damit ich schneller noch mehr Männer ziehen kann, hab ich nochmals ca 200 Arbeiterinnen separiert.


Auf den Fotos sieht man die Separierten Arbeiterinnen, die Menge an Puppen und Larven ist noch gering.


Hier noch ein Paar Handy Videos damit man sich ein Überblick über die Koloniegrösse machen kann.


Fütterung


https://www.youtube.com/watch?v=0xYilkems7Q
https://www.youtube.com/watch?v=SRv9CgNj-g8


Königinnen schwärmen


https://www.youtube.com/watch?v=JQ9k45HeDCU
https://www.youtube.com/watch?v=MFmt3l6c5rU



Post 29830 - 24.07.2014 12:39:53

Nach nicht einmal 2 Jahren gibt es keine wirklichen Veränderungen mehr in der Kolonie. Ich vermute fast, sie ist ausgewachsen. Ich schätze, dass diese Art Koloniegrössen von 1000-3000 Tieren erreichen. In meiner Haltung schwankt die Grösse der Kolonie in Abhänigkeit der Geschlechtstiere. Zu Spitzenzeiten tummelten sich bis zu 300 Gynen an der Oberfläche. Die vielen Königinnen liesen sich füttern und umsorgen, was die Kolonie viel Kraft kostete. In dieser Zeit schrumpfte die Kolonie um geschätzte einige hundert Arbeiterinnen. Die Energie wurde in die Geschlechtstier-Larven und deren Pflege gesteckt. Die Kolonie ist und war dank ihrer Grösse nie in Gefahr zu kollabieren. Sobald das Höchstlevel an Geschlechtstieren erreicht war, und die Kolonie etwas geschrumpft war, wurden wieder vermehrt Arbeiterinnen aufgezogen. Die weiblichen Geschlechtstiere schwärmten fast täglich und wurden sehr lange in der Kolonie geduldet. In letzter Zeit wurden wieder sehr viele alte Gynen getötet, andere aber leben flügellos in der Kolonie weiter.
Unbegattete Königinnen werden jedoch nicht sehr lange leben und verschwinden in Wochen bis wenigen Monaten.
In den knapp 2 Jahren Haltung wurden nur 2 mal kurz männliche Geschlechtstiere aufgezogen, was leider nicht für eine Zucht reichte.
Ich habe einige Versuche mit separierten Arbeiterinnen gemacht, um männliche Tiere aufzuziehen. Das klappte jedoch nicht immer und der Ertrag war nicht wirklich ausreichend für verschiedene Zucht-Experimente. Ich habe mich entschlossen, diese Kolonie abzugeben, da die Kolonie ausgewachsen zu sein scheint. Ich möchte mich nun einer anderen Art widmen, natürlich wieder einer Cataglyphis Art :)
Ich werde für die Kolonie einen fairen Betrag erhalten und der neue Halter ist mir bekannt. Er wird sich gut um sie kümmern und baut bereits an einem grossen Becken, um die Kolonie unterzubringen. Cataglyphis sind wirklich einer der tollsten Arten in der Haltung. Ich möchte als nächstes eine europäische Art halten. Ich bin gerade aus meinem Urlaub von der Insel Kos zurückgekommen und habe dort viele Cataglyphis nodus Kolonien gesehen. Die Majore sind wirklich extrem gross und haben riesige Köpfe. Ob das in der Haltung auch zu erreichen ist, wird sich evt bald zeigen, falls ich mich für diese Art entscheide oder doch eine velox mit mehreren Gynen. Die nächste Anlage wird um die 2 Meter gross werden und soll Platz bieten bis die Kolonie ausgewachsen ist. Ich werde natürlich hier wieder darüber berichten.
Zurück du der jetzigen Kolonie. Ich habe keine Fotos mehr gemacht, da es nichts wirklich neues zu zeigen gibt. Ich muss das ganze Becken noch ausräumen und alle Ameisen einsammeln, um sie dem neuen Halter übergeben zu können. Die richtige Gyne, die ich alle paar Monate einmal im Sichtnest sehen kann, ist zum Glück ein gutes Stück grösser als die vielen anderen in der Kolonie mitlebenden Gynen. Was für ein Glück, somit kann ich sie eindeutig bestimmen und kann die Kolonie mit gutem Gewissen weitergeben, ansonsten hätte ich ein grosses Problem :)
Spannend wird noch, was alles beim Zerlegen des Beckens zum Vorschein kommt. Die Anzahl an Arbeiterinnen könnte mich noch überraschen und auch vermute ich Berge von Müll und Ameisenleichen. Die Bilder vom Zerlegen des Beckens zerlegen und die wahre Grösse der Kolonie werde ich natürlich noch hier preisgeben.



Post 30159 - 10.08.2014 20:18:15

Vor ca. 2 Wochen habe ich das gesamte Becken zerlegt und alle Ameisen rausgenommen. Es waren ca. 3-4 Stunden Arbeit, das ganze Becken schrittweise abzubauen und alle Ameisen einzufangen. Das Becken bestand aus 4 ca. 60x25x15 Ytongblöcken. Ich habe als erstes den Sand und die Deko entfernt, danach folgten die Ytongblöcke, welche ich zum Glück nicht all zu fest befestigt hatte. Die aufgescheuchten Ameisen sammelte ich nach und nach ein, damit ich keine zerquetschte. Schritt für Schritt habe ich mich nach unten gearbeitet. Im hinteren Bereich, wie vermutet, hatten sich die Ameisen durch den Styropor-Boden gefressen und der grösste Teil der Kolonie befand sich dort unten. Um die vielen Ameisen aus dem Becken zu fischen, streckte ich einfach meine offenen Hände ins Becken und schon verbissen sich 20-30 Ameisen in der Hand. Die Hände schüttelte ich über einer leeren Box aus und schon waren die Ameisen umgesetzt. Natürlich musste ich diesen Vorgang x mal wiederholen, bis ich alle Ameisen draussen hatte. Zwischen den Fingern bei den Häutchen schmerzte es schon ziemlich. Ich musste einige Male die Hand wechseln :) .
Mit der Federpinzette setzte ich nur die Brut um. Die Ameisen einzeln mit der Pinzette umzusetzen, wäre viel zu aufwendig gewesen.


Auf den Bilder sieht man Schritt für Schritt, wie das Becken abgebaut worden ist:



















Die ganze Kolonie habe ich in eine ca. 70x40 grosse Box geschüttelt. Es gab so gut wie keine Verluste und der neue Besitzer kommt sie kommenden Freitag abholen. Damit die Kolonie sicher transportiert werden kann, habe ich noch 10 cm hoch Sand/Lehm in der Box verteilt.
Die Kolonie hat sich nach kurzer Zeit verbuddelt. Sie sind jetzt geschützt und fliegen beim Autotransport nicht durch die Gegend.


Bilder der Box:








[url=http://upload.eusozial.de/i/0b1wmvockwc0.jpg]


Jo, das war es von meiner Seite. Cataglyphis sind echt tolle Ameisen. In den knapp 2 Jahren ist die Kolonie richtig explodiert und es war immer etwas los. Diese Ameisen müssen in einem grossen Becken gehalten werden, bei genügend Wärme, ansonsten können sie sich nicht richtig entfalten.
Ich kann diese Art jedem empfehlen, der eine aktive und aggressive, sich schnell vermehrende Art sucht.
Der neue Besitzer dieser Kolonie wird evtl. hier in diesem Thread weiter über die Kolonie berichten. Angemeldet in diesem Forum ist er bereits schon ;) . Ich beende hiermit diesen Haltungsbericht von meiner Seite aus. Ich danke allen, die meinen Bericht verfolgt haben und hoffe, ich konnte denjenigen, die noch nie Cataglyphis gehalten haben, einen Einblick verschaffen.


Grüsse Cama



Post 30377 - 23.08.2014 18:37:11

Hallo liebe eusozial-Mitglieder,


wie Ramon ja sagt, hat er die Kolonie abgegeben.


Ich bin jetzt der neue Besitzer dieser schönen Kolonie. Ich habe sie am 15.8. von Ramon abgeholt & konnte dabei seine anderen Becken bestaunen. :love:


Die Kolonie wurde in der ca 70 auf 30cm großen Plastikwanne transportiert, in der sich die Kolonie vergrub.


Anfangs war ein Versand per Post im Gespräch, was aber äußerst gefährlich für die Kolonie & sehr anstrengend für Ramon gewesen wäre.


Die 800km Fahrt waren zwar extrem anstrengend, aber endlich Zuhause war ich froh, dass die Kolonie unversehrt ist.



Als Becken dient mir ein altes Aquarium 120 auf 40cm welches mit einer Sand-Lehm-Mischung gefüllt ist.


Dazu dienen noch einige recht große alte Holzstücke, die im Stand stecken, als Deko & Versteckmöglichkeit.


Als Nest habe ich noch an zwei große Ytong Blöcke gedacht. Die aber nur als "Sichtnest" für Gäste/Beobachter dienen sollen.


Wobei das Hauptziel eine möglichst natürliche Haltung mit Erdnest ist.


Die Ameisen wurden über mehrere Tage mit der " auf die Hand krabbel und dann im Becken abschüttel Methode " umgesetzt.


Danach wurde der Sand aus der Plastikwanne mit einem kleinen Löffel entfernt & Brut sowie letzte Ameisen wurden per Hand umgesetzt.


Die Ameisen vergruben sich sofort im Sand.




Das Hauptnest bzw der Haupteingang ist unter dieser Pflanze.



Etwas links davon ist ein Holzstück unter dem sie es sich bequem gemacht haben.


Hier ist der Sand noch feucht. Ich wollte den Ameisen am Anfang die Möglichkeit geben sich im feuchten Sand möglichst gut einzugraben.


Danach wird der Sand nurnoch gelegentlich befeuchtet.



Hier ist noch ein Eingang zu sehen. Der Sand der körnig ist wurde von den Ameisen dorthin getragen.



Diese beiden Halme sind Samen des Dünenhafers. Ich war eine Woche vorher am Meer und habe dort viel maritime Deko gesammelt.


Desweiteren hoffe ich, dass ich mit den Samen dieses Dünengrases vielleicht etwas im Becken anpflanzen und verschönern kann.






Oh wow, da ist die Queen!!!!! :feiern:




Die Kolonie hat circa 200-300 Königinnen. Wobei ca. 30-50 ohne Flügel sind, die zum Teil eine Arbeiterfunktion übernehmen.


Beim Umsetzen habe ich einige Eierpakete gesehen & bin deshalb optimistisch, dass die begattete Queen dabei war.


Jedoch nehme ich an, dass die richtige Queen nicht an der Oberfläche herumtollt sondern tief im Boden sitzt.


Pro Tag werden ca. 5 Queen getötet die ich dann aus dem Becken nehme.







Hier gab es als Mahlzeit eine dicke Hausspinne.


Oft sieht man Königinnen die außerhalb des Nestes helfen.



Die Futtertränke wird auch gerne besucht.



Das war das erste Update der Kolonie.


Wenn ich etwas mehr Zeit habe werde ich noch mehr posten. :)


Viele Grüße,
username



Post 30503 - 04.09.2014 22:14:35

So nun zurück zu den lieben Catas.


Der Kolonie geht es super.


Letztens habe ich ca. 50-80 frische schneeweiße Eier gesehen.


Nur leider werden die angebotenen Ytong-Nester vollkommen ignoriert,


daraus folgt: Nesteinsicht=Null.


Sie haben sich vollkommen im Sand vergraben der ca. 4-8 cm hoch im Becken liegt.


Der Sand wird ca. 1 mal die Woche stark befeuchtet mit ca 300-500 ml Wasser verteilt auf das ganze Becken.


Im Moment ist der Haupteingang unter dem großen Holzstück.








Beim Strandurlaub vor einem Monat habe ich Samen von Dünengras gefunden und unter den Sand gemischt um in Zukunft den Sand etwas natürlicher zu gestalten.


Durch die Bewässerung des Sandes haben die Samen schon ein paar kleine Triebe hervorgebracht. :)





Das ist jetzt die linke Ecke des Beckens mit Nesteinganz, Sandaushub, ein paar Trieben & einer Muschel.



Leider hat die Beckenscheibe etwas gespiegelt.



Dann gab es eine Fütterung von Schokoschaben die ich eingefroren hatte.


Wenn ich länger weg bin gebe ich auch gerne mal 20-30 kleine lebendige Heimchen die dann über die Tage meiner Abwesenheit gejagt werden können.














Natürlich mischen die geflügelten Königinnen bei der Jagd immer mit.


Das wars erstmal,


Viele Grüße,
username



Post 30621 - 17.09.2014 20:05:28

So nach knapp zwei Wochen habe ich wieder Zeit um ein Uptade zu schreiben.


Leider gibt es nicht viel zu berichten, da die gesamte Kolonie im Sand lebt und ich nur die Außenaktivität beobachten kann.


Die Samen des Dünengrases wachsen schon & ich bin optimistisch, dass dieses Gras die Optik und die Bodenqualität verbessert.




Durch regelmäßiges Gießen/Befeuchten der einen Seite des Beckens sieht es dort schon wirklich schick aus.




Den Catas scheint es auch zu gefallen.






Dennoch habe ich eine weitere Interessante Nachricht:


ca. 40-50 Ameisen und einige Königinnen sind in das Ytong Nest gezogen.


In der selben Kammer liegen ca. 200-300 Eier :feiern:


Also haben sich die knapp 40 Schokoschaben die ich einmal die Woche füttere gelohnt.

























Ich hoffe, dass mehr Ameisen in das Sichtnest ziehen, dass ich etwas mehr berichten kann.



username



Post 31008 - 07.11.2014 19:21:32

Hallo es ist nun wieder etwas her aber es gab nicht wirklich etwas zu berichten, da ich die Kolonie im Moment eher kalt stehen lasse um ihnen eine Art Winterpause zu gönnen.


Sie standen jetzt ca einen Monat bei etwas weniger als Zimmertemperatur im Keller.


Als ich schauen wollte ob alles okay ist, machte ich die große 150 Watt Wärmelampe an um mehr zu sehen.


Kurzzeitig wurde ich abgelenkt und verließ den Raum ca. für eine Stunde, danach waren es sommerliche 30° im Becken & ich musste staunen. :shock:


Im Becken war so viel los wie noch nie und einige Geschlechtstiere schwärmten ! :shock:



Anscheinend dachten sie es ist schon Frühling . :pardon:


Hier jetzt ein paar Eindrücke dazu:















Hier sieht man in der Mitte ein Männchen mit dem braunen Gaster.


Insgesamt sind es ca. 15-20 Männchen auf 50-100 Königinnen.











Es war wirklich eine Menge los ! :feiern:






Hier ist nochmal ein Schnappschuss von einem Männchen :)


















Die stolze Königin einer neuen Kolonie ?! :feiern:









Hier habe ich mir mal ein Männchen geschnappt um mal ein etwas besseres Foto zu machen.






Nun nochmal zurück zum Thema "Winterruhe".


Die Kolonie sitzt ja komplett im Sand und ich habe keinerlei Nesteinsicht.


Deshalb habe ich mich todesmutig unter das Becken gelegt und mal geschaut ob die Kolonie überhaupt noch da ist. :lol:


Ameisen habe ich nicht wirklich gesehen aber massig an Brut!!!!!


Also der Kolonie geht es gut & der 700km lange Transport ist längst vergessen. :)










Nun zurück zum Thema schwärmen:



Hat jemand Tipps bzw Erfahrungen gemacht mit dem Schwärmen bzw. der Paarung bei Cataglyphis ?


Wir haben einen sehr großen Wintergarten, ich habe mir überlegt die Tiere im Frühling / Frühsommer dort mit offenem Deckel schwärmen zu lassen in der Hoffnung, dass vielleicht eine begattete Königin dabei rauskommt.


Der Wintergarten ist im Sommer ziemlich leer und ohne Pflanzen.



Meint ihr es wäre möglich das sie erfolgreich schwärmen oder sich paaren auf einer 30qm Fläche mit direkter Sonneneinstrahlung?



Ich würde mich sehr über eure Meinung freuen was den Schwarmflug angeht! 8-)




username



Post 31402 - 30.12.2014 20:55:03

So, das Jahr geht langsam aber sicher zu ende & ich wollte nochmal etwas über die Cataglyphis berichten.


In den letzten 2 Monaten schwärmte die Kolonie fast täglich, immer nachdem vormittags der große Spotstrahler anging.


Die circa 50 Männchen flogen dabei immer wie wild durch das Becken & ich war erstaunt.


Die Männchen konnten tatsächlich an Glas laufen - die Arbeiterinnen hingegen nicht.


Jede Woche wurden ein paar Männchen getötet und auf den Müllhaufen geschleppt.



Leider gibt es nicht viel neues zu berichten, da ich keine Nesteinsicht habe.


Im riesigen Ytong-Nest wohnen nur Schokoschaben die dorthin geflohen sind.






Mittlerweile ist das gesamte Becken untertunnelt und überall finden sich kleine Eingangslöcher wie diese.






Um ein bisschen Action-Fotographie zu betreiben wurde eine Schokoschabe am Sand festgepinnt, sodass die Ameisen das Futter nicht direkt ins Nest ziehen.












Zudem haben die Catas einen kleinen Mitbewohner bekommen :servus:








Leider war es das erstmal wieder, ich hoffe immernoch, dass die Kleinen irgendwann mal ins Sichtnest ziehen.
Dann gibt es wieder mehr zu berichten!


Viele Grüße,
username



Post 32632 - 01.03.2015 17:15:45

So nach zwei Monaten gibt es mal wieder ein Update.


Ich habe die Kolonie seit Weihnachten/Neujahr in etwa kalt (18-20°) gehalten und ihnen so eine kleine Pause gegönnt.


Nun war ich einkaufen und habe ein ganzes Glühbirnen Arsenal besorgt, insgesamt 300 Watt. ( Spot , Nachtlicht, Rotlicht, Strahler usw.) Damit werde ich mal verschiedene Experimente machen und testen wie die kleinen darauf reagieren.


Das ihnen die Wärme fehlt war direkt zu sehen. Durch das Brennen einer kleinen 60 Watt Birne kamen einige Arbeiterinnen hervor und sonnten sich auf dem Dach des ( immernoch unbewohnten Ytong-Nests).























Ja die Unmengen an Eiern gefallen mir wirklich, so kann die Kolonie in einen tollen Sommer starten.




Viele Grüße,


username



Post 32768 - 08.03.2015 21:21:51

Hier ist nochmal ein kleiner Video-Nachtrag zum letzten Post.


Ich werde mich in Zukunft wohl mehr auf Videos fixieren, da es auch eine schöne Möglichkeit ist außerhalb von Eusozial die Informationen zu zeigen oder zu verwenden! :)



https://www.youtube.com/watch?v=l0hfbtrikYA



Viele Grüße,
username