Hallo zusammen,
ich habe mich vor einigen Tagen schon hingesetzt und den Bau einer neuen Anlage geplant.
In folgendem Beitrag habe ich mir Gedanken gemacht, welche Art es denn werden soll.
Danke an alle, die mich dabei unterstützt haben!
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=127&t=2689
Am Ende bin ich bei den Myrmicaria sp. aus Afrika hängen geblieben.
Die Planung
Also habe ich mir überlegt, was die kleinen so brauchen und wie ich das verwirklichen kann.
Als erstes mal war mir klar, es ist eine Art, die es warm und trocken mag, dies habe ich bei der Planung berücksichtigt.
Das Ytong sollte intern verbaut werden.
Die Kolonien können sehr groß werden => die Anlage muss erweiterbar sein (Röhrensystem)
Die Arbeiterinnen können Größen von ca. 9mm erreichen. Königin noch etwas größer.
Ich habe mich also mal wieder einen Tag ans CAD-Programm gesetzt und meine Erfahrungen, mit Kreativität verbunden.
Raus gekommen ist folgendes:
In der 60x30x30cm Anlage wird rund herum ein Nest eingebaut, was eine Höhe von 20cm hat.
Ich wollte etwas langfristigeres, weil Myrmicaria Arten Kolonie-Stärken von über 30.000 Arbeiterinnen haben können.
Im Ytong sind folgende Meßgeräte eingebaut:
1x Thermometer digital
1x Hygrometer digital
3x Thermometer analog
2x Hygrometer analog
Im kleinen Nest sind folgende Meßgeräte eingebaut:
1x Thermometer digital
1x Hygrometer digital
Verbunden werden die beiden Anlagen über ein Röhrensystem 24/20mm.
Insgesamt werden sie eine Distanz von ca. 2,5m überwinden müssen, um in die andere Anlage zu kommen.
Die große Anlage hat 2 separate Eingänge.
Es gibt 6 Bewässerungsmöglichkeiten. Dafür wird jeweils ein 16cm tiefes Loch in den Ytong gebohrt und ein Röhrchen eingefügt.
Dadurch kommt die Feuchtigkeit nur in den unteren Bereich des Nestes.
Die kleinere Anlage hat ebenfalls ein Ytong-Nest, welches einmal rundherum geht.
Es hat eine Maximalhöhe von ca. 15cm und eine Durchschnittshöhe von 6cm.
Kleine Information am Rande:
Man erkennt in beiden Arenen ein Ytong-Nest. Das liegt daran, dass ich erst gedacht habe, ich könnte eine Kolonie mit ca. 50 Arbeiterinnen bekommen. Also habe ich mit einer 30x20x20cm Anlage geplant. Ich wollte die zweite 60x30x30cm Anlage erst im nächsten Jahr anschließen, wenn die Kolonie groß genug ist. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass ich eine Kolonie bekomme, die ca. 600-700 Arbeiterinnen hat.
Die Kolonie wird also erstmal in der kleinen Anlage einziehen und ich biete ihnen dann in den nächsten 2-3 Monaten das große Becken zusätzlich an.
Der Bau
Ähnlich wie bei meiner letzten Anlage (http://eusozial.de/viewtopic.php?f=128&t=2614)habe ich auch diese begonnen:
Wie oben schon angesprochen hatte ich zuerst mit einer kleineren Kolonie gerechnet und nur 2 Ytong-Steine verbaut:
Habe dann aber rechtzeitig erweitern können.
Also habe ich nachträglich noch zwei weitere Steine eingesetzt.
Natürlich wurden auch diese noch mit Lehm bepinselt.
Im kleinen Nest ist wieder ein digitales Messgerät eingebaut, was zwei Messsonden hat, die sowohl Temp als auch Feuchte Messen können.
Über dem Großteil des Nestes wurde eine Trennscheibe verklebt, damit sich die kleinen nicht im Sand einbuddeln.
Befeuchtet wird das Nest auf der Rückseite. Dort habe ich im unteren Bereich eine Bewässerungsmöglichkeit eingebaut, sodass die unteren Kammern feuchter sind, als die oberen.
So sieht das ganze dann aus, wenn es fertig ist:
Das ganze hat nun ein paar Wochen um einzulaufen. In der Zeit werde ich mit der Beleuchtung und Bewässerung herumspielen, um die optimalen Werte einzustellen.
Aktuell beleuchte ich mit einer 20Watt Birne. Dadurch schaffe ich es auf ca. 26-27°C in der Arena. Im Nest können es im oberen Bereich knapp 28°C werden und im unteren ca. 24°C. Da es die Kleinen sehr warm mögen, werde ich wohl noch etwas erhöhen müssen.
Sobald ich mit dem Bau der großen Anlage beginne, werde ich den Beitrag hier fortführen...
LG
Denjo
P.s.: Es darf in diesem Beitrag gerne Diskutiert werden. Ich freue mich über weitere Anregungen!
Der Bau Teil 2
Hallo zusammen,
ich habe vor einer Weile angefangen, mit dem Bau des größeren Formicariums.
Es war eine ganz schöne Arbeit, die ganzen Kammern mit einem Schraubendreher auszuarbeiten.
Zuerst habe ich versucht die Kammern mit einer Fräse hin zu bekommen.
Da bin ich grandios dran gescheitert.
Auf dem Bild sieht man rechts die beiden Fräsen die ich verwendet habe.
Irgendwie bin ich aber zu ungeschickt und ich wollte die Stege zwischen den Kammern auch relativ klein halten, um maximales Platzangebot zu erreichen. Mit der Fräse war das einfach nicht machbar.
Also bin ich wieder zurück zum guten alten Schraubendreher.
Verwendet habe ich folgende Werkzeuge:
Als erstes habe ich mit einem 10mm Steinbohrer (Bild 1, links) Löcher in das Ytong gebohrt. Das geht recht fix und man bekommt schon mal eine ganze Menge Material aus dem Stein. Durch die Bohrungen hat man es, mit dem Schraubendreher, ebenfalls leichter, die Brocken aus dem Ytong zu pulen.
Nach Stunden der Arbeit:
Ein paar Freiräume für die Messinstrumente habe ich noch gelassen.
Dann habe ich mit einem Glasbohrer noch ein 27mm Loch in das Aquarium gebohrt.
Ich konnte in meiner Gegend leider keinen kompetente Glaser finden, der mir das Ding gebohrt hätte.
Also musste ich mir im Internet einen Bohrer kaufen und es selber machen.
Ich habe dann recht schnell einen günstigen Bohrkopf für ca. 12€ gefunden.
Erst war ich skeptisch, ob der mir nicht das Aquarium ruiniert, aber es hat alles wunderbar geklappt. Holzschablone auf das Glas setzen, hohe Drehzahl an der Bohrmaschine einstellen und wenig Druck ausüben. Natürlich dran denken, die Schlagbohrfunktion vorher auszuschalten und die Bohrung gut mit Wasser kühlen.
Ratzfatz war das Loch durch. Ich glaube nicht mal 30 Sekunden.
Das Ganze sieht dann folgendermaßen aus, wenn es fertig ist:
Ich habe die Konstruktion leicht abgeändert. Der vordere Ytong ist nun nur noch 15cm hoch. Der hintere ist 20cm hoch. Dadurch habe ich von vorne/oben besseren Einblick in die Anlage.
Wie man auf dem Bild außerdem sieht, bin ich gerade dabei das Ytong mit Adheseal zu verkleben.
Da ich die nächsten zwei Wochen keine Zeit habe, um weiter an der Anlage zu bauen, hat es Zeit um auszuhärten.
Ich werde mich dann melden, wenn ich mit den nächsten Schritten anfange.
Update 11.07.2014
Hallo zusammen,
ich habe weiter an der Anlage gebaut.
Das Adhedeal hält bombenfest und ich habe begonnen, das Ytong mit einer Sand/Lehm-Mischung zu bestreichen.
Mit einer etwas wässrigeren Mischung, war das Auftragen, mit Hilfe eines Pinsels, wunderbar einfach und sehr zeitsparend.
Dann habe ich am oberen Rand noch etwas Ytong abgetragen, damit es etwas natürlicher aussieht. Wenn man einen viereckigen Klotz in das Formicarium stellt, sieht das ja immer extrem künstlich aus.
Danach habe ich noch die 6 Löcher, für die Befeuchtungsröhrchen gebohrt. Die Röhrchen dienen einfach dem Zweck, dass ich von oben befeuchten kann, das Wasser allerdings größtenteils im unteren Bereich des Nestes ankommt.
Ebenfalls habe ich noch etwas Ytong ausgefräst, um die Thermo-/Hygrometer einzusetzen.
Zu guter letzt kam noch eine Glasscheibe auf das Nest, damit ich den Hohlraum nicht mit Bodengrund auffüllen muss... Das würde dazu führen, dass sich die Myrmicaria in den Boden graben. Diese Art gräbt nämlich ungemein gerne!
Auf den folgenden beiden Bilder kann man erkennen, wie ich einen Teil des Ytongs mit Lehm verschlossen habe.
Da das Nest 360° hat, konnte ich die Kammern, die noch nicht zugänglich sein sollen, nicht mit Sand auffüllen.
Ich habe mit meiner angewandten Methode allerdings noch keine Erfahrung?!?
Weiß jemand ob die Myrmicaria sich durch den Lehm fressen können?
Ich will es hoffen! Aber das müssten sie eigentlich packen, wenn die Kolonie groß genug ist.
Natürlich geht man das Risiko ein, dass sie den Lehm auch am Anfang schon weg nagen und dann der Rest des Nestes zugänglich wird...
Ich sehe aber grade keine bessere Lösung!
Dann habe ich noch das Rohrsystem angefertigt. Es ist noch nicht komplett angeschlossen!
Auf dem ersten Bild sieht man den Aufbau der "Komplett-Anlage".
Das Becken ganz links stellt das neue Nest dar. Es ist 60x30x30cm groß.
Ganz rechts sieht man das aktuelle Becken der Myrmicaria sp.
Verbunden werden diese dann mit dem angesprochenen Rohrsystem.
Der Vollständigkeit halber will ich noch erwähnen, dass das mittlere Becken den Camponotus atriceps gehört.
Auf dem zweiten Bilde sieht man nochmal den Anschluss an das Becken und die Steigung, die sie überwinden müssen.
Hierzu noch eine Frage:
Was denkt ihr? Schaffen sie die Steigung? Sollte ich lieber noch eine "Kletterhilfe" einbauen?
Wie könnte ich diese Verwirklichen?
Hatte mal die Idee, Kleber zu verdünnen und am Boden des Rohres runter fließen zu lassen. Danach mit Sand zu bestreuen?!?
Aber ich weiß nicht, ob Kleber nicht "giftig" ist und ob ich Kleber überhaupt so verdünnen kann, dass er durch das Rohr fließt.
Ich will unbedingt vermeiden, mir das Rohr zu versauen. Habe keinen Ersatz mehr hier.
Update 21.07.2014
Das Nest wurde also komplett fertiggestellt und ich konnte mit dem Rest los legen.
Das Nest habe ich in die Arena gesetzt. Verkleben brauchte ich dieses nicht, weil es von den Maßen so gut passt, dass es nicht verrutschen kann. Die Zwischenräume habe ich dann noch mit einer Sand/Lehm-Mischung verspachtelt.
Dann konnte ich die Stege im oberen Bereich der Arena befestigen, auf der dann später die Lichtbox steht.
Die Stege sind 5cm breit. Also breit genug um an der Unterseite Talkum/PTFE anzubringen und nicht zu breit, sodass ich gute Eingriffsmöglichkeiten habe. Direkt über dem Glas brachte ich zwei U-Profile an, in denen dann die Glasscheiben laufen.
Zu guter letzt kamen noch die 6 Befeuchtungsröhrchen in die Bohrungen, die Lichtbox und die Glasscheiben rein und das Grundgerüst war fertig.
Zur Lichtbox selber habe ich keine Konstruktionsfotos. Aber es ist auch schnell erzählt. Die Box besteht aus weißem Holz.
Ich habe 3 Lampen verbaut, die eine maximale Leistung von je 50Watt haben dürfen. 2 Lampen befindet sich direkt über der Arena und sorgen für die richtigen Temperaturen. Eine Lampe befindet sich an der Aussenseite und beheizt sowohl das Nest auf der rechten Seite, als auch die Arena meiner Camponotus atriceps. Ich kann alle Lampen einzeln Ein/Ausschalten. Dann habe ich noch eine kleine blaue LED-Leiste verbaut, die nur Abends und Morgens zum Einsatz kommt.
Die Arena wurde dann mit Sand/Kies usw. gefüllt und konnte dann an das Rohrsystem angeschlossen werden.
Zugang haben die Ameisen noch nicht, dieser wurde von mir mit Watte versperrt. Ich will das Becken erst einlaufen lassen.
Durch diese Konstruktion bekomme ich auf kleinem Raum ein recht starkes Temperaturgefälle, welches ich mit Öffnung der Glasscheiben steuern kann. Aktuell habe ich eine 28Watt und eine 3Watt Birne über der Arena. Im Bereich unter den Lampen steigt die Temperatur bis an die 40°C. 5cm weiter links liegen die Temperaturen dann aber nur noch bei ca. 30°C und in der linken Hälfte der Arena zwischen 29-25°C.
Unter den Lampen ist es also wie in der Natur, in der prallen Sonne. Der Rest sollte für Myrmicaria sp. eigentlich akzeptable Temperaturen sein.
Ähnlich gestalten sich die Temperaturen im Nest. Auf der rechten Seite gehen die Temperaturen bis auf 33°C. Die Lichtbox besitzt dort ebenfalls eine 28Watt Birne. Im linken Bereich des Nestes herrscht Zimmertemperatur.
Mit der Feuchte kämpfe ich gerade noch und auch da kann ich nur nochmal betonen, wie wichtig es ist, die Anlage richtig einlaufen zu lassen.
Da ich das Nest an 6 verschieden Stellen, über die Bewässerungsröhrchen befeuchten kann, bekomme ich das ganz gut geregelt. Die Feuchte liegt aktuell so bei 70-80%. Es gibt natürlich trockenere Bereiche.
In der Arena habe ich noch so meine Probleme. Durch den geringen Abstand von Beleuchtung und Bodengrund verdampft mir das Wasser im Boden ruck zuck. Ich habe also einen ca. 20cm langen Ytong angefertigt, den ich regelmäßig bewässere und der die Feuchtigkeit besser speichern kann. Die Lampen strahlen auch nicht direkt auf den Ytong.
Was kann man noch sagen? Das Becken ist noch nicht ganz fertig. Ich muss den Arenabereich noch etwas gestalten und ich muß noch ein wenig mit der Feuchte experimentieren. Ich will Wert zwischen 50-80% erreichen.
Vielleicht verbaue ich auch noch einen Dimmer, damit ich die Lampen/Temperatur noch besser regeln kann.
Im vorderen Bereich des Nestes wird noch eine rote Folie angebracht.
Fazit:
Der Bau der Anlage hat mir viel Spaß gemacht. Das Ytong auszuhöhlen war wieder mit Abstand am meisten Arbeit!
Das Becken gefällt mir eigentlich ganz gut, nur die Lichtbox würde ich das nächstes mal etwas anders gestalten.
Es ist zwar praktisch, das die Box noch einen Absatz hat und das Nest von außen beheizen kann, sieht aber optisch nicht so schön aus, wie ich es mir vorgestellt habe.
Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden!!!
Bilder vom komplett fertigen Becken liefere ich dann noch nach!
Kommentare, Tipps und Anregungen einfach hier in den Thread posten...
Update 26.07.2014
Ich will den Formicarienbau heute zum Abschluss bringen.
Im letzten Update habt ihr ja bereits lesen können, dass der Bau ansich schon fertig war.
Allerdings habe ich die Gestaltung der Arena noch etwas verbessert und ich will euch auch noch ein paar Bilder der Nachtbeleuchtung anbieten.
Ich habe noch einen Teil des Nestes mit roter LEE-Folie abgedeckt.
Der Bodengrund besteht aus Sandkastensand, Aquarienkies, Waldbodengrund und Schlangennistmaterial.
Dazu noch ein paar Hölzer, Stöcke und ein Teil eines Afrikanischen Busches.
An die Rückwand habe ich einen Ytong-Stein als Felswand modeliert, sodass ich die Feuchte, im Becken besser regulieren kann.
Wie im letzten Beitrag zu lesen, habe ich eine blaue LED-Leiste eingebaut, die von 21:30 Uhr bis 01:00 Uhr und von 06:00 Uhr bis 09:00 Uhr in Betrieb ist.
Hier die Bilder bei Dämmerung:
Und bei Nacht:
Zum Schluß noch eine kleinen Rückmeldung über die Funktion der Anlage.
Sie läuft ja nun doch schon ein paar Tage ein und ich muß sagen, ich bekomme alle Parameter gut eingestellt.
Die Bewässerungsröhrchen funktionieren einwandfrei. Im unteren Teil des Nestes herrscht eine höhere LF, als im oberen Teil.
Durch den Strahler außerhalb der Arena heizt sich der rechte Teil des Nestes gut auf und ich komme an Temperaturen knapp über 30°C.
In der Arena kann ich die Temperatur gut über die beiden Lampen regeln. Aktuell habe ich, weil es so warm in der Wohnung ist, eine 20Watt und eine 5Watt Birne im Einsatz.
Mit dem Ytong und etwas zusätzlicher Befeuchtung des Bodengrundes, erlange ich eine LF zwischen 65% und 90%.
Abschluß
Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen und hilft der Nachwelt beim Bau ihrer eigenen Anlagen.
Mir hat der Bau, wie immer, sehr viel Spaß gemacht.
Fast schon schade das dieser nun abgeschlossen ist, aber der nächste Bau steht ja schon vor der Türe.
Meine Camponotus atriceps benötigen bald auch eine neue Unterkunft, aber das ist ein anderes Thema...
Kommentare, Tipps und Anregungen einfach hier in den Thread posten...
Hi Leute,
ich überlegen gerade, wie ich den Deckel für die 60x30x30cm Anlage baue!
Der Preis ist jetzt nicht soo ausschlaggebend, allerdings muss es schick aussehen.
Ich versuche schon eine Weile Fred zu erreichen, weil er ja Myrmicaria sp. aus Afrika hat...
Ich weiß nämlich nicht wie gut die Myrmicaria an Glas laufen können.
Vielleicht weiß da ja jemand bescheid, so dass ich mit einem geschlossenen/offenen Formicarium planen kann.
Danke im voraus!
Edit:
Vielleicht kann ich das folgendermaßen realisieren:
Ich fertige einen Rahmen aus Plexiglas (ca. 2cm breit) und kleben diesen innen in die Arena.
Von unten kann ich dann PTFE anbringen.
Dann kann ich darauf eine Holzbox/Beleuchtung stellen. Bin nur am überlegen, ob ich die Box nach unten hin nicht mit einem Gitter versehe, sodass die Ameisen nicht in die Box laufen können, falls doch mal eine über das PFTE kommt.
rechts von der Box bringe ich über dem Plexiglasrahmen 2 Doppel-U-Profile an.
Dazwischen kommen 2 Glasscheiben, die verschiebbar sind.
So kann ich gut in die Arena eingreifen, aber auch die Temperatur regeln (wenn die Scheiben nicht komplett geschlossen sind.
Als Vorbild diente camas Cataglyphis-Becken:
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=44&t=2105&start=10
Catas können bekanntlich Scheiben kaum hoch laufen. Ich weiß nicht sicher wie das bei den Myrmicaria aussieht.
Ich habe die Konstruktion mit PTFE-Ausbruchschutz geplant.
Was meint ihr? Könnte das gehen?
Hi Denjo,
da ich noch nie Myrmicaria gehalten habe, kann ich dir zu ihrer Fähigkeit, an Glas hochzulaufen nicht wirklich etwas sagen. Ich denke aber schon, dass sie dazu in der Lage sind. Ein Rahmen mit Ausbruchsschutz wie PTFE oder Talkum unten drunter sollte sie aber erfolgreich abwehren.
Ich bin beeindruckt mit wie viel Planung du an sowas rangehst, 3D-Modelle, etc. Ich plane ein neues Becken meist nur groß und säg und bau dann einfach drauf los; nicht selten wird es dann anders als ursprünglich geplant - mal absichtlich, mal unbeabsichtigt.
Das fertiggestellte Becken gefällt mir richtig gut!
LG, Phillip
Hi Phillip,
danke für deine motivierenden Worte!
ich habe mittlerweile mit Gerhard gesprochen und er meinte ebenfalls, dass sie an Glas laufen können.
Ich werde also nicht auf PTFE/Talkum verzichten können.
Vielleicht werde ich mir auch mal diese Teflonbänder anschauen. Im Netz habe ich widersprüchliche Aussagen über diese Bänder bezüglich Ausbruchschutz gelesen. Hat damit jemand Erfahrung?
Mir macht die Planung der Anlage echt Spaß! Ich spiele gerne mit dem CAD_Programm rum.
Bin zwar kein Profi und das sieht man auch, aber man kann ganz gut erkennen, was ich vor habe.
Meine Anlagen weichen im Endeffekt auch immer von der geplanten Arbeit ab. Wie du schon sagtest, mal mehr, mal weniger.
Z.B. habe ich nun den vorderen Ytong-Stein etwas abgesenkt. Er ist nur noch 15cm hoch. Der hintere Ytong ist 20cm hoch => es entsteht eine leichte Schräge. So kann ich dann besser in das Becken schauen, denn wenn ich eine "Lichtbox" auf das Formicarium stelle, dann bleibt mir in dem Bereich die Einsicht von oben verwehrt.
Den Rückseitigen Ytong habe ich gestern angefangen zu bauen. Die Kammern sind grob fertig.
Ich habe so ein Multifunktionswekzeug, mit dem man gravieren, schleifen und fräsen kann, aber das habe ich schnell dran gegeben.
Meine Fräse war einfach zu klein und die Arbeit hätte Stunden gedauert... Also bin ich wieder zurück zum guten alten Schraubendreher.
Habe mir auch deinen Bericht angeschaut:
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=77&t=2749
Sehr schönes Becken und der Ytong sieht sehr natürlich aus.
Ich werde meine Steine auch mit einem Sand/Lehm-Gemisch einpinseln.
Werde eine sehr wässrige Mischung machen, damit ich es gut mit dem Pinsel auftragen kann.
Bilder werde ich logischerweise, wenn ich fertig bin, rein stellen.
Ich werde also nicht auf PTFE/Talkum verzichten können.
Vielleicht werde ich mir auch mal diese Teflonbänder anschauen. Im Netz habe ich widersprüchliche Aussagen über diese Bänder bezüglich Ausbruchschutz gelesen. Hat damit jemand Erfahrung?
Also zu Teflonbändern kann ich nichts sagen. Ich habe längere Zeit PTFE genutzt, das Auftragen war mich jedoch zu aufwendig und ich war nicht wirklich zufrieden. Ich habe mir jetzt aber bei Frank Mattheis und Gerhard Kalytta abgeschaut einfach die obere Beckenkante mit trockenem Talkum einzustauben (mit einem kleinen Wattebausch oder weichem Pinsel); das funktioniert sehr gut, selbst meine biestigen 1mm Pheidole sind bisher nicht drüber gekommen. Der Nachteil, es pudert ein wenig beim Auftragen. Talkum ist aber ungiftig, also unbedenklich auch für die Ameisen.
LG, Phillip
P.S. Welches Programm nutzt du denn für die 3D-Modelle?
Ah, danke für den Tipp!
Habe bisher nur Erfahrung mit PTFE und Öl.
PTFE bringe ich immer mit einem Ohrenstäbchen auf.
Du hast aber Recht! Es ist schon etwas aufwendiger.
Wo kaufst du denn dein Talkum?
Ist Talkum = Talkum, oder muss man auf irgendwas achten?
Ich nutze das kleine, aber leicht zu lernende CAD-Programm SketchUp.
Ist kostenlos und man findet sich schnell zurecht.
Wo kaufst du denn dein Talkum?
Ist Talkum = Talkum, oder muss man auf irgendwas achten?
Gehste in die Apotheke und sagst: "Einmal Talkum bitte!"
Die haben das da eigentlich immer vorrätig, in kleinen Dosen abgepackt und für wenig Geld, da kann man nichts falsch machen.
LG, Phillip
Hi Leute,
mir ist grade noch ein Gedanke gekommen...
Wie ihr ja oben sehen könnt, verbinde ich die beiden Arenen mit einem Rohrsystem.
Das Rohr hat einen Innendurchmesser von 20mm.
Die Länge des ganzen Rohrsystems ist 1,5m bis 2m.
Sollte ich da eine "Lüftung" einbauen? Also ein paar Löcher in die Röhren bohren?
Was meint ihr? Könnte es zu einer CO² Falle werden? Sicher ist sicher, oder? => Lüftung!
Wie würdet ihr die Lüftung aufbauen? Vielleicht am Tiefpunkt ein paar Löcher und dann nochmal kurz vor den Arenen am Hochpunkt?
Update!
Siehe Beitrag 2...
Das sieht absolut professionell aus, genial! Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Stunden Arbeit das Herauskratzen gefordert hat, ich kenne das nur zu gut.
Die neuen Ytongblöcke färbst du bestimmt auch noch ein?
LG, Phillip
Sieht top aus!
Wie schaffst du mit der Säge so gerade Schnitte?
Hi Phillip,
danke für die Worte! Klaro werde ich die noch einfärben
Nachdem ich, bei meiner kleinen Anlage gesehen habe, wie gut es aussieht...
Werde versuchen wieder eine Lehmmischung zu kreieren. Ich werde diesmal eine sehr wässrige Lösung nehmen und hoffen das ich mit einem Pinsel arbeiten kann.
Hi Colophonius,
ich habe mit der Säge nur die kurzen Stücke geteilt. Für den länglichen Schnitt am vorderen Ytong (Ytong 20cm hoch und musste auf 15cm gekürzt werden) habe ich ein ganz normales Teppichmesser genommen. Einfach die Wasserwaage ansetzen und an dieser entlang den Schnitt machen. Hierfür einige male nachschneiden und dann von der anderen Seite nochmal. Den letzten Rest kann man einfach überbrechen. Die kurzen Stücke funktionieren wunderbar mit der Säge, weil sowohl die Säge, als auch das Ytong 5cm breit sind.
Hallo Leute,
ich habe den Bau der Anlage aktualisiert!
Siehe dazu Seite 1; Beitrag 2; Update 11.07.2014
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=77&t=2765#p28147
Der Post beinhaltet auch zwei Fragen... Wäre toll, wenn mir da jemand weiterhelfen kann?!?
Hi,
wäre vielleicht besser gewesen, wenn du für das Update einen neuen Post Replay gemacht hättest, so ist das etwas untergegangen.
Wenn der Lehm feucht ist werden sie es schaffen diesen weg zu räumen.
Allerdings wenn er getrocknet ist und auch trocken bleibt, wird es schwer für sie werden.
Da ich leider nicht weiß, ob diese Art gut an glatten Flächen hochlaufen können, kann ich die Frage leider nicht beantworten.
Wenn sie Glasflächen hochlaufen können, ist diese Steigung kein Problem.
LG
Holger
Hi Holger,
danke für die Rückmeldung!
Eigentlich hatte ich das mit dem Update so konzipiert, damit man es im nachhinein besser lesen kann, ohne 20 Seiten zu durchforsten...
Aber du hast natürlich Recht! Aktuell ist das etwas umständlich.
Ich hoffe man blickt es trotzdem
Da der Lehmverschluss ziemlich weit oben im Ytong ist, kann ich von oben genau an der Stelle wässern und das Wasser sollte bis zum Lehm vordringen...
Hättest du/ihr andere Ideen, wie ich das verschließen kann?
Myrmicaria sp. können an Scheiben laufen. Sie sollten also die Röhre hoch kommen, nur fragt sich, ob sie diese mit Last auch noch bewältigen können?!? Daher hab ich mir die Frage gestellt, ob ich es einfach so lasse, oder ob ich ihnen lieber etwas helfen sollte, indem ich eine "Kletterhilfe" einbaue.
Hi,
würde den Lehm lassen.
Wenn er trocken ist, werden sie kaum durchkommen aber wie du ja schreibst ist dieser ganz oben und somit kann man ihn befeuchten und da können ihn die Ameisen gut abtragen.
Also wenn sie Problemlos die Scheiben hochlaufen können, dann funzt es auch bei dieser Steigung mit Futter.
LG
Holger
Alles klar,
du hast mir mal wieder sehr geholfen, Holger!
Dank dir vielmals...
Hallo,
es gibt ein weiteres Update zum Bau der Anlage!
Siehe dazu Seite 1; Beitrag 2; Update 21.07.2014
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=77&t=2765#p28147
Auf den Link Klicken und einfach etwas runter scrollen!
Hallo, das ist für mich eine der schönsten privaten Anlagen die ich je gesehen habe.Danke für Deinen Bericht! Gruß Steffen
Hi Steffen,
vielen Dank für das Kompliment!
Ich muss mich nur noch etwas mit den Innengestaltung auseinandersetzen.
Bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich das mache... Aber ich bin ein Freund von nicht all zu viel Schnick Schnack, in einer Wüsten-Anlage.
Hallo,
es gibt ein letztes Update zum Bau der Anlage!
Siehe dazu Seite 1; Beitrag 2; Update 26.07.2014
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=77&t=2765#p28147
Auf den Link Klicken und einfach etwas runter scrollen!
Damit will ich dann den Bau Abschließen und bedanke mich schon mal für das Lesen und die netten Kommentare!
Hi Denjo,
ist eine wirklich superschöne Anlage geworden.
Gefällt mir richtig gut und ich bin mal gespannt wie sich die Kolonie darin entwickelt.
LG
Holger
Dank dir Holger!
Freut mich, dass es dir gefällt.
Eine sehr gut durchdachte und auch optisch gut gelungene Anlage hast du da gebaut! Deine Freude am Bauen kann ich gut nachvollziehen und wenn dann alles auch noch gut läuft , prima!
LG
Volker