Nestbau aus Buchenholz und Balsaholz


Post 29118 - 25.06.2014 23:13:57

Hallo,


Bis jetzt habe ich schon drei Nester aus Ytong gebaut.


Für meine Camponotus cf. vagus wollte ich gerne ein Nest aus Holz bauen.


Weil diese (wenn ich das richtig gelesen habe) am liebsten in einem Holznest leben, kam mir die Idee ein Nest aus Balsaholz und Buchenholz zu bauen.


Balsaholz ist ja sehr weich, deshalb sollten Camponotus cf. vagus in der Lage sein, Gänge und Kammer zu "graben" - es ist weicher als totes Holz.
Das Buchenholz sollte nicht "grabfähig" sein.


Grüße, Mark



Post 29120 - 26.06.2014 04:05:58

Bin gespannt, ich freue mich auf den Baubericht und Bilder. ;)


LG, Phillip



Post 29121 - 26.06.2014 05:58:51

Hallo Mark,
Balsaholz ist eine gute Idee, Erfahrung damit habe ich zwar keine , meine C.vagus lebten 2 Jahre in einem externen Nest aus Lärchenholz und haben sich nicht durchgefressen. Jetzt sind sie in einem Nest aus verleimten Fichtenplatten , das sie an zwei Stellen schon gehörig angenagt haben. Also wenn dein Nest innen liegt wird es keine Probleme geben, wenn du es außen aufstellen willst brauchst du sicher eine Ummantelung .Buchenholz sollte ihnen standhalten. Wie stark (dick) wird denn das Balsaholz sein ? Wenn du du Gänge ins Holz fräst (schneidest) mach sie vielleicht nicht zu breit und hoch , dann können die Tiere wirklich noch selbst gestalten. Wie das mit einer Präparierung gegen Holzschädlinge der das Balsaholz eventuell unterzogen wurde ausschaut wüßte man recherchieren.
Stell einmal ein paar Fotos ein , wenn du fertig bist.
LG
Volker



Post 29132 - 26.06.2014 13:54:40

Hallo,


Ich plane das Becken in der gleichen Form wie im Thema http://eusozial.de/viewtopic.php?f=77&t=2650 zu machen.


Das Nest soll an der Seite und an der Front unterirdisch liegen, mit einen Eingang überirdisch in der Form von einen Baumstrunk.


Die Gänge und Kammern werde ich im Balsaholz vorformen und die Begrenzung wird das Buchenholz sein.


Die Maximalgröße für die Gängen wollte ich auf 15mm x 15mm festlegen und für die Kammern 30mm x 40mm (Höhe x Tiefe).


Volker:
Ist dein Nest mit Bewässerungsmöglichkeit ?


Grüße Mark,



Post 29137 - 26.06.2014 16:34:48

Meine C.vagus (und auch die von anderen Haltern hier) befeuchten ihr Nest ausschließlich selbst. Du brauchst nicht zu befeuchten.
LG
Volker



Post 29141 - 26.06.2014 17:43:17

Danke Volker,


Meinst Du die Größen passen so?


Es sind die maximal Größen die "ausgegraben" werden könnten, nicht die Größen von die Gängen und Kammern die ich vorgraben möchte.


Ich möchte Balsa und Buche Klötze zusammen kleben sodass ein Nestblock entsteht, wo die selbst ihr Nest im Balsaholz teil "graben" können.


Ich hoffe meine Absicht ist verständlich.


Grüße Mark,



Post 29143 - 26.06.2014 18:10:51

30X40 für die Kammern kommt mir fast viel vor , ich persönlich würde sie etwas kleiner machen , denn bei einem zerstörten Nest von C.vagus in der Natur ging es , was die Gänge und Kammern betraf, ziemlich eng zu. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß sie, wenn sie selber arbeiten können, keinen Platz "verschwenden". In meinem neuen Nest sitzt der Großteil der Tiere in der allerengsten Etage (13mm hoch!) , dort ziehen sie auch die Brut auf.
LG
Volker



Post 29192 - 28.06.2014 18:17:30

Hallo,


Ich habe gerade alle Holzleisten bestellt.


Also, jetzt warten auf die Lieferung von die Balsa und Buchenholzleisten.


Werde dann hier die Baufortschritte hier berichten.


Grüße Mark,



Post 29198 - 28.06.2014 23:19:47

Hi,


ich möchte ja nicht deine Euphorie bremsen, aber ich habe vielleicht ein paar Infos für dich.
Meine Erfahrungen beziehen sich aber auf C.ligniperdus und C. herculeanus, inwieweit das auf C.vagus zutrifft, weiss ich nicht.
Ich hatte dieses Jahr ziemlich viele C.ligniperdus und C. herculeanus einsammeln können. Als mögliche Nest Möglichkeiten gab es Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Eiche, Buche und diverses Obstholz. Aufgefunden wurden die Gynen in allen Hölzern, sofern die Rinde vorgeschädigt war durch andere Holzschädlinge und schon ein gewisser feuchter Hohlraum vorhanden war. Gemieden wurde Eiche und Buche, obwohl hier teilweise schon faulige Stämme vorhanden waren. Bei der Eiche dürfte es klar am hohen Säuregehalt liegen, nur was ist mit der Buche? Hat sie möglicherweise auch Gerbsäure in höheren Dosen? Allein die Dichte des Holzes scheidet aus, da ja Fauliges Holz in hohem Maße verfügbar war.
Für mich ein klares Zeichen dafür das dieses Holz als eher ungeeignet anzusehen ist für Camponotus. Diverse andere Arten hingegen tümmeln sich in den Buchenstämmen, ihnen scheint es nichts auszumachen.
Als Alternative würde ich Lärche und Duglasie anführen, nicht so anfällig bei Feuchtigkeit und zumindest Duglasie sehr gut verfügbar, weil zur Zeit Modeholz.


Waren nur meine persönlichen Einschätzungen, soll dich jetzt natürlich nicht von deinem Vorhaben abbringen.


Gruß Ralf



Post 29213 - 30.06.2014 11:24:42

Hallo Ralf,


ich möchte ja nicht deine Euphorie bremsen


keine Angst, das hast Du nicht......


Das Buchenholz sollte als "grab" Begrenzung dienen, nur in das Balsa sollten Sie ihre Gängen und Kammern "graben" können.


Vielleicht soll ich Kiefernholz nehmen anstatt von Buchenholz, ist nicht so hart als Buchenholz aber immer noch viel härter als Balsa.


Grüße Mark,