Lasius niger - Haltungsbericht


Post 29681 - 16.07.2014 20:48:57

Hallo, ich möchte nun auch meine ersten Ameisenerfahrungen mit Lasius niger teilen.


Ich habe heute einen Schwarmtag erwischt und konnte an einer Stelle (Hannover-Kleefeld am Bahndamm) 15 Gynen einsammeln.
Drei Reagenzgläser waren dabei, so das ich kurzzeitig 5 Gynen pro Glas untergebracht hatte. Ich ging davon aus das die Damen sich bis zum Umsetzen schon vertragen würden.
Zuhause angekommen (ca. 10 min später) stellte ich fest das in allen Gläsern jeweils 2 Gynen bereits tod waren. Also 5 Gynen pro Glas waren dann offensichtlich doch zu viel-naja, die vitalsten und stärksten wird es dabei wohl nicht erwischt haben.
Neun Gynen sind also übrig die nun ihre erste Nacht in 100x12 mm Reagenzgläsern mit Tank verbringen.
Die Gläser liegen in einem Schuhkarton auf einem improvisiertem Reagenzglashalter (ein aufgeschnittener Tetrapack, aus dessen Seite neun Ecken herausgeschnitten wurden), damit sie nicht herumrollen und etwas schräg liegen.
Der Schuhkarton steht in einem dunklem Schrank in dem die Tampeartur ziemlich konstant bei 25-27 Grad C gehalten wird, nachts wird es 2-3 Grad C kühler.


Es sind ausserdem zwei weitere Gynen, die vor ca. zwei Wochen geschwärmt sind und schon etwas Brut haben dürften bestellt.
Mich interessiert sehr wie ähnlich - oder unterschiedlich sich die Kolonien entwickeln.



Derzeit ist lediglich eine Handykamera verfühgbar. Spätestens ab der nächsten Saison gibts dann aber richtig gute Bilder.


Ich werde hier vermutlich alle 3-7 Tage updaten, es sei denn es gibt Berichtenswertes.


Link zum Diskussionsthreadt:
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=2895&p=29682#p29682



Post 29685 - 17.07.2014 08:20:45

Die neun Gynen haben weitere Gesellschaft bekommen. 2 Gynen aus Berlin sind da, beide haben wie erwaret Eipackete.



Bei den gestern gesammelten Gynen ist über Nacht nichts passiert. Noch keine Eier beim groben Drübersehen (wollte nicht zu sehr stören) zu erkennen.
Sie sitzen ruhig in ihren Rgs und betreiben teilw. Körperpflege, das werte ich mal als gutes Zeichen.


Die Eier sind wesentlich kleiner als erwartet, bis zur nächsten Kontrolle am kommenden Samstag oder Sonntag muss eine Lupe her.



Post 29736 - 19.07.2014 11:06:20

Ich habe heute morgen mal gelauert und konnte feststellen das bei 7 von 9 der selbst gesammelten Gynen Eier vorhanden sind.
Zwei der Gynen haben ein schönes ordentliches Eipacket, bei den anderen sind es teilweise deutlich weniger Eier (3-4) und diese sind dann
auch etwas verstreut, liegen also nicht auf einem Haufen.
Bei den beiden gekauften Gynen ist es mir nicht möglich zu sagen ob schon Larven da sind. Das ist alles so winzig und ich bin noch nicht dazu gekommen mir eine Lupe zu besorgen.


Ausserdem gibt es zu sagen das sich in allen Reagenzgläsern über den Wattestopfen Kondenswasser gebildet hatte.
Um nicht Gefahr zu laufen die Brut zu ertränken bleibt die Heizung nun aus bis die ersten Arbeiterinnen da sind und die Gläser geöffnet werden können.
Derzeit sinkt die Temperatur sowieso kaum unter 25 Grad C in dem Raum.


Bis zum nächsten Update bekommen die Gynen Namen bzw. Nummern, um die Entwicklung besser vergleichen zu können.



Post 29822 - 23.07.2014 19:30:28

So, im Folgenden gibt es die Bezeichnungen A-1 & A-2 für die Berliner Gynen, B1-B9 für die Gynen vom Bahndamm-Hannover Kleefeld und C1-C3
für 3 Gynen die ein freundlicher Nachbar mir am 19.07.2014 vom südlichen Maschseeufer (ebenfalls Hannover) mitgebracht hat.


Die Temperaturen betragen derzeit 24-26 Grad (nachts sinkt die Temperatur in einem Raum unterm Dach kaum) geheitzt wird vorerst nicht wegen der schon erwähnten Kondenswasserbildung.


A1 hat ca. 25-35 Eier und evtl. kleine Larven in einem Packet.


A2 hat etwas weniger, etwa 15-25 Eier und evtl. kleine Larven, ebenfalls in einem Packet.


B1 hat 15-25 Eier in einem Packet, ebnso B2 & B3.


B4 hat ähnliche Eizahlen, wobei es hier ein größeres und ein kleineres Cluster gibt.


B5 & B6 haben etwa 10-15 Eier in einem Haufen.


Bei B7 sind die Eier auf der gesamten unteren freien Fläche oberhalb des Wattestopfens vor dem Wassertank verteilt und darum recht gut zu zählen, es sind zwischen 25 und 28.


B8 hatte schon einige Eier, derzeit sind aber keine mehr zu erkennen, evtl. liegen sie im bzw. am Wattestopfen oder sie wurden gefressen.
Bei dieser Gyne ist das linke Mittelbein übrigens anormal: Das Femur ist verdickt (sieht fast aus wie ein Ameisenkopf ohne Fühler), Tibia und Tarsus fehlen komplett.


Bei B9 habe ich noch keine Eier entdeckt.


Bei C1 und C3 sind keine Eier zu erkennen, C2 hat etwa 10.


In Ermangelung einer Lupe sind die Brutzahlen (ausser bei B7 & C2) grob geschätzt, so lässt sich sicheres wohl erst im Puppenstadium sagen oder ich schaffe es die Tage doch noch eine Lupe zu besorgen.



Post 29870 - 27.07.2014 07:14:45

Es gibt die ersten Ausfälle:
Die Gynen B8 und C3 sind tod.


Auch alle anderen Gynen wirken etwas schwach, eigendlich kann es nicht sein aber sie wirken als würden sie ersticken.
Hab die "lufdurchlässigen Stopfen" alle gelockert um Luftnot entgegen zu wirken falls es doch dazu gekommen sein sollte.


Ausserdem stelle ich fest, dass die Luftblasen unter den Wattestopfen doch schon recht groß sind und ich darauf achten muss dass die Stopfen nicht den Kontakt zum Wasser verlieren. Die Gläser mussten also flacher gelegt werden.


Geheizt wird weiterhin nicht, die Temperaturen sind nach Gewitter um 2-3 Grad gefallen.


Bei den Gynen A1 und A2 sind jetzt deutlich Larven zu erkennen.



Post 29879 - 28.07.2014 09:31:58

Die Ameisen wirken wieder fitter.


Bei A1 und A2 gibt es die ersten Puppen.



Post 29904 - 31.07.2014 00:30:51

Viel tut sich natürlich nicht aber es wird Zeit mir Gedanken zu machen wie ich nach dem Schlupf der ersten Pygmäen weitermachen will.


Ich denke ich lege die Reagenzgläser (dann durch Alufolie verdunkelt) komplett in kleine Plastikboxen in denen das Futter angeboten wird, ein paar Tannennadeln werd ich wohl als Einstreu anbieten, ich gehe davon aus dass das bis zur Winterruhe ausreichen wird.
Ein alternatives Nest und eine richtige Arena wird dann nach der Winterpause angeboten.


- A1 hat 15-20 Puppen und ein neues Eipacket
- A2 hat 10-14 Puppen und ein neues Eipacket


- B1-B7 keine sichtbaren Veränderungen
- B9 immer noch keine Eier. Die Gyne hat - zumindest unter den angebotenen Bedingungen- wohl keine Chance.


- C1&C2 haben beide Gelege



Post 30028 - 05.08.2014 14:19:57

Gyne B9 ist tod, nicht wirklich ein Wunder.


Bei A1 und A2 erwarte ich nun täglich den Schlupf der ersten Arbeiterinnen.


Auf den Wassertankstopfen (zerschnittene Tampons) macht sich schwarzer Schimmel breit, ich werde nicht drum rum kommen die Gynen samt Brut in
frische Reagenzgläser umzusetzen. Diesmal wird das Wasser im Schnellkochtopf unter Druck abgekocht, die Gläser und alles Werkzeug 15 min unter Druck und bei über 100 Grad C sterilisiert.
Ich weiss noch nicht wie ich die Brut aus den Gläsern bergen soll...



Post 30155 - 10.08.2014 17:24:24

Die Umsetzaktion hat noch nicht stattgefunden.
Ich hatte die Gyne B1 mit etwas Brut in ein frisches Rg umgesetzt und das alte über einen Stromhalm angeschlossen, in der Hoffnung das Gyne die restliche Brut in das neue Rg transportiert. Aber sie hat die mitumgezogene Brut zurück in das alte Rg verfrachtet.
An dieser Stelle mal die Frage wie schädlich ist Schimmel für Gyne und Brut eigentlich?
Teiw. ist der Befall schon recht stark.
Sollte ich tasächlich das Risiko in Kauf nehmen und evtl. viel Brut durch das Umsetzen zu verlieren oder doch lieber abwarten bis Arbeiterinnen da sind so dass diese den Umzug übernehmen können, ich würde dann eben nur die Gynen mit den Puppen zwangsumsetzen und hoffen das die Arbeiterinnen die restliche Brut aus den dann nicht mehr abgedunkelten ersten Rgs zur Königin transportieren?


Ansonsten gibt es nicht viel neues, Arbeiterinnen sind auch bei A1 und A2 noch nicht vorhanden.
Bei den anderen Gynen hat bisher nur die Gyne B5 Puppen, 5 St. an der Zahl.


Edit:
Die Temperaturen pendeln derzeit zwischen 19 und 22 Grad.



Post 30242 - 14.08.2014 15:06:52

Ich stelle grade fest: Die ersten Pygmäen sind da :feiern:


A1 hat drei Miniameisen und A2 hat eine.


Muss (wie erwartet) feststellen das die Luftlöcher in den für diese Saison als Arena gedachten "doppelten Heimchendosen" deutlich zu groß sind.
Werd diese nun also erstmal verschliessen und neue stechen bis ich den Auslauf anbieten kann, naja evtl. 30 min Bastelarbeit.


Edit:
So sieht es denn nun aus. Ein wenig Einstreu wird morgen noch gesammelt.
Angeboten wird eine Zucker/Honig/Zuckerrübensirup-Wasserlösung (auf Watte), jeweils ein halbes Heimchen und ein winziges Stück Birne.
Bin mal gespannt wann sich etwas zeigt ...




Post 30321 - 20.08.2014 11:25:03

Diesmal ein etwas umfassenderes Update, in dem Sinne das ich auf jede Gyne einzeln eingehen werde.


Vorab Folgendes:
1.
Da die Temperaturen seit Tagen bei unter 20 Grad C liegen wird seit Gestern wieder mäßig geheizt, so das es knapp über 23 Grad hat.
Die Gläser stehen in einem Pappkarton auf einem Terrarium, die Abwärme ist grade passend. Kondenswasser bildet sich nicht.
2.
Die bereits in die "Arenen" überführten Nester sind nicht mehr mit Alufolie sondern einfach mit aufgeschnittenen Küchenpapierpappen abgedunkelt.
Hatte etwas Bedenken Pygmäen in den Alufalten zu verlieren.


A1:
Ca. 15 Pygmäen sind vorhanden. Alle sind sehr ruhig, auch bei Störungen. Auch nachts ist keine Aktivität ausserhalb des Nestes am Futter zu erkennen.
Innerhalb des Glases wird Brut "sortiert" und zum Ausgang hin Müll abgelagert (ich denke es handelt sich um leere Puppenhüllen).


A2:
ist verstorben. Ich fürchte durch eine Lösungsmittelvergiftung. Ich hatte die bereits erwähnten zu großen Luftlöcher nochmals mittels Alufolie und eines handelsüblichen Flüssigklebers verschlossen. Ich hab 2 h gewartet bis ich das erste Glas in den Behälter brachte. Es hat wohl nicht gereicht...
Zum Glück war die Gyne A1 bzw. deren "Arena" erst einen Tag später dran, so dass ich den Fehler umgehen konnte.
Asche über mein Haupt !!! ich war hier eindeutig zu ungeduldig und konnte nicht warten bis neue Heisskleberpatronen besorgt waren :oops:
Die leicht herauszuklopfenden Puppen bekam die Gyne B3 (ca.6).
Den Rest hab ich der Gyne C2 überlassen, indem ich deren Nest öffnete und in das größere Reagenzglas der Gyne A2 schob (nach gründlicher Lüftung) und tatsächlich hat die Gyne über Nacht einiges an -hoffentlich noch lebender Brut- zu sich herübergeholt.


B1:
Ca. 5 Puppen und an die 20 Eier +Larven.
Dieses Glas ist das am stärksten mit Schimmel ??? (schwarze Verfärbung)befallene Glas.
Gyne wirkt gesund.


B2:
Noch keine Puppen, ca. 5 große Larven und sicher an die 30 Eier und kleine Larven.
Diese ist das am zweitstärksten befallene Glas und das letzte mit dieser tiefschwarzen Verfärbung.
Gyne wirkt gesund.


B3:
Durch das Puschen sind bereits 3 Pygmäen vorhanden, ausserdem ca. 4 Puppen und an die 20 kleine Larven und Eier.
Aktivität gleich wie bei A1.
Am Wassertankstopfen sind leicht bräunliche Verfärbungen zu erkennen.


B4:
4 Puppen sind vorhanden. Der Rest der Brut wurde von der Gyne direkt an den -noch recht weissen- Tankstopfen gehftet, so dass ein Zählen unmöglich ist.
Der Tank ist auch nur noch 1/4 voll, so dass ich wirklich auf eine waagerechte Lagerung achten muss.
Gyne wirkt gesund.


B5:
Hier sind etwa 15 Puppen vorhanden, die restliche Brut liegt zwischen den Puppen, ich denke es sind nochmal ca. 15-20 Eier und kleine Larven.
Recht wenig Verfärbung am Wassertank auch hier, leicht bräunlich etwas rotstichig...
Gyne wirkt gesund.


B6:
Keine Puppen sichtbar, die Brut liegt auch hier auf dem Tankstopfen, ich denke es sind über 20 Eier und kleine Larven vorhanden.
Verfärbung hier grau/grün/gelblich.
Gyne wirkt gesund.


B7:
Die Gyne war von Anfang an auffällig durch das "Verstreuen" der Eier, kein ordentlicher Haufen, die Eier waren und sind es noch auf der gesamten unteren Fläche des Rgs verstreut.
Einige Eier sind bereits braun und offenbar abgestorben. Die anderen entwickeln sich nicht.
Erstaunlicherweise ist dies tatsächlich das "sauberste" Glas (abgesehen von A1- da wurde sicher sterilisiert), es gibt nur eine kleine gräulich verfärbte Stelle an der Watte.
Wie ich seit 5 min beobachten kann, unternimmt die Gyne auch Ausbruchsversuche.
Ich werd ihr wohl ein neues Röhrchen mit einem Strohalm verbunden anbieten.
Mal schauen ob das doch noch was wird.



C1:
2 Puppen sind vorhanden, ausserdem ein Brutpacket das sicher 20-30 Eier und Larven umfasst.
Verfärbung wie bei B6.
Gyne wirkt gesund.


C2:
Über 15 Puppen (davon allerhöchstens 5 von A2), das Brutpacket ist am Tankstopfen angeheftet. Sicher sind es über 10 Eier und Larven.
Gyne wirkt gesund.


Etwas Gedanken mache ich mir das bei den Kolonien mit Arbeiterinnen so gar keine Aussenaktivität vorhanden ist, die Gynen und Larven müssen doch langsam Hunger haben ?? Vor allem bei A1 sind ja schon wirklich einige Arbeiterinnen da. Hab mich nachts schon häuffiger mal mit Taschenlampe angeschlichen, nie war auch nur eine Arbeiterin zu sehen. :no:


Ausserdem erstaunt mich sehr wie unterschiedlich bei gleichen Bedingungen die Entwicklung der Brut voranschreitet.
Hätte erwartet das die ersten Larven, Puppen, Pygmäen ziemlich zeitnah bei den gleichzeitig gesammelten Gynen vorhanden sind. Dem ist mal gar nicht so !



Post 30388 - 24.08.2014 16:01:40

Nur ein kurzes Update:


Die Gynen B8 und inzwischen auch B2 wurden an einen Freund abgegeben, er steigt nun doch schon vor der Winterpause ein.


Ansonsten keine großen Veränderungen, bei den Gynen mit Arbeiterinnen konnte ich noch immer keine Außenaktivität bzw. Futteraufnahme feststellen.
Die Nester wurden um Störungen beim Futterwechsel zu verringern nun außerhalb der Plastikboxen untergebracht, verbunden mit einem verkürztem Strohalm.



Post 30478 - 03.09.2014 17:37:12

Mal wieder ein Update:


A1- noch immer keine Aussenaktivität festzustellen, ich schau aber auch nicht mehr so häufig. Heimchenbeine die ich angequetscht in den Strohalm geschoben habe wurden allerdings zur Brut bzw. zur Gyne verfrachtet, also angenommen.


B1- es ist leider kaum noch Brut zu erkennen, 2 Puppen, ein kleiner Eihaufen


B3- wie A1


B4- mindestens eine Pygmäe ist vorhanden


B5- ca. 10 Pygmäen sind vorhanden


B6- keine Puppen zu erkennen, ein größerer Ei/Larvenhaufen ist vorhanden


B7- hat freiwillig am Tage des letzten Updates einen Umzug in ein größere mit einem Strohalm verbundenen Reagenzglas gemacht, nahm von der Brut jedoch nichts mit und war 3 Tage später tod


C1- ein größeres Eipacket und 3 Puppen sind vorhanden


C2- jede Menge Puppen, ein kleines Ei/Larvenpacket und mindestens 3 Pygmäen sind vorhanden


Bin immer mehr erstaunt über den doch sehr unterschiedlichen Verlauf. Bei einigen Kolonien läuft alles ausgezeichnet aber die Ausfallquote erscheint mir recht hoch. Offensichtlich hat die eine oder andere Gyne sich auch an der eigenen Brut vergriffen.
Woran mag das liegen? Evtl. doch zuviel Störung, Reagenzgläser zu klein ?? Viel mehr Ideen hab ich fast nicht und kann mir dabei beides nicht so recht vorstellen.
Der ein oder andere mag auf die Idee kommen das ich keine Lasius niger in den Rgs habe, aber da bin ich mir doch ziemlich sicher.
Ich habe ja den Vergleich mit den gekauften Lasius niger (von denen auch eine nicht überlebt hat) und die Gynen aus der B-Reihe stammen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus einer Kolonie, zumindest aus einem Schwarmflug, denn die Tiere wurden innerhalb von 10 Minuten auf einer Fläche von maximal 9 Quadratmetern eingesammelt und sie entwickeln sich doch so unterschiedlich. Ebenso wie C1 & C2 von denen ich aber nur weiss das sie am selben Tag am südlichen Maschseeufer eingesammelt wurden.


Edit:
Ich habe mich entschlossen bei den Gynen mit wenig bzw. scheinbar verschwundener Brut geriebenes Frolic (wegen des vorhandenen Zuckeranteils), das mein Hund nur als Belohnungsleckerlie bekommt, zu füttern. Alle Gynen sind sofort dran zugange.
Es sind winzige Mengen, einige Krümel, keine Messerspitze, ehr eine Gabelzinkenspitze voll.


Link zum Diskussionsthread:
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=2895&p=29682#p29682



Post 30555 - 10.09.2014 08:49:04

Inzwischen sind ausser bei B6 überall Arbeiterinnen vorhanden:


A1- ca. 20
B1- 01
B3- ca. 05
B4- ca. 06
B5- ca. 15
B6- 00
C1- 02
C2- ca. 11



Post 30708 - 04.10.2014 17:25:00

So, für dieses Jahr das vorraussichtlich vorletzte Update mit einer Bestandsaufnahme.
Alle Gynen sind wohlauf.
Geheizt wird natürlich nichtmehr, die Raumtemperatur (ebenfalls unbehezt) liegt zwischen 17 und 23 Grad.
Inzwische befinden sich -ausser B6- alle Kolonien in den "Plastikboxarenen" in denen einfach hygienischer und störungsärmer gefüttert werden kann.


A1- Arbeiterinnenzahl scheint nicht mehr groß gewachsen, die Kolonie sitzt ( im Gegensatz zu allen hannoverschen Kolonien die noch deutlich aktiver sind) mitsamt der Brut (es ist nicht zu sehen was und wieviel genau vorhanden ist) dicht gedrängt am Tankstopfen.


B1- Eine Arbeiterin und ein kleines Eipacket (5-7) ist vorhanden. Die Kolonie wurde zwangsumgesiedelt. Das Innere des alten Nestes roch deutlich nach Schimmel und nach dem vielversprechen Start war die Brut ja nach und nach verschwunden, so dass ich davon ausgehen konnte, das die grobe Störung das kleinere Risiko wäre.
Um die weitere Entwicklung der Eier zu stoppen und den Eneriebedarf zu senken geht die Kolonie in den nächsten Tagen in den Kühlschrank also in die Winterruhe.


B3- Etwa 10 Arbeiterinnen und etwas Brut sind zu erkennen.


B4- 5 Arbeiterinnen, eine Puppe und eine Larve sind gut sichtbar. Eier konnte ich grade keine entdecken, was deren Vorhandensein aber nicht ausschliesst.


B5- Zwischen 20 und 30 Arbeiterinnen tummeln sich in dem Reagenzglas. Puppen und Larven sind auf Anhieb nicht zu sehen aber Eier sind mindestens 15 vorhanden.


B6- Ist noch immer allein. Auch hier wurde zwangsumgesiedelt. Ca. 5 Eier sind vorhanden. Auch diese Gyne geht wie B1 in den kommenden Tagen in die künstliche Kühlschrankwinterruhe.


C1- 3 Arbeiterinnen und ca 5 Eier sind vorhanden.


C2- 15-20 Arbeiterinnen und ein großes Brutpacket (20-30) sind grob geschätzt vorhanden.




Weiteres Vorgehen:
Wie gesagt werden die Kolonien B1 ,B6 und evtl. auch A1 und C1 in den nächsten Tagen zwangseingewintert.
Um die Umstellung nicht zu plötzlich stattfinden zu lassen werde ich ein paar kühlere Tage abwarten.
Alle anderen Kolonien werden in die natürlich Winterruhe gehen.
Da ich auch draussen noch aktive Lasius niger beobachten kann wird auch weiterhin mit Zuckerwasser und verschiedenen Proteinliferanten (Insekten, Fisch, gebröseltes Hundefutter) gefüttert.



Post 30813 - 19.10.2014 00:03:46

Die Kolonien A1, B1, B6 und C1 sind seit dem 12.10. im Kühlschrank bei ca. 6 Grad C.
Alle anderen wurden gestern am 18. 10. ebenfalls in die Winterruhe geschickt (Kühlschrank). Trotz den kühleren Temperaturen die seit einigen Tagen herrschen war bei einigen Kolonien bis zum Schluss Aussenaktivität vorhanden. Bei B3 und B5 musste jeweils eine Arbeiterin ins Nest verscheucht werden, nachdem sie nach längerem Abwarten noch immer in der jeweiligen "Arena" unterwegs waren.


Zum Zeitpunkt des Einwinters sah es in den Kolonien etwa folgendermaßen aus :


A1- mindestens 22 Arbeiterinnen, ein Brutpacket mit mindestens 15 Eiern und Larven (leider auch einige große Larven, die es dann wohl nicht schaffen werden), keine Puppen


B1- 1 Arbeiterin und 5-7 Eier


B6- keine Arbeiterin und 10-15 Eier


C1- 2 Arbeiterinnen und 5-7 Eier


B3- 9 Arbeiterinnen und 15-20 Eier bzw. kleine Larven


B4- 5 Arbeiterinnen, 3 große Larven oder Puppen, Eier und kleine Larven waren leider nicht zu entdecken


B5- 25-30 Arbeiterinnen, Brutpacket mit 20-30 Eiern und kleinen Larven, evtl. auch die ein oder andere große Larve


C2- wie B5


Zu berichten gibt es sonst noch das alle Kolonien zwangsumgezogen sind.
Ich hatte kein wirklich gutes Gefühl mit den Verfärbungen und teilw. unangenhemen Gerüchen (schimmlig/muffig, andere rochen allerdings ehr gesund-organisch ähnlich einem Filter in einem eingefahrenem Aquarium wie ich im Nachhinein - nach Entfernung des Tankstopfens - feststellte, da hätte sicher gut auf die Umsiedlung verzichtet werden können), schlechte Erfahrungen hatte ich mit dem Umsiedeln der anderen Kolonien auch nicht gemacht, ehr das Gegenteil war der Fall. Ausserdem wäre es für eine Kolonie wohl belastender eine solche Aktion mitten in der Winterruhe mitzumachen, falls ein Nest in dieser Zeit wirklich "umkippt" und dann gehandelt werden muss.
Das ganze wurde ab dem 5.10. durchgeführt, so das für jede Kolonie genug Zeit war sich im neuen Nest einzugewöhnen und sich wieder zu beruhigen. bevor es ans Überwintern ging.
Vorgegangen bin ich dabei folgendermaßen:
nachdem das einfache Anschliessen des dann nicht mehr abgedunkelten alten Nestes an ein neues abgedunkeltes nach etwa 48h erwartungsgemäß keinen einzigen Umzug provozieren konnte, habe ich die Nester mehr oder weniger senkrecht in eine Rolle Toilettenpapier gestellt, die neuen Nester natürlich unten.
Einen Tag später gab auch die letzte Kolonie sich der Schwerkraft geschlagen und die Brut wurde komplett umgelagert.
Mir ist natürlich klar das evtl. vorhandene Schimmelsporen und ähnliches ebenfalls der Schwerkraft folgt und die neuen Nester natürlich nicht steriel sind. Dazu hätte aber sowieso jedes einzelne Tier und die Brut sterilisiert werden müssen, dabei wäre die Ausfallquote sicher höher gewesen als in einem verschimmeltem Nest :mrgreen:
Es ging dabei sicher mehr um meine Beruhigung als um eine echte Notwendigkeit.


Falls nichts gravierendes passiert melde ich mich Anfang 2015 an dieser Stelle wieder mit einem kurzem Winter- Update.


Bis dahin alles Gute (falls ich an anderer Stelle nichts von mir hören lasse) und vielen Dank für das Interesse !!


Link zum Diskussionsthread:
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=2895&p=29682#p29682



Post 31474 - 04.01.2015 16:51:21

So, wie versprochen ein kurzes Winterupdate:


Die Temperaturen entsprechen weitgehend der Aussentemperatur, der Gefriepunkt wird jedoch nie unterschritten. Derzeit schwankt es zwischen 5 und 10 Grad.
Die Temperatur habe ich immer im Auge, jedoch habe ich heute erst zum 2ten X direkt in die Gläser geschaut.
Bisher keine Verluste bei Gynen und Pygmäen. Sonst auch keine Auffälligkeiten oder Veränderungen - bis auf die Tatsache das fast alle Nester, deren Tank bzw. Tankstopfen wieder deutliche Verfärbungen aufzeigen, soziemlich quer durch das ganze Farbspektrum (nur Blautöne habe ich keine gefunden).
Diese Verfärbungen waren auch bei der letzten Kontrolle vor ca. 4 Wochen schon vorhanden und haben sich nicht mehr weiter verändert oder verstärkt.
Sie schaden offensichtlich nicht im geringsten, davon bin ich nun auch überzeugt. Trotzdem mach ich 3+ wenn ich nach der Überwinterung kleine Gipsnester anschliessen kann und die Kolonien ausweichen können sobald sie wollen.


Nächstes geplantes Update dann Mitte-Ende März.


Vielen Dank für das Interesse :-)



Post 32732 - 06.03.2015 12:13:06

Seit heute sind die Gläser aus dem Kühlschrank, sie stehen im ungeheiztem Schlafzimmer bei 14-max.18 Grad C.
Soweit ich beim schnellen Blick sehen konnte sind alle Gynen am leben. Die Arbeiterinnen hab ich nicht durchgezählt.
Sobald es draussen einen Tag mit über 20 Grad gibt werd ich Tiere dauerhaft warmstellen.



Post 32750 - 07.03.2015 21:00:19

Ich habe mich entschlossen die Gynen mit keiner oder wenig Brut heute Mittag ins Wohnzimmer zu stellen, wenn sie es denn nicht schaffen, wird es sicher nicht an einer etwas kurz geratenen Winterpause liegen, vielleicht sind die 2-3 Wochen extra Sommersaison ganz nützlich.
Es handelt sich um die Gynen:


B1 -1 Arbeiterin und keiner sichtbaren Brut,
B6 - ohne Arbeiterin und ohne sichtbare Brut und
C1 - mit zwei Arbeiterinnen und keiner sichtbaren Brut.


Ich hab diesen drei Gynen jeweils eine Q-Tippspitze getränkt in Zuckerwassen und angequetschte Stücke einer (verteilt auf die 3 Gläser) frisch geschlüpften Blaptica dubia in die Reagenzgläser gegeben.
Mal schauen ob die nochmal durchstarten.


Alle anderen Gläser hab ich mir bei der Gelegenheit auch mal genauer angeschaut und mir eine Störung erlaubt, trotz inzwischen vorhandener
Lupe sind die Zahlen mehr oder weniger geschätzt, denn die Tiere sitzen noch recht eng zusammen.
Erstaunt hat mich das fast in jerer Kolonie lebende große Larven vorhanden sind:


A1 - ca. 20 Arbeiterinnen, mindestens 10 große Larven, Eier sind weniger als 10 vorhanden,
B3 - ca. 10 Arbeiterinnen, 5-8 große Larven, wenige Eier,
B4 - 6 Arbeiterinnen, einige kleine Larven und wenige Eier,
B5 - 12-15 Arbeiterinnen, ca 5-10 Larven unterschiedlicher Größe, 10-15 Eier,
C2 - mindestens 15 Arbeiterinnen und ein großes Brutpacket mit Larven und Eiern (mindestens 20).


Edit:


nach dem Lesen des letzten Beitrages von Colophonius in seinem L.niger Haltungsbericht in dem er so mutig von der Robustheit der Art spricht sind nun auch alle anderen Kolonien ins Wohnzimmer umgezogen und mit etwas Futter versorgt, die großen Larven wollen sich ja auch schnell verpuppen :)



Post 32855 - 16.03.2015 22:59:11

Ganz kurz nur:


Die Gynen B1, B6 und C1 scheinen tatsächlich nochmal durchzustarten, die Fütterung hat offensichtlich auch der Königin ohne Arbeiterin(en) und ohne Brut gut getan, ein großes Eipacket ist vorhanden, ich gehe mal von 10-15 Eiern aus. Ich kann natürlich nicht behaupten das ohne Zuckerwasser nicht ein größeres Gelege vorhanden wäre... Ich hatte vielleicht mit ein paar wenigen Eiern gerechnet, nicht aber mit soeinem großem Gelege.


Auch alle anderen Kolonien sind aktiv. Untergebracht sind sie samt Gläsern in großen (1l) Heimchendosen, den Boden habe ich mit Gips ausgegossen und etwas "Repti-Wood-Fine" Terrarienstreu auf den noch feuchten Gips gestreut.


Unten ein (denkbar schlechtes) Handyfoto von 4 Arbeiterinnen der Gyne B3, die sich trotz grade stattfindender Störung nicht davon abhalten liessen sich über eine angestochene Fliegenmade her zu machen:




Post 32974 - 27.03.2015 09:01:01

Seit etwa 10 Tagen sind alle Reagenzgläser über ein T-Stück an "Arena" und ein Gipsnest angeschlossen (ausser B6).


Die Nester sind selbst gegossen, als Grundform dienten die schon erwähnten großen Heimchendosen, welche auch als Arenen genuzt werden.
Die Gänge und Kammern wurden mit Heisskleber geformt der dann im erstarrtem Zustand in den Gips gedrückt wurde. Die Fenster sind
2mm Plexiglasscheiben, mit Heisskleber befestigt.
Die Reagenzgläser wurden - im Gegensatz zu den Gipsnestern- direkt nach dem Anschluss nicht mehr verdunkelt.
Bereits am nächsten Tag waren die Kolonien A1, B3, B4 und C2 in die Gipsnester umgezogen, alle andern scheinen sich am Licht nicht weiter zu stören und sitzen noch in den Gläsern.


Bei den Arenen wurden die Clipdeckel so geschnitten das ein etwa 2,5 cm breiter Rand stehen blieb, dieser wurde beidseitig mit einer dicken Schicht Vaseline bedeckt - bisher konnte ich keine Ausbrüche feststellen, bin mir aber bewusst dass das so nicht bleiben wird. Spätestens zur nächsten Saison wenn Glasarenen angeschlossen werden sollen wird der Ausbruchsschutz sicher wieder Thema.


Die Temperaturen liegen am Tag jetzt bei ca. 25 Grad, in der Nacht nicht unter 21 Grad.


Die Kolonie B4 wurde am 22.03. abgegeben.



Post 33607 - 02.05.2015 22:21:57

Mal wieder ein Update ...


Inzwischen sind es noch 5 Kolonien:
A1, B1, B3, C1, C2.


Die Gyne B6 hatte noch ein schönes Brutpacket abgelegt aber noch bevor die erste Arbeiterin schlüpfte entdeckte
ich die tote Königin am 28.04. Eier und Larven waren - soweit ich sehen konnte-zu dem Zeitpunkt nicht mehr
vorhanden.
Das offene Reagenzglas wurde in die Arena der Gyne B5 gelegt und die Brut wurde rasch abtransportiert.
Auch die tote Gyne war am nächsten Tag nicht mehr zu sehen.
Interessant war dabei zu beobachten wie nach der Entdeckung des Reagenzglases -also des fremden Nestes -
durch die erste Arbeiterin der B5 Kolonie die gesamte Kolonie in kürzester Zeit in helle Aufregung geriet und das
Glas umlagerte.
Die Kolonie B5 wurde dann am 30.04. mit mindestens 30 Arbeiterinnen und einem großem (mindestens 40 Eier,
Larven und Puppen) Brutpacket abgegeben.


A1 und C2 sind mit abstand die stärksten Kolonien. Die Zahl der Arbeiterinnen scheint sich auf dem
ersten Blick zwar nicht vergrößert zu haben aber beide Kolonien haben sicher an die 20 Puppen und
ebensoviele Eier und kleine Larven.
Ich bin mir sicher das die eine oder andere Arbeiterin die Vaselieneschicht bezwungen hat und evt.
im Staubsauger geendet ist.


Die Gyne B1
... ist derzeit wieder allein mit Ihrer Brut.
Schon kurz nach dem anschliessen des Reagenzglases an Gipsnest und Arena war die Arbeiterin
verschwunden.
Ich rechne täglich mit dem Schlupf der ersten neuen Arbeiterinnen, ein paar Eier und 10-15 Puppen sind
vorhanden.


Die Kolonie B3
... hat etwa 20 Arbeiterinnen, das Brutpacket umfasst etwa ebensoviele Puppen und Eier bzw. kleine
Larven.




C1
... hat 7 Arbeiterinnen, 5 Puppen und ein schönes Eipacket, Larven kann ich keine ausmachen.


Viel schneller als erwartet und erhofft wird der Ausbruchsschutz ein Thema, schon ca. 1 Woche
nach dem Anschliessen der Gläser an Nester und Arenen konnte ich immer mal wieder Ameisen
ausserhalb entdecken. Ich ging zunächst davon aus undichte Stellen an den Schlauch und
Glasverklebungen zu haben.
Vor einer Woche wurden es deutlich mehr Tiere die ausserhalb ihrer Konstruktionen
anzutreffen waren.
ich hab mir dann mal etwas Zeit genommen und die Kolonien vor mir aufgestellt und beobachtet.
Tatsächlich konnte ich auch eine undichte Stelle am Klippverschluss ausmachen aber bald
fand sich auch die erste Arbeiterin munter auf Der Vaselieneschicht umherlaufend, bei
der folgenden Störug verschwand das Tier und lief sicher an der Unterseite des Deckels,
kopfüber über die Schicht Richtung Nesteingang...


Ausserdem musste ich feststellen das die Vaseliene schnell mit Staub, Hundehaaren und
dergl. verschmuzt und eine schwer frisch und ansehnlich zu haltente Methode ist.


Ich bin nun also zum Talkum übergeganden, seit dem sehe ich keine Arbeiterinnen mehr
ausserhalb von Nest und Arena.


Gefüttert wird täglich, dh. ein kleines Zuckerhäuchen im Schälchen wird angefeuchtet,
Proteine gibts in Form von zerlegten Waldchaben, Heimchen, angestochenen Fliegenmaden
und deren Puppen.
Die Waldschaben werden übrigens von allen Kolonien bevorzugt.



Post 33799 - 07.05.2015 13:31:40

Ganz kurz nur:


Bei der Gyne B1 konnte ich soeben 7 Arbeiterinnen ausmachen. :feiern:
Ich gehe mal davon aus das die Kolonie es schaffen wird.


Link zum Diskussionsthread:
http://eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=2895&start=20



Post 34141 - 21.05.2015 19:56:14

Inzwischen hat sich auch meine Nachbarin für die Ameisenhaltung begeistert und möchte es mit einer kleinen Kolonie versuchen, C1 ist auf
jedenfall die letzte Kolonie die ich abgeben mag, A1, B1, B3 und C2 werde ich nicht mehr hergeben :no:


Die Kolonien wachsen langsam aber stetig, beim nächstn Update gibts mal Fotos von den Kolonien und den Nest-Arena-Konstruktionen.


Das Nest der Kolonie A1 musste zwischenzeitlich ausgetauscht werden, durch den Eintgag von Hundetrockenfutterkrümeln gab es zwei komplett verschimmelte Kammern. Zum Umzug war die Kolonie leicht zu bewegen: Ich hab das Nest einfach hinter das neue Nest welches dann erst zur Arena führt mit einem Schlauch angeschlossen. Nachdem das alte Nest über 1 Woche nicht mehr befeuchtet wurde fand der Umzug eines Nachts komplett statt und das alte Nest konnte entsorgt werden.


Für Leute die sich für die Ameisenhaltung interessieren und wie ich von der Vogelspinnenhaltung kommen, kann ich auf jedenfall sagen das die
Ameisenhaltung deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Die Spinne die 1-2x die Woche mit Frischwasser versort wird und dabei mal ein paar Heimchen oder eine Schabe ins Terrarium gesetzt und Kot- bzw. Häutungsreste entfernt werden ist zeitlich weit weniger anspruchsvoll.
Die Ameisennester müssen ständig ausreichend feucht gehalten werden, Zucker alle 1-2 Tage wieder angelöst und fast täglich frische Proteine gereicht werden. Ausserdem muss ständig auf Ausbrüche bzw. Ausbruchsmöglichkeiten geachtet werden wie festellen muss.
Ich bin im Zuge dessen übrigens wieder dazu übergegangen die Arenen mit intackten Clipdeckeln verschlossen zu halten, das Talkum bröckelte bei der kleinsten Berührung ab und verursachte dadurch Talkumstaubschichten in den Arenen. Talkum ist dann erst was für später,
für wirklich fest stehende Arenen aus Glas mit einer großen Deckenöffnung die leichteres Arbeiten in den Arenen ohne ständiges Anstossen an den Behälter ermöglicht ist.


Soviel erstmal.


Danke für das Interesse !



Post 34895 - 12.06.2015 15:39:01

Hallo, ein kleines Upddate heute aus aktuellem Anlass.


Alle Kolonien zeigten vermehrt Ausbrüche, offenbar war die Befestigung der Plexiglasscheiben mit Heisskleber
nicht gut genug.
Ich bin momentan dabei - um den Kolonien einen erneuten Umzugsstress zu erspren- weitere Gibsschichten über den
Verklebungen aufzubringen, auch die Stellen an denen die Schläuche ins Nest führen waren offenbar nicht sicher genug.
Diese Schwachstellen bekamen eine Schicht Aquariensilikon, darüber eine weitere Schicht Gips.
Das Ganze sieht nun nicht mehr sonderlich ansehnlich aus und ist wirklich mehr ein Provisorium.
Da die Nester aber insgesamt nicht übergroß sind müssen sie nur diese Saison halten, im nächsten Jahr werd ich
defenitiv auf Gasbeton umsteigen und wahrscheinlich die Scheiben anschrauben.


Die Kolonien wachsen konstant, wobei C2-wenn man die Brut einschliesst- weit vorne liegt, ich denke in 4 Wochen sind
die ersten 100 Arbeiterinnen zusammen.
Insgesamt ist die Kolonie auch sehr aktiv, darum habe ich heute bei eben dieser Kolonie mit der Zusatzsicherung begonnen.


Wie versprochen jedenfalls von Kolonie C2 schon mal ein paar aktuelle Bilder, das Nest-Arena Prinzip ist bei allen Kolonien
gleich.


Der "Grundaufbau":







Blaptica dubia in der 2 und 3ten Haut kommt sicher nicht zum vertrocknen:


Und wird selbst bei Blitzlicht unter Mühen ins Nest transportiert:



Post 35367 - 15.07.2015 14:10:59

Hallo, nach einigen Wochen tut ein kurzes Update Not :-)


Bin im Moment recht eingespannt und die versprochenen Fotos sämtlicher Kolonien liegen noch immer nicht vor :sorry:


Ich werd mich in dieser Woche noch daran machen.


Alle Kolonien sind wohl auf, ein paar (grob geschätzte Zahlen):


A1: 40 Arbeiterinnen, etwa ebensoviele Eier und ca. jeweils 30-40 kleine und große Larve, die Puppen konnte ich gut zählen, es sollten 12-15 sein.
Bei dieser Kolonie gab es irgendwann einen deutlichen Einbruch, ich kann nicht wirklich sagen was die Ursache war, vielleicht hab ich mal unbemerkt das Nest überflutet durch zu großzügiges Wässern?? ... :denken:


B1: 30 Arbeiterinnen, 20-30 Eier, ebensoviele Larven und etwa 10 Puppen
Dafür das die Gyne nach der Überwinterung allein war bin ich zufrieden.


B3: 40 Arbeiterinnen, wohl an die 50 Eier, 30-50 Larven und etwa 30 Puppen


C2, bleibt mit Abstand vorne: an die 100 Arbeiterinnen, 30-50 Eier, sicher über 50 Larven und 20-30 Puppen
Ich muss hier selber mal im Thread nachlesen, ob und in welchem Masse die Kolonie mit der Brut von ausgefallenen Gynen "gepuscht" wurde (A2).
Bin jedesmal reichlich baff wenn ich so alle 2-3 Wochen mal nen Blick ins Nest riskiere.


Geheizt wird derzeit natürlich nicht, es gibt ausschliesslich Fliegen (C2 schleppt tgl. eine, manchmal auch zwei ins Nest. Ob die tatsächlich auch verwertet werden kann ich aber nicht wirklich sagen) und Zuckerwasser.


Danke für das Interesse :-)



Post 35903 - 09.09.2015 17:27:01

:wave: Da bin ich wider.


Entschuldigung, habs lange nicht geschafft, war/ist nicht der entspannteste Sommer :no:


Es gibt aber auch nicht soviel Neues, hab das Gefühl die Kolonien wachsen seit 4-6 Wochen etwas langsamer.
Das Zwischenziel die Kolonie C2 in diesem Jahr (ohne zu Pushen) auf 300 Tiere zu bringen wird wohl nicht mehr erreicht, es sei denn es gibt nochmal nen kleinen Durchstart vor der Winterpause.
Aber alle Kolonien sind wohlauf und wachsen beständig und das ist ja die Hauptsache :)


Nun mal die Fotos:


Kolonie A1 (grad keine Aussenaktivität):







Kolonie B1:

























Kolonie B3:































Kolonie C2:














Danke für das Interesse :-)



Post 36059 - 27.09.2015 19:07:27

So, die Vorbereitungen auf die Winterruhe sind weitgehnd abgeschlossen.
Die Fütterung mit Protein ist seit verganem Mittwoch eingestellt, dafür wurde nochmal reichlich frisch angerührtes Zucker/traubenzuckerwasser auf Watte gereicht.
Noch stehen die Kolonien in einem warmen Raum (ca 22 Grad).
Ab Anfang Oktober werden die Kolonien an kühlere Temperaturen gewöhnt und gehen dann wohl in der 2ten Oktoberfoche in den Kühlschrank (noch passt das).
Wenn die Arenen abgestöpselt sind und die Ameisen sich schön im Nest versammelt haben mach ich nochmal Bilder.


Danke für das Interesse :)



Post 36095 - 04.10.2015 14:19:26

Die Kolonien stehn nun seit 5 Tagen an der Fensterbank (Nord-Ost Seite) eines unbeheizten Raumes, die Temperaturen erreichen keine 18 Grad C mehr.
Noch mögen die Tiere ihre Aktivität nicht merklich reduzieren, man möchte wohl nochmal Winrterreserven in Form von Zuckerwasser aufnehmen.
Vor allem die Kononien B3 und C2 belagern zur Zeit die Wattebäuschen welche mit Dextrose und Haushaltszucker angerührtem Wasser getränkt sind wie ich es im Sommer nie erlebt habe.


Ich habe auch überall nochmal eine kleine zerquetsche Blaptica hineingeworfen, evtl. mag ja sogar noch jemand tierisches.



Post 36221 - 20.10.2015 22:35:56

So, die lezten Bilder (vom 19.10.2015) der Kolonien im Nest, womit ich mich auch für dieses Jahr verabschiede.
2016 wird das Hobby vermutlich auf eine weitere Art ( 2 Kolonien Camponotus substitutus)- wenn zu bekommen- die auch in der kühlen Jahreszeit zu beobachten ist, ausgeweitet.


Kolonie A1


Kolonie B1


Kolonie B3


Kolonie C2


Wie man sieht gibt es trotz Temperaturen von unter 10 Grad durchaus noch Aktivität und - was mich vor allem irritiert
und etwas verunsichrt- einiges an Brut in den Nestern.
Trotzdem wurden die Arenen abgestöpselt und die Fütterung komplett eingestellt.


Falls jemand eine Idee, Anmerkung oder nur beruhigende Worte dazu hat gerne in der Diskussion:



http://eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=2895&start=20



:bye:



Post 36802 - 26.12.2015 19:21:26

Hi,


bin jetzt nicht allzu besorgt, den Tieren draußen geht es ja nicht anders , obwohl im betreffenden Raum sind es sicher nochmal 2-3 Grad mehr.


Ja, es geht um die Überwinterungstemperatur, derzeit messe ich gute 10-15 Grad, was ja deutlich über den empfohlen Temperaturen liegt. Wärend der letzten Überwinterung kam es selten zu Temperaturen über 8 Grad und dann auch nur tageweise.
Kann ich das so lassen und auf tiefere Temperaturen weiter warten (was ich auch schon seit bald 4 Wochen mache)oder sollte ich wieder Platz im Kühlschrank schaffen? Was ja auf Dauer (also in kommenden Jahren) auch nur bis zu bestimmten Koloniegrößen geht...


Wie macht Ihr das zur Zeit ?


Noch einen schönen Rest 3ten Weihnachtstag und


Grüße aus Hannover,


René



http://eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=2895&start=20



Post 37289 - 03.02.2016 23:04:08

Da die Temperaturen kaum noch unter 15 Grad zu drücken waren sind die Kolonien nun doch wieder in den Kühlschrank gezogen, dort herrschen 5-7 Grad, ich vermute das wird ihrer Fitness nicht schaden.
Im März, je nach Aussentemperaturen wird mit der Auswinterung begonnen.


Morgen gehts zum Ytonkauf, der Gipskram wurde sehr schnell unansehnlich und bröckelig, die Verbinder halten nicht mehr sehr stabil was bei zunehmender Aktivität sicher bald zu Ausbrüchen verleiten wird.


Ich bin mir noch nicht ganz klar welche Schlauchlängen ich den kleinen Kolonien zumuten kann, bisher waren Nest und Arena auf einem Brettchen montiert alles noch ein Provisorium, zumindest die größere C2 Kolonie sollte es 2016 schonmal etwas schicker haben.



Post 37630 - 07.03.2016 13:36:23

So, die Kolonien sind aus dem Kühlschrank ausquartiert und werden wohl bis Anfang April noch im unbeheizten Raum stehen, die Temperaturen schwanken dort zwischen 10 und 15 Grad.
Ob ich die Kolonien tatsächlich zu Anfang der Saison umziehen lasse oder doch noch abwarte habe ich noch nicht so recht entschieden.
Es sieht zwar nicht schick aus aber ich muss auch nicht unbedingt da "rumstressen". Spätestens wenn es zu Ausbrüchen kommt gehts aber ins neue Nest.
Wenn ich das Gipsnest trockenfallen lasse, das geht bei sommerlichen Temperaturen in ja in gut 7-10 Tagen, erwarte ich auch keinen großen Wiederstand gegen den Umzug.
Bin jedenfalls schon ziemlich gespannt auf die nächste Saison :-)



Post 37738 - 14.03.2016 19:37:30

Es wird eindeutig Zeit die Arenen anzuschliessen, nicht nur um wieder Futter reichen zu können.
Obwohl die Temperaturen im Raum recht konstant bei 15 Grad liegen war heute analog zum Wetter draussen das den kommenden Frühling deutlich ankündigte erhebliche Aktivität in allen Nesten zu beobachten.
Noch vorhandene Brut war heute Nachmittag kurzzeitig bei 2 Kolonien in die Reagenzgläser (Wassertank) transportiert worden und liegt jetzt wieder in den Nestern.


Plan war nun eigendlich die neue Gipsschicht aufzutragen und dann noch ohne allzugroßes Gewusel die Arenen direkt anzuschliessen es wird höchste Zeit wenn sich die Kolonien bei der Umstöpselaktion nicht in alle Richtungen in der Wohnung verteilen sollen :mrgreen:



Post 37773 - 19.03.2016 09:25:49

So, die Ameisen geniessen wieder Auslauf.
Ich fürchte ausser bei C2 hat es überall Verluste gegeben, erst in den lezten Tagen durch viel zu spät bemerkte Ausbrüche direkt aus den Nestern :bash: .


Frische Fotos:


A1


B1


B3


C2



Mit dem Anstöpseln der Arenen fand natürlich auch der Umzug ins beheizte Wohnzimmer statt.



Post 38066 - 09.04.2016 10:22:15

In keiner Kolonie sind Ausbrüche zu verzeichnen, offenbar hält es erstmal.
Solange dies so bleibt verzichte auf den Umzug, lediglich für schönere Arenen wird es Zeit, Glasbecken sind evtl. noch etwas übertrieben aber zumindest größere und etwas dekorierte Harribodosen können sicher in den nächsten Wochen angeschlossen werden.


Ich mache mir keine Sorgen, die große Kolonie (C2) wird 2016 die 1000 Tiere - Marke sicher locker knacken, im Nest ist überall Brut in allen Stadien, darunter sicher 40-60 Puppen:


Kolonie C2 heute:






Post 39841 - 07.09.2016 22:31:13

Hallo, nach langer Zeit zurück, leider mit wenig erfreulichen Neuigkeietn.


Ich war 4 Wochen nicht zuhause und musste die Kolonien dem Blumenpfleger überlassen.
Eigendlich ist die Aufgabe nicht schwer und alle anderen Terrientiere haben keine Probleme.


Aber leider finde ich überall Leichen und zusammengeschrumpfte Kolonien, teilw. nur noch die Gynen mit 3-5 Arbeiterinnen..


Die größte Kolonie C2 hat nooch ein paar mehr Arbeiterinnen (1 Foto).


Keine Brut mehr zu entdecken.


Es ist natürlich ein Rätselraten was Ursache für das Sterben ist.


In Frage kommen wohl verhungern, vertrocknen oder zu hohe Temperaturen (angeblich bis 32 Grad).


Völlig trocken waren die Nester nicht, wenn sie auch kräftig Wasser zogen. Schabenreste (allerdings teilw. mit Schimmel) konnten auch geborgen werden.


Wären Temperaturen im angegeben Bereich tatsächlich problematisch`? Unter einem Pflaseterstein in der prallen Sonne wird es doch sicher auch recht warm??


Hoffe das ich in den nächsten Tagen wieder Brut finden kann wenndie vernünftige Verorgung wieder steht.
Beim nächsten mal brauchts dann wohl ne längere Einführung in die Pflege aber an Kühlung - sollte dass ein Problem sein- hätte ich selber nicht gedacht :-(


Was meint Ihr?
http://fs5.directupload.net/images/160908/htaqx6gv.jpg
http://fs5.directupload.net/images/160908/jg4of5se.jpg


Muss die Bilder leider extern verlinken weil beim Hochladen selbst dieser Miniaturen (47 kb) als zu große Datei angezeigt wird :-)
Zu sehen gibts eh nicht viel das Schwarze auf dem ersten Bild sind tatsächlich lebende Ameisen (Kolonie C") auf dem zweiten va. Leichen (die berliner Kolonie A1).




Lasius niger - Diskussion



Post 39851 - 08.09.2016 15:15:11

Hab grad beim Entfernen der Leichen aus dem Geschläuch festgestellt das - ausser in 1ner Kolonie mit tasächlich unter 10 Arbeiterinnen- die anderen Kolonien zwar extrem reduziert sind aber beim Abtrennen von den nicht einsehbaren Verbindern doch ein kaum zu kontrollierende Gewuse ensteht (hab das zum Glück in einer Ikeabox gemacht, so das alle wieder zurückkamen - für Fotos blieb natürlich keine Zeit. :-)


Auf jedenfall sitzen die alle extrem zusammengdrängt in den Verbindern (vielleicht wegen der Kondensationsfeuchte ?) , wärend ausser bei C2 die Nester aber auch Tränken, fast leer sind.