Messor barbarus -- nicht wasserscheu


Post 3359 - 15.03.2010 19:39:50

Heute früh beim morgendlichen Kontrollblick ins Messor-Becken mußte ich zweimal hinsehen um es zu glauben. War doch tatsächlich eine Ameise in der Wassertränke. Während andere Messor in millimeter-tiefem Wasser ertrinken muß diese etwa 5..6cm nach oben getaucht sein. Für eine schnelle Rettung war keine Zeit, aber abends konnte ich sie gesund bergen.


Hat schonmal jemand was ähnliches erlebt?



Post 3360 - 15.03.2010 19:41:32

OMG :schreck: ! WTF ??
Heftig, sowas sieht man nicht alle Tage :lol: .



Post 3361 - 15.03.2010 19:56:18

So ähnlich schon, nur waren sie dann tot ;) . Da haben wir die erste tauchende Messor barbarus.
Aber im Ernst, die Kleine hat wohl grosses Glück gehabt.


LG, Frank.



Post 3363 - 16.03.2010 06:32:33

Ist nicht so selten wie auf den ersten Blick zu denken ist.
Wasser gegenüber sind sie eher unbeholfen, werden sie erschreckt, z. B. durch Erschütterungen oder Atem, reagieren sie hektisch und laufen vom Rand eines Wasserdeckels auch mitten ins Wasser.
Mitunter verbringen sie darin auch längere Zeit bis sie wieder raus kommen, ertrinken gibt es auch.
In der gezeigten Wassertränke kommt es schlagartig zum Nachströmen von Wasser in den Auslauf, in der dabei entstehenden Luftblase, die im Vorratsbehälter nachströmt, werden unvorsichtige Ameisen eingesogen.
Diese Ameisen sind leichter als Wasser und finden sich nach kurzer Zeit an dessen Oberfläche wieder.
Dort paddeln sie so lange herum bis sie es schaffen am Rand hochzuklettern.
Gelingt nicht jeder Ameise, manche ertrinken.
Gut dokumentierte Beobachtung.


Grüße Wolfgang



Post 3714 - 28.03.2010 15:06:43

Die Überlebensdauer hängt wesentlich von der Wassertemperatur ab.
Je kälter das Wasser, um so länger kann ein Tier das lebendig überstehen.
Aber "Spaß" macht denen das natürlich so oder so nicht, und freiwillig gehen die auch nicht zum Schwimmen.


Insektenbauer