Hallo
Ich bin auf der Suche nach Pflanzen für Mediterrane Becken.
Das heißt, diese sind relativ trocken.
Tillandsien und diverse Steingewächse kommen für mich nur bedingt in Frage, da diese sehr Lichthungrig sind.
Zumindestens die ich kenne.
Auf dem Markt gibt es recht viele Energiesparlampen mit Tageslichtspektrum.
Hat da jemand mit diesen schon Erfahrungen gesammelt in Bezug auf Pflanzenwachstum?
Vielleicht reichen diese doch für die Tillandsien und Steingewächse?
LG
Holger
Naja, das Problem ist, dass gerade solche Pflanzen recht lichthungrig sind. Also mediterrane Pflanzen, wozu ich Tillandsien nicht zählen würde. Die können aber aufgrund der Erscheinung und Wuchsorm optisch gut passen, ich versteh das schon, Holger. Einige Pflanzen, die im Mittelmerraum eingeführt wurden wie Ficus kommen auch mit weniger Licht noch recht gut zurecht. Aber echte mediterrane Pflanzen brauchen meist richtiges Licht, ich kann mir nicht recht vorstellen, dass Sparlampen das produzieren können.
Ein richtiges mediterranes Becken mit vllt. Pflanzen wie Thymian u.ä. schwebte mir für Arten wie Cataglyphis auch immer vor, es scheiterte aber an der Umsetzung. Eben dem Licht.
Tropische Becken sind leichter zu gestalten, es sind schönere Effekte mit weniger Aufwand möglich. Diese Pflanzen, Farne, Moose, Orchideen kommen oft mit weniger Licht gut zurecht, das schafft man dann mit guten HQI- oder HQL-Strahlern.
So ein mediterranes Becken könnte an einem sonnigen Südfenster gelingen. Tageslicht ist unschlagbar und nicht künstlich zu erreichen.
Bei künstlicher Beleuchtung würde ich auch zu Tillandsien raten, die brauchen aber auch eine regelmässige LF oder Beregnung, evtl. einigen Kakteen usw.. Auch einige Farne sind sicher geeignet.
Aber beim Licht würde ich nicht sparen wollen. HQL sollte es vllt. schon sein. Unter richtigen Licht, auch mit entsprechender Strahlungswärme bei Luftaustausch tagsüber kommen mediterrane Ameisen erst richtig in Fahrt.
Tut mir leid, wenn ich nicht wirklich helfen konnte, Holger.
LG, Frank.
Kein Problem, Frank.
Ich probiere jetzt einfach mal einige Lampen aus.
Vielleicht funzt es ja mit der ein oder anderen Pflanzenart.
Der Hintergrund, warum ich die Energiesparlampe arbeiten möchte ist ganz klar, der Stromverbrauch.
Wenn die Becken etwas Isoliert sind und die Energiesparlampen richtig angebracht werden, kann man einiges an Strom sparen aber immer noch eine genügende Wärmeausbeutung haben.
LG
Holger
Hab grad wenig Zeit und schreib dir nachher nocheinmal was dazu Holger.
Jetzt nur kurz:
Du kannst mal in den Tropenbeckengemeinschaftsbecken-Thread schauen, glaube Seite zwei als Antwort auf Erne hab ich was zu Engeriesparlampen geschrieben.
Bei den Pflanzen gibt es auch einiges zu beachten...hab schon mehr als eine Sukkulente "hingeärmelt". Kakteen sind da einfacher zu kultivieren. Versuche mich daran seit rund 2 Jahren in 2 Becken.
Heute Abend nocheinmal mehr dazu.
viele Grüße
Marcel
Energiesparlampen eignen sich durchaus um genügend Licht für Pflanzen zu erzeugen, allerdings kommt es natürlich auf die Beckengröße und den Abstand zu den Pflanzen an.
Ich selbst beleuchte kleine, bepflanzte Becken immer mit Energiesparlampen, bisher mit sehr guten Ergebnissen. Die Pflanzen wachsen sehr gut und in feuchten Becken wächst nach einiger Zeit sogar Moos.
Für größere Becken sind sie allerdings wiederum eher unzureichend, mit mehr Abstand zwischen Pflanze und Lichtquelle. Kommt uns vielleicht nicht so vor, aber die Lichtausbeute nimmt dann sehr schnell ab.
Ja, genau, Markus, das ist das Problem. Die Lichtstärke und -durchdringung. Die Lichtfarben sind recht gut bei einigen Sparlampen und für kleine Tropenbecken sind die durchaus geeignet. Da kann man sowieso eher net mit den heissen HQI-Strahlern rummachen...
LG, Frank.
Hi zusammen.
Zur Beleuchtung kann man auch die Reptilien-UV-Röhren 2.0 verwenden.
Durch die UV-Strahlung bilden die Sukkulenten schöne Farben aus und zeigen ein gedrungeneres Wachstum.
30 cm Abstand dürften da keine Probleme bereiten.
LG, Heiko
Nochmal zu den Energiesparlampen Holger:
Ich zitier mich hier einfach mal selbst, dann brauch ichs nicht nochmal tippen
Im Tropenbecken hab ich 2x 33Watt Energiesparlampen und 2x 18Watt Leuchtstoffröhren.
Das Becken ist 80x50x70cm (BreitxTiefxHoch), vorallem wegen der Höhe sind mehrere Lampen nötig. Wenn das Becken nur 30-40cm tief ist, dann dürfte eine 33Watt Energiesparlampe und evtl. noch eine 18Watt Leuchtstoffröhre reichen.
So nun mal das Zitat:
"Das für die Pflanzen nötige Licht ist also zu über 90% künstlich. Die Leuchtstoffröhren (2 x 18 Watt) tun einen Teil hierfür. Es sind billige Leuchtstoffröhren, jedoch mit Lichtspektren die denen von Pflanzlampen etwa entsprechen. (1x 6000Kelvin und einmal 2700Kelvin) Einen anderen, guten Teil bringen die 2 Energiesparlampen, jede 33 Watt. Das Licht: 865 CoolWhite, ist sehr hell und enspricht zu einem guten Teil dem Tageslichtspektrum (6500Kelvin). Auch ist die Leuchtdichte/Lichtintensität dieser Birnen recht hoch. Die 33 Watt ensprechen je rund 175 Watt Glühbirnen und machen das Zimmer taghell. Reflektoren (Spiegelfolie und teils Alufolie, selbst gebaut) bringen das Licht nach unten, ins Becken und mindern so die Abstrahlung nach oben. Ausgetestet mit den Lichtspektren hat das u.a. ein Halter von fleischfressenden Pflanzen, bei denen viele recht lichtintensiv sind: http://www.drosophyllum.com/deutsch/kultur.htm (unter Licht ist auch ein Teil zu Energiesparbirnen, Leuchtstoffröhren und Lichtspektren)"
Wenn du möchtest kann ich nochmal die genaue Bezeichnung der Phillips Energiesparlampen raussuchen. Vielleicht gibt es inzwischen auch billigere bzw. einfacher zu bekommende Alternativen. Die Phillips haben bisher immer so 10Euro plus Versand gekostet.
Zu den Pflanzen: Wichtig ist vorallem, dass du nicht zuviel gießt und das Wasser ablaufen kann. Sprich du solltest die Wurzeln nicht im feuchten Substrat stehen lassen, sondern eine Drainageschicht am Boden haben. Wenns zu lange zu feucht ist, dann vergammeln vorallem viele Sukkulenten einfach. Wenn z.B. eine Alovera einmal anfängt an den unteren Blättern weich und matschig/braun zu werden, ist es meist zu spät und sie geht ein. Kakteen sind oft genügsamer und weniger heikel. Und nicht vergessen, die oberste Schicht um die Pflanzen vor dem eingraben zu sichern. Grober Kies als oberste durchgängige Schicht eignet sich da gut. Darauf kann ja noch ansehnlicher weißer Sand oder dergleichen...sehr flach natürlich.
lG
Marcel
Hallo,
mal eine Frage eines absolut Unwissenden: Irgendwann ging mal die Leuchtstoffröhre in meinen Waldterrarium kaputt, und ich habe sie ersetzt. Doch das war irgendeine andere, mit einem anderen Lichtspektrum. Die leuchtet bei mir alles lila aus... Ist das besser für die Pflanzen oder war der Aufpreis für diese Röhre umsonst?
Grüße, Phil
Hallo Phil,
hast du die Verpackung noch? bzw. kannst auch auf die Röhre schauen am Rand ist meist was aufgedruckt. Wenn du Name und Lichttemperatur der Röhre schreibst, können wir dir eher helfen. (Die Lichttemperatur/Farbtemperatur ist eine vierstellige Zahl mit K (Kelvin) als Einheit).
lG
Marcel
Hallo Phil,
die rötlich-violett scheinenden Leuchtstoffröhren sind auch Pflanzenlampen.
Diese werden v.a. für Aquarien verwendet, da diese Lichtfarbe die Farben der Fische schöner rausbringt.
In einem Terrarium ist dieses Licht aber eher unangenehm in der Sicht des Betrachters.
Den Pflanzen tut das Licht aber mindestens genau so gut, wie es bei den anderen, weiß erscheinenden
Pflanzenröhren ist.
LG, Heiko
Generell hast du recht, das es Pflanzenlampen sind Heiko.
Im Speziellen ist es jedoch nicht ganz so einfach.
Wenn du aus der Aquaristik kommst, weißt du das gerade dort eine eigene Wissenschaft aus der Lampenwahl gemacht wird. So regen viele, als teurere Pflanzlampen verkaufte, Leuchtstoffröhren eher das Algenwachstum, denn das Pflanzenwachstum an. Also das Wachstum niederer Pflanzen und nicht höherer Pflanzen (evolutionär gesehen nieder und hoch).
Auch wurde mehrfach festgestellt, das etliche dieser extra-Pflanzenleuchtstoffröhren zusätzlich auch eine geringere Lichtausbeute - in den für Pflanzen nutzbaren Spektren - haben. Sprich: man müsste, um den gleichen Effekt besonders geeigneter Leuchststoffröhren zu erreichen, bei eher ungeeigneten Leuchtstoffröhren höhere Wattzahlen wählen.
Daher reicht, meiner Meinung nach, nur die Angabe, das die Röhre leicht lila leuchtet nicht ganz aus.
So wie die Angabe "das Licht ist weiß" auch noch nicht unbedingt sagt, das die Lampe besonders für Pflanzen geeignet ist.
Bitte nicht als Kritik verstehen, sondern eher als Ergänzung.
lG
Marcel
Hallo Marcel,
ich sehe das auch nicht als Kritik an. Mit Deiner Aussage hast du vollkommen recht.
Um ein Terrarium mit den Maßen 60x40x40 (LxBxH) benötigt man mindestens 4 Leuchtstoffröhren mit Reflektor.
Habe in solchen Terrarien auch so lichthungrige Pflanzen, wie Heliamphora und Nepenthes, aber auch diverse Orchideen gehalten.
Das schöne bei den sog. Pflanzenlampen ist, dass sich diese Pflanzen wunderbar ausgefärbt haben.
Cephalotus follicularis habe ich bei nur zwei Röhren gehalten. Da war aber der Abstand zu den Röhren lediglich 15 cm.
Bei Aquarienlampen hingegen versucht man den Blauanteil weitestgehend heraus zu filtern, da dieser v.a. für das Algenwachstum verantwortlich gemacht wird.
Natürlich ist es für die Einschätzung der Lampenqualität wichtig zu wissen, welchen Wert an Lumen/cm² und welche Lichtfarbe (Kelvin) die Lampe hat.
Aber das alles wird ja auf der, von dir verlinkten Seite, schlüssig erklärt.
Ohne einen entsprechenden Stromaufwand ist hier allerdings nichts zu machen.
Leider werden nach wie vor zu wenig unterschiedliche T5-Röhren in der Terraristik angewandt.
LG, Heiko
Hallo Heiko,
hast meine volle Zustimmung. Mich hatte am Anfang vorallem der große Unterschied in der Leuchtintensität überrascht zwischen einer "Standard-Reptiglow"-Energiesparlampe mit rund 20Watt und den 33Watt Energiesparlampen von denen ich geschrieben hab. Obwohl die reine Wattzahl nur rund 50% höher liegt, ist der Leuchtunterschied subjektiv sicher der 3fache. Die 20er wirken dann im Vergleich eher wie Funzeln, während die 33er ohne Reflektor das ganze Zimmer erhellen.
Weißt du noch welche Leuchtstoffröhren du genau verwendet hast, mit denen du die schönen Ausfärbungen erreicht hast? (Bin gerade nocheinmal am Umgestalten eines der trockenen Becken und werde auch das Licht nocheinmal umgestalten...da würde sich eine gute Leuchtstoffröhre als Ergänzung zu den Energiesparlampen Prima machen .)
LG
Marcel
P.S. da offtopic: Gerne werden dann gleich mehrere Fehler in der Aquaristik kombiniert: zuviele Fische (zuviel Nitrat), zu kleine Becken (instabiles Wasserchemie-System), zuviel Futter (nochmehr Nitrat), das falsche Licht und davon dann zuwenig. Und nach einem halben Jahr steht das 60-Liter Becken - aus dem Sonderpreis-Komplettangebot - dann veralgt in der Ecke und dem gerade noch neuen Hobby sind Viele schon wieder überdrüssig. Wies um die Fische steht mag man dann schon gar nicht mehr fragen. Da gibt es meiner Meinung nach durchaus Parallelen zum Dumpingpreis-Ameisenangebot.
Hallo Marcel,
ich habe Sylvania Gro Lux dazu verwendet aber in Kombination mit Kaltweißen Röhren, da dann das Licht angenehmer ist. (Im Wohnraum)
Im Keller habe ich vollständig mit Gro Lux gearbeitet. Da stört das violette Licht halt nicht.
LG, Heiko
Danke Heiko
So wars auch gedacht: eine Kombination aus Kaltweiß-Engergiesparlampe (6500K) und Leuchtstoffröhre.
LG
Marcel
Hallo Marcel,
ja solch eine Mischung habe ich auch mit gutem Erfolg verwendet. Dabei verliert der violettstichige Eindruck
etwas an Intensität und man kann auch länger ins Becken schauen, ohne dass es einen nervt.
LG, Heiko
Hallo Marcel
Wenn es Dir nicht ausmacht, kannste mir die genaue Bezeichnung mitteilen.
Danke noch für Eure tollen Beiträge, sehr Informativ.
LG
Holger
Hallo Holger,
klar gerne :
Philips PL 33W 865
Hab grad mal geschaut: inzwischen gibts die für rund 7Euro plus Versand. Und entweder die Abbildungen mancher Shops sind falsch, oder es gibt inzwischen die gleiche Lampe kompakter. (bei meinen sind alleine das Leuchtmittelglas rund 12cm und insgesamt die Energiesparlampe rund 20cm)
lG
Marcel
Schau dich mal in Canabisanbauforen um Die haben echt gute Tipps, grad was die Wachstumsphase usw. angeht und mehr will man ja nicht. Ich hab mit Sparbirnen auch gute erfolge, bin echt zufrieden. Gute Kombi ist immer 1xWarmton und eine Kalt, egal ob Röhre oder Birne, macht man so zB beim Anbau von Grünfutter hust….
OT: He tria, cool mal wieder was von Dir zu hören- wie gehts?
Grüße, Phil
Zwar OT. Mir gehts gut. Wohne jetzt auf einem Einsiedlerhof mit 15 000² Land in MV bei Tessin. Kannst auf unserer Seite gucken, dann brauch ich nicht alles hier schreiben http://www.couchbesetzer-berlin.de/ Unter Neuigkeiten findeste paar Infos, Bilder sind noch keine drauf, aber kommt.
Ach Sigi, nach so langer Zeit, die du off warst, ist ein bissel OT ganz angebracht. Hast jetzt ne richtige Ranch, ich seh mir das nächstes Jahr mal an, ist ja auch 'ne wunderschöne Ecke für nen netten Kurzurlaub.
Übrigens ein interessanter Tip mit den Canabiszüchtern, ich hab mich immer gefragt, wie die das hinkriegen. Ich denke mal, diese Pflanzen brauchen schon ein ordentliches Licht, also Lichtstärke und Lichtspektrum. Sonst würde die Pflanzen wohl kaum Wirkstoffe produzieren. So ähnlich wie holländische Tomaten, die nie von der Sonne gestreichelt wurden und ebenfalls nicht besonders schmecken.
Klar, Canabis schmeckt man net, aber die Pflanzen brauchen wahrscheinlich nicht nur Düngung und Wasser, um die gewünschten Stoffe zu produzieren.
LG, Frank.
In der ersten Phase reicht wie gesagt eine kalt und warmton, nur halt wenns zur Blüte geht braucht man da dann doch bissel andere Technik Da ist dann eine Natriumdampflampe wichtig, sonst kommt da nix mit "Geschmack" bei raus. Nicht das ich davon Ahnung hätte, ich spritze kein Haschisch oder wie das Zeug heißt
Na ok, ich war halt auch mal jung......
Interessantes Thema hier, dass man von Ameisen, zu Pflanzen und schließlich zu Cannabis kommt
Ich hab grad auf deine Seite geschaut, hübsche Nebelkrähe, war das ein Pflegefall?
Hab schon viele Rabenvögel aufgepäppelt, wunderschöne Tiere.
Dieses Jahr eine junge Elster, die war süß.
LG