gummib4er Intermediate
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Posts by gummib4er

    Hey, so adoptionsfreudig sind sie nicht. Durch Inzucht entstandende Königinnnen werden zu 70-80% Erledigt.
    Ich hatte eine große Kolonie mit ca 20-30 Königinnen.
    Zu den Schwarmflugzeiten waren jeden Abend 10-15 frisch begattete Königinnen in der Arena. Diese wurden meist gestreckt und getötet.
    Ich dachte erst vielleicht haben sie nur die Flügel abgeworfen und waren nicht begattet.
    Als Versuch habe ich die Königinnen abgesammelt (Über 120 Stück innerhalb von 2 Wochen) und dann einzeln gründen lassen.
    Jede Königin hat Arbeiterinnen hervor gebracht.
    Nun habe ich die Kolonie allerdings abgegeben.
    Ich hab nur noch eine Gründungskolonie hier die direkt mit 100 Königinnen gestartet ist. Mal sehen ob dort auch das Strecken und töten auftritt.
    Bisher sind es etwa 100-200 Arbeiterinnen


    Gruß
    Henning

    Nun dann möchte ich auch mal von meiner kleinen Kolonie berichten.
    Letzes Jahr habe ich eine Lasius fuliginosus Königin gefunden und kurzerhand mitgenommen. Ich hatte kein weiselloses Volk das ich anbieten konnte, also mussten schnell Puppen besorgt werden.
    Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, den halben Nachmittag habe ich Lasius spec. Nester gesucht aber nirgends Puppen an der Oberfläche gefunden.
    Kurzerhand habe ich dann von meinen gründenden Lasius niger Königinnen einige Puppen geklaut und der Lasius fuliginosus gegeben.
    Es waren wirklich nicht viele Puppen und ich hab jeden Tag erwartet die Lasius fuliginosus Königin tot im Nest zu finden. Dann kam es jedoch anders. Die Lasius niger pygmäen schlüpften und versorgten die Königin so gut es ging. Nach kurzer Zeit wurden die ersten Eier gelegt und irgendwann waren kleine larven zu sehen. Bis zur Winterruhe hatte sich ein beachtlicher Stapel Larven angesammelt. Die Larven legten bei einer bestimmten Größe einen Wachstums Stop ein und ich beschloss die Kolonie kühl zu stellen.
    Im Frühjahr habe ich die Tiere dann wieder ins warme geholt, die Larven fingen sofort wieder an zu wachsen und es wurden neue Eier gelegt. Es dauerte nicht lange bis die ersten Larven sich verpuppten.


    Nun kam was kommen musste, als die Puppen schlüpfen wurden die frischen Lasius fuliginosus Arbeiterinnen zerstückelt. Der erste Brutschub ging so komplett verloren. Ich hatte noch die Hoffnung das sich dieses Verhalten ändern könnte wenn genügend Puppen auf einmal schlüpfen. Beim zweiten Puppenschub wurden die jungen Lasius fuliginosus aber komplett in Frieden gelassen und sogar gleich gefüttert.


    Mittlerweile sind es ca. 15 Lasius fuliginosus Arbeiterinnen und werden stetig mehr.
    Anbei noch zwei schnelle Bilder


    Die gesamte Kolonie


    Die Königin mit ihrer ersten Arbeiterin


    LG
    Henning

    Hey Wolfgang,


    laut Aussagen der Moderatoren wurden nur die internen Beiträge gelöscht. Unter anderen waren dort wohl Adressen und Telefonnummer der Moderatoren hinterlegt. Öffentliche Beiträge sind unangetastet geblieben.


    Gruß
    Henning

    Hey,


    solltest du das Nest öffnen über einer großen Box oder ähnlichem, vergess nicht die Box mit einem Ausbruchsschuz zu versehen!
    Das ist sehr wichtig sonst rennen die Tiere überall hin und man kann garnicht so schnell einfangen wie sie weg sind. Bei so einer Panik einsammlung sterben dann auch viele Tiere einfach weil man sie zerdrückt...
    Bei sehr großen Kolonien ziehe ich mich in der Regel Gummihandschuhe an die ich dann mit Talkum von aussen etwas einreibe. Dann ist es wichtig das man die Schreibe möglichst vorsichtig und so gut es geht überall löst. Am besten mit einem Teppichmesser.
    Wenn dann der Moment soweit ist das Nest zu öffnen und die Scheibe abzulöse, bloß nicht aufhören. Immer die Scheibe komplett entfernen. Sobald das Nest sich öffnet rennen viele Tiere in die Lücke zwischen Nest und Scheibe. Wenn man nun die Scheibe nicht gleich ganz entfern zerquetscht man schnell viele Tiere und unter Umständen die Königin (Mir leider einmal passiert...).
    Die Handschuhe empfehle ich auch dem Grunde, weil das öffnen meist länger dauert als man denkt. Die Tiere fangen also an den Feind anzugreifen, da sie aber auf dem Talkum keinen Halt finden, kann man in Ruhe die Scheibe komplett ablösen ohne zuviel gebissen zu werden.


    Falls sich die Scheibe partout nicht lösen lässt, schnell die Finger zwischen Scheibe und Ytong klemmen sodass man keine Tiere einquetschen kann und dann mit der anderen Hand auf die Seite des Nestes klopfen. So fallen dann oft die meisten Arbeiterinnen, Brut und Königin direkt in die Sammelbox. Dann kann man entspannter weiter daran arbeiten die Scheibe zu lösen.


    Was ich mittlerweile bei sehr großen Kolonien immer als erstes mache ist folgendes. Das Nest immer erst ausklopfen. Da muss man keine Scheibe lösen und kann mit gezielten klopfen gegen das Nest die Brut und viele Arbeiter oder auch die Königin Richtung Nestausgang befördern. Dann macht man einfach solange weiter bis sie aus dem Ausgang in die Sammelbox fallen.


    Gruß
    Henning

    Soo ich hab mal ein schnelles Bild gemacht.


    Hier erstmal einer der größeren Majore. Es gibt noch drei größere Majore, welche sich aber meinem Zugriff entzogen haben.



    Und hier mal ein Foto mit der wünderschönen rotköpfigen Königin neben einer Major Arbeiterin. Leider auch nicht neben der größten,
    aber hier sieht man auch bereits das der Kopf der Majore an den der Königin heranreicht bzw. übertrifft.


    Gruß
    Henning

    Hey Leute,
    ihr merkt noch keinen Unterschied zu Messor barbarus?
    Ich finde bereits in meiner kleinen Kolonie (etwa 200 Arbeiterinnen) sind Majore dabei deren Kopf ne ganze Ecke größer ist
    als der von der Königin. Zwar sind die bisherigen Majore keine Riesen was die Länge angeht, allerdings finde ich sie massiger als Messor barbarus.
    Ich hab auch eine ganze Zeit Messor arenarius gehalten, und fand diese Tiere kleiner als die Messor spec. aus Nordafrika. Gut von der Länge waren die Messor arenarius größer, aber meinem Eindruck nach wesentlich schmaler.
    Man muss auch bedenken das die wirklich großen Tiere erst bei sehr großen Kolonien aufgezogen werden. Bei vielen Camponotus Arten gibt es die "Supermajore" erst bei 1000-2000 Tieren oder mehr.
    Habt ihr eine von der Koloniegröße vergleichbare Messor arenarius/barbarus greifbar?
    Ein Foto mit dem direkten Unterschied wäre doch sicherlich interessant.


    Ich versuche im Laufe des Tages mal Bilder von meiner Kolonie zu machen vielleicht krieg ich einen der großen Majore mal zusammen mit der Königin auf ein Bild.


    LG
    Henning

    Update 01.03.2014


    Soo lange Zeit gab es nicht zu hören von meinen Camponotus maculatus.
    Es hat sich eine Menge getan.


    Mittlerweile lebt die Kolonie in einem 120x60x60cm großen Becken.
    Ich habe das ganze relativ karg eingerichtet, aber mir gefällt es in diesem Stil für
    diese Art.




    Wie ihr sehen könnt, sind es mittlerweile deutlich mehr Arbeiterinnen.
    Kaum zu glauben, diese rasante Vermehrung. Naja, man kann sich denken, dass etwas nachgeholfen wurde.
    Von einem befreundeten Halter gab es einen riesen Schwung Puppen im Austausch gegen meine kleine
    Pheidologeton affinis Kolonie.


    Das Nest geht rechts noch eine Ecke weiter.


    Ameisen finden bekanntlich jedes Schlupfloch, und so war es auch in diesem Falle.
    An einer Stelle kommen die Tiere durch und schaffen es unter den Ytong zu kommen und zwischen
    die Verbindungsstelle der beiden Nestteile.


    Ich hab es nicht für möglich gehalten, wie viel Platz anscheinend zwischen den Steinen ist und darunter.
    Der Großteil der Brut wird dort versteckt und auch einige hundert Arbeiterinnen haben dort Platz.



    Natürlich reichte den Tieren der eine Ausgang zum Nest nicht, kurzerhand wurden noch zwei weitere auf der Rückseite
    des eigentlichen Nestes gemacht.


    Gefressen wird neben Zuckerwasser so ziemlich alles, was ich ihnen gebe. Sehr gut finde ich es,
    dass diese schöne Art sehr gerne weiße Mückenlarven frisst. Tiefgefroren als Schokoladentafel verbrauchen
    diese wenig Platz und es entstehen keinerlei Abfälle wie Chitinreste, die man aus dem Formicarium sammeln muss.



    Auffällig ist auch, dass die Camponotus maculatus manchmal springen. Leider ist das Springverhalten nicht so
    ausgeprägt wie bei Camponotus nicobarensis, aber man kann es durchaus mal beobachten. Zur Flucht setzen die Camponotus maculatus dann den Sprung öfter ein.


    Was bleibt noch zu sagen?
    Die Kolonie bereitet mir sehr viel Freude. Sie sehen sehr hübsch aus und sind dazu auch noch recht groß und pflegeleicht.
    Leider ist die Art nicht sehr tagaktiv. Bei der Koloniegröße die meine Kolonie mittlerweile hat (ca. 2500 Arbeiterinnen), sind aber auch tagsüber immer einige dutzend Tiere unterwegs. Bei Fütterung entsprechend mehr.
    Richtig spannen wird es in der Dämmerung oder Nachts.
    Dann gibt es kein Halten mehr, zu hunderten sind die Tiere dann unterwegs. Manchmal sitzen auch Gruppen von 100 und mehr Tieren an einem Platz, ohne dass ich einen ersichtlichen Grund für dieses Verhalten erkennen kann.
    Das Reinigen des Beckens ist tagsüber sehr leicht, in den Abendstunden aber fast unmöglich, da die Arbeiterinnen doch sehr aggresiv sind und schnell ihre Säure verspritzen.


    Als Abschluss gibt es noch ein paar Bilder, die ich ganz nett finde.






    Bis zum nächsten Mal!
    LG,
    Henning

    Hallo Wolfgang,


    ich habe dieses Mittel schon dreimal bei drei verschiedenen Harpegnathos venator Kolonien ausprobiert. Bei einem Versuch war die Kolonie in einem RG und ich habe die Plastikbox und eingesprüht und auch etwas in das RG selbst. Bereits nach einer halben Stunde waren etwa 80% der Milben auf den Ameisen nicht mehr am leben und klebten im RG oder auch ausserhalb (ein Versuch zu fliehen?).
    Bei einem anderen Versuch waren die Tiere noch in ihrem Ytong, besprüht wurde die Arena und etwas in den Ytong (Scheibe leicht zur Seite geschoben). Auch hier verschwanden die Milben fast unmittelbar nach dem Einsatz des Mittels.
    Bei der dritten Anwendung, fand dies in einem sehr großen dicht bewachsenen Tropenbecken statt. Hier waren auch noch zwei andere Ameisenarten (Camponotus singularis und eine Plagiolepis spec.) betroffen. Ich habe kurzerhand wieder alles eingesprüht und den Boden wo ich die Nester vermutet habe etwas mit dem Mittel gewässert. Zweimal wurde die Prozedur wiederholt jeweils im Abstand von 3 Tagen. Ich konnte nach der dritten Anwendung keine Milben mehr auf den Ameise erkennen.


    Anzumerken ist hierbei das ich nach dem Besprühen eine halbe Stunde lang das Becken oder die Box mit einem Deckel verschlossen gehalten habe, damit es nicht so schnell eintrocknet.
    Weiterhin ist noch anzumerken, dass die Scheiben nach so einer Aktion wieder geputzt werden müssen. Das Mittel gibt weiße Flecken auf den Scheiben.


    Ich kann auch noch von 3 anderen Haltern berichten die das Mittel bei ihren Ameisen angewendet haben und es auch bei ihnen funktioniert hat.
    Wie bei Phillip zu sehen, scheint es aber auf die Milbenart anzukommen.
    Vielleicht liegt es auch an der frische des Mittels. Es sollte permanent im Kühlschrank aufbewahrt werden damit die Milchsäurebakterien nicht zu schnell absterben.


    Gruß
    Henning

    Hey,
    das ist unterschiedlich.
    Bei einigen ist bereits bei 150-200 Schluss, andere Halter kommen an die 500 ran.
    Von allen Kolonien, von denen ich bisher gehört habe liegt das Mittel aber ca bei 250-300.


    Gruß
    Henning

    Hey,


    ich wollte mich zwar eigentlich nicht äussern zu diesem Thread aber ich muss sagen extra einen Account zum Ärger machen zu erstellen zeugt nicht gerade von ehrenhaften Beweggründen.
    Wenn der Aufklärer wirklich nur die User schützen will, warum dann einen extra Account erstellen. Wenn er bereits auf anderen portalen aktiv ist, warum benutzt er nicht hier den gleichen Usernamen. Für mich sieht es einfach so aus als wäre dem Aufklärer sein lieblingsspielzeug weggenommen worden und dafür will er sich nun Genugtuung verschaffen. Wenn jemand nützliche Informationen und eine sachgerechte Diskussion darlegen möchte, dann wäre es Username der bekannt ist doch nur von Vorteil. Dieses versteckspiel und die Haltung vom Aufklärer deuten für mich darauf hin das er "Angst" hat seinen guten Namen auf anderen portalen zu verlieren.


    Eventuell können die Mods ja auch mal die IP Adressen abgleichen und schauen ob der Aufklärer auch noch unter einem anderen Namen hier bekannt ist. In den meisten Foren ist ein multiaccount nur um Ärger zu machen ja verboten. So hätte man gleich einen guten Grund diese Sache zu beenden.


    Mit unserem gemeinsamen Hobby Ameisen zu halten hat das hier ja schon lange nichts mehr zu tun.


    Gruß
    Henning