15. Februar 2012
275. Tag
275. Tag
In der letzten Zeit konnte ich einige ganz interessante Beobachtungen machen. Ich habe meine Camponotus fellah extra mal graben lassen und musste feststellen das sie lockeren, trockenen Sand den sie aus den Kammern haben wollen, ähnlich wie Cataglyphis mit den Forderbeinen in einer zügigen Bewegung nach hinten richtung Gaster abtragen. Dieses Verfahren der Kammererweiterung ist bei lockerem Sand, wie er in warmen trockenen Gebieten zu finden ist, natürlich äußerst zeitsparend im Gegensatz dazu, jeden Korn einzeln abzutragen.
Außerdem habe ich nach gut einem Monat zum ersten mal an einem anderen Platz die Proteine angeboten. Das Schälchen mit den Heimchen, stellte ich wohl überlegt auf einen Ast, der ca. 10cm über dem Arenaboden war und auch nur von einer Seite und zwar genau über diesen Ast zu erreichen war. Dieser Platz ist knapp 120cm vom Nesteingang entfernt und fast doppelt so weit weg wie der vorherige Futterplatz für Proteine. Das Ergebnis war ein wenig beschämend für die Kolonie und sehr lehrreich für mich. Es bestätigte für mich den Sinn dieses kleinen Experimentes.
Nach ca. 10min. erst war die erste Arbeiterin an den Heimchen angelangt. Sonst dauerte dies gerade mal 2min. Lange irrten mehrere Arbeiterinnen umher. Den Duft der Proteine hatten sie längst aufgenommen, nur konnten sie diese nicht genau orten. Am gewohnten Platz waren die Heimchen diesmal nicht und sichtlich irritiert schauten immer wieder einige Arbeiterinnen dort vorbei und streckten die Fühler in die Luft. Wie bereits geschildert, führt wirklich nur der Weg an dem Ast entlang zu den Proteinen. Wobei man bedenken muss, unterwegs kreuzen sich auch mehrere Äste, jedoch führt nur ein Weg zum Ziel. Nach ca. 15min. waren dann endlich fünf Arbeiterinnen bei den Heimchen angelangt. Vier von ihnen machten sich nach und nach auf den Weg zurück ins Nest. Eine Arbeiterin zerlegte weiter die Heimchen. Jedoch wurde die Duftspur auf dem Rückweg bei weitem nicht so konsequent gelegt, wie sonst von dem alten Platz aus. Eigentlich völlig unlogisch, schließlich hätte doch die Spur verstärkt gelegt werden müssen, da sie neu ist. Es machte den Eindruck, als wüssten die vier Arbeiterinnen selbst nicht den richtigen Weg zurück, somit wurde allem Augenschein nach nur dann eine Duftspur gelegt, wenn sie sich wohl des Weges sicher waren.
Zurück im Nest angekommen rekrutierten diese vier Arbeiterinnen nun ca. 20 Schwestern aus dem Nest und ahnt ihr wo die Reise hinging?
Richtig, zum alten Futterplatz. Das Ding ging komplett in die Hose und somit liefen insgesamt vier kleine Grüppchen mit jeweils einer Leitameise die nun permanent Duftspuren legten, Kreuz und Quer durch das Becken und das ganze anscheinend unter einem kompletten Orientierungsverlust. Für mich war das natürlich toll anzusehen wie dir Grüppchen durchs Becken irrten und immer wieder und wieder den alten Futterplatz anliefen. Die Duftspuren zu dem alten Platz waren wohl eindeutig noch viel intensiver, als gedacht.
Nach weiteren 10min. schaffte es dann eine Gruppe doch noch die Heimchen aufzuspüren, von dort an ging dann alles seinen Weg, bis auf einen kleinen Zwischfall:
Ein Heimchen viel direkt von der Futterschale in die darunter gelegene Wasserschale samt einer Ameise, welche sich gerade in dem Heimchen festmandibelt hatte. Die Ameise krabbelte im Wasser dann schnell auf das Heimchen und war vorerst vor dem Wasser in Sichherheit. Die Fühler gingen gleich wieder in die Luft, nachdem zügig erkannt wurde: Nahrung ist vorhanden, die schwimmt auch und gibt eine gute Insel ab, nur gibt es keinen Weg trockenen Fußes richtung Festland.
Nach ca. 1min. Ameisenrafting auf dem Heimchen wurde ein Entschluss gefasst und eine Entscheidung gefällt, ab durch das Wasser. Die Ameise hat zwar gerade mal drei Zentimeter Wasser überbrückt aber sie ging auf dem Weg nicht unter und es machte zu dem auch noch den Eindruck, es sah zumindest so aus, als wüsste sie was die tut. Am Ufer angekommen wurde sie von ihren Schwestern in Empfang genommen, diese fühlerten die eine Minute die ganze Zeit nach ihr.
Ich war überrascht und um eine Erfahrung reicher.
Die zweite Fütterung an der neuen Futterstelle war zwar noch chaotisch, lief aber schon etwas koordinierter ab!
So weit so gut, über das Wachstum der Kolonie verliere ich immer noch kein Wort aber es gibt gute Nachrichten: Die Kammer ganz links unten von dem Nest, welche so stark mit Dreck an der Scheibe beklebt wurde, haben die Ameisen wieder einigermaßen sichtfrei gemacht. In dieser Kammer werden jetzt neben Puppen auch Larven gelagert:

Weitere Kammern des Nestes:

Auf diesem Bild sieht man eine kleinen Major- eine große Mediaarbeiterin von ca. 13mm:

Auf diesen Bildern sieht man Brut in allen Stadien:

Link zur Diskussion
Außerdem habe ich nach gut einem Monat zum ersten mal an einem anderen Platz die Proteine angeboten. Das Schälchen mit den Heimchen, stellte ich wohl überlegt auf einen Ast, der ca. 10cm über dem Arenaboden war und auch nur von einer Seite und zwar genau über diesen Ast zu erreichen war. Dieser Platz ist knapp 120cm vom Nesteingang entfernt und fast doppelt so weit weg wie der vorherige Futterplatz für Proteine. Das Ergebnis war ein wenig beschämend für die Kolonie und sehr lehrreich für mich. Es bestätigte für mich den Sinn dieses kleinen Experimentes.
Nach ca. 10min. erst war die erste Arbeiterin an den Heimchen angelangt. Sonst dauerte dies gerade mal 2min. Lange irrten mehrere Arbeiterinnen umher. Den Duft der Proteine hatten sie längst aufgenommen, nur konnten sie diese nicht genau orten. Am gewohnten Platz waren die Heimchen diesmal nicht und sichtlich irritiert schauten immer wieder einige Arbeiterinnen dort vorbei und streckten die Fühler in die Luft. Wie bereits geschildert, führt wirklich nur der Weg an dem Ast entlang zu den Proteinen. Wobei man bedenken muss, unterwegs kreuzen sich auch mehrere Äste, jedoch führt nur ein Weg zum Ziel. Nach ca. 15min. waren dann endlich fünf Arbeiterinnen bei den Heimchen angelangt. Vier von ihnen machten sich nach und nach auf den Weg zurück ins Nest. Eine Arbeiterin zerlegte weiter die Heimchen. Jedoch wurde die Duftspur auf dem Rückweg bei weitem nicht so konsequent gelegt, wie sonst von dem alten Platz aus. Eigentlich völlig unlogisch, schließlich hätte doch die Spur verstärkt gelegt werden müssen, da sie neu ist. Es machte den Eindruck, als wüssten die vier Arbeiterinnen selbst nicht den richtigen Weg zurück, somit wurde allem Augenschein nach nur dann eine Duftspur gelegt, wenn sie sich wohl des Weges sicher waren.
Zurück im Nest angekommen rekrutierten diese vier Arbeiterinnen nun ca. 20 Schwestern aus dem Nest und ahnt ihr wo die Reise hinging?
Richtig, zum alten Futterplatz. Das Ding ging komplett in die Hose und somit liefen insgesamt vier kleine Grüppchen mit jeweils einer Leitameise die nun permanent Duftspuren legten, Kreuz und Quer durch das Becken und das ganze anscheinend unter einem kompletten Orientierungsverlust. Für mich war das natürlich toll anzusehen wie dir Grüppchen durchs Becken irrten und immer wieder und wieder den alten Futterplatz anliefen. Die Duftspuren zu dem alten Platz waren wohl eindeutig noch viel intensiver, als gedacht.
Nach weiteren 10min. schaffte es dann eine Gruppe doch noch die Heimchen aufzuspüren, von dort an ging dann alles seinen Weg, bis auf einen kleinen Zwischfall:
Ein Heimchen viel direkt von der Futterschale in die darunter gelegene Wasserschale samt einer Ameise, welche sich gerade in dem Heimchen festmandibelt hatte. Die Ameise krabbelte im Wasser dann schnell auf das Heimchen und war vorerst vor dem Wasser in Sichherheit. Die Fühler gingen gleich wieder in die Luft, nachdem zügig erkannt wurde: Nahrung ist vorhanden, die schwimmt auch und gibt eine gute Insel ab, nur gibt es keinen Weg trockenen Fußes richtung Festland.
Nach ca. 1min. Ameisenrafting auf dem Heimchen wurde ein Entschluss gefasst und eine Entscheidung gefällt, ab durch das Wasser. Die Ameise hat zwar gerade mal drei Zentimeter Wasser überbrückt aber sie ging auf dem Weg nicht unter und es machte zu dem auch noch den Eindruck, es sah zumindest so aus, als wüsste sie was die tut. Am Ufer angekommen wurde sie von ihren Schwestern in Empfang genommen, diese fühlerten die eine Minute die ganze Zeit nach ihr.
Ich war überrascht und um eine Erfahrung reicher.
Die zweite Fütterung an der neuen Futterstelle war zwar noch chaotisch, lief aber schon etwas koordinierter ab!
So weit so gut, über das Wachstum der Kolonie verliere ich immer noch kein Wort aber es gibt gute Nachrichten: Die Kammer ganz links unten von dem Nest, welche so stark mit Dreck an der Scheibe beklebt wurde, haben die Ameisen wieder einigermaßen sichtfrei gemacht. In dieser Kammer werden jetzt neben Puppen auch Larven gelagert:

Weitere Kammern des Nestes:

Auf diesem Bild sieht man eine kleinen Major- eine große Mediaarbeiterin von ca. 13mm:

Auf diesen Bildern sieht man Brut in allen Stadien:

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