*Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » So 13. Mai 2012, 13:53

Hallo zusammen,

heute mal wieder ein Update mit Bildern :D

Der Kolonie geht es mitlerweile wieder sehr gut und sie wachsen immer weiter. Würde es derzeit auf 150-200 Tiere tippen. Kann da leider nur schätzen, da sie immernoch zu über 90% in der obersten Kammer sitzen. Nur wenn ich das Nest mal eine Weile nicht befeuchte, verteilen sie sich mehr im Nest. Dazu kommt, dass an der Scheibe mitlerweile viele kleine Sandpartikel hängen, wodurch es sehr schwer ist, anständige Bilder zum zählen zu machen.

Ansonsten ist die Kolonie sehr gemächlich, ich sehe nur selten eine Ameise tagsüber draußen. Abends/Nachts ist ein wenig mehr los. Dies hat denke ich 2 Gründe. Zum einen haben sie einen sehr üppigen Kornspeicher, wodurch sie nicht gezwungen sind, nach Futter zu fouragieren. Außerdem befeuchte ich alle paar Tage das Nest, um eine weitere Sterbewelle zu vermeiden. So müssen sie auch wenig Wasser von der Tränke holen.
Ich vermute, dass ich die Nestbefeuchtung mitlerweile sein lassen könnte, da ich jetzt eine Tränke im Becken habe, die einer großen Menge von Arbeiterinnen das Trinken ermöglicht, aber bin da noch ein wenig zaghaft, nach dem kleinen Einbruch der Kolonie vor einer Weile. Was würdet ihr mir da raten?
Derzeit nutze ich einen "Andrang" auf die Tränke nur als Indikator, dass ich das Nest mal wieder befeuchten sollte.


Mitlerweile beherbergt die Kolonie auch ein paar wirklich große Majore, die ich aber bisher leider nicht gut vor die Linse bekommen habe, da entweder die Scheibe zu dreckig war, oder sie in einem Riesenhaufen Ameisen hockten, wo ich nicht gut fotografieren konnte.

Gestern ist mir aufgefallen, dass die Heizmatte an der Seite des Beckens den Geist aufgegeben hat, also werde ich da wohl bald einen Ersatz besorgen müssen. Zum Glück ist es in den letzten Tagen ja wärmer geworden, wodurch im Becken weiterhin zwischen 22-25 Grad herrschen. Es sollte ihnen also nicht zu kalt werden :)

Mehr neues gibt es dann fürs erste nicht zu berichten. Zum Abschluss dann noch hier die versprochenen Bilder!

Bild Bild Bild Bild

Die 4 Bilder gehören zu den ersten, die ich mit ner anständigen Makrolinse gemacht habe(dank meines Vaters), von daher sind sie qualitativ noch nicht ganz so gut.
Die folgenden Bilder sind schon ein wenig besser geworden:

Hier sieht man schön den Größenunterschied den diese Art zustande bringt:
Bild

Und noch ein wuseliges Bild zum Abschluss:
Bild

Ich hoffe euch gefallen die neuen Bilder :)
Falls ihr Fragen, Anregungen oder Kritik habt, meldet euch einfach im Diskussionsthread! Klick mich!

Gruß
Felix
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Re: *Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Sa 11. Aug 2012, 13:15

Hallo zusammen,

heute gibt es mal ein Update der anderen Art. Habe mal 2 Videos mit meinem Handy gemacht. Leider ist die Qualität natürlich nicht die beste, aber man kann trotzdem ganz gut was sehen :D

Bevor ich zu den Videos komme, erstmal ein wenig was allgemeines zu meinen kleinen.
Nachdem ich längere Zeit keine wirkliche Entwicklung feststellen konnte, geht es mitlerweile wieder gut bergauf mit den Ameisen. Sie waren eigentlich nur aktiv, wenn sie zur Tränke mussten, da ich das Nest eine Weile nicht befeuchtet habe. Ansonsten habe ich sie quasi nie außerhalb des Nestes gesehen.
Das hat sich nun geändert. Ich hatte ihnen vor einer Weile testweise 2 kleine Heimchen ins Becken geworfen. Hatte das schonmal vor einer Weile versucht, wo sie nicht gut angenommen wurden. Diesmal haben sie sich jedoch richtig auf die Proteinquelle gestürzt. So viel Leben hab ich schon lange nicht mehr im Becken gesehen :D

Hier mal 3 Bilder dazu(Leider mit der Handykamera gemacht, weswegen die Qualität eher bescheiden ist):

Bild Bild Bild
Zur Vollansicht einfach aufs Bild klicken.

Dann kommen wir jetzt mal zum ersten Video, welches nach einer solchen Fütterungsaktion entstanden ist.



Leider ist das Nest mitlerweile ein wenig eingesaut, weil Messor ja ziemlich Schmutzfinken sind. Ein Umzug in ein neues Nest, hab ich schon geplant, jedoch wird der noch ein wenig warten müssen.

Nachdem die kleinen lange Zeit so passiv waren und ihr großes 60x30x30cm Becken nicht ausgenutzt haben, hab ich mich dazu entschlossen, sie fürs erste in ein kleineres Becken umzusetzen, wo ich einen besseren Überblick über die Entwicklung und Tätigkeiten der Ameisen habe.
Dies ist dann auch vor kurzem Geschehen. Bilder zum neuen Becken gibt es noch keine, jedoch ist es gerade erstmal noch sehr einfach eingerichtet, ohne viel Deko.
Diesmal habe ich den Sand direkt befeuchtet, damit es den Ameisen leichter fällt auf ihm zu laufen. Falls ihr euch noch erinnert, einer meiner größten Fehler im alten Becken war, dass der Sand zu fein und locker war, wodurch die Ameisen große Probleme beim laufen hatten und ihre Ausscheidungen direkt am Gaster verklumpen und kleben bleiben.
Wie zu erwarten haben sie natürlich sofort angefangen in der ca 5cm dicken Sandschicht zu graben und zwar ausgiebig. Jetzt kann ich ihnen endlich mal wieder beim buddeln zugucken und sie waren auch so nett, direkt vorne an der Scheibe einen Gang anzulegen. Sie graben in 3 Ecken des Beckens, wovon sie 2 schon sicher miteinander verbunden haben.

Das zweite Video gibt einen groben Einblick in die Grabungen und deren Fortschritt(Leider wieder schlechte Bildqualität):



Es macht echt viel Spass ihnen beim buddeln zuzusehen und es ist endlich mal wieder den ganzen Tag was im Becken los. Bleibt abzuwarten, ob sie noch in den Boden umziehen, oder doch in ihrem alten Nest bleiben. Letzteres würde ich bevorzugen, aber ich denke das ersteres auch gut passieren könnte. Da werde ich wohl abwarten müssen :)

Den Boden werde ich natürlich nun nicht mehr befeuchten, wodurch sie hoffentlich, sobald er wieder ganz ausgetrocknet ist, die Grabungen einstellen werden. Ich halte euch da auf dem Laufenden!

So das wäre es dann auch wieder von meiner Seite aus. Über Feedback, Kritik oder vergleichbares würde ich mich freuen. Das könnt ihr natürlich wie immer, im Diskussionsthread loswerden!

Gruß
Felix
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Re: *Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Mi 26. Sep 2012, 17:25

Nabend zusammen,

und ein weitere Update der anderen Art. Das Thema des heutigen Updates ist Nestbau! :D

Ich hatte da Ameisen ja in ein kleineres Becken umgesetzt, war dann aber mit der Einsicht nicht ganz zufrieden, da der stehende Nestblock ja doch einiges an Sicht nimmt.
Dazu kommt, dass das Nest schon ziemlich dreckig ist, da Messor ja ziemlich Schmutzfinken sind.

Also habe ich mir gedacht, versuch ichs mal mit einem externen liegenden Nest. Hat zum einen den Vorteil, dass man besser von oben draufgucken kann, zum anderen dürfte es ihnen so schwerer fallen, die Scheibe mit Ausscheidungen einzuschmieren.
Es ist diesmal aber kein Gasbetonnest geworden sondern eines aus Gips. Wollte das mal ausprobieren und so musste ich nicht wieder die Fräse auspacken und krach veranstalten. Da geht das mit Gips doch deutlich angenehmer.

Hier erstmal ein Bild der "Rohform" in die ich später den Gips gegossen habe. Zum vergrößern aller Bilder wie immer einfach aufs Bild selber klicken.
Bild

Nachdem ich eine passende Form gefunden hatte machte ich mich nun an den "Bau" von Negativformen. Also habe ich aus Styropor Kammern, Gänge und einen Wassertank geschnitten.
Hier mal ein Bild von einer ersten Kammeraufteilung, zu dem Zeitpunkt noch ohne Gänge.
Bild

Nun gab es erstmal ein kleines Problem zu überwinden. Messor sind ja bekanntlich nicht die besten Kletterer, doch liegt der Nesteingang deutlich tiefer, als die Lochbohrungen im Becken.
Die Lösung war eine Spirale, durch welche die Ameisen nun gemütlich im Kreis bergab zum neuen Nest kommen können. Die Spirale sieht dann so aus:
Bild Bild Bild

Die Kammern, Gänge, sowie den Wassertank habe ich mit doppelseitigem Klebeband in der Form festgeklebt, damit beim Einfüllen des Gips alles an Ort und Stelle bleibt. Dann habe ich noch ein kurzes Stück Schlauch eingeklebt, damit ich mir später das Bohren für einen Nesteingang sparen konnte. Hatte gleichzeitig auch noch den Vorteil, das in den Nesteingang der Schlauch genau reinpasst und ich nichts mehr zukleben musste.

Die nächsten 3 Bilder zeigen den Nesteingang mit Schlauchstück drin, sowie das Nest nachdem ich das Styropor wieder entfernt hatte, und dann noch eins nachdem ich die Ecken und Kanten ein wenig bearbeitet hab.
Bild Bild Bild

Zum Abschluss jetzt noch ein Bild von der fertigen Konstruktion. Zu sehen ist das Becken mit dem alten Nest, sowie das neue Nest. Ich habe jetzt erstmal provisorisch eine Heizmatte aufs neue Nest gelegt um es ihnen ein wenig schmackhaft zu machen.
Bild

Jetzt bleibt abzuwarten ob sie das ganze annehmen. Erstmal müssen sie den Schlauch entdecken. Meine größte Sorge ist, dass der Schlauch zu lang ist und sie ihn nicht bis zum Ende durchgehen werden. Aber da werde ich wohl abwarten müssen.

Das wäre es dann auch wieder für heute. Über Lob, Kritik und/oder Feedback würde ich mich freuen. Diese könnt ihr wie immer im Diskussionsthread loswerden :)
An dieser Stelle noch ein großes Danke an Serroth, der mir mit Tips und Tricks zum Gipsnestbau sehr viel geholfen hat!

Gruß
Felix
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