*Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Mo 17. Okt 2011, 19:05

Ich habe nochmal einen kleinen Nachtrag, den ich für wichtig halte, weswegen ich das ganze nicht auf morgen verschieben möchte!

Gerade konnte ich ein stattliches Eipaket begutachten, was von einer Arbeiterin von Reagenzglas ins Erdnest getragen wurde. Ich tu mich mit Schätzungen schwer, aber sah nach mehr als 20 Eiern aus. Könnten auch mehr gewesen sein. Das beruhigt mich ungemein, da die Königin ja wohl nur Eier legen würde, wenn alles in Ordnung ist.
Generell scheinen sich die Ameisen noch nicht ganz einig zu sein, was die Lagerung der Brut angeht. Ich konnte in den letzten Stunden mehrfach beobachten, wie vereinzelte Brut ins Erdnest getragen wurde, jedoch auch wie welche wieder im Reagenzglas verschwand. Dabei kann ich leider nicht sagen, ob es sich die ganze Zeit um die gleiche Larve oder Puppe handelt, aber möglich wäre es.

Außerdem habe ich grade einen kleinen Brocken Seramis in der Arena gefunden. Die Ameisen haben sich wie es aussieht also doch nach links zur Schräge vorgearbeitet, wo wie ich vermute auf Grund des Seramis noch am meisten Feuchtigkeit vorhanden ist. Ich hoffe, dass diese jedoch auch bald verschwunden sein wird und die Ameisen das Erdnest wieder aufgeben. Auch wenn dadurch die Aktivität wieder sinken dürfte.

Jetzt ist aber auch wirklich Schluss für heute :)

Gruß
Felix
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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Mi 19. Okt 2011, 17:02

Hallo zusammen!

Heute berichte ich mal wieder ein wenig weiter.

Es sind auch wieder ein paar Dinge passiert, über die ich berichten kann.
Zum einen sind meine Ameisen in den letzten Tagen sehr umzugsfreudig gewesen. Sie sind in den letzten 3 Tagen immer Abends in das Erdnest gezogen. Jedoch haben sie dabei nur einmal die gesamte Brut mitgenommen. Die anderen Male saß jedoch nur die Königin mit einem Teil der Ameisen unter Tage. Im Laufe der Nacht sind sie aber jedesmal wieder zurück ins Reagenzglas.
Bin gespannt, ob mich der selber Ablauf heute wieder erwartet.

Ihre Grabungen haben sie auch weiterhin nicht komplett eingestellt. Erstaunlicherweise graben sie auch bei Tageslicht einen weiteren Eingang an der Frontscheibe des Formicariums. Was ich dabei interessant finde ist, dass sie dabei angefagen haben, zeitgleich von unten und von oben zu graben. Sie scheinen also feststellen zu können, wo sich der Gang unterirdisch gerade befindet.
Hier mal ein Bild dazu:

Bild

Hier ist gut zu erkennen, wie sie sowohl von oben als auch unten an dem Eingang arbeiten. Dieser scheint auch über Nacht fertiggestellt worden zu sein.
Jedoch sitzt gerade wieder ausnahmweise mal so gut wie alle Ameisen im Reagenzglas. Sie haben ihre Aktivität gerade eingestellt, jedoch gehe ich davon aus, das sie gegen Abend, wenn die Dämmerung einsetzt, die Aktivität wieder steigen wird.

Leider sind gestern Abend und heute Nacht 2 Ameisen gestorben. Über die erste hatte ich schon in der Diskussion berichtet. Sie liegt immernoch an der gleichen Stelle, mitten im Becken. Die zweite Tote liegt zu meinem Bedauern wieder im Gasbetonnest. Somit liegen dort nun schon 3 Ameisen. Ich kann leider diesmal nicht nachvollziehen ob sich die Ameise von selbst in dieses Nest begeben hat, oder ob sie dort entsorgt wurde. Wobei ich ersteres vermute, da dies auch schon bei den ersten beiden der Fall war.
Jetzt stellt sich mir wieder die Frage, wieso die Ameisen gerade dort sterben. Stimmt irgendetwas mit dem Nest nicht? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da ich die selben Materialien bei meiner Lasius niger Kolonie verwendet habe und diese beim im Nest sitzen keinen Schaden davongetragen haben.
Ist es wirklich einfach nur Pech, dass die meisten Ameisen gerade dort zum sterben hingehen, oder woran liegt es? Ich kann es mir leider nicht erklären. Falls jemand von euch diesbezüglich noch eine Idee hat, lasst es mich bitte wissen. Ich fände es sehr schade, wenn die Ameisen dieses Nest komplett ablehnen würden, da ich hoffe, dass sie über kurz oder lang dort einziehen, da die Nesteinsicht dann einfach deutlich besser ist.

Ansonsten konnte ich bei den Umzügen in den letzten Tagen, die ein oder andere frischgeschlüpfte Ameise ausmachen. Sie sind wirklich noch sehr hell und wirken bis auf die Beine und den Gaster fast gelb. Darunter war auch wieder eine größere Arbeiterin.

Mehr gibt es heute nicht zu berichten. Sobald sich was neues tut, melde ich mich wieder!
Feedback oder Tips könnt ihr mir wie immer im Diskussionsthread hinterlassen: https://www.eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=1498&p=15447#p15447

Gruß
Felix
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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Do 20. Okt 2011, 17:59

Nabend!

Und schon wieder ist es Zeit für ein Update, denn über Nacht hat sich viel getan!

Aber erstmal zu gestern. Sie haben endlich die von mir erwähnte tote Ameise in der Arena entdeckt. Das gab mir die Möglichkeit zu beobachten, wo sie diese hinverfrachten. Zuerst legten sie diese links vor das Gasbetonnest an die Seitenscheibe. Doch nach kurzer Zeit wurde sie dann hinten links in die Ecke gelegt. Mitlerweile ist sie verschwunden, ich kann also leider nicht genau sagen, was aus ihr geworden ist.

Gestern Abend konnte ich zum ersten mal seit dem Ankunftstag der Ameisen eine Arbeiterin an der kleinen Wassertränke erkennen. Dabei trank sie aber nicht von der Watte, sondern von ein wenig feuchtem Sand, der sich auf der Tränke befand.

Bild Bild

Da schien sie genug getrunken zu haben :

Bild

Kurze Zeit später war dann doch eine Arbeiterin an der Watte zu finden:

Bild

Das wäre es dann auch mit den Ereignissen von gestern Abend. Jedoch hat ist dann über Nacht dann doch das passiert, worauf ich gewartet hatte. Als ich morgens, bevor ich zur Arbeit los bin, ins Becken geschaut habe, bemerkte ich Bewegungen im Gasbetonnest. Also fix nachgeschaut und siehe da, gut die Hälfte der Kolonie sitzt drin. Hab mich da richtig gefreut :) Hatte zu dem Zeitpunkt leider keine Zeit Fotos zu machen, außerdem war es noch dunkel draußen, weswegen die wohl eh nicht gut geworden wären.

Nach der Arbeit gab es dann den Kontrollblick. Ich habe die rote Folie entfernt und mir die Sache genauer angesehen. Die Ameisen saßen auf die linken 3 Kammern verteilt ganz links im Block. Dies dürfte daran liegen, das an der linken Seite des Beckens eine 3Watt Heizmatte klebt. War also wohl schön warm für sie. Nach kurzer Suche war die Freude erneut sehr groß. Die Königin sitzt auch im neuen Nest.
Ihre Brut haben sie auch schon rüberverfrachtet, wobei sie einen Großteil in der Kammer direkt unterm Wassertank lagern. Trotz des Lichteinfalls verhielten sich die Ameisen sehr ruhig. Sie schien das Licht kaum zu stören, jedenfalls brach nicht direkt Panik los.
So war es mir jetzt auch möglich einige wie ich finde ganz gute Bilder(dank Blitz) zu knipsen. Leider kommt die schöne Farbe der Ameisen dabei nicht gut rüber, aber ich denke sie geben trotzdem einen guten Einblick in das Nest!

Hier erstmal das Nest im Überblick:

Bild Bild Bild

Das letze Bild ist mit Blitz gemacht, wodurch es deutlich schärfer wirkt.
Die folgenden Bilder habe ich, wenn ich mich nicht irre alle mit Blitz gemacht. Hier erstmal die 3 linken Kammern ein wenig näher. Man erkennt die Brut ganz gut. Leider war diese nicht gut zu fotografieren da die Ameisen auf ihr rumsitzen.

Bild

Das folgende Bild zeigt die Kammer direkt unter dem Wassertank, dabei kann man auch noch gut die Färbung einer frisch geschlüpften Ameise erkennen:

Bild

Und hier einmal die größte Arbeiterin der Kolonie. Sie sieht im Vergleich zu den anderen schon echt beeindruckend aus!

Bild

Und zu guter letzt 2 Bilder von meinem ganzen Stolz, ihre Majestät persönlich :D Sie hatte die Güte sich zum Fotoshooting in die untere rechte Kammer zu bewegen, wodurch ich sie gut ablichten konnte!

Bild Bild

Bin wirklich froh, dass sie doch so früh ins Nest gezogen sind. Habe die Heizmatte jetzt erstmal abgemacht, da ich sie vor allem Nachts benutze, um die kalten Temperaturen auszugleichen.
Hoffentlich ziehen sie deshalb nicht gleich wieder zurück ins Reagenzglas. Aber da werde ich wohl abwarten müssen. Ansonsten bleibt jetzt noch abuwarten, wann sie ihre restlichen Samen und Körner aus dem Reagenzglas ins neue Nest tragen. Die meisten befinden sich nämlich noch nicht dort.

Jetzt habe ich aber nochmal eine kleine Frage, bei der ihr mir hoffentlich helfen könnt! Und zwar geht es um die Bewässerung, bei der ich ja noch wenig Erfahrungen habe. Im Nest befand sich bis vor kurzem noch ein wenig Kondenswasser. Jetzt sieht der Block in meinen Augen aber schon wieder sehr trocken aus. Sollte ich schon wieder bewässern, oder noch lieber warten? Ich kann das echt schwer einschätzen leider.

Falls ihr mir bei meiner Fragen helfen könnt, oder sonst einfach etwas zu meinem Haltungsbericht schreiben wollt, könnt ihr das gerne im Diskussionsthread tun! Klick mich

Schönen Abend noch und Gruß
Felix
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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » So 23. Okt 2011, 21:14

Gute Abend!

Heute mal nur ein kurzes Update.

In den letzten Tagen ist nicht sehr viel passiert. Das größte Ereignis was, dass ich die Ameisen zum ersten Mal bei der Herstellung von Ameisenbrot beobachten konnte. Seit es ich es zum ersten mal gesehen habe, kann ich sie quasi jederzeit dabei beobachten. Sie scheinen dabei gerne von der Decke zu hängen. Warum sie gerade so daran arbeiten kann ich mir nicht wirklich erklären, aber die Ameisen wissen schon was sie tun.
Hier mal ein Bild davon:

Bild

Sieht schon gut aus :D

Ansonsten gibts leider weniger erfreuliche Nachrichten. In den letzten Tagen sind wieder 3-4 Ameisen verstorben. Ich weiß nun leider echt nicht woran das liegt. Ich hoffe, dass es ein natürlicher Tod war und er nicht durch irgendentwas ausgelöst wurde. Könnt ihr mir da vielleicht weiterhelfen? Könnten es noch Spätfolgen des Transports sein oder was anderes verlgeichbares?
Es ist zum Glück immer noch Brut vorhanden, weswegen ich mir auf lange Sicht noch eher weniger Sorgen mache. Ich werde das ganze noch eine Weile beobachten, in der Hoffnung, dass die Sterberate zurückgeht.

Eine weitere Kleinigkeit, die mich ein wenig verwirrt ist, dass weiterhin zwischen 2-10 Ameisen in ihrem alten Reagenzglasnest sitzen. Die Zahl schwankt im Laufe des Tages ein wenig. Würden sie dort nur Wasser tanken, wäre meiner Ansicht nach der Verkehr zwischen Nest und RG größer, oder irre ich mich da? Sie scheinen aber teilweise stundenlang dort auszuharren, ohne sich groß zu bewegen. Wisst ihr woran das liegen könnte?

Falls ihr mir bei meinen Fragen weiterhelfen könnt, oder einfach nur Feedback loswerden wollt, würde ich mich über einen Post im Diskussionsthread freuen! Klick mich

Gruß
Felix
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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Mo 24. Okt 2011, 19:39

Nabend,

wollte euch nochmal ein kurzes Update geben, wenn auch leider ohne Bilder.

Habe jetzt in den letzten Tagen aktiver bewässert. Es scheint ihnen zu gefallen.
Es sind jetzt auch am Tag weniger Ameisen im Reagenzglas. Ich vermute, dass ihnen der Stein teilweise doch zu trocken war, wodurch sich ein kleiner Teil der Kolonie ins Reagenzglas verlagert hat.
Seit ich das Nest stärker befeuchte, sind maximal 3-4 Ameisen im RG. Teilweise auch nur 1-2. Ich behalte das ganze weiter im Auge und melde mich, wenn ich eine Veränderung feststellen kann!

Über Nacht haben sie auch wieder gut was an Körnern eingetragen. Der Körnerspeicher wächst langsam aber sicher an, was wohl auch daran liegt, dass ich ihnen durchgängig eine gute Auswahl an Samen anbiete.
Zwischenzeitlich kriegen sie auch noch weiterhin gefriergetrocknete Fliegen. Diese scheinen sie echt zu mögen. Sobald sie entdeckt werden, tragen die Ameisen sie direkt alle ein und ich kann danach stundenlang Ameisen beobachten, die sich an den Fliegen zu schaffen machen. Es dauert auch ein paar Tage bis sie diese wieder aus dem Nest schmeißen. Ich hoffe, dass sie diese auch wirklich verwerten können.
Außerdem hoffe ich, dass sie die Größe des Nestes nicht ausnutzen, um die Reste dort zu lagern. Das kann ich leider noch nicht genau sagen, werde die Sache aber weiter beobachten.

Das wars für heute.

Gruß
Felix
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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » So 30. Okt 2011, 14:54

Hallo Leute,

heute will ich mal weiterberichten.

Nach meinem letzten Update ist noch eine weitere Ameisen gestorben. Seit dem ist keine Ameise mehr gestorben. Ich vermute, dass es doch zu trocken im Becken war. Seit ich das Nest täglich bewässere, scheinen sie sich wohl zu fühlen und das keine weitere Arbeiterin gestorben ist, nehm ich auch mal als gutes Zeichen.

Vor ein paar Tagen konnte ich auch nochmal das Eipaket entdecken, jedoch habe ich leider kein Foto hinbekommen und als ich grade Fotos gemacht habe, war es nicht zu finden. Aber ich denke es wird bestimmt noch irgendwo vorhanden sein. Viele Arbeiterinnen kümmern sich ja fleißig um die vorhandene Brut. Ich vermute, dass die Eier irgendwo bei den Larven rumliegen.

Die Larven lagern sie weiterhin in der obersten Kammer unter dem Wassertank. Dies ist auch der Lieblingsplatz der Königin, solange die Heizmatte an ist. Im Laufe des Tages, wenn ich die Heizmatte ausmache, wandert die Königin dann in die untere rechte Kammer des Nestes. Dort werden am Tag und Abend auch die Puppen gelagert. Nachts und vormittags lagern sie die Puppen in der mittleren linken Kammer.

Mittlerweile haben die Ameisen auch einen beachtlichen Kornspeicher angelegt. Und damit ihr euch das ganze auch mal ansehen könnt, hier wieder ein paar Bilder von der Entwicklung der letzten Zeit!

Einmal das Nest im Überblick:

Bild

Hier die 2 am stärksten bewohnten Kammern. Es handelt sich dabei um die oberen linken Kammern des Nestes :

Bild

Diese 2 Bilder zeigen den Puppenbestand der Kolonie. Wie man sehen kann, werden diese gut umsorgt und ständig beschützt:

Bild Bild

Die folgenden Bilder zeigen die obere Brutkammer, in der sie die Larven lagern. Außerdem wird nur hier Ameisenbrot von den Arbeiterinnen hergestellt. Bevorzugen sie vielleicht den feuchteren Bereich dafür? Oder liegt es an der Nähe zu den Larven? Falls da jemand genaueres weiß, würde ich mich über einen Hinweis freuen!

Bild Bild Bild

Sie produzieren den ganzen Tag Ameisenbrot. Das konnte man ja auch auf den vorherigen Bildern gut erkennen. Ich konnte im Laufe der letzten Woche beobachten, dass sie immer mehr davon herstellen. Es macht jedenfalls den Eindruck, das sich nun deutlich mehr Arbeiterinnen damit beschäftigen, als vor einer Woche noch. Das folgende Bild habe ich von leicht schräg unten aufgenommen, damit man auch die Arbeiterinnen im hinteren Deckenbereich sehen kann:

Bild

Es sind durchgängig, 4-5 Gruppen von Arbeiterinnen mit dieser Arbeit beschäftigt.

Zum Abschluss noch ein Bild von ihrem derzeitigem Kornspeicher. Dieser ist wirklich beachtlich gewachsen und seit ich die Samen und Körner ein wenig mehr vorknacke, werden sie auch im Laufe der Nacht wohl verstärkt eingetragen.

Bild

Ich füttere ihnen, wie in einem früheren Post bereits erwähnt, ja ab und an zusätzlich noch gefriergetrocknete Fliegen. An diversen Stellen habe ich schon gelesen, dass Ameisen mit so getrockneten Insekten nichts anfangen können. Aus Erfahrung kann ich nun behaupten, dass dies so nicht stimmt. Meine Messor tragen diese Fliegen, sobald sie entdeckt werden sofort an und machen sich daran sie zu verwerten. Leider lagern sie noch einen Teil ihres Müll direkt am Nesteingang, weswegen es mir nicht direkt möglich war, die Überreste einer Fliege zu untersuchen. Davon habe ich auch noch ein Bild für euch:

Bild

Das Nest scheint also noch zu groß zu sein. Ich kann nur hoffen, dass sie alle Reste die zu schimmeln beginnen, aus dem Nest entfernen. Teilweise tragen sie die Rest aber doch aus dem Nest. So konnte ich dann doch noch eine von ihnen entsorgte Fliege genauer in Augenschein nehmen. Das Ergebnis war eindeutig. Die Ameisen fressen die Fliege komplett aus, also scheinen sie keine Probleme damit zu haben, dass sie gefriergetrocknet sind.

Abschließend habe ich noch eine Frage für euch. Ich bewässere ja nun täglich. Wenn ich dabei dann den Wassertank vollmache, ist immer viel los im Nest. Es wirkt schon ein wenig panisch. Sollte ich besser mehrmals am Tag kleine Mengen von Wasser in den Tank füllen, um die Ameisen nicht in Panik verfallen zu lassen, oder deute ich ihr verhalten vielleicht falsch? Nach 1-2 Minuten kehrt auch wieder Ruhe ein und sie verhalten sich wieder ganz normal.

Falls ihr mich bei dieser Frage helfen könnt, oder einfach Feedback oder Kritik zu meinem Bericht loswerden wollt, so tut dies bitte im Diskussionsthread! Klick mich

Das wärs dann auch wieder für heute :)

Gruß
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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Do 3. Nov 2011, 17:57

Nabend Leute,

heute nur ein kleines Update.

Den Ameisen geht es anscheinend sehr gut. Ich kann zwar kaum Außenaktivität feststellen, aber ein Blick ins Nest verrät, dass doch alles gut ist. Der Kornspeicher hat eine gute Größe, Brut ist weiterhin gut vorhanden und sie produzieren viel Ameisenbrot. Sie scheinen also weiterhin eher nachts auf Nahrungssuche zu sein. Manchmal kann ich abends eine Ameise beim Körnersammeln sehen, aber das meiste bekomme ich davon nicht mit.

Mitlerweile habe ich auch noch ein wenig Deko besorgt, damit das Becken nicht ganz so leer wirkt. Ob die Deko so bleibt weiß ich noch nicht, aber bisher gefällt es mir eigentlich ganz gut. Hier mal ein Bild davon:

Bild

Gefriergetrocknete Fliegen sind weiterhin der Renner bei meinen Kleinen. Sie bekommen diese zwar nur sehr unregelmäßig, aber wenn sie gefunden werden, sind sie kurz danach dann auch schon im Nest verschwunden.

In den letzten Tagen konnte ich im Nest eine in meinen Augen sehr große Larve sehen. Sie wirkte wirklich riesig. Leider konnte ich sie heute nicht mehr finden, also vermute ich, dass sie über Nacht ins Puppenstadium übergegangen ist. Auf dem kleinen Puppenberg tu ich mich jedoch leider schwer, diese ausfindig zu machen. Ich halte euch aber auf dem laufenden, sobald ich eine neue große Arbeiterin entdecke.

Ich habe auchmal versucht die Ameisen zu zählen und es dürften gerade so 80-100 Stück sein. Also habe ich entweder eine deutlich größere Kolonie erhalten, als ich gedacht habe, oder sie entwickeln sich einfach so schnell. Man muss ja auch an die ganzen Verluste in den ersten Wochen denken. Ich bin gespannt wie sie sich weiterentwickeln.

Das wars auch schon für heute!

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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » So 13. Nov 2011, 14:03

Hallo Leute,

nach einer Woche denk ich mir, ist es mal wieder Zeit für ein Update.
Heute leider ohne Fotos, aber es gibt dennoch ein wenig was zu berichten!

Die sehr große Larve, von der ich bereits berichtet hatte, hat sich nun in den letzten 2 Tagen endlich verpuppt. Sie sieht schon relativ groß aus. Auch wenn ich mich ein wenig schwer tue, die Größe richtig abzuschätzen vermute ich, dass es eine Major-Arbeiterin werden wird. Das wäre dann die zweite meiner Kolonie.
Es sind weiterhin eine Menge Larven und Puppen vorhanden. Puppen derzeit so ca 10 schätze ich und Larven mindestens 30. Ist nicht ganz leicht zu zählen, das sie die Brut teilweise übereinander stapeln. Freue mich trotzdem, dass sie so fleißig sind :D

Dann ist mir im Laufe der Woche leider ein kleiner Fehler unterlaufen, der wohl bestimmt jedem schonmal passiert ist. Ich habe zu stark bewässert, da der Gasbeton trocken aussah. Die Folge war, dass sich innerhalb kürzester Zeit in den oberen beiden Kammern Kondenswasser an den scheiben gebildet hat. Die Folge war, dass die Ameisen einen Teil ihrer Brut sowie alle Körner in der untersten Kammer gelagert haben, wo es trockener war. Ansonsten haben sie sich davon nicht stören lassen und ich konnte auch Arbeiterinnen beobachten, die das Kondenswasser getrunken haben. Mussten die faulen Tierchen also nichtmal mehr das Nest verlassen um an Wasser zu kommen :D

Mehr gibt es diese Woche nicht zu berichten. Ich werde versuchen die große Puppe im Auge zu behalten und ein Foto zu schießen, sobald die Arbeiterin voll entwickelt ist!

Eine kleine Frage habe ich aber noch. Die Ameisen verteilen ihren Müll gerne in der Mitte der Arena. Ist sehr mühselig das alles einzeln rauszufischen. Hat jemand von euch eine Idee, wie das einfacher zu machen ist? Falls ja lasst es mich bitte im Diskussionthread wissen! Klick mich

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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » So 27. Nov 2011, 20:23

Nabend Leute,

ich dachte mir, es wäre mal wieder Zeit für ein Updates. Diesmal auch wieder mit Bildern. Die Bilder sind leider ein wenig pixelig, da ich sie abends gemacht habe und es schon dunkel draußen war. Das schlechte Licht hat da schon was ausgemacht.
Hoffe aber, dass sie trotzdem einen guten Eindruck vermitteln :D

Aber zuerst fang ich mal damit an, was in letzter Zeit so passiert ist. Der Kolonie geht es sehr gut. Sie vermehren sich weiter, aber da ich wenig Lust hab, sie andauernd zu zählen, weiß ich nicht, wie viele es nun wirklich gerade sind. Bei dem Gewusel im Nest könnte ich vermutlich eh nur Schätzungen abgeben.

Vor ein paar Tagen ist mir nochmal ein kleines Missgeschick wiederfahren. Ich habe aus versehen wieder zu viel bewässert, wodurch im ganzen Nest Panik herrschte. Generell scheinen sie es nicht zu mögen, auch wenn ich nur wenig Wasser in den Tank gebe. Es herrst dann sofort Panik und die Brut wird in Windeseile in die untersten Kammern verfrachtet.
Deshalb werde ich nun testen, ob ich überhaupt noch bewässere. Denn die Kolonie scheint sich mitlerweile selbst gut mit Wasser versorgen zu können. In den letzten zwei Wochen konnte ich gut beobachten, wie regelmäßig Ameisen zwischen ihrem alten Reagenzglasnest und ihrem jetzigen Nest hin und her pendelten. Auf dem Rückweg immer mit vollem Gaster von der Wasseraufnahme.
Wie ich früher bereits erwähnt habe, sitzen viele Ameisen(10+) jeden Tag im alten Nest. Ganz erklären kann ich mir das immernoch nicht, aber da sie auch von dort ihr Wasser beziehen, stört es mich nicht weiter :)

Dann hier mal die ersten Bilder. Zuerst eine Übersicht über das ganze Nest:

Bild

Ihre Körner lagern sie in 2 Kammern. Zum einen in der Kammer ganz rechts unten und dann noch in der mittleren Rechten Kammer, wo auch der Ein/Ausgang ist. Wobei ich bei letzterem nicht sicher bin, ob es Körner oder nur Reste eben jener sind.
Hier mal ein Bild vom unteren Körnerhaufen, sowei 2 Bilder von Ameisen, die sich mit ihrer "Fracht" abmühen :D

Bild Bild Bild

Entschuldigt bitte nochmal die schlechte Qualität, aber mehr war zu dem Zeitpunkt leider nicht drin.

Außerdem haben sie mitlerweile ihre Müllecke gefunden. Leider natürlich genau an einer Stelle wo ich nicht gut saubermachen kann, nämlich ganz rechts vorne in der Ecke, neben dem Aststück.

Bild

Zum Abschluss noch ein paar Bilder von der Brut und den Ameisen selber. Auf auf manchen der Bilder kann man auch das Eierpaket sehen, ich hoffe ihr könnt es erkennen :D

Große Larven:

Bild

Puppenhaufen:

Bild

Eierhaufen in der Mitte:

Bild

Ich werde die Tage nochmal versuchen ein paar neue Bilder zu machen, die ein wenig besser sind. Bin nur gerade meistens leider erst zu Hause wenn es wieder dunkel ist, aber ich tu mein bestes.

Eine Kleinigkeit konnte ich vorhin noch beobachten. Ich biete einen Teil der Körner rechts auf dem Ast an, also an einem Punkt der sehr weit vom Nest entfernt ist.
Das Reagenzglas liegt ungefähr auf der Hälfte des Weges. Wenn eine Ameise ganz rechts an die Körner geht konnte ich schon beobachten, dass dies nicht direkt ins Nest transportiert wird, sondern am Eingang des RGs zwischengelagert wird. Sie legt es einfach ab und macht sich auf den Weg andere Arbeiten zu erledigen.
Könnt ihr euch diese "Arbeitsteilung" erklären?

Über Ratschläge, Tips und Feedback würde ich mich wie immer freuen. Dafür steht wie immer mein Diskussionsthread zur Verfügung! Klick mich

Das wärs für heute!

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Re: Messor minor hesperius - Haltungsbericht

Beitragvon Felix Albertsmeier » Do 9. Feb 2012, 13:37

Hallo zusammen!

Auch hier heute mal wieder ein Update zu meiner Kolonie.

Leider gibt es bei meinen Messor eher wenig gutes zu berichten.
Seit dem letzten Update kam es zu einer ehöhten Sterberate, die ich mir nicht erklären kann. Es sind mindestens 30 Arbeiterinnen verstorben, wodurch, die Kolonie anstatt zu wachsen, eher kleiner geworden ist. Da ich sie nicht richtig zählen kann, weiß ich nicht, ob sie nun wirklich geschrumpft ist, oder ob es nur so aussieht.

Ein Großteil der verstorbenen Arbeiterinnen, waren sehr klein, wodurch ich nicht sicher sein kann, ob es vielleicht nur das Ende ihrer natürlichen Lebenspanne war, oder ob irgendetwas anderes falsch lief. Die Haltungsparameter haben sich seit Beginn der Haltung nicht verändert, weshalb ich nicht glaube, dass es an falschen Bedingungen lag. Wie gesagt, ich bin ein wenig ratlos was die Ursache für das vermehrte Sterben ist.
Jedoch sind in den letzten 2 Wochen nurnoch 2 oder 3 Arbeiterinnen verstorben, was mir die Hoffnung gibt, dass es nun wieder mit der Kolonie bergauf geht.

Sie gehen auch weiterhin ihren gewöhnlichen Arbeiten nach. Körner werden weiterhin mit Begeisterung eingetragen, sodass sich der Kornspeicher seit dem letzten Update mindestens verdoppelt hat. Ich konnte auch hier leider schlechte Bilder machen, bemühe mich aber, sie in absehbarer Zeit nachzuliefern.

Ich habe auch mal versucht, ihnen Heimchen schmackhaft zu machen, welche in an meine Diacamma verfüttere. Anfänglich nahmen sie diese gerne an, zumindest vereinzelt. Die letzten Heimchen jedoch, haben sie nicht groß beachtet, sondern einfach liegen gelassen. Ob das nun daran liegt, dass sie gerade über Körner gut versorgt waren, oder ob es einen anderen Grund gibt, weiß ich leider nicht. Vielleicht weiß ja einer von euch, woran das liegen könnte?

Mitlerweile beinhaltet die Kolonie auch ein paar mehr Majore, vor allem 2 von ihnen sind richtig groß. Dachte ich zu Beginn der Haltung schon, eine relativ große Majore in der Kolonie zu haben, wurde ich durch den Schlupf dieser 2 Exemplare eines besseren belehrt. Sie sind im Vergleich zu den kleinsten Arbeiterinnen wirklich gewaltet. Erfreulich ist auch, dass ich ab und an, eine dieser Majore bei der Wasseraufnahmen außerhalb des Nests beobachten kann.

Ansonsten gibt es nicht viel neues zu berichten. Sie haben weiterhin Brut in allen Stadien, wenn auch weiterhin nicht in übermäßig großen Mengen, was denke ich daran liegt, dass sich sie weiterhin zwischen 20-24 Grad halte. Solange sie weiterhin Brut aufziehen, werde ich dies auch erstmal nicht ändern, da es für mich nicht so leicht ist, die Temperatur im Becken höher zu bekommen, gerade auch, weil es derzeit draußen so kalt ist.

Das wärs dann denke ich auch für heute. Ich versuche bald ein paar neue Fotos zu machen, damit ihr einen Überblick über die Kolonie bekommt, auch wenn sich nicht viel an der Koloniegröße getan hat.

Gruß
Felix
Ich halte derzeit:
Messor minor hesperius - Haltungsbericht
Camponotus fellah
Camponotus habereri - Haltungsbericht
Diacamma cf. ceylonense Haltungsbericht

Ehemals gehaltene Arten:
Lasius niger
Diacamma sp. - Haltungsbericht

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