• Als Begattung bezeichnet man den Vorgang während der Paarung, bei dem die Spermien des Ameisenmännchens in die Samentasche des Weibchens übertragen werden.

    Nur wenn eine Königin erfolgreich begattet wurde, also eine ausreichende Zahl an Spermien in ihr Receptaculum seminis aufgenommen hat, ist sie in der Lage erfolgreich eine Kolonie zu gründen und Arbeiterinnen aufzuziehen. Unbegattete Königinnen legen oft entweder gar keine Eier oder es schlüpfen nur Männchen - eine Ausnahme bilden die wenigen Arten, die zu thelytoker Parthenogenese (Jungfernzeugung) fähig sind.


    Wirft eine in der Natur eingefangene Königin auch Tage nach dem Schwarmflug ihre Flügel nicht ab, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie unbegattet und somit nicht in der Lage ist, eine Kolonie zu gründen.


    Häufig werden die Begriffe "Begattung" und "Befruchtung" vertauscht - befruchtet werden kann lediglich das einzelne Ei von einem Spermium; eine Ameisenkönigin hingegen kann von einem Männchen während des Paarungsaktes bloß begattet werden!

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