Wachtel-Baron Beginner
  • Member since May 21st 2020
  • Last Activity:

Posts by Wachtel-Baron

    Guten Abend,

    als recht neues Mitglied - auch von mir einen kurzen Satz zum Ende des Jahres:

    Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage - einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021.

    Vielen Dank!

    Edit: Phil Danke für die Makierung - wäre mir sonst gar nicht aufgefallen.
    Diesen kleinen Tippfehler habe ich mal soeben korrigiert.

    Jahresabschluss 2020
    Stand: 22.11.2020

    Die Winterruhe:

    -> während die größere Kolonie (mit zwei Königinnen) munter bis zum 28.10.2020 aktiv war und die letzten Puppen umsorgte,
    befand sich die kleinere Kolonie ( mit einer Königin ) bereits zu diesem Zeitpunkt in "Winterruhe" - gut eingepackt bei 7° C im Kühlschrank.

    Schlimmer noch: Während die kleinere Kolonie bereits keine Puppen mehr besaß - und die Individuen auch recht träge im Reagenzglas
    ("traubenförmig") hockten, legten beide Königinnen der polygynen Kolonie weitere Eier.

    Ein gesamter "Schwung" an Arbeiterinnen kam zusätzlich noch vor dieser Winterruhe zur Welt.
    Zeigt umso mehr, dass größere Kolonien die Aufzucht von Brut und den Schlupf von Arbeiterinnen
    anders regeln können (positiv gemeint), als kleinere Kolonien.

    Die Um- und Versorgung ist besser / gleichmäßiger und Nahrung wird von anderen Arbeiterinnen herangeschafft.
    Die Brutpflegerinnen kümmern sich hingegen ausgiebig um den Nachwuchs.

    Ab dem 28.10.2020 habe ich dann auch die größere Kolonie kühler gestellt. 2-3 Wochen halte ich meine heimischen Arten
    dann etwa bei 10-15 Grad. Dies stellt die "Vorbereitung" auf eine Winterruhe dar.
    Am Tage wird es etwas wärmer - zur Nacht hin wird kühler.

    Am Freitag habe ich sie dann "eingewintert". Bei etwa 7°C Grad Celsius.
    Planmäßig bis mindestens Ende Februar.

    Dann geht es weiter mit der "Auswinterung". Auch hier dauert es 2-3 Wochen bis es wieder richtig los geht.
    Dazu aber später mehr.


    Formica (Raptiformica) sanguinea - monogyn -

    Zuvor konnte ich noch zwei "gute Bilder" machen.

    (Vergrößerung möglich)


    Diese Königin zog ich mit Formica (Serviformica) cunicularia-Arbeiterinnen groß.
    Es sind insgesamt 38 Arbeiterinnen vor Eintritt in die Winterruhe geworden.
    17 Arbeiterinnen sind Formica (Serviformica) cunicularia-Arbeiterinnen
    21 Arbeiterinnen sind von der dargestellten Königin. Ein Teil wurde tatsächlich
    als frisch geschlüpftes Individuum direkt entsorgt. Glücklicherweise
    beliefen sich die Verluste nur auf 3 Raptiformica-Pygmäen.

    Wie zuvor angesprochen: Die Kolonie hat kurz nach der erfolgreichen art-eigenen Gründung
    durch >eigene Arbeiterinnen< (nicht Serviformica) die Vorbereitungsphase in die diesjährige
    Winterruhe gestartet. Heißt: keine neuen Eier gelegt, Puppen gab es auch keine.

    Statt nun unsinnigerweise mit Heizmatte oder Heizstrahler die Gesundheit der Kolonie
    zu gefährden, zieht man einen Strich für dieses Jahr und bereitet alles für die Winterruhe vor.

    2-3 Wochen Vorbereitung ( d.H. runterkühlen auf 8+ bis 15+ Grad Celsius
    Gelegentliche Fütterung durch Insekten, weniger Zuckerwasser.
    Keine zusätzlichen Wärmequellen.

    Randbemerkung:
    Formica (Serviformica) cunicularia passt optisch mMn wesentlich besser zu Formica (Raptformica) sanguinea.
    Vorteile oder Nachteile ggü anderen Sklavenameisen waren jedoch nicht zu erkennen.
    Lediglich die Übergänge von Raptiformica-Pygmäe und zugesetzter Sklavenameise gefällt mir persönlich sehr gut.


    Formica (Raptiformica) sanguinea - polygyn -


    Diese Kolonie hat - wie bereits zuvor beschrieben - einen ganzen "Schub" an Arbeiterinnen zusätzlich hervor gebracht.
    Das Verhältnis von Raptiformica-Arbeiterinnen überwiegt bereits deutlich -> vor der ersten Winterruhe <- und stellt einen interessanten Erfolg dar.
    Den letztlich die Königinnen über die doppelte, wenn nicht dreifache Produktion von Eiern zu verantworten haben.

    Hier muss man jedoch sagen: Nicht immer klappt es gut mit der ersten Generation art-eigener Arbeiterinnen von sozial-parasitär gründenden Arten, wie
    z.B. Raptiformica sanguinea. Doch Rückschläge korrigieren sich bei dieser Art meist nach einer erfolgreichen Winterruhe.
    Wichtig ist auch immer wieder die Nähe zur Königin. Erst wenn der art-eigene Anteil deutlich überwiegt ist das Risiko von Konflikten ggü
    frisch geschlüpften Arbeiterinnen minimal bis gar nicht vorhanden.

    Im nächsten Jahr teste ich defintiv die Zugabe von Serviformica-Puppen. Habe jedoch auch respekt vor diesem Schritt, da mittelgroße bis große Kolonien
    wohl keinen besonders hohen Serviformica-Anteil haben sollen.


    Bereits vor der Winterruhe sind erste art-eigene Raptiformica-Arbeiterinnen geschüpft, die man zu den "Major-Arbeiterinnen" zählen dürfte.
    Vollausgereift wissen diese Arbeiterinnen wohl genau "wo der Hase lang läuft".

    Es bleibt also für das Jahr 2021 spannend.

    An dieser Stelle erst einmal : ein Dankeschön für das Interesse!
    Ich wünsche euch eine erfolgreiche Überwinterung und wir sehen/lesen uns im nächsten Jahr wieder!

    Mit freundlichen Grüßen
    E.V.M.

    Fortsetzung der Berichtserstattung
    Stand: 27.09.2020

    Formica (Raptiformica) sanguinea - polygyn -

    Die Entwicklung der Kolonie verlief deutlich rasanter. Ihr Gegenstück - eine monogyne Kolonie, die noch zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert wird-
    legte bereits seit 1 1/2 Monaten keine Eier mehr. Sporadisch zog sie die übrigen Larven auf und wies typische Anzeichen einer Vorbereitung auf die Winterruhe auf.

    Anzeichen bei Formica spec. - Raptiformica, wie auch Serviformica sind folgende:

    -> keine neuen Eier
    -> letzte Aufzucht der Larven bis zur Puppe
    -> Puppen schlüpfen schleppend
    -> keine Brut vor Eintritt in die Winterruhe - sowie in der Vorbereitung nur wenige Puppen erkennbar


    Bei dieser Kolonie hingegen legten beide Königinnen zusätzlich je ein Paket Eier.
    Formica sanguinea Eier-Pakete scheinen stets aus ~25 bis ~50 Eiern zu bestehen.

    Lediglich monogyne Kolonien in der Gründung können bei einer niedrigen
    Serviformica-Anzahl weniger Eier hervorbringen.

    Meine Erfahrung:

    unter 10 Serviformica-Arbeiterinnen => etwa 10 Eier
    zwischen10-30 Serviformica-Arbeiterinnen => 7-15 Eier
    über 30 Serviformica-Arbeterinnen => 15-30 Eier

    *Fall 1+2+3 -> zieht langfristig sehr strenge arteigene Kolonien auf ohne Bedarf nach Serviformica
    -> die Puppen von Serviformica werden zerlegt. Hilfsameisen sind bei größeren Kolonien
    selten anzutreffen und als "unnötig" zu betrachten.

    Was genau der Auslöser für Raubzüge in der Natur ist?
    genetisch eingeprägt und bei passenden Bedingungen hervorgerufen? Wahrscheinlich.

    In der Haltung konnte ich immer eher den Trieb erkennen, dass die Raptiformica sanguinea
    möglichst rein bleiben wollte. Je weniger Serviformica, desto besser.

    Die Aufzucht hat bis zur Puppe nun etwa 6 Wochen gedauert.
    Manche brauchen noch 5-7 Tage. Hier ein Auszug:
    Eine Pygmäe der Spezies Raptiformica, sonst nur Serviformica fusca.


    Insgesamt beläuft sich die Kolonie auf folgende Individuenstärke:

    Individuen:

    -> 2 Königinnen
    -> 100-120 Serviformica fusca
    -> 120 Raptiformica, davon 70 Pygmäen"-groß".

    Brut:

    -> 40-50 Puppen (Kokon-, sowie Nacktpuppen) [nur Raptiformica]
    -> keine Larven
    -> keine Eier

    Nicht ganz verwunderlich. Es ist das erste Jahr.
    Wahrscheinlich wird es nächstes Jahr durchgehend
    arttypische "Minor-", "Media-" und "Major-"Arbeiterinnen geben.

    Weitere größere Puppen scheinen mittlerweile dabei zu sein.
    Damit sind vorallem "Minor-" / "Media-" Puppen gemeint.
    Nicht nur ausschließlich kleinere "Pygmäen"-Puppen.



    Größere Arbeiterinnen haben bereits eine Tendenz zum typischen
    "blutroten" Kopf. Auch das "hierarische" "dominante" Verhalten
    der größeren Raptiformica hält die Serviformica und die Raptifomica
    Pygmäen gut beisammen.

    Anders als vor einigen Wochen, lässt sich nun eine "klare Linie"
    erkennen. Es geht voran. Wer nicht mitspielt wird
    zum Nestausgang getragen oder durch ruckartige Bewegungen
    und weit geöffnetem Kiefer bedroht. Kurz darauf scheint
    alles geklärt zu sein und es geht weiter.

    Aus meiner Erfahrung eignen sich Formica (Serviformica) cunicularia deutlich besser
    als beispielsweise meine ortsansässige Formica (Serviformica) fusca.

    Sie ist nicht nur sehr groß, sondern auch dominant, wehrhaft und eigensinnig.
    Raptiformica Pygmäen in der ersten "Generation" werden teilweise selektiert.
    Um das zu unterbinden darf man der Kolonie nicht zu viel Platz im Nest gönnen
    - zumindest dürfen keine Kammern existieren.

    Ist die Königin nicht direkt bei den Puppen und kann diese bei dem Schlupf
    oder kurz nach dem Schlupf nicht "einspeicheln", ziehen die oben genannte Morphe
    der Serviformica fusca die Pygmäen - halb entpuppt - auf den Müllhaufen.
    Sie werden nicht umsorgt bzw. gefüttert - und sterben kurz darauf.

    Meine Formica (Serviformica) fusca ist sehr groß, aggressiv und strikt monogyn.
    Pleometrose klappt nicht. - Eventuell ist sie als Wirtsameisen ungeeignet.
    Formica cunicularia eignet sich nach meiner Erfahrung besser.

    Die polygyne und polymorphe Formica (Serviformica) fusca mit Link zu
    "Pseudogynen" scheint wesentlich unproblematischer zu sein.

    Hier ist auf eine besondere Beobachtung während der Gründung und weiteren
    Haltung zu achten - zur Not muss separiert werden. Hierzu kommen ich später
    in meinem Beitrag zu der monogynen Raptiformica Kolonie.

    Um das zusätzlich zu verhindern ist eine durchschnittlich wärmerer Standort notwendig.
    Ein passendes Heizmittel, wie beispielsweise einer Wärmematte, kann alternativ angeboten werden.

    Die Temperatur sollte bei 25 Grad Celsius im Nest liegen.
    28-30 Grad Celsius in der Umgebung.
    In der Nacht kann die Temperatur auf 15 Grad sinken.
    Nach spätestens 8 Stunden sollte es aber wieder warm werden.

    Zusätzlich muss stets gefüttert werden. Raptiformica Larven sind gefräßig.
    Sie verleiten Serviformica wohl dazu, schwächere (frisch geschlüpfte in diesem Abschnitt)
    schneller zu erledigen und zu verfüttern.
    Proteine sind das A und O. Formica ist fast ausschließlich zoophag.




    Fazit für diesen Beitrag:

    -> Die Zusammenführung von zwei Königinnen kann klappen.
    -> Das Wachstum (die Entwicklung) ist etwa 2x bis 2 1/2x schneller.
    -> Trotz sorgfältiger Fütterung entstehen jedoch hauptsächlich Pygmäen.
    -> Vor der Winterruhe stehen sich bezüglich der Individuenanzahl Serviformica und Raptiformica gleich gegenüber.
    -> Die Königinnen verstehen sich gut. Es gibt jedoch trotzdem leichte Anzeichen wer die Nr.1 und Nr.2 ist.
    -> Es wurden knapp 200 Eier gelegt.
    -------> 2 x Eierpakete (50-75) während der Gründungsphase und 3 x Eierpakete 6 Wochen später.

    Meine Vermutung:

    -> Nach der Winterruhe werden es 4-5 Eier Pakete (bis 250 Stk.)

    Ob ich damit richtig liege? - Ich melde mich diesbezüglich nächstes Jahr.
    Zuvor gibt es aber noch einen Beitrag über diese Kolonie kurz vor Winterruhe (also in 7-14 Tagen).

    Und einen ausführlichen Bericht über die monogyne Kolonie in einigen Tagen.




    Diskussionsthread:

    Diskussion erwünscht

    -> Bei Fragen meldet euch gern.
    -> Anregungen und Vorschläge für Experimente sind erwünscht

    -> Vergebt mir die noch schlechte Qualität der Bilder - demnächst erhalte ich ein Makroobjektiv.

    Hallo Frank,

    ja, es war ein "einmaliges" Erlebnis - quasi direkt vor der Haustür.
    Ich konnte 2 Nester entdecken und insgesamt 13 Raubzüge verfolgen.
    Die Geschwindkeit ist natürlich erstaunlich.

    Ich konnte jedoch nie Königinnen in solch einem Raubzug entdecken.
    Sie werden sogar in der Hektik schnell mal von ihren Artgenossen erledigt.

    Eher war es so, dass die Königinnen flügellos am Nesteingang herum liefen und
    sich 20-80 Minuten später eine Richtung ausgesucht haben.

    Es waren die wärmsten Standorte in einer glühenden Mittagssonne.
    Während der zwei beobachteten Schwarmflüge war es brutig warm.
    Ein Gewitter bahnte sich an - außer wenige Tropfen kam aber nichts runter.
    Die Aggressivität der Amazonen war dementsprechend hoch.


    Viele Grüße
    Erik

    Sozialparasitäre Arten in der (Heim-)Haltung

    1.) Dendrolasius fuliginosus [Latreille, 1798] Sf '19

    - Anfang September aufgelesen.

    Rund 10 Monate später ist dieses Bild entstanden - Juli 2020.

    Die Königin ist physiogastrisch und legte zu diesem Zeitpunkt

    hunderte(?) Eier. Nur ein Bruchteil davon schaffte

    es zu einem Individuum.


    2.) Chthonolasius spec. [(cf. umbratus )Nylander, 1846] Sf '19

    - Ende August aufgelesen. Gestern am 24.09.2020

    ist dieses Bild entstanden.

    Ähnlich wie Dendrolasius kam es erst 2020 zur ersten

    Eiablage. Rund 100 Wirtsameisen (Lasius niger),

    nun 40 Chthonolasius und - wie ihr sehen könnt:

    - eine Masse an Larven.

    Jedoch wird es auch hier erst im Jahr 2021 weitergehen.

    3.) Formica (Raptiformica) sanguinea [Latreille, 1798]

    Gründung durch eine Königin und Formica (Serviformica) fusca [Linnaeus, 1758]

    Dieses Bild wurde Mitte Juli aufgenommen.


    4.) Polyergus rufescens [Latreille, 1798]

    Auf der Suche nach Raptiformica ist mir eine Königin der

    Art über den Weg gelaufen. Die Freude war entsprechend groß.

    So auch die "Verantwortung" im Fall einer Haltung.

    Einige Wochen später konnte ich einen Schwarmflug entdecken:

    Uhrzeit: 18:30-19:00, Temperatur: ca 31 Grad im Schatten, Lüneburger Heide -NDS-,

    Wetter: sonnig und drückend, Zusatzinformation: 13 Königinnen gesichtet - erfreulich

    Die Königin hat - mit 80 Arbeiterinnen (Serviformica fusca) - in diesem Jahr

    lediglich 5 Eier gelegt, woraus sich 2 Arbeiterinnen entwickelt haben.
    4 Wochen später waren es zumindest 11 Polyergus rufescens-Arbeiterinnen.

    Ich denke, dass es im Frühjahr - ähnlich wie bei der Chthonolasius und Dendrolasius -

    erst richtig "los geht".

    Dank Boro's Berichten aus dem Ameisenportal und auch noch aus

    dem Ameisenforum hat man immerhin einen Leitfaden

    zwecks Auswilderung.

    Vielen Dank an Holger Barnack und Frank Mattheis ,

    Ich hatte den selben Gedanken. Einfach mal "naturnah" gründen lassen.
    Täglich eine Fliege anbieten - Kohlenhydrate alle zwei Tage neu anbieten.
    Ein asiatischer Nutzer auf Instagram schrub mir gestern den Tipp auch
    Apfel- oder Birnenstückchen anzubieten.

    Eventuell ist die Lösung einfacher als Gedacht - eventuell hat sie auch
    einfach einen " Stich weg " aufgrund der Vorhaltung:

    (Sammler fängt+lagert, verschickt (1-3 Wochen Versanddauer),
    Zwischenhändler versendet an Händler und der Händler an mich.

    Da sie das Ei aber in die Mandiben nimmt und rumträgt,
    hoffe ich, dass sie doch begattet ist.


    Die Temperatur halte ich bei 26-27 Grad.
    Luftfeuchtigkeit zw 65-70%.

    Bei 50% ist der Vertrocknungsgrad schneller festzustellen.
    Auch ein Link dafür, dass man "naturnah" gründen lassen sollte.

    Danke für eure Unterstützung! Ich halte euch auf dem Laufenden. :)

    Guten Abend liebe Eusozial-Community,

    meine Gründungsproblematik bei zwei Königinnen sieht wie folgt aus:


    Meine Odontoponera transversa Königinnen legten zwar in ihrem jeweiligen Reagenzglas 3-4 Eier,
    jedoch vertrockneten diese nach und nach. Legten wieder neue, vertrockneten wieder nach und nach.


    Durch Fütterung (alle 2-3 Tage) erreiche ich, dass neue gelegt werden - aber die Bedingungen scheinen nicht zu stimmen?
    Warum? Der Verkäufer konnte mir da nicht weiterhelfen.

    Ist eine andere Gründungskammer erforderlich?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt und kann mir einen Lösungsvorschlag anbieten?


    Mit freundlichen Grüßen
    Erik


    Frank Mattheis

    Ich konnte nun folgende Kombinationen beobachten/entdecken:

    1 Serviformica fusca Königin - 1 Raptiformica sanguinea Königin
    2 Serviformica fusca Königinnen - 1 Raptiformica sanguinea Königin

    ( was ja laut Literatur eigentlich nicht langfristig gut gehen dürfte )
    (( was, wenn doch? ))

    2 Raptiformica sanguinea Königinnen
    3 Raptiformica sanguinea Königinnen

    und natürlich

    1 Serviformica fusca Kolonie - ohne Königin - mit einer Raptiformica sanguinea Königin

    Serafine
    Dankeschön! Weiter geht's am Wochenende! (:

    di4pr
    Dankeschön! Ich finde es gibt defintiv zu wenige :D

    Viele Grüße
    E

    Aus meiner Sicht finde ich die Darstellung von Haltungsberichten über eusozial.de deutlich besser als zum Beispiel über den Discord-Channel.
    Auch bezüglich einer stattfindenden Diskussion.

    Das die Darstellung über A , AF oder AC mittlerweile kritisch zu betrachten ist ( da nicht-unabhängig, beengt in der Diskussionskultur,.. )
    - Wenn man nicht frei diskutieren darf, was nützt das einer Diskussion um den Verlauf eines Forums?

    Da sehe ich eine Stärke in diesem Forum, -> was dem Discord fehlt.
    Hingegen ist die Kommunikationsschnelligkeit -> im Discord defintiv höher.

    Anfängerfragen könnten so ganz anders gelöst werden.
    -> Nachwuchsfragen via Discord , sofern nicht sehr komplex. - meine ich damit.

    Hingegen können komplexere Themen und Berichte über eine eher "archivierende" Plattform,
    wie Eusozial gut etabliert werden.

    Erst gestern sprach ich an, wie schade es sei, dass z.B nach Übernahme vom AF/AV/ sämtliche
    Bilder gelöscht worden sind (seitens der Nutzer). Das ganze Wissen wird erst anschaubar,
    wenn man dazu auch einen belegten, bildhaften Verlauf der Kolonie erfassen kann.


    Gerade für Einsteiger.

    Guten Abend liebe Eusozial-Community,



    hier kann diskutiert werden. Meinen Haltungsbericht findet ihr hier:

    Haltungsbericht Formica (Raptiformica) sanguinea

    Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und erkunden.

    Bei Fragen zur Haltung oder/und zu meinem Haltungsbericht stehe ich nach Möglichkeit
    jederzeit zur Verfügung.



    Mit freundlichen Grüßen

    Wachtel_baron / Ameisenbaron (Instagram)

    E V M


    Haltungsbericht: Formica (Raptiformica) sanguinea [Linnaeus, 1758]



    Artsteckbrief


    Taxonomie


    -Familia: Formicidae (Ameisen)

    --Subfamilia: Formicinae (Schuppenameisen)

    ---Tribus: Formicini

    ----Genus: Formica Linnaeus, 1758

    -----Subgenus: Raptiformica Forel, 1913

    ------Species: Formica sanguinea Latreille, 1798

    -------Subspecies: - - - - - - - - -


    Aussehen und Größe


    Arbeiterinnen: ca. 6-9 mm, Kopf und Mesosoma sind einheitlich rot bzw. rotbraun gefärbt. Mandibeln, Stirn und Kopfhinterseite sind oft angedunkelt. Die Gaster ist schwärzlich.

    Königinnen: 9-11 mm, Kopfhinterseite ist dunkel, die Wangen sind rot. Mesosoma und Beine sind vorwiegend rot, die Gaster ist schwarz gefärbt.

    Männchen: 7-11 mm


    Allgemeines


    Verbreitung: Iberien – Japan, ganz Europa

    Habitat: ausreichend besonntes Habitat

    Nestbau: Erdnester, selten kleine Hügel

    Kolonie: polygyn, dulot (fakultative Sklavenhaltung), aggressiv

    Koloniegröße: 2.000 - 8.000 Arbeiterinnen

    Koloniealter: Königinnen werden bis zu 20 Jahre alt

    Gründung: sozialparasitisch bei Serviformica spp*

    Arbeiterinnen: monomorph (Ab einer bestimmten Koloniegröße treten größere Arbeiterinnen auf, die aber, abgesehen von der Größe, identisch mit den kleineren Arbeiterinnen sind).

    Nahrung: Zoophagie, Trophobiose, Dulosis (Ein Großteil der erbeuteten Brut wird gefressen).

    Winterruhe: exogene Winterruhe, Oktober - März

    Fortpflanzung: Schwarmflug von Ende Mai bis Anfang September, Hauptschwärmzeit Mitte Juni - Ende Juli; schwärmt von 07:00 - 13:00 Uhr, Paarung meist in der Nähe des Nestes (laut Seifert)*


    Artbeschreibung


    Formica sanguinea ist ein fakultativer Sklavenjäger. D.h. sie sind nicht von ihren Sklaven abhängig (wie z.B. Polyergus rufescens - Haltungsbericht folgt), was sie auch nicht dazu zwingt die Wirtskolonien am Leben zu erhalten. Die Raubzüge gegen Nester der Serviformica-Gruppe, z.B. Serviformica fusca, finden an warmen Nachmittagen im Sommer statt. Meist werden alle Serviformica sp. Kolonien in Reichweite früher oder später ausgelöscht.Von anderen Waldameisen sind sie eindeutig durch die Einkerbung am Clypeus (Kopfschild, unterster Teil vorn am Kopf, unterhalb des Fühleransatzes) zu unterscheiden.

    * Daneben gibt es noch einige andere Gründungsstategien, die aber deutlich seltener auftreten. Zu ihnen gehören: Pleometrose (gemeinsame Gründung mehrere Jungköniginnen), Allopleometrose (Gründung zusammen mit einer Serviformica Jungkönigin) und Adoption in ein bestehendes Nest.





    Vorwort


    Guten Tag liebe Eusozial-Community,

    ich habe mich aufgrund der Kooperation mit dem Discord-Channel "Ameisen An die Macht (AAM)" dazu entschieden
    meine Haltungsberichte auf dieser Plattform zu "präsentieren". Ich hoffe, dass sich in geraumer Zeit einige
    Mitglieder aus dem Discord-Channel anschließen - und dem ganzen Forum mit ihrer Aktivität etwas "neues" Leben einhauchen.

    Aus persönlichen Gründen war ich zwischen 2012 und 2019 inaktiv - jedoch habe ich mit der Ameisenhaltung nie
    aufgehört und meine eigenen Interessen verfolgt.

    Hier geht zum Diskussionthread! Viel Spaß!

    Mit freundlichen Grüßen

    Wachtel_Baron / Ameisenbaron (Instagram) ehemals: Kendoras (A) / Ameisen-Fan 1 (AF) / Waxer (AC)

    E V M


    Einleitung


    In diesem Haltungsbericht soll es ausschließlich um meine Kolonie mit einer Königin (monogyn) und einer Kolonie mit zwei Königinnen (polygyn) gehen.
    Alle Königinnen stammen von einem Scharmflug aus dem Jahre 2020 - Mitte Mai. Anders als in der Literatur beschrieben, fand dieser erst zw. 17 und 19 Uhr statt.

    Nach dem selektiven Ausmustern von diversen Gründungsmethoden -> also öffentlich vorgeschlagenenen Gründungsvarianten - habe ich meinen eigenen Weg gefunden.
    24 Stunden später waren es zwischen 9-15 Arbeiterinnen je Kolonie. 72h später knapp 300 Arbeiterinnen.


    Bemerkung zum Stand der Dinge: 01.06.2020:

    Polygyne Kolonie:
    Königinnen nehmen aktiv Nahrung auf und helfen den Arbeiterinnen aus der Puppe.

    Monogyne Kolonie:
    Königin nimmt aktiv Nahrung auf und hilft spärlich Arbeiterinnen aus der Puppe.

    Hab's hinbekommen. Eierpakete sind auch neue da.

    Einen Teil davon könnt ihr sogar zwischen P.rufescens Königin und Workerin sehen.
    #warnichteinfach

    Bei ~25 Serviformica Arbeiterinnen kamen rund 5 Eier raus, davon wurden tatsächlich 3 Larven später gefressen.
    2 Larven haben es geschafft -> 2 Arbeiterinnen sind geschlüpft. Jetzt sind es zum Glück etwa 15-20 Eier / L1 Larven

    .
    Es sollten daher etwa 15 Arbeiterinnen vor der Winterruhe werden.