NCS IG Mitglied
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Posts by NCS

    Diese alate Camponotus herculeanus Königin habe ich letzten Freitag (22.5.20) auf einem Waldweg neben einem Moor hier in der Region Würzburg gefunden.

    Zumindest ließ mich das sehr wenige rot sowie die matte Erscheinung des Gasters vermuten es könnte C. herculeanus sein auch wenn ich in dieser Region eher mit Camponotus ligniperda rechnen würde (bei 357m NN)

    Camponotus herculeanus alate Königin


    EDIT: der Bildausschnitt war leider etwas korrupt

    Hallo Daniel

    Dann willkommen zurück. Schön dass du den Weg wieder zu uns gefunden hast :D.

    Hoffe du kannst bald deijn Ameisenprojekt fortsetzen.


    Cheers,

    Nils

    Gigantiops destructor close to our lodge in November ´19 in the Tambopata Reserve, Peru. On some spots these ant were quite common

    note the Paraponera clavata in the left upper background

    Gigantiops destructor in Peru (Tambopata Reserve)

    Gigantiops on leaf

    Hallo allerseits,
    derzeit bin ich gerade in Peru unterwegs.
    Gestern abend konnte ich etwas sehr interessantes beobachten (entschuldigung für die miese Qualität):
    Eine Pepsis sp. Wespe mit ihrer Beute (Vogelspinnenart). Die Bestimmung von beiden ist noch in Arbeit :D:


    Pepsis with Prey Pepsis with prey
    Dieser kleine Brummer (die Tiere sind wirklich laut) zog ihre Beute durch die Blätter was meine Aufmerksamkeit erweckte. Die Spinne war sichtlich paralysiert.

    Hi
    Sven, ich kenne zwar die alten Preise nicht finde aber die guten sind immer noch teuer.
    Wenn ich neuere Binos bzw. "Stereomikroskope" der Uni benutze liegen die im Wert meist bei 1500-3000€ (Neupreis). Händler sind z.B. Bioform.
    Wenn du schauen möchtest nach einer günstigen Alternative: Manchmal sind Restbestände auf Ebay an Stereomikroskopen aus der DDR/Sovietunion zu erwerben. Diese sind immer noch funktionabel und günstig und daneben sehr robust. Ich selber durfte zwei dieser Sorte nach Afrika transportieren.


    Für Stereomikroskope (wie die von Nikon) gibt es dann auch Kameras zum anschließen an den PC/Netbook oder extra Aufsätze für "normale" Kameras.


    Grüße Nils

    Arbeiten mit Ameisen:
    Derzeit mache ich bei Prof. Flavio Roces ein Verhaltensbiologiepraktikum mit Acromyrmex lundii. Die Kolonie, gesammelt in Uruguay, befindet sich im Besitz der Uni. Allerdings wollen die Tiere nicht immer mitarbeiten und besonders Störungen an den Pilzkammern finden sie unangebracht :D


    Arbeiten mit Acromyrmex

    Hallo und Willkommen Ami im Forum.
    Hoffe du kannst hier ein paar interessante Sachen finden.


    LG Nils


    PS.: Für Bilder würde ich dch bitten unseren eigenen Uploader des Forums (unter Galerie) zu nutzen um Sachen wie verschwundene Bilder durch abgeschaltete Seiten zu vermeiden.

    Wahnsinns Tier und Foto Phil. Ein guter Fund Frank.
    Die Zweiteilung sieht einfach verrückt aus.
    Wer mag kann einfach mal "gynandromorph" googeln, wenn man will mit den Zusatz "bilateral".
    Ab und zu ist dies bei Schmetterlingen, Motten und anderen Insekten zu finden. Aber auch Wirbeltiere wie Zebrafinken oder Hühner konnten sogenannte Gynander" dokumentiert werden.
    Die Entwicklung von Gynander geht auf ein Frühstadium des Organismus zurück bei dem dieser aus nur einigen Zellen besteht und es beispielsweise zu einer missglückten Zellteilung der Geschlechtschromosomen kommt.

    Hallo Frank,
    auch ich kapere einfach mal deinen Thread :)
    Unser Phil hat mir aus franz. Guyana eine schöne Gigantiops Kolonie mitgebracht.
    Als er ankam war noch kein Terrarium frei weshalb sie vorerst in eine Dose mit etwa 30*30*30cm umziehen mussten. Dies schien ihnen allerdings nicht geschadet zu haben. Am Freitag konnten sie dann in ein anderes Terrarium einziehen (80*40*40).


    Das Terrarium wurde ursprünglich von den Meranoplus bewohnt. Ihre andauernden Anstregungen dieses zu verlassen, bereiteten mir aber zunehmend Unmut und da es derzeit das Becken mit den besten Vorraussetzungen für die G. destuctor war mussten sie ausziehen. Ich denke dazu werde ich noch was in meinem alten Thread schreiben. Die Meranoplus sind immer noch die gleichen.


    Fast die gesamte Einrichtung habe ich übernommen dazu gehörten Äste und Rindenstücke und einige Pflanzen: zwei Bromelien, zwei Tillandsien, an Orchideen eine Dendrobium lamyaiae, Cattleya sp. und Phalaenopsis sp. sowie Myrmecodia spp., Hydnophytum spp. sowie eine Sansevieria und unbestimmte Knollenpflanze aus Südafrika. Dementsprechend sollten dort keine giftigen Rückstände vorhanden sein.


    Terrarium für Gigantiops




    Gigantiops destructor


    Für die Pflanzen (insbesondere Orchideen und Ameisenpflanzen), verwende ich das VE Wasser aus der Uni, da das Leitungswasser hier extrem kalkig ist.



    Mittlerweile haben die G. destructor das Terrarium gut erkundet und angefangen an einer anderen Stelle hinten links zu buddeln. In ihrem alten Nest sind allerdings immer noch die meisten der Tiere. Beim Umsetzten konnte ich erkennen, dass alle Stadien an Brut vorhanden sind inkl. 10 sichtbare Puppen. Das heißt es können durchaus noch mehr Puppen dabei sein, da ich nur in das alte Nest hinein geleuchtet habe.



    Nest von Gigantiops destructor



    Als Hauptfutter reiche ich Invertzucker und Drosophila hydei



    Invertzucker für Gigantiops



    Das wars erstmal von meiner Seite. Falls es Neuigkeiten gibt werde ich mich entsprechend melden.

    Hallo Dominic,
    mir ist ebenfalls nur der Petiolus bekannt und bisher haben wir das auch immer so gelernt. Zusätzlich kann man noch Fühlerglieder zu Rate ziehen die wie du sagtest bei Ameisen abgeknickt sind.

    Quote

    Vor dem Hinterleib 1-2 knoten-oder schuppenförmige, deutlich von diesem abgeschnürte Glieder. Mit oder ohne Flügel

    Leider hab aber gerade auch keinen Artikel dazu zur Hand.


    Die Unterteilung von Hymenoptera ist tatsächlich nicht so trivial. Das Ameisen die Schwestergruppe zu den "Wespen sind ist relativ sicher, dann hört es allerdings auch schon auf. Gerade was Bienen und Wespen angeht gibt es viele Unstimmigkeiten. Wer lust hat kann sich dazu mal
    Branstetter al. (2017) in Current Biology 27: 1019–1025 durchlesen.


    Most importantly, we find unequivocal evidence that ants are the sister group to bees+apoid wasps (Apoidea) and that bees are nested within a paraphyletic Crabronidae

    Crabronidae sind dabei die allgemein als Grabwespen bezeichnete paraphyletische Familie.


    Grüße Nils

    Hallo,
    hast du schon mal über ein anderes Nest als so eine "Farm" nachgedacht?
    Ich denke Ytong könnte da eine gute und sehr viel günstigere Lösung sein. Die reinen Glasbecken von Antstore sind nicht so schlecht aber immer noch relativ teuer. Falls du handwerklich ein wenig begabt bist kannst du ein 08/15 Becken aus dem Zoogeschäft deines Vertrauens nehmen (oder manchmal Baumärkte mit Tierbereich) und ein Deckel mit Plexiglas, Aluschienen und Metallgaze anfertigen.
    Ytong oder Porenbeton bekommst du für sehr wenig Geld ebenfalls im Baumarkt und wenn zwei, drei Nester nichts werden ist das immer noch kein großer Kostenpunkt. Die kann man dann außen z.B. noch mit Farbe oder Bodensubstrat behandeln damit sie natürlicher aussehen.
    An sich ist aber 30*20 nicht so schlecht für den Anfang wird aber wahrscheinlich im zweiten Jahr schon relativ klein sein. Besonders wenn man noch ein wenig die Umgebung gestalten möchte.
    Mit 25 Arbeiterinnen kannst du Tiere noch eine Zeit im RG und einer Dose belassen, ohne dass das große Schwierigkeiten machen sollte.


    Grüße Nils

    Hallo Leute,
    @Colophonius ein leider nicht so seltener Fund, wie ich vor 3 jahren in meinem sozialen jahr erleben durfte.
    Nebenbei können nicht nur Schmuckschildkröten gut klettern (und graben) sondern auch Griechische Landschildkröten. Ein Maschendrahtzaun etwa hält die Tiere nur für eine bestimmte Zeit in ihrem Gebiet.


    Zur Schildkrötenhaltung sollte es bald Neuigkeiten geben. Stichtwort ist hier das Neozoen Gesetz:
    "Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbringungvon Arten invasiver gebietsfremder Arten"


    https://www.bundesrat.de/Share…17/0101-0200/0184-17.html
    https://www.bundesrat.de/Share…_blob=publicationFile&v=9
    http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/119/1811942.pdf


    (ich hoffe, dass das jetzt die richtigen Entwürfe sind :D )



    Dieses Gesetz soll unter anderem Einfluss haben auf die Haltung und den Verkauf von solchen invasiven Arten, wie der Schmuckschildkröten. Generell soll ein Verkauf und Haltung verboten werden. Das ganze hat natürlich einen ziemlichen "Rattenschwanz" für die Verwaltung. Eine Frage wäre z.B. vohin die beschlagnahmten Tiere kommen.
    Wie ich erfahren habe hat z.B. selbst der Zoo Nürnberg Schwierigkeiten an dem Gesetz vorbei zu kommen und später Tiere zu halten die auf der Liste stehen. Dazu gehört etwa der Waschbär (Procyon lotor) obwohl ursprünglich vorgesehen war, dass öffentliche Einrichtungen, zu denen Zoos gehören, ausgenommen sind.



    LG Nils

    Da hab ich doch glatt meinen eigentlichen Grund zu schreiben vergessen:


    Polyergus raubzug 19.6


    Ein schöner Polyergus rufescens Raubzug auf unseren Uni Gelände. Die Vegetation ist Magerrasen ähnlich mit hohen Beständen an Serviformica wie F. rufibarbis. Die jeweiligen P rufescens sind deshalb nicht sehr selten weshalb sie ab und zu zu beobachten sind.
    Letzten Freitag, an dem ich das Foto gemacht habe, konnte ich so zwei Raubzüge beobachten. Den zweiten allerdings außerhalb des Campus.
    Leider lässt meine Handykamera zu wünschen übrig, weshalb ich mal ein paar Arbeiterinnen makiert habe.
    Beim zweiten Raubzug (dessen Bilder noch schlimmer sind), liefen einige alate Jungköniginnen um ihr eigentliches Nest herum. Die Serviformica leisteten dabei kaum Gegenwehr und neigten eher zur Flucht.

    In letzter Zeit war ich mit der Uni ab und zu in der Würzburger Umgebung unterwegs. Dabei konnten wir ein paar interessante Tiere finden.


    Zu Beginn eine Hornissenkönigin die wir vor ein paar Wochen gefunden haben und nur kurz zum bestimmen einfingen.
    Vespa crabro


    In der Nähe von Würzburg (etwa 45min Fahrt) liegt die Station Fabrikschleichach. Dort befanden wir uns auf einer kleinen Exkursion. Beim herum laufen (und hauptsächlich Käfer sammeln) konnte ich ein Nest von Polistes finden an einer Rosaceae. Leider hat der Focus der Kamera nicht ganz gepasst.
    Polistes dominula


    In der Umgebung war ebenfalls ein Laubfrosch unterwegs.
    Hyla arborea


    Eine präparierte "Wespenbiene" der Gattung Nomada. Diese wurde auf einer Blüte für einen Kurs an einem Südhang gefangen, mit Ether getötet und anschließend bestimmt.
    Nomada spec


    Eine unbestimmte Wildbiene (Apoidea) bei einem Blütenbesuch in einem Gewächshaus. Deshalb gehört die Blüte auch zu einer Gurkenpflanze (Cucumis sativus). Andere Wildbienen sind in unseren Breitengraden doch relativ artenreich und abundant mit etwa 570 Arten in der BRD und leisten damit neben den bekannteren "Wild"-Bienen wie Honigbienen und Hummeln einen sehr wichtigen Beitrag zur Bestäubung.
    Wildbiene (Apoidea) auf einer Gurkenblüte (Cucumis sativus)


    Als letztes noch ein Hirschkäfer (Lucanus cervus) in einem Steinbruch 15min von der Würzburg entfernt. Sogenannte "Satellitenmännchen" bei Hirschkäfern sind im Gegensatz zu anderen Vertretern sehr klein. Hier war dieses Exemplar aber trotzdem ein schöner Fund. Ein größeres Männchen hab ich leider nicht erwischt mit dem Kescher :roll:
    Lucanus cervus

    Derzeit besuche ich einen Kurs zu Bienen und Imkerei an unserer Uni.
    Gestern war es besonders interessant über den Bienentanz. Dabei ging es nicht über die Rekrutierung zu einer Nahrungsquelle sondern auch ähnliches Verhalten beim Schwarmflug. Dabei wird hier der Tanz benutzt um Nistmöglichkeiten zu kommunizieren. Zusätzlich unterscheidet sich dieser durch "Dialekte" auch zwischen verschiedenen Unterarten und Populationen.
    Die "Sprache" der Bienen ist sehr interessant und immer noch nicht ganz verstanden. Einer der ersten der dazu Forschung betrieben hat war Karl von Frisch.


    [image=2372,'large'][/image

    Hallo,
    bei den Veröffentlichungen braucht man meist etwas Zeit um damit arbeiten zu können. Als erstes immer den Abstract lesen und schauen ob das in Frage kommt. Bei dem eigentlichen Paper dürft für dich am interessantesten die Einleitung und Diskussion sein und wie Olaf sagte ist fast alles auf englisch.
    Falls du nichts findest schreib einfach nochmal. Denke da sollten wir helfen können, da ich dann mal über unseren Proxy der Uni nachschaue.


    Bei Neoponera apicalis könnte sich demnächst noch etwas tun. Im März war ich auf einer Konferenz in der jemand eine Arbeit an dem N. apicalis Komplex vorgstellt hat. Dabei wurden meherere Arten durch molekurlargenetische Untersuchungen gefunden, die derzeit alle als N apicalis gelten. Morphologisch sollen diese sich dabei anhand der Stridulationsorgane (sowohl durch Klang als auch Aufbau des Organs an sich) unterscheiden, was aber eine Bestimmung ohne gute Ausrüstung (d.h. für uns Hobbyleute) nicht möglich macht.


    Ansonsten hat Olaf schon das wichtigste gesagt. Mir persönlich haben auch immer die "eigentlichen" N. apicalis sehr gut gefallen, allerdings muss man damit rechnen, dass die Kolonien gute Größen später erreichen.
    LG Nils

    Das könnte auch immer von dem aktuellen Stand und Ernährungsgrad der Kolonie abhängen.
    Ich selber hatte mal eine mehr oder weniger angenehme Erfahrung mit anderen eusozialen Hymenopteren zu denen unseren Ameisen zählen:
    Honigbienen.
    Diese wurden durch unseren Schweiß in der afrikanischen Savanne extrem angezogen, was darauf hindeutete das diese einen hohen Salzmangel hatten (Wasser an sich gab es genug). Andererseits wurden bei einem kurzen Futterversuch nicht besonders viele Ameisen durch Salzköder angelockt. Die haben sich eher für Süßes interessiert. Aber ich denke Untersuchungen könnten sehr interessant sein dazu z.B. in unterschiedlichen Habitaten.
    Schaden kann ein zufüttern von einer Salzlösung denke ich nicht.
    LG Nils

    Oha Swagman,
    das hat ja quasi gerade so geklappt. Freut mit für dich dass die nächste Arbeiterin doch noch kam und hoffentlich geht es jetzt mit dem Haufen an Brut etwas zügiger weiter.
    Das heißt jetzt wohl abwarten und ähh, also ich als Student würde Bier trinken :thumbup:
    In meinem Urlaub war ich leider zur nördlich unterwegs sodass ich diese Art nicht beobachten konnte. Naja, nächstes Mal :D


    LG Nils

    Myrmecia cf. nigrocincta im Noosa National Park (ca. 100km nördlich von Brisbane).


    Ich war dort kurz nach der Tour auf Fraser Island. Anschließend gingen wir in den NP um Koalas zu finden, die meine Schwester vor 2 Jahren schon mal gesehen hat. Leider waren wir nicht fündig. Dafür liefen mir wieder einige von den Myrmecia über den Weg.
    Myrmecia nigrocincta