Frank Mattheis Moderator
  • Member since Jan 13th 2010

Posts by Frank Mattheis

    Heute fand ich die tote Hornissenkönigin, liegend im Eingangstunnel unter dem Nest. Das ist verdammt schade.

    Sie hat sich vielleicht während der Koloniegründung sehr verausgabt. Bei ihren letzten "Flugtagen" fiel mir ohnehin die Schwerfälligkeit auf, mit der sie flog. Möglicherweise war sie auch zu schwach, die Arbeiterinnen zu dominieren und wurde von ihnen getötet.


    Nun ist sie tot und das Nest ist dem Untergang geweiht. Es gibt etwa zwei Dutzend Arbeiterinnen und es werden noch mindestens eben so viele schlüpfen, aber ohne Königin fehlt dem Hornissenvolk die Linie.


    Nochmal ein Bild der verstorbenen Königin.


    tote Hornissenkönigin


    LG, Frank.

    Am Morgen sind noch alle daheim. Feldwespen sind nicht unbedingt Frühaufsteher, zumindest dann nicht, wenn es noch nicht sehr warm ist..

    Es sitzen sicher etwa eben so viele Tiere auf der Oberseite der Brutwabe.


    Polistes 4.7.20


    LG, Frank.

    Bei den schönen Feldwespen hat sich einiges geändert.

    Das zweite Weibchen ist seit einiger Zeit, schon kurz nach dem letzten Beitrag, verschwunden, zuletzt war nur noch eine Königin am Nest. Ich kann nicht sagen, ob das untergeordnete Tier nur verschollen ist oder ob sie vom dominanten Weibchen vertrieben wurde. Vielleicht ist das ja aber die Regel und die Schwestern werden von der "rechtmäßigen Königin" bei diesen Polistes verdrängt, wenn die Nestgründung fast geschafft ist.

    Außerdem habe ich das Nest neu in einer etwas anderen Behausung eingesetzt. Zu oft waren freche Meisen in der Nähe, es stand zu befürchten, dass sie das Nest zerstören. Solange die Königin allein ist und das Nest immer wieder verlassen muss, ist das eine große Gefahr, wenn das Nest relativ leicht zu entdecken und zu erreichen ist für die Vögel.


    Jetzt gibt es schon einige Arbeiterinnen, das Nest ist also ständig bewacht und die Wespen bemerken jede Annäherung, auch meine. Sie greifen jedoch nur an, wenn das Nest berührt wird. Und selbst diese Angriffe sind harmlos, sie sind eher Angriffsflüge, die Wespen stürzen sich summend auf Hände und manchmal das Gesicht. Stechen jedoch nie. Dazu muss man sie schon festhalten und knuddeln wollen. Aber so weit geht die Liebe dann doch nicht.

    Natürlich muss ich fast nie am Nest manipulieren, so sind auch diese harmlosen Zwischenfälle die absolute Ausnahme.


    Bemerkenswert ist für mich immer der starrende Blick der Tiere, wenn sie mich bemerken. Sie zeigen so deutlich, dass sie mich im Auge haben.

    Absolut liebenswerte Tiere.


    Polistes 30.6.20


    LG, Frank.


    Edit: Ach so, die Königin ist mitten auf der Brutwabe bei der Eiablage.

    Hallo liebe Freunde,

    ich muss mich hier erst einmal ausklinken, die bombycinus wurden an einen Freund in England abgegeben. Er hat schon seit langem nach diesen Ameisen gesucht und ich konnte ihn nun helfen.

    Nun besitze ich keine Tiere der Gattung mehr, vorerst.


    Aber es gibt noch andere, ebenfalls sehr schöne Wüstenameisen. In eine solche, andere habe ich mich in der vergangenen Woche bei Herrn Kalytta verguckt...


    Ich fände es schön, wenn du über deinen hübschen Cataglyphis lividus hier weiter berichtest, Mathias.


    LG, Frank.

    Es läuft prächtig bei den Hornissen, mittlerweile sind sechs Arbeiterinnen geschlüpft, von denen einige die Königin bei den Besorgungen auswärts bereits unterstützen. Es ist immer erstaunlich, wie schnell die Tiere sich zurechtfinden und bereits wenige Stunden nach dem ersten Ausflug erste Nahrung eintragen oder Baumaterial.


    Diese Wespen sind einfach nur schön. Die Königin, umringt von ihren jungen Arbeiterinnen. Junge, noch blasse und unausgefärbte Arbeiterinnen sitzen in ihren Brutzellen und ruhen.


    Hornissennest 20.6.20


    Es wurde eine neue Nesthülle angelegt, nachdem die alte restlos zurückgebaut wurde. Hornissen machen das manchmal, anders als andere Wespen, die Nester mit Nesthüllen anlegen.


    LG, Frank.

    Heute sind die ersten beiden Arbeiterinnen geschlüpft. Bald wird die Königin entlastet und muss nicht mehr ständig ausfliegen. In ein oder zwei Wochen wird die Königin ihre Ausflüge einstellen.

    Das wird auch Zeit, denn sie ist fleißig gewesen und hat sich bei all der Arbeit, die die Gründung eines solchen Nestes verursacht, ziemlich verausgabt. Ihr Flug ist schwerfälliger geworden und wenn man genau hinsieht, sieht man, dass die Flügel bereits etwas verschlissen sind.

    Daher wird es Zeit, dass die jungen, absolut fitten Arbeiterinnen die Außendienstarbeiten übernehmen und die Königin die gefahrvollen Ausflüge nicht mehr machen muss.

    Ein Bild von gestern von der Hornissenkönigin.


    Vespa crabro Nest 14.5.20


    LG, Frank.

    Hallo Leute.

    Den Nistkasten, den meine Hornissen im letztem Jahr bewohnten, hatte ich im Frühjahr am Holzgeländer meiner Terrasse angebracht. Das alte Nest habe ich ausgeräumt und etwas Moos und Erdreich verwendet, um die Nisthöhle zu verkleinern. Mehrmals setzte ich junge, im Garten und am Haus suchende Königinnen von Vespula germanica nach einer Fütterung mit Zuckerlösung rein in der Hoffnung, dass sie den Kasten als geeigneten Nistplatz akzeptieren würden. Leider jedoch taten sie es nicht und flogen immer wieder ab. So kümmerte ich mich ab Ende April nicht mehr so intensiv um den Nistkasten und ließ die Dinge ihren Lauf. Ich hoffte, vielleicht ein Gründungsnest von Vespula germanica zu finden, dass man dann ansiedeln könnte.

    Ein oder zwei Mal sahen wir auch Hornissenköniginnen hier herum fliegen, Hornissen sind hier, zum Glück, nicht selten.

    Seit ein paar Wochen gibt es Gewissheit, eine der Hornissen hat sich hier angesiedelt. Das ist natürlich sehr schön, aber für die kleineren Vespula-Arten wäre der Kasten besser geeignet gewesen. Andererseits, vielleicht versteht es dieses hier jetzt entstehende Hornissenvolk besser, als das Volk aus dem Vorjahr, den begrenzten Raum im Nistkasten völlig zu nutzen.


    Leider nicht ganz scharf, die junge Königin verlässt das Nest.


    Vespa crabro am Eingang


    LG, Frank.

    Der Nesteingang am Vormittag. Ein kleiner kreisförmiger Wall von Sand umgibt den Nesteingang. Dieser Sand dient als Vorrat, dieser Sand wird am Abend von den Arbeiterinnen zum Nesteingang zurück befördert und mit ihm wird der Eingang verschlossen.


    bombycinus Nesteingang


    Herumlungernde Arbeiterinnen halten sich in der Nähe des Eingangs auf. Es gibt wenig zu tun und so schaut man einfach nur in die Luft und bewacht den Nesteingang ganz nebenbei. Würde ich jetzt füttern, würde natürlich schnell Bewegung in die Meute kommen...


    LG, Frank.

    Es gibt nun wieder ein paar kühle, regnerische Tage. Zwar fliegen die Hummeln auch bei niedrigen Temperaturen, sie sind ja relativ robust und können sich warm halten, wenn sie genug Nektar finden. Trotzdem sieht man nach Regen bei solchen kühlen Temperaturen oft Hummeln und andere Bienen klamm auf den nassen Blüten sitzen und dort manchmal zugrunde gehen. Die Blüten sind nass, den Nektar fließt nicht so reichlich und ist oft mit Wasser verdünnt. Schwere und gefährliche Zeiten für alle Bienen, die jetzt sammeln müssen, weil das Nest erwärmt, beheizt werden muss und die Nachkommenschaft und die Nestgenossinnen gefüttert werden müssen.

    Meine Hummeln sollen natürlich nicht notleiden und so füttere ich zu. Am Nesteingang steht ein Näpfchen mit einem Gemisch aus Honig und flüssigen Zucker.

    Die Hummeln nehmen das an und es hilft ihnen.


    Bombus pascuorum Fütterung


    Ich sehe gerade bei Betrachten des Fotos, dieser Arbeiterin fehlt ein Teil der linken Fühlergeißel. Ein Hinweis darauf, dass auch das Leben einer Hummel nicht immer nur harmonisch und ohne Gefahren verläuft.


    LG, Frank.

    Formica gagates.

    Zweimal hat die Königin seit Januar einige Arbeiterinnen aufgezogen, beide Male hat sie die Arbeiterinnen wieder verloren. Die winzigen minor-Arbeiterinnen der Art scheinen nicht sehr langlebig zu sein.

    Okay, ich habe die Tiere ab und zu vernachlässigt, Zucker hatten sie aber eigentlich ständig und ab und zu gab es eine frische tote Fliege.


    Vor einer Woche war die Königin wieder allein, die letzte Arbeiterin war verstorben. Auch die Königin machte einen desolaten Eindruck, sie schien zu zittern und war irgendwie lethargisch. Also düste ich in den Wald und suchte nach Arbeiterinnenpuppen einer (wahrscheinlich) nah verwandten Art, Formica fusca. Ich fand welche bei einer kleinen Kolonie, starke Kolonien ziehen jetzt ausschließlich Geschlechtstiere auf, deren Puppen natürlich nicht geeignet sind.

    Ich setzte die gagates-Königin in das Reagenzglas zu den fusca-Puppen, worauf sie erst doch panisch reagierte und fliehen wollte. Nach ein, zwei Stunden hatte sie jedoch die neue Situation akzeptiert und kümmerte sich um die Puppen. Jetzt sitzt sie auf den Puppenberg, stapelt ihn ab und zu um, wie es sich für eine ordentliche Ameisenkönigin gehört. Bald werden die fusca-Arbeiterinnen schlüpfen und dann endlich sollte es wirklich aufwärts gehen.


    Man muss Geduld haben und sollte sich regelmäßiger kümmern als ich... Aber, das wird schon.


    Formica gagates


    Auch diese Ameise ist, finde ich, ist sehr schön. Riesige Facettenaugen.


    LG, Frank.

    Die Rossameisen, Camponotus ligniperda und Camponotus herculeanus haben schon vor Wochen hier geschwärmt. Es ist beinahe unvermeidlich, dass man jetzt hier junge Königinnen findet.

    Diese fand ich besonders schön und nahm sie mit. Ein paar Larven aus einem Rossameisennest bekam sie für den Start ihrer Koloniegründung dazu. Sie und ihr Volk werden hier später im Garten leben.


    Camponotus ligniperda


    LG, Frank.

    An jedem Abend verschließen die Cataglyphis bombycinus sorgfältig den Eingang ihres Nestes. Das tun wohl alle Arten der Gattung mehr oder weniger, nicht alle jedoch so diszipliniert und regelmäßig wie die Cataglyphis bombycinus. An manchen Abenden ist das Nest so penibel verschossen, dass der Nesteingang unter den Sand nicht mehr zu erahnen ist. Ich frage mich dann, wie sie das wohl machen. Alle Tiere sind ja über Nacht im Nest und trotzdem bekommen sie es hin, dass der Nesteingang kaum noch zu entdecken ist. Über ihn liegt eine ebene, gerade Sandfläche.

    Wenn die Arbeiten beginnen, sind es mehrere Arbeiterinnen, die den Sand in die Richtung des Einganges befördern. In einem unregelmäßig geformten Ring stehen die Tiere um den Eingang, der Sand wird sternförmig nach innen gescharrt. Große Sandpartikel werden zum Eingang getragen und dort abgelegt. Zuletzt sind nur noch wenige Arbeiterinnen beteiligt, die dann auch im Nest verschwinden, die letzten Arbeiten werden von innen gemacht. Wahrscheinlich wird der Sand von innen in den Eingang gedrückt, bis eine tragende Sanddecke entsteht.

    Am Morgen gilt, der Eingang muss nun geöffnet und frei gelegt werden. Der Eingang wird dazu von innen geöffnet und die ersten Arbeiterinnen des Tages sind damit beschäftigt, den Eingang des Nestes und die Umgebung vom jetzt überschüssigen Sand zu befreien. Auch das wird im Team erledigt, die Arbeiterinnen arbeiten zusammen und wissen, was zu tun ist. Sicher können die Ameisen nicht über das gemeinsame Vorgehen bei der Lösung solcher Aufgaben beraten, trotzdem weiß jedes Tier, was zu erledigen ist und wo noch etwas zu erledigen ist.

    Ein großer Teil dessen, wozu eine Ameise fähig ist, ist sicher mit dem sogenannten Instinkt erklärbar, das heißt, mit angeborenen, arttypischen Verhalten. So auch dieses Verhalten, den Nesteingang zu verschließen. Es ist ein sinnvolles Vorgehen und verhindert, dass Feinde unbemerkt eindringen. Angeborenes Verhalten ist ein wichtiges Grundgerüst an Verhaltensmöglichkeiten und an Fähigkeiten für Problemlösungen typischer Art für eine Art in ihrem Lebensraum. Dazu kommt aber das Lernen und die Kommunikation bei sozialen Tieren. Und wenn man die Tiere genau beobachtet, sieht, wie und dass sie bei der Arbeit interagieren und Kontakt halten, glaubt man sowieso mehr zu sehen als nur Instinkt.


    Auch am Pfingstsonntag wird morgens gearbeitet.


    Cataglyphis bombycinus Nesteingang


    LG, Frank.

    Das Hummelvolk ist in den letzten Wochen gewachsen, alle paar Minuten sehe ich Arbeiterinnen ein- und ausfliegen. Ich kann die Zahl der Tiere eigentlich nur anhand des Flugverkehrs einschätzen, ich denke, es werden jetzt etwa zwanzig Tiere im Nest sein.


    Hummeln sind sehr bei jedem Ausflug viel länger unterwegs als es die sozialen Wespen meist sind. Sie müssen stets viele Blüten besuchen, um ausreichend Nektar und Pollen zu sammeln, soziale Wespen sind nur bei der Jagd und vielleicht beim Blütenbesuch oder anderen Beschaffungen von Zucker, Baumsaft etc..., abhängig vom Erfolg, für längere Zeit außerhalb des Nestes. Dafür haben Wespen im Außendienst jedoch viel vielfältigere Aufgaben, eben die Jagd, das Sammeln von Kohlehydraten, das Eintragen von Wasser, die Beschaffung von Baumaterial.

    Hummeln tragen Wasser nicht ein, Baumaterial für die Brutzellen und die Nesthülle (Wachs) scheiden sie zwischen den Segmenten des Hinterleibes aus, und natürlich jagen sie nicht, es sind ja Bienen.


    Heute morgen sah ich mal im Hummelkasten nach, ob ich einen Wachsmottenbefall feststellen kann. Eigentlich wollte ich das Nest, die Brutwabe der Hummeln freilegen. Als ich jedoch den kunstvoll konstruierten Nesteingang, der von einer Arbeiterin bewacht wurde, sah, ließ ich davon ab, das Nest völlig zu öffnen. Das Nest ist von einer dünnen Wachsdecke überzogen und umbaut, die das angrenzende Substrat, Moos und Wolle einschließt. Nur der kleine Nesteingang ist offen.

    Ein öffnen und Freilegen wäre ein unverhältnismäßiger Eingriff gewesen, das muss jetzt nicht sein. Es wäre nötig, wenn ein Wachsmottenbefall feststellbar gewesen wäre.

    Also untersuchte ich den Innenraum des Nistkastens und das umgebende Substrat nach Wachsmotten und deren Larven. Ich fand glücklicherweise keine.


    Die Arbeiterin bewacht den Nesteingang. Und sie begann sofort, die Unordnung, die ich mit einigen Berührungen hervorgerufen hatte, am Nesteingang zu beseitigen.


    Bombus pascuorum


    LG, Frank.

    Die beiden hübschen machen sich überhaupt nicht verrückt. Alles braucht eben seine Zeit und sie scheinen das zu wissen.

    Es gab einige kühlere Wetterperioden, das hat die Entwicklung aufgehalten. Nun ist es wieder sehr warm und die beiden können ihre Beschaffungsflüge unternehmen.

    Kühles Wetter ist für die Feldwespen natürlich ein großes Problem, ihre offenen Nester sind schwer von den Wespen warm zu halten. Die Wespen können die Brut nur wärmen, wenn sie auf den Wabentellern sitzen. Aber das geht natürlich auch nur, wenn die Wespen genügend Kohlehydrate gesammelt haben. Das wiederum geht nur, wenn es warm genug ist, dass die Wespen ausfliegen können. Feldwespen sind, anders als andere Faltenwespen, abhängig von den Temperaturen, warmes, sonniges Wetter ist für sie wichtig.

    Aber kurze Kältephasen sitzen sie geruhsam und geduldig aus. Dann ruhen eben alle Arbeiten und werden erst fortgesetzt, wenn die Temperaturen es wieder zulassen und die Arbeit im Außendienst angenehm ist.

    Eigentlich sehr kluge Tiere. Nicht so bekloppt wie wir.


    Polistes dominula.27.5.20


    Und dazu eben noch sehr schön.


    LG, Frank.

    Die Cataglyphis bombycinus haben ihr neues Nest gestern bezogen. Das ging, wie gewohnt, sehr rasch und zielstrebig. Das neue Terrarium bietet nun mehr Platz und so, wie sich die Kolonie entwickelt, kann sie es brauchen.

    Seit einem Tag sind sie nun bereits im neuen Terrarium. Das Becken ist natürlich viel größer und die Ameisen können auch mal ein Stück flitzen. Das Becken ist scheinbar so groß, dass ich bisher keine Arbeiterin bei dem Versuch beobachtet habe, an den Glasscheiben empor zu klettern. Diese Ameisen klettern natürlich ohnehin selten, sie sind Bodenläufer, jedoch kommt es im kleinen Terrarium schon mal zu Kletterversuchen. Jetzt haben sie offenbar das Gefühl, sich frei bewegen zu können. Sie klettern bisher nicht. Selbst wenn sie es versuchten, raus kämen sie natürlich nicht. Die Alu-Profile sind mit Talkum überpudert, für diese Ameisen ist das ein unüberwindliches Hindernis.


    Die Kolonie entwickelt sich hervorragend und es werden viele Arbeiterinnen aufgezogen.


    bombycinus 14.5.20.3


    Dies ist die einzige (mir bekannte) Art der Gattung, die nicht nur über sehr stark polymorphe Arbeiterinnenkasten verfügt. Daneben gibt es noch wenige Soldaten im Nest. Die Soldaten haben meist gewaltige Kiefer und große Köpfe, die die entsprechende Muskulatur beherbergen. Soldaten werden nicht in allen Kolonien aufgezogen und selten in so jungen, erst einjährigen wie dieser hier. Dies ist bereits der zweite Soldat, der in dieser Kolonie lebt.


    bombycinus 14.5.20.2 bombycinus 14.5.20.1


    Die Soldaten der Art sind als Kaste morphologisch nicht ganz streng von den Arbeiterinnen getrennt. Es gibt Übergänge. Manchmal fand ich sehr große Arbeiterinnen mit bereits verlängerten Mandibeln. Manchmal gibt es Soldaten wie meine hier, deren Mandibeln noch nicht die imposante Länge und Säbelform erreichen, die bei der Art maximal möglich ist. Mag sein, dass das ein Tribut an die noch junge Königin ist und es in späterer zeit noch größere Soldaten geben wird.

    Trotzdem ist dies ein Prachtbursche, ehemm, Prachtmädchen. Und ich bin sicher, dass diese Kolonie weitere Soldaten aufziehen wird.


    LG, Frank.

    Da würde ich mir keine Gedanken machen, Steffen. Die Ameisen halten ihre Nester schon sauber, im "Wohnbereich" wird nichts unbemerkt vor sich hin gammeln. Sie tragen jedoch oft mehr ein, als sie verwerten können. Gerade bei Ponerinen habe ich das auch oft beobachtet. Beginnen die Beutetiere jedoch tatsächlich, ungenießbar zu werden, werden sie diese schon entsorgen.

    Bist du denn sicher, dass es in den Nebennestern keine Larven oder andere Brutstadien gibt? Es wäre eigentlich nicht ungewöhnlich...


    LG, Frank.