Frank Mattheis Moderator
  • Member since Jan 13th 2010

Posts by Frank Mattheis

    Es macht schon Spaß mit den C. fulvopilosus. Sie zeigen sich im Moment sehr unkompliziert, alles wird gefressen, was geboten wird.

    Zwar finde ich immer vereinzelt wieder tote Arbeiterinnen, das macht mir aber keine Sorgen, die Kolonie wächst ja gut und hat sich in kurzer Zeit gut entwickelt.


    Auch Mehlwürmer werden gern genommen. Das macht es sehr einfach.


    Fütterung C. fulvopilosus


    LG, Frank.

    Da fliegt mir ja der Hut weg....:schreck: Amazonen in der Lüneburger Heide? Das ist wirklich schön.


    Schöne Fotos von sehr interessanten Ameisen. Das ist ein Problem wohl aller Sozialparasiten, die ersten schlüpfenden Generationen von Arbeiterinnen des Sozialparasiten haben es sehr schwer. Die Hilfsameisen sind anfangs sehr skeptisch und bemerken, dass da etwas nicht stimmt. Erste schlüpfende Arbeiterinnen des Sozialparasiten werden dann oft stark gemobbt und sogar getötet.


    Das geht manchmal auch den ersten Polyergus-Arbeiterinnen und den Raptiformica-Arbeiterinnen so am Anfang. Die sind ja aber gut durchgekommen bei deinen Kolonien.


    LG, Frank.

    Die Hummeln haben ihr "Pulver" verschossen, wie es aussieht, ist die "Mama" seit langem verschieden und nur noch einige Arbeiterinnen halten die Stellung. Heute ist es ziemlich kühl, kein gutes Flugwetter für die matten Tiere und die Vorräte im Nest gehen zur Neige. Vor ein paar Tage schienen die Honigtöpfchen noch einigermaßen gefüllt zu sein, heute sieht alles leer aus und die Hummeln waren klamm im Nest. Sie hungern...


    Hummelnest 25.9.20


    Das Nest ist geschrumpft, Hummeln verringern die Größe ihres Nestes immer auf die aktuell erforderlichen Maße. So müssen sie nicht unnütz leere Bereiche pflegen und beheizen.


    Honig und Zucker kann ich ihnen reichen, das tat ich dann auch. Aber, das Volk beendet seinen Lebenszyklus, daran kann ich nichts ändern.

    Wenn ich eingangs sagte, Hummelarbeiterinnen dieser Art fliegen oft bis in den November und solange können die Völker der Art der Kälte trotzen, dann setzt das natürlich voraus, dass die Königin lange Zeit, wenigstens bis in den Oktober überlebt. Diese hier hat solange leider nicht überlebt, ich habe sie heute nicht finden können im Nest.

    Liegt vielleicht auch daran, dass das Volk einen guten Sommer hatte mit reichlicher Zufütterung. Die Arbeiterinnen mussten vor allem Pollen sammeln, Honig und Zucker gab es meist von mir. So wurde das Völkchen recht stark (für diese Art) und vielleicht hat die Königin in dieser Zeit vorzeitig ihre Reserven verbraucht.

    Nicht so schlimm, das Hummelvolk hat seine Bestimmung gefunden und Geschlechtstiere aufgezogen bzw. zieht offensichtlich noch immer welche auf.


    Hummelnest Fütterung 25.9.20


    Im Nest sieht man einige Brutzellen. Leere Honigtöpfe ebenfalls. Die werden nun bald gefüllt und neu ausgebaut sein, einen einfachen Futterspender habe ich neben das Nest gesetzt.


    LG, Frank.

    Ja natürlich nicht. Deswegen wäre es ganz gut, wenn das alle verstehen würden. Es bringt nichts, irgendwo so zu reden. Macht man nicht, das sollten wir gelernt haben.


    Wem nützt es?


    LG, Frank.


    Edit: Ach, und das mit der Weisheit. Ach nö...

    Ich bin eher naiv und mag die Leute eigentlich. Mehr ist das gar nicht.

    Für mich wäre es das Schönste, wenn wir irgendwann, in nicht zu ferner Zukunft das Wissen, den Fundus und die Kompetenz der user (aller) der Foren wieder zusammen bringen könnten. Aller user, egal, welcher "Strömung" sie angehören.

    Voraussetzung wäre wohl, dass man dann versucht, tolerant zu sein, und andere akzeptiert. Nicht jedes dumme Wort, irgendwo gefallen, als existentiellen Angriff wertet. Das gehört ja auch dazu, tolerant zu sein. Manche user sind noch jung und unerfahren, andere sind ungeduldig und wieder andere meinen, sich immer weiter und weiter profilieren zu müssen. Die unerfahrenen und ungeduldigen kann man ertragen. Die Profilneurotiker kann man ignorieren, meist entlarven sie sich selbst. Auch darauf hoffend, dass die Vernunft der Mehrheit das schon einordnet. Einfach mal den Streit vermeiden.


    Unerträglich, wenn so immer und immer wieder die Pessimisten und Abwartenden, die die sich nirgends positionieren, Recht behalten. Die, die von Anfang an sagen, das wird nichts, das geht nicht, das kann man nicht machen. Die, die abwarten, wohin sich das Blatt wendet. Sich von den Dummen und Lauten dann beeinflussen lassen, denen das Feld überlassen und Geschrei für Überlegenheit halten. Pessimisten sind die glücklichsten Menschen, sie können sagen, ich hab ja gleich gesagt, da geht nichts. Geht doch was, können sie es dann sogar doch ganz toll finden. Hauptsache, sie blieben bis zum Schluss in Deckung.


    Merkur hat im AP gefragt: "Ob das "eusozial" die Kooperation mit dem AAM-Discord Server fortsetzen mag?"


    Ja natürlich.

    Das eusozial ist ja keine Veranstaltung eines einzelnen users. Es ist egal, ob mir oder irgendeinen anderen hier diese Kooperation gefällt oder ob sie von einzelnen für gut befunden wird. Die IG, also das Forum insgesamt haben sich gemeinsam mit den Leuten von Discord für die Kooperation entschieden und werden sie weiter führen, bis es vielleicht eine andere Entscheidung gibt. Wir wollen uns neuen Konzepten nicht verschließen. Wer von uns mag, soll dort mittun.

    Wenn dort auf irgendwelchen Chatkanälen irgendwas geredet wird, na und???

    Wenn ich mir überlege, was hier bei uns in alten Zeiten intern gesagt wurde, auch von mir, ... Oder früher im AF.


    Sorry, klingt immer wie das "Wort zum Sonntag".


    Aber ich verzichte auf konkrete Anmaßungen. Ich will keine Zankereien mehr.

    Unwichtig, Schnee von gestern und user, die im nur Gestern leben, sind ebensolcher Schnee.


    Alles sehr schade. Ameisen sind die besseren Menschen.


    LG, Frank.

    Serafine: "Das hat doch nichts mit den verschiedenen Platformentypen zu tun. Auch bei den Foren gibt es Blasen, Paradebeispiel ist das AP, die Mehrheit von dessen Nutzern schreibt nur im AP und nirgendwo sonst."


    :kaffee: Du weißt, dass ich genau das nicht mit Blase meinte. Wir wissen ja, dass die user dort auch anderswo lesen und sich informieren.

    Und nicht zuletzt bin ich ja auch nur hier im eusozial. Ich bin nun mal nicht talentiert genug, mich überall melden zu können und in allen Foren und auf allen Plattformen labern zu können. Aber ich lese, was mir vor die müden Äuglein kommt... Und ziehe meine Schlüsse.


    Blasen sind für mich eher, wenn sich jemand nur noch über sein Lieblings-Medium informiert, zB. über Youtube und es dann nicht mehr hin bekommt, sich auch andere, gegenläufige Meinungen und Informationen anzuhören. Kennst du doch. Man wird dann zugesch......en mit anderen Beiträgen des Kanals, die in die Richtung gehen, was man sich angesehen hat. Und zack, wenn man nicht aufpasst, ist man in seinem Weltverschwörungsblasengedöns.

    Wer guckt/hört heute noch Tagesschau oder andere Nachrichten im Fernsehen oder Rundfunk und so was? Ich schon. Auch wenn mir nicht immer alles passt und gefällt, was dort und vor allem, wie es dort präsentiert wird. man muss sich halt umfassend informieren und sich auch anhören können, was andere denken. Eventuell dann seine eigene Meinung prüfen, usw...

    Das bloß am Rande, ist ja nun auch wieder ein anderes Thema...:drehen:


    LG, Frank.

    Im Hornissennest ist es seit Ende August ruhig. Alle Tiere sind verstorben oder ausgeflogen.

    Immerhin lebten bis dahin Arbeiterinnen, die bis zuletzt noch etliche Männchen aufzogen und das kleine Nest auf noch vier Waben ausbauten.

    Das bedeutet, dass die letzten (befruchteten) Eier von der begatteten Königin, die kurz darauf leider starb, allerspätestens am 9 Juli gelegt worden sein können. Damit ergibt sich eine Lebensspanne für eine Arbeiterin von acht bis zehn Wochen, vom Ei bis zum sterbenden Imago.


    Hornissennest 23.9.20


    Das Nest ist jetzt unbewohnt und nicht mehr klimatisiert, daher beschlägt die Scheibe.


    Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr etwas besser läuft. Hornissen sind jedenfalls immer sehr willkommen bei mir.


    LG, Frank.

    Die Entwicklung der jungen Kolonie verläuft bei diesen Ameisen rasant. Typisch für Ameisen wüsten- und steppenhafter Habitate. Mit dieser schnellen Brutentwicklung ähneln diese Ameisen für mich den Arten der Gattung Cataglyphis.

    Ebenso mit den hervorragenden visuellen Sinnen, hier übertreffen diese Camponotus in manchem sogar die Cataglyphis. Ebenso sind Schnelligkeit und Orientierung der einzelnen Individuen im Territorium sicher ähnlich. Eine typische parallele Evolution. Diese Ameisen sehen sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber gestellt wie die meisten Vertreter der Gattung Cataglyphis. So entstanden durch den Evolutionsdruck der ähnlichen Habitiate dieser Arten ähnliche Verhaltensweisen und Merkmale wie zB. eine ausgeprägte Pubescens.


    Diese Rossameisen können aber noch mehr. Sie erbten von ihren Vorfahren die Fähigkeit, auch durch Spuren nachhaltig zu rekrutieren und entwickelten zusätzlich den Tandemlauf. Manchmal sind sogar Gruppen von Tieren gemeinsam und einander folgend unterwegs...


    C. fulvopilosus Königin C. fulvopilosus Brutkammer


    Und sie sind sehr schön.


    LG, Frank.

    Hallo Erik.


    Ich würde versuchen, die Tiere möglichst naturähnlich zu halten, aber natürlich mit Beobachtungsmöglichkeiten. Ein ganz kleines Terrarium, vielleicht ein kleines Aquariumbecken, die bekommt man ja preiswert. Hier würde ich ein kleines Beobachtungsnest an die Scheibe basteln. Material entweder Ytong oder vielleicht auch Baumrinde, Kiefer oder ähnliches. Ich weiß jetzt nicht, was die Art bevorzugt. Im Auslauf würde ich trockenes Material ausprobieren, Sand als Grund mit etwas Waldstreu. Natürlich muss aber das Nest selbst moderat befeuchtet sein.

    Ich mache mit solchen Einrichtungen eigentlich immer ganz gute Erfahrungen bei Könginnen, die sich schwer tun.

    Füttern würde ich neben dem Anbieten von Kohlehydraten nur mit frischen Insekten, Stubenfliegen etc..


    Werden die Eier weiterhin nicht gepflegt und gehen zugrunde und vertrocknen einfach, kann das im schlimmsten Fall auch bedeuten, dass sie einfach nicht befruchtet sind und die Königin das eben erkennt. Das ist dann natürlich ziemlich blöd. Ich hoffe, dass es nicht so ist.

    Auf jedem Fall würde ich aber mal versuchen, die Unterbringung zu ändern und so neue Reize zu setzen. Gleichzeitig der Königin so das Gefühl zu geben, sich in einem eher arttypischen Gründungsnest mit anderer Umgebung (für Jagd und Nahrungssuche) aufzuhalten, dass mehr Geborgenheit vermittelt.


    LG, Frank.

    No35, das habe ich eben nie verstanden, wenn man sich nicht traut, zu schreiben bzw. sich nicht traut, zu sagen, was man denkt. Das kann ja falsch sein, was man sagt, dann gibt es Gegenwind, es kann aber auch richtig sein, dann gibt es auch manchmal Gegenwind, manchmal ist es aber auch völlig windstill. Klar tut das manchmal weh und ist deprimierend, wenn man sich falsch verstanden fühlt oder man aus anderen Gründen angegriffen wird. Trotzdem. Ich kann nur sagen, mutig sein, sagen was man denkt. Natürlich höflich und im Rahmen. Dafür ist ja schließlich auch so ein Forum da. Es sollte nie nur der Selbstbespiegelung dienen.


    Danke für deinen Beitrag, muss ich noch verarbeiten und darüber nachdenken.

    Nur um eines bitte ich dich. Wir wollen keinen user irgendwo in einem der Foren angreifen. Das bringt uns nicht weiter. Und jeder hat seine Gründe für das, was er tut und sagt. Vielleicht besser, wenn wir mit Respekt voneinander reden...


    Ich sehe diesen Prozess eben so noch nicht, Serafine. Klar teilt sich jetzt auf, was vorher, früher allein dem AF zu lief. Es gibt mehrere Foren, den Discord, andere Möglichkeiten wie mtw. facebook, usw.usf., sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten. Trotzdem sehe ich in allen Foren noch immer einige Beiträge und aktive user. Dumm nur, dass die sich eben auf mehrere Foren verteilen.

    Die Foren laufen noch immer einigermaßen. Und das eben trotz der wenigen Mods und aktiven Mitglieder mit wenig Zeit. Das kann man auch als einen weiteren wichtigen Vorteil des Modell Forum sehen; man muss nicht ständig präsent sein und eingreifen. Es ist nun einmal so, dass fast jeder noch ein reales neben dem virtuellen Leben hat.

    Es ist ja eigentlich auch völlig in Ordnung, wenn die Leute sich erst anderswo informieren und später dann HBs uä. in die Foren setzen. Wenn sie ihre Anfängerfragen zB. auf Instagram beantwortet bekommen. Nur, ich habe meine Zweifel. Es mag langweilig klingen, man kann in allen Foren vieles finden, es gibt Suchfunktionen. Und ab und zu werden auch hier Fragen beantwortet. Sicher nicht so schnell wie anderswo. Vielen heute nicht schnell genug.

    Die tun mir aber dann doch ein wenig leid. Man liest ja oft und erlebt es auch, wie schwer es heute vielen fällt, Texte zu lesen und zu erfassen. Diese Entwicklung ist auch ein Prozess und der macht mir große Sorgen.


    Wer einen Beitrag nicht lesen kann und will, wird auch kaum einen verfassen wollen oder können. Und, hat ein solcher Mensch schon einmal (freiwillig) ein papiernes Produkt in den Händen gehalten, eines, das man ein Buch nennt? Muss denn immer alles (sofort!) in winzigen, leicht zu konsumierenden Häppchen serviert werden? Was wird aus uns, wenn wir nur noch in Blasen agieren???

    Das ist ein Nebenstrang und ich will ihn um Gottes Willen nicht weiter verfolgen. Lassen wir das besser.

    Hier geht es um die Foren.


    Frank.

    Hallo Wachtelbaron.


    Das Schöne an den Ameisen ist, dass sie die Literatur oft nicht lesen und daher dann doch tun, was sie wollen.

    Aber ich glaube, dass bei den Kombinationen von Raptiformica-Königinnen mit Königinnen der Serviformica spätestens die Arbeiterinnen der Raptiformica irgendwann für "Ordnung" sorgen und die nicht so attraktiven Serviformica-Königinnen aussortieren.


    Mal sehen, vielleicht kannst du darüber berichten, wie es sich entwickelt.


    LG, Frank.

    @ di4pr: "Merkt ihr nicht, dass ihr gar nicht so weit auseinander seid? Konzentriert euch auf die Gemeinsamkeiten!"

    Das ist eigentlich der Punkt, um den es mir geht. Und ich meinte damit uns alle.


    Ich lese hier und überall so viel über die neuen Möglichkeit, über die Vorteile schnellerer Kommunkation usw.. Das alles ist auch okay, aber mir geht es gar nicht darum. Jedem seins, und wer auf schnelle und kurzweilige Unterhaltung wert legt, soll die Möglichkeiten nutzen.


    Für mich ist die Idee Forum aber noch immer modern und aktuell. Gerade weil die Kommunikation hier nicht so schnell, kurzlebig und vielleicht sogar oberflächlich ist. Schreibe ich hier etwas, bleibt es stehen, ob es mir passt oder nicht. Es kann gefunden werden und ich kann damit konfrontiert werden. Zumindest, so lange es das Forum gibt und nichts gelöscht wird. Ich muss also versuchen, verantwortlich zu schreiben und mich mit dem, was mir so in meiner Gedankenlosigkeit an Gehässigkeiten aus der Feder rutscht, manchmal auch später auseinander setzen bzw. ich weiß darum... Das gelingt nicht immer und kann schmerzhaft sein, denn die Dinge ändern sich mit der Zeit und damit auch Einstellungen und Einschätzungen. Ich finde, es ist das Privileg der Einfalt, nicht neu zu denken und zu lernen.


    Ich bin nur bedingt ein Verehrer des Ex-Bundeskanzlers K. Adenauer, der sagte: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Nichts hindert mich, weiser zu werden."

    Ich bin weder weise noch besonders nachdenklich, aber das hallt nach.


    Soviel "ich". Tut mir sehr leid. Aber ich rede hier halt auch für mich.


    Die Ameisenforen sind noch nicht bedeutungslos geworden. Ihre Bedeutung hat abgenommen, das liegt für mich aber zum großen Teil an der Aufspaltung der Gemeinde. Mag sein, dass auch neue Medien wie Discord eine Rolle spielen. Zusammengenommen haben die Foren aber noch immer eine große Zahl erfahrener user.


    Was also kann man tun?

    Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, wenn die user der unterschiedlichen Foren, die an der heutigen Situation arbeiten wollen, sich irgendwo auf neutralem Gebiet unterhalten. Das ist schwierig, ich weiß. Das eusozial werden viele nicht als neutral sehen können, das AP oder das AF wohl leider auch nicht. AF und AC sind im Besitz des antstore, schwierig. Doch das AC als vielleicht kleinstes Forum wäre vielleicht eine geeignete Plattform für eine forenübergreifende Unterhaltung. Auch im AC gab es übrigens eine interessante, lesenswerte Diskussion zu Erne's Thema aus dem AF.


    Das sind so meine Gedanken und wer zwischen den Zeilen liest, merkt, dass ich mich schwer tue, den Knüppel aus dem Sack zu lassen.

    Denn mir gefällt die Situation nicht und ich weiß nicht, wie weit sie Euch gefällt, wie weit Ihr Euch eingerichtet habt und den heutigen Stand der Dinge für unabänderlich haltet.

    Änderungen, Korrekturen und Verbesserungen müssen aber immer möglich sein.


    Frank.

    Ich wollte hier eigentlich nicht viel über das AF reden und wie die dortigen Gespräche endeten. Serafine, ich glaube auch nicht, dass du das hier noch einmal alles bis in kleinste beschreiben musst. Ich habs ja dort mitgelesen, wie sicher auch viele andere. Und ich fand es nicht gut, wie es dann lief und eigentlich dachte ich, schade drum.

    Deine Argumentation, was die Bedeutung der Foren anbetrifft, das ist eben deine Meinung. Ich finde eher, so klein sollte man sie nicht reden (...aber das ist ein anderes Thema).


    di4pr, es wäre mehr als schade, wenn du jetzt still bleiben willst. Man kann ja was sagen. Das hast du getan und mir gefiel es. Man muss nicht still sein, wenn man nur vermeiden will, laut zu sein...:)


    Mir geht es eigentlich um die Foren und damit, und das vor allem, um die Nutzer der Foren.


    LG, Frank.

    Nun gab es im Ameisenforum wieder eine Diskussion in den letzten Tagen, von Erne gestartet, um den "Untergang" oder die mögliche Zukunft der Ameisenforen zu beleuchten.

    Einige Fragen, die Erne aufwarf, fand ich bemerkenswert. Er wies auf die rückläufige Beteiligung in den deutschen Foren hin, auf die Aufsplitterung der Gemeinde der Forenbenutzer und auf die (vermeintliche?) Unvereinbarkeit der Einstellungen der (übrigens ebenfalls vermeintlichen) "Platzhirsche" in den verschiedenen Foren. Diese Teile der Diskussion waren für mich eigentlich die interessantesten und wichtigsten Fragen. Leider wurden sie nicht weiter vertieft, vielmehr ging die Diskussion in die übliche Richtung.


    Es ist nicht wichtig, was ich denke und fühle. Nur soviel dazu. Ich erwog eigentlich ernsthaft, mich nach über zehn Jahren mal wieder in einer Diskussion im AF zu beteiligen. Ich bin jetzt froh, abgewartet zu haben, denn die Diskussion glitt irgendwie ab und ich möchte mich an Streitereien nicht mehr beteiligen. Für mich sieht es so aus, als ob Erne mit seinen Fragen in seiner Eingangseinlassung wichtige Themen anriss. Die kann man bereden, auch diskutieren, aber es wäre doch schön, wenn man das auf allen Seiten in einer Weise täte, die niemanden herabsetzt. Auch im Rückblick auf vergangene Zeiten, denn was in Folge der Auseinandersetzungen entstand, sehen wir heute.

    Das ist heute nicht alles schlecht, aber vieles ist auch nicht besonders gut.


    Für mich gibt es heute nur einen Weg, um die deutschen Ameisenforen wieder attraktiv zu machen. Wir müssen wieder einen Weg zueinander finden, zusammen gehen, Einheit in Vielfalt. Das ist für mich völlig klar. Schon seit einiger Zeit.

    Ich glaube dabei nicht, dass das Modell Ameisenforum heute obsolet ist. All die Vorzüge, die ein Forum noch immer bietet und weiterhin bieten wird, sind bekannt. Weiterentwicklungen und Kooperationen sind möglich.

    Naja...


    LG, Frank.

    Übrigens hatte ich dieses Buch gekauft („Die Intelligenz der Bienen“ von Randolf Menzel und Matthias Eckoldt ,erschienen im Knaus Verlag) und war begeistert. Ein wundervolles Buch, das mir Einblicke gab, die absolut faszinierend waren und sind. Ein wundervolles Buch, für jeden interessant, der sich mit sozialen Insekten befasst.


    Ebenso wie das sehr schöne Buch : "Bienen, geheimnisvolle Waldbewohner" von Ingo Arndt und Jürgen Tautz.

    Das Buch ist bestechend schön, mit großartigen Fotografien des Tierfotografen Ingo Arndt. Ebenso schön sind die Erläuterungen und Erklärungen von Prof. Jürgen Tautz.

    Die Honigbiene ist ein Wildtier. Und sie wird es zum Glück bleiben. Sie vermag es, ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder zurück zu erlangen, sobald sie die Möglichkeit dazu hat. Wir sollten ihr diese Möglichkeit geben und wildlebende Bienen bzw. verwilderte Honigbienen nicht als Problem sehen. Vielmehr als Chance.


    LG, Frank.

    Hey Mathias. Na die hat mich einfach (wieder) verzaubert.


    Eine Kolonie der Art hielt ich ja für kurze Zeit schon einmal, Pflegetiere von Roger, die er mir zum Beobachten überließ. Das ist einige Jahre her.

    Vielleicht liegt es einfach daran, wenn ich die Ameisen hier habe, dass diese Tiere in ihrem Verhalten so gar nicht an die uns bekannten Arten von Camponotus erinnern. Dies hier sind Ameisen, die dich regelrecht ansehen.

    Als mich die Königin bei Gerhard aus ihrem Reagenzglas ansah, war es passiert...:love:


    Selbst andere tagaktive Arten aus der Gattung wie die schönen C. cruentatus oder vagus (auch sehr schöne Tiere!) haben nicht dieses vielfältige Verhalten, das man bei diesen Arten hier beobachten kann. Dieser hervorragende visuelle Sinn, das Tandemlaufen und gleichzeitige Spuren, die Wendigkeit, Übersicht und Schnelligkeit. Vieles erinnert aber natürlich an die Ameisen der Gattung Cataglyphis. Manches aber, wie eben Spuren und Tandemlaufen, sind Verhaltensweisen, die die Cataglyphis nicht so drauf haben. Und wenn diese spuren oder markieren, dann nur in Nesteingangsnähe.


    Leider werden die Arbeiterinnen dieser Art hier nicht sehr alt, auch nicht in der Haltung. Anfangs starben mir innerhalb kurzer Zeit die vier der fünf Arbeiterinnen weg, die die Königin bei Gerhard schon aufgezogen hatte. Aber es wurden und werden ständig junge Arbeiterinnen aufgezogen.

    Das die Arbeiterinnen nicht sehr alt werden, hat mich früher sehr gestört. Aber was soll es, das muss man akzeptieren als eine Besonderheit der Art. Und jetzt, im Moment, sieht es sehr gut aus, es sterben keine Tiere, sind ja auch alle noch sehr jung und die Kinderstube ist mit Nachwuchs gefüllt.


    LG, Frank.

    Hallo Bastian, danke für dein ausführliches Statement.

    Du schreibst eingangs: "Ich bin über die Darstellung, auch und v.a. auf bienen-dialoge.de, ein wenig unglücklich." Das verstehe ich noch nicht so recht.


    Im Großen und Ganzen sehe ich keine wichtigen Widersprüche. Ich fand auf der Seite zB. nicht Forderungen nach Verboten der wirtschaftlichen Nutzung der Bienen, das wäre ja auch komisch. Falls es das ist... Vorschläge in die eine oder andere Richtung sind Versuche, ein Nach- oder Umdenken anzuregen und müssen nicht als Doktrin betrachtet werden, glaube ich. Vielleicht als Anregungen dafür, unseren Umgang mit Nutztieren, dazu gehört die Honigbiene, zu überdenken. Jeder kennt ja die Bilder der industriellen Großimkerei in der Welt.


    Nur um das zu sagen. Ich wende mich nicht gegen die Imkerei, wer bin ich denn.

    Außerdem, meine für die Sache hier unerheblichen, frühesten Erfahrungen mit sozialen Insekten sammelte ich auf den Bienenstand meines Onkel Paul in Finkenkrug. Der war begeisterter Imker, liebte seine Bienen über alles und besaß 40 Völker. Hier sah ich auch zum ersten Mal Hornissen, die am Bienenstand Bienen raubten und die meinen Onkel nicht beunruhigten. Die mochte er nämlich auch. Ebenso sogar Hummeln, die versuchten, angelockt vom verführerischen Duft in die Bienenbeuten einzudringen und noch viele andere Insekten, die etwas abhaben wollten vom Honigreichtum des Biens. Ich glaube, eine verantwortungsvolle Imkerei ist Bienen- und damit Tierschutz. Dabei können aber neue Erkenntnisse und Erfahrungen berücksichtigt werden.


    Natürlich ist die Honigbiene ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Das doch aber neben Schwebfliegen, Schmetterlingen, Wespen, anderen Fliegen bis hin zur Schmeißfliege, den kälteresistenten Hummeln mit einigen Arten, den Wildbienen usw..

    Alles wichtige Bestäuber und wenn ich durch die (wirtschaftlich wenig oder nicht genutzte) Landschaft gehe, sehe ich v.a. Hummeln und Blumenfliegen heute als die wichtigsten Bestäuber. (Honigbienen werden zB. an die Rapsfelder herangekarrt, um sie danach woanders hin zu verfrachten. Womit sie dann weitgehend wieder verschwinden und damit fast bedeutungslos werden in einer Region). Viele von den anderen bestäubenden Insekten verschwinden nach und nach. Die als Nutztier gehaltene Honigbiene noch nicht, wildlebende Honigbienen dagegen schon.


    Honigbienen kann man billig und massenhaft produzieren. Sie sind eine Ware.

    Wenn die Tiere leiden, unter den Einsatz verschiedenster Chemikalien in der Landwirtschaft, wird das manchmal im Kauf genommen. Wenn die Tiere gestresst sind, zB. weil vielleicht ihre Völker zu groß sind, der Schwarmtrieb unterdrückt wird, also der natürliche Fortpflanzungstrieb der Art, die Völker eben doch in allzu großer, nicht arttypischer Nähe zueinander stationiert werden, was es Parasiten und Krankheiten oder Übergriffen zwischen den Völkern leichter macht, und wenn all das vor allem deswegen unternommen wird, weil die Honigbiene ein wirtschaftlicher Faktor ist, dann ist die Frage doch erlaubt, ob all das wirklich nötig ist oder ob man nicht vielleicht doch andere Wege gehen kann. Wenigstens ganz langsam und vorsichtig. Es gibt, soviel ich weiß, hohe ethische Zielsetzungen und Ansprüche auch in der Honigindustrie. Wie in jeder Industrie.


    Dass die Dunkle Honigbiene bei uns verschwunden ist, wird nicht geleugnet, glaube ich. Dass es zu Vermischungen und Einkreuzungen der Rassen kommt, wenn die junge Bienenkönigin zum Hochzeitsflug ausfliegen darf (was ja nun sicher nicht selbstverständlich ist), ist doch selbstverständlich.


    Zuletzt. Der Aufwand, der heute betrieben wird, um die Honigbiene zu nutzen bzw. auszubeuten, ist hoch und lohnt sich wohl. Der Aufwand, der nötig wäre, wenigstens einen Teil der Population eine Überlebenschance in Freiheit, fern der "Obhut" des Menschen zu ermöglichen, ist vergleichsweise winzig und lohnt sich sicher auch.

    Baumhöhlen sind selten und es braucht dann eben andere Möglichkeiten, die bereitgestellt werden könnten. Sicher machbar. Und es würde vielleicht großflächig eine Population entstehen, die ganz gut mit den Problemen zurecht kommt, die unsere Nutz-Honigbienen so belasten.


    Danke auch für den Buchtipp. Hab ich mal bestellt und freu mich drauf.

    Ein kurzes Interview mit Prof. Tautz : https://www.daserste.de/inform…isch-tautz-video-100.html

    Hier noch eine sehr lesenswerte Buchrezension, die man vielleicht lesen sollte:

    https://bienen-dialoge.de/buch…-arndt-und-juergen-tautz/


    LG, Frank.