Frank Mattheis Moderator
  • Member since Jan 13th 2010

Posts by Frank Mattheis

    Hallo Leute.


    In diesem Jahr hielt ich nun Hornissen bei mir und ausgerechnet jetzt zwangen uns die Umstände, die Wohnung in Brohl zu verlassen und umzuziehen. Parkplatzprobleme, wir konnten nicht mehr unsere Fahrzeuge hier parken. So sind wir nach über sechs Jahren nun umgezogen. Umziehen ist ätzend, schweres Schleppen und was man an Zeug hat, kaum zu glauben...
    Aber, was soll's, an einen Umzug haben wir schon lange gedacht, B9 und Rheinschiene haben immer ziemlich genervt.


    Dumm natürlich, dass gerade heuer die Hornissen bei uns sind. Es war ein etwas uncooles Gefühl, dass Hornissenvolk in seinem Nestkasten auf dem Schoss zu haben bei einer halbstündigen Autofahrt. Natürlich waren der Eingang und Luftlöcher gut verschlossen. Trotzdem. Immerhin gibt es noch einige dutzend Arbeiterinnen im Nest, etliche von ihnen schienen "gewaltbereit" zu sein während der Fahrt. Jedenfalls brummte es im Nest bedrohlich.
    Aber ich wollte die Tiere natürlich mitnehmen und sie nicht irgendwie zurücklassen.


    Also holten wir das Hornissenvolk an einem frühen Morgen in der vergangenen Woche. Im Anschluss mussten wir an diesem Tag noch zweimal rüber fahren, einige Arbeiterinnen trudelten erst im Laufe des Morgens ein, Hornissen fliegen auch in der Nacht und so sind nie alle daheim. Freitag, zur Übergabe der alten Wohnung, waren alle bei uns am neuem Wohnort und die alte Wohnung war und ist "hornissenfrei".


    Nun verbringen die letzten Hornissen des Volkes ihre letzte Zeit, gut versorgt, in Neuwied und leben hier auf meiner Terrasse. Das bedeutet auch, dass ich nun nicht mehr in das Nest schauen kann, die Sichtscheibe ist mit wärmedämmenden Material verkleidet.
    Die Tage werden kühler und feuchter, die Tiere fliegen weniger und umso wichtiger ist jetzt eine ausreichende, reichliche Versorgung mit Zucker.
    Es soll ihnen auch hier an nichts fehlen.


    Hornissen am 6.10.19


    LG, Frank.

    Hallo Leute.
    Mit meinen lieben Hornissen geht es nun langsam zu Ende. Die Zahl der Arbeiterinnen geht rapide zurück, der Flugverkehr am Flugloch ist nun sehr viel ruhiger als im Sommer. Im gleichem Maß nimmt die Zahl der Männchen zu im Nest, die Herren verlassen das Nest erst nach einigen Tagen. Für die verbliebenen Arbeiterinnen bedeutet das jede Menge Stress, die hungrigen Männchen wollen mit Kohlehydraten versorgt werden.


    Es ist in den letzten Tagen kühler geworden und so haben die Arbeiterinnen die Nesthülle erweitert und auch die Sichtscheibe zugebaut. Sie gewähren mir keinen Einblick mehr. Aber das ist schon in Ordnung.


    Hornissennest am 25.9.19


    Die alte Königin scheint schon einige Zeit verschwunden zu sein. Vor einigen Wochen war sie noch im Nest. Phil war Ende August bei mir, da konnten wir sie noch im Nest sehen.
    Irgendwie geht alles sehr ruhig im Nest zu. Die Hornissen scheinen kein Problem damit zu haben, dass der Untergang ihres Staates bevorsteht.


    Übrigens ist es auch für mich okay, wenn das Volk nun langsam schwindet. Man muss schon sagen, dass die Stoffwechselvorgänge dieser großen Wespen gewisse Auswirkungen haben. Sollte ich noch einmal das große Glück haben, Hornissen bei mir beherbergen zu können, werde ich das eher nicht im inneren Bereich der Wohnung tun. Es ist ja klar, das sind große Tiere, die viel Nahrung eintragen.
    Mit der Anlage meines Nestkastens (ursprünglich ja für die viel kleineren Wespen der Art Vespula vulgaris) hatte ich das Problem ja weitgehend gelöst. Der Eingang des Nestkastens befindet sich ganz unten, was die Wespen dazu zwingt, ihren dorthin, nach unten fallenden Unrat und ihre Abfälle nach draußen zu entsorgen. Nichts, oder nicht viel kann liegenbleiben, wenn der Weg frei gehalten werden soll. Die großen Hornissen jedoch haben auch einen sehr großen Flüssigkeitsbedarf, d.h., sie tragen viel Wasser und süße Pflanzensäfte ein, dementsprechend verlässt auch viel "wässriges" ihre Körper und, naja, das kann man schon manchmal bemerken.
    Es gibt Dinge, die man für eine Zeit gerne auf sich nimmt.


    Denn es sind wundervolle Tiere. Ich bin froh, dass sie ihren Zyklus weitgehend abschließen konnten und sie bleiben auf der Fensterbank, bis bei ihnen völlige Ruhe eingekehrt ist.


    LG, Frank.

    Meine bombycinus überraschen mich ja immer wieder. Seit ein paar Tagen waren ein paar größere Puppen aufgetaucht, ich hegte schon leise die Hoffnung, die Kolonie würde Soldaten aufziehen. Jetzt schon, die junge Königin ist gerade mal ein halbes Jahr alt! Das ist auf jedem Fall ungewöhnlich bei so kleinen Kolonien.


    Und sie taten es. Tatsächlich beobachtete ich heute früh einen jungen, frisch geschlüpften Soldaten. Noch kein ganz großer, aber bereits sehr viel größer als alle anderen Individuen der Kolonie und mit großen, stark verlängerten Mandibeln.
    Sehr hübsch... :love:


    Cataglyphis bombycinus, Soldat


    Das freut mich sehr. Ich muss sagen,, dass es "mir" bisher nicht gelungen ist, Soldaten bei der Art in Gefangenschaft aufzuziehen. Natürlich meine ich, dass es meinen Cataglyphis bombycinus bei mir bisher nicht gelungen war.
    Mag sein, dass die reichliche Fütterung in diesem Spätsommer mit hochwertigen Proteinen eine Rolle spielte. Vielleicht spielt aber auch eine Rolle, dass die noch kleine Kolonie im Terrarium mit einer anderen kleinen Ameisenkolonie zusammen lebt. Es lebt eine kleine Kolonie einer tunesischen Messor spec. mit im Terrarium. Es kommt zwischen den Arten nie zu Konflikten, beide Arten sind friedlich und auf Koexistenz ausgerichtet, aber das Zusammenleben mit anderen Ameisen spielt vielleicht indirekt eine Rolle bei bombycinus und forciert vielleicht die Aufzucht von Soldaten.


    LG, Frank.

    Hey Serafine. Klar, das könnte optimaler laufen. Andererseits, wir wollten eigentlich nie dem größeren Ameisenforum den Rang ablaufen, wenn es um den Zulauf von neuen usern geht. Das war nie unser wichtigstes Anliegen. Wer aber irgendwann ernsthaft Interesse hat, der wird früher oder später schon auch auf das eusozial stoßen und kann dann für sich entscheiden, ob das Forum etwas für ihn ist.
    Wenn du nach bestimmten Arten, Haltungsberichte oder andere Berichte suchst, taucht das eusozial ja schon auf und das mit manchmal schönen Beiträgen.
    Neulinge sind wie jeder andere hier willkommen und jedem steht hier alles offen. Letztlich ja auch die IG und damit die Schaltstellen der "Macht". Es hat aber einen gewissen Charme und understatement, wenn wir unser eusozial nicht allzu plakativ bewerben.


    LG, Frank.

    Genau. Ich würde diese Ameise absolut trocken halten. Wasser sollte natürlich vorhanden sein in einer Tränke.
    Diese Art liebt absolute Trockenheit, trockene Holznester. Dabei, wie Phil schon sagt, hohe, tropische Temperaturen tagsüber.


    LG, Frank.

    Naja, den einen oder anderen Händler hatten wir ja schon bei uns im Forum und die haben sich auch hin und wieder gemeldet. Einer von ihnen, Steffen von WoA, war hier und in anderen Foren über eine Zeitlang auch einigermaßen aktiv und hat verschiedene Beiträge verfasst. Das nicht in seiner Eigenschaft als Händler, sondern als Mitglied im Forum. Steffen wollte, glaube ich, nie als Händler hier gesehen werden, sondern vor allem als Tier- und Ameisenfreund und -kenner und als Ameisenhalter. Und ein solcher war/ist er auch.


    Von Gerhard Kalytta gibt es einige wenige, aber wertvolle Beiträge, Fred hat diese hier bei uns eingestellt. Viel mehr Händler fallen mir nicht ein, die sich bei uns in all den Jahren gemeldet haben. Da war noch Rene, der ab und zu was gepostet hat und vielleicht noch ein, zwei mehr. Das Interesse hielt sich aber tatsächlich in Grenzen.
    Obwohl wir eigentlich von Anbeginn an uns bei unserem Forum darauf geeinigt hatten, mit diesen Fragen offen umzugehen und Händlern wie allen anderen hier eine Plattform zu bieten. Freilich mit einigen zurückhaltenden Regeln, die man leicht im Forum finden kann. Unsere Offenheit in dieser Frage haben wir immer wieder kommuniziert.


    Ich weiß nicht, ob es so ist, dass die amerikanischen Händler mehr den Austausch mit den Haltern suchen. Wichtig ist sicher vor allem, ob die Käufer mit den Service zufrieden sind und sich gut behandelt fühlen. Ich glaube, die meisten Händler scheuen nicht unbedingt den Kontakt mit ihren Kunden in Foren wie diesem, viel mehr werden sie das Gefühl haben, dass die Zeit manches nicht zulässt. Und so scheint es für das Geschäft nicht sehr wichtig zu sein, in einem Forum präsent zu sein.
    Nicht zuletzt ist es natürlich so, dass mancher diese Öffentlichkeitsarbeit für zu anstrengend hält. Denn schließlich läuft nicht immer alles perfekt und unzufriedene Kunden sind manchmal ungeduldig. Verständlicherweise... Und solche Dinge bergen dann die Gefahr, sich unangenehmen Fragen und auch Angriffen stellen zu müssen.


    Wir haben hier immer versucht, Konflikte oder Auseinandersetzungen friedlich und ohne persönliche Anfeindungen zu regeln. Dieses Angebot galt immer für alle user, so auch für Händler, wenn sie denn hier mitmachen.


    LG, Frank.

    Hallo Serafine. Ich finde das auch interessant und sehe darin eine Möglichkeit, dem Forum durch eine Zusammenarbeit neues Leben einzuhauchen. Möglichen Nutzen sehe ich für beide Plattformen. Wichtig wäre, wie Mathias schon sagt, dass die von Phil aufgeworfenen Fragen zu Verantwortlichkeiten und gegenseitigen Verpflichtungen geklärt werden. Aber das sollte ja möglich sein.
    Unsere Strukturen und Verfahrensregeln sollten dabei unberührt bleiben, insbesondere die Wahlen der Verantwortlichen im eusozial (auch wenn wir das in diesem Jahr verschoben haben) und die umfänglichen Mitspracherechte der Mitglieder der IG.


    Ja, schade, dass die Diskussion im AF so endete. Ich habe sie auch verfolgt und ihr plötzliches Ende hat mich überrascht. Es ist manchmal merkwürdig, wie schwer es ist, in einer relativ kleinen Gruppe wie der unseren der an Ameisen interessierten eine Übereinkunft zu finden.


    LG, Frank.


    Edit: Danke für den Link.

    Gekauft... Danke, Phil.


    Ich hatte an anderer Stelle, im Portal schon von diesem Buch gelesen und schon über die Anschaffung nachgedacht.


    Eigentlich war ein solches Buch überfällig. Endlich wird wohl versucht, die gesamte europäische Ameisenfauna bzw. die wichtigsten Arten zu beschreiben. Natürlich kann das nicht vollständig und allumfassend sein, aber das Buch wird hilfreich sein, wenn man im Süden Europas und anderswo unterwegs ist.


    LG, Frank.

    Hallo Leute.


    Das Hornissenvolk ist wieder etwas gewachsen, das Nest wurde etwas vergrößert. Die Arbeiterinnen haben begonnen, die fünfte Wabe zu errichten. Diese Wabe wird sicher die größeren Königinnenzellen besitzen, denn es wird Zeit, Jungköniginnen aufzuziehen.


    Vespa crabro 5.9.19 1


    Bereits jetzt werden viele Männchen aufgezogen.


    Vespa crabro 5.9.19 2


    Das hat mich etwas überrascht, so früh habe ich nicht mit Männchen gerechnet. Denn noch immer ist die alte Königin fit und im Nest, das soziale Gefüge im Hornissenstaat scheint noch in Ordnung zu sein. Die Altkönigin kann die Arbeiterinnen noch kontrollieren, wie es aussieht. Zumindest sehe ich keinen Streit oder Zwistigkeiten unter den Arbeiterinnen.
    Es scheint, als ob die Hornissen einschätzen können, wie viel Platz für das Nest zur Verfügung steht und fangen entsprechend der Jahreszeit an, Geschlechtstiere aufzuziehen. Zumindest sieht es fast so aus, als ob meine Hornissen sich den Platz, der ihnen zur Verfügung steht, eingeteilt haben. Hornissen können ja sehr viel größere Nester errichten. Funktionierende und sich reproduzierende Kolonien können aber auch mit sehr viel weniger Platz auskommen. Wenn es möglich ist und ein geeigneter und größerer Nistplatz in der Nähe aufzufinden ist, ziehen Hornissenvölker sogar manchmal um. Das ist dann schon eine Leistung für diese Wespen, die ja nur einjährige Staaten aufbauen. Es erfordert Kommunikation, Rekrutierung und Organisation.
    Mein Völkchen hat nun den Zenit überschritten. Ich hoffe, dass es ihnen noch gelingt, einige junge Königinnen aufzuziehen. Mit ihren Männchen jedoch beteiligen sich meine Hornissen schon jetzt an der Reproduktion der Art.


    LG, Frank.

    Welche anderen Arten pflegst du denn, Benni?


    Ich frage nur, weil es oft so ist, dass Camponotus-Arten eben auch länger brauchen als viele anderen Arten für die Entwicklung vom Ei bis zum Insekt.
    Totgeburten kommen tatsächlich vor. Es kann geschehen, dass die Arbeiterinnen tote, aber fast ausgefärbte Jungtiere aus den Kokons befreien. Das geschieht manchmal bei meinen Cataglyphis, auch bei den Myrmecia geschah es schon und bei anderen Arten. Oft lag es wahrscheinlich daran, dass die Bedingungen nicht ganz optimal waren. Wie Mathias schon schrieb, entweder zu trocken oder aber auch manchmal einfach zu nass. Jede Art hat sicher ihre optimale Bedingungen.
    ZB. darf es bei meinen Cataglyphis nicht völlig trocken sein im Nest, sondern durchaus etwas feucht. Das ist schwierig hinzubekommen. Wenn es aber gelingt, brüten die wie verrückt.


    Wie bekommt man raus, welche Bedingungen optimal sind für die Art?
    Sie wissen es selbst am besten. Man sollte versuchen, unterschiedliche Temperatur- Und Feuchtigkeitsbedingungen anzubieten in einem Nest. Wenn du Reagenzgläser benutzt, was völlig okay ist, würde ich mal probieren, auch ein völlig trockenes, wärmeres anzubieten neben dem Reagenzglas mit Wassertank. Einfach auch mal unterschiedliche Bedingungen anbieten... Die Ameisen dann wählen lassen. Kann dann sein, dass die Arbeiterinnen unterschiedliche Orte wählen für die verschiedenen Stadien der Brut. Denn die Bedürfnisse können variieren bei den Puppen, den Larven, den Junglarven und Eipaketen.


    LG, Frank.

    Hallo.
    Diese Cataglyphis bombycinus überraschen mich immer wieder. Eine derart tolerante, "ausländerfreundliche" und friedliche Art gibt es wohl kaum noch einmal unter den Ameisen. Dabei können auch diese Ameisen sich wehren, energisch ihre Kolonien verteidigen usw..


    Nun habe ich meinen Kolonien bewusst vor ein paar Tagen Brut von Myrmica rubra gegeben und sie damit gefüttert. Den größten Teil davon haben die Cataglyphis an ihre Larven verfüttert.
    Jedoch ist eine Myrmica in einem Nest geschlüpft und ist seit einigen Tagen voll integriert im Kolonieleben der kleinen Kolonie. Das ist nun wirklich verrückt und ungewöhnlich. Die kleine Myrmica kümmert sich um die Brut, sie wird geputzt und sogar gefüttert von den Arbeiterinnen der Cataglyphis und scheint tatsächlich vollkommen akzeptiert zu sein.


    Cataglyphis bombycinus


    Diese beiden Arten sind nicht gerade eng miteinander verwandt. Für mich ziemlich verrückt.


    Es wird natürlich nicht funktionieren, die Myrmica-Arbeiterin wird wohl nicht mit den Larven der Cataglyphis zurecht kommen. Trotzdem, die lasse ich erst mal drin.


    LG, Frank.

    Hallo Ameisenfreunde.
    Lange habe ich nichts mehr von der ägyptischen Königin berichtet. Es geht aber bei ihr gut voran, die Hilfsameisen einer marokkanischen Cataglyphis-Art, die ich ihr damals zugesetzt habe, ziehen nun brav die Nachkommenschaft auf. Es gibt nun immer mehr Arbeiterinnen der ägyptischen Art im Nest. Die Ameisen beider Arten leben dabei gut zusammen und es gibt keine Probleme. Es gibt im Nest eine große Menge an Brut in allen Stadien, leider lässt sich das nicht gut fotografieren. Kondenswasser und verschmutzte Scheiben erlauben keine guten Bilder. Hier ein Foto der Königin, vorhin gemacht.


    Cataglyphis cf. niger


    Ich werde die kleine Kolonie in naher Zukunft umsetzen in ein neues Nest und ein neues kleines Terrarium. Dann werden bessere Fotos möglich sein, die den Stand der Kolonie zeigen können. insgesamt bin ich sehr zufrieden, der Fang dieser einzigen Ameisenkönigin im Frühjahr in Ägypten war ein Glückstreffer.


    Die Kolonie meiner Cataglyphis bombycinus entwickelt sich ebenfalls hervorragend. Bei beiden Kolonien versuche ich, das Nest etwas feucht zu halten. Diese leicht erhöhte Feuchtigkeit im Nest scheint zu bewirken, dass die Cataglyphis viele Nachkommen aufziehen und die Königinnen ständig neue Eier legen.


    Cataglyphis bombycinus


    Hm, naja. Das Experiment mit den Raptiformica und zugesetzter Brut dieser Art habe ich abgebrochen. Immerhin war zu sehen, dass die Arten zuammen leben können, sich gegenseitig füttern und akzeptieren im gemeinsamen Nest. Jedoch waren die Raptiformica sehr temperamentvoll und alarmierten bei der kleinsten Erschütterung oder bei der Gabe von Futtertieren. Das führte dann jedesmal zu großer Verwirrung und zu extremen Chaos bei den bombycinus im Nest. Die Alarmpheromone der Raubameisen konnten von ihnen wohl nicht interpretiert werden und ließen sie in heillose Panik geraten. Also musste ich die Raubameisen aus der Kolonie entfernen.


    LG, Frank.

    Hallo Insektenfreunde.


    Das Hornissenvolk hat weiter an seinem Nest gebaut und die Nesthöhle beträchtlich erweitert. Die Wespen haben bereits begonnen, die vierte Wabe zu bauen.


    Hornissennest. 18.8.19


    Als ich heute in das Nest schaute, sah ich die Königin. Typisch für eine "alte" Wespe,, sie hat ihre Behaarung und Beborstung nun fast völlig verloren und die Enden ihrer zusammen gelegten Flügel sind etwas ausgefranst. Das Leben dieser imposanten Wespe wird in den nächsten Wochen zu Ende gehen, wenn es gut geht, lebt sie noch bis Ende September, bestenfalls bis in den Oktober.
    Das aber nur, wenn sie die Kraft behält, ihre Arbeiterinnen weiter zu dominieren. Oft sterben die Königinnen der Faltenwespen nicht direkt an Altersschwäche, sondern an den Verletzungen, die ihnen ihre Töchter zufügen. Dazu kann es kommen, wenn die Königinnen ihren pheromonellen Einfluss auf den Wespenstaat verlieren und so die Töchter, Arbeiterinnen beginnen, eigene Fortpflanzungsinteressen zu verfolgen und für wichtiger zu halten. Bei den entsprechenden Putschversuchen stört dann die Mutter und muss beseitigt und heimtückisch erdolcht werden. Ein Wespenstaat geht so nicht selten an Anarchie zugrunde.
    Warum sollte es bei diesen wundervollen Insekten anders sein als bei uns...


    Aber, zum Glück ist es bei meinen Hornissen noch nicht so weit und es muss auch nicht dazu kommen.


    Königinmutter. In aller Pracht.


    Hornissen, Königin, 18.8.19


    LG, Frank.

    Hallo Michael, ich würde das Reagenzglas auf keinem Fall verschließen. Ich würde es offen lassen und offen in einem kleinen Behälter mit Sandboden oder Erdboden deponieren, der vielleicht ebenfalls offen ist. Eine kleine Plastikbox o.ä.. Rand vielleicht talkumieren, falls die Königin auf Wanderschaft geht.
    So erreichst du, dass die LF nicht ganz so hoch ist im Reagenzglas und kannst Schimmelpilz hoffentlich verhindern.


    LG, Frank.


    Übrigens lasse ich die meisten Königinnen bei mir so gründen, auch die, die claustral gründen. Cataglyphis-Arten verstehen es, den Eingang anzupassen und zu zu bauen. Andere wie die Gigantiops (semiclaustral) tun das natürlich auch. Die Ameisen haben so die Möglichkeit, selbst die LF zu regeln.
    Der relativ kleinen Colobopsis wird das wahrscheinlich nicht gelingen, trotzdem wäre es besser, das Reagenzglas offen zu lassen. Vorübergehende Trockenheit wird sie überleben, Verpilzung infolge stockender Feuchtigkeit eher nicht.

    Hey Phillip, es ging hier nicht um die Sache Dinomyrmex oder nicht. Hab ich oben versucht anzudeuten, dass auch ich die angebotene Art nicht für einen Vertreter von Dinomyrmex halte. Ich kann ja auch eins und eins zusammenzählen und lese hier und da... :P Trotzdem hat mich die Art interessiert.
    Also bitte das mit der vielleicht nicht ganz korrekt bestimmten Art zum Problem machen, es war kein Problem und nicht Hauptgegenstand meines Beitrags. Die Art hätte ich sicher irgendwann gut bestimmen lassen können, ich denke, Phil hätte mir da helfen können.


    Mir ging es bei meiner Wortmeldung nur um den für mich etwas unbefriedigenden Austausch mit dem Anbieter. Aber das war eben auch nur eine/meine Erfahrung.
    Wie sich zeigt, haben andere positive Erfahrungen gemacht mit diesem Shop und seinen Betreiber und damit ist es für mich gut.


    LG, Frank.

    Hallo Gregor und Martin. Das freut mich, wenn eure Erfahrungen so gut sind.


    Mein Beitrag war auch nicht so gemeint, als ob ich über den Betreiber des Shops richten wollte. Ich fand es aber eben schade, wenn meine (zwei) Fragen nicht beantwortet werden.
    Natürlich wäre auch ich persönlich zum Shop gefahren, um diese Tiere abzuholen. Das mache ich eigentlich immer.


    LG, Frank.