trailandstreet Intermediate
  • Member since Sep 24th 2013

Posts by trailandstreet

    42°C ??? ich hatte was von BIS ZU 32°C gelesen. Das wäre, wenn es nur ein maximum an der Oberfläche wäre, vielleicht gerade ncoh vertretbar und von den Ameisen noch zu händeln, wenn sie genug Flüssigkeit parat haben und auch eine schattige Seite.
    Sind sie denn in der Sonne gestanden?


    Meine vier größeren Völker waren zB über den Sommer in Nähe der Balkontür, auf einem Tisch. Dort hatten sie oft auch an die 30°C, was sie allerdings nur zu mehr Aktivität anregte. Ich muss allerdings sagen, die Formica mögemn es sowieso wärmer und die Myrmica hatten zum einen ein Erdnest, das immer feucht genug war und die anderen ein externes Gipsnest im Schatten. Die offenen Arenen werden aber auch nicht so heiß!

    Ich kann hier auf den ersten Blick keine gravierenden Fehler entdecken, aber ich tippe mal als erstes auf einen Mangel an Proteinen. Das würde auch das Schrumpfen an Brut erklären. Vier Wochen sind doch relativ lang.
    Wie würden sie denn über die Zeit eigentlich versorgt. Zuckerwasser kann man ja zur mit sich in einer Tränke anbieten, das geht schon, aber Fleisch brauchen sie mitunter doch alle paar Tage.
    Ich war mal eine Woche weg, aber die meinen hätten mir anschließend fast die Haare vom Kopf gefressen.

    Es ist auch gut möglich, dass sie diesen Pilz draussen vorfinden, sei es am Baum, den sie bewohnen oder sonstwo. Möglicherweise müssen sie den auch mit Pflanzenmaterial oder ähnlichem versorgen.

    Ich gebe den meisten meiner Völker Mehlpuppen, die ich vorher zerteile. Manchmal auch die Käfer, wenn Sie mir zuviel werden.
    Einige hab ich auch eingefroren, wenn mal nichts zu fangen ist.
    Kleine Arten oder Gründervölkchen bekommen auch oft Fliegen, die hat aber meist schon die Klatsche getötet. Ansonsten gibt es ab und zu auch mal eine Spinne.
    In meinem Messorbecken gibt es aber auch Mehlkäferlarven, bzw auch die Käfer und da kommt es doch tatsächlich vor, dass sie sich an und zu einen kleinen Mehlwurm schnappen.
    Ist aber auch schon umgekehrt vorgekommen, dass sich eine Spinne ins Becken verirrte.
    Andererseits kann man nicht sagen, dass es den Futtertieren schlecht geht. Die meisten bekommen ja Futter en masse


    LG Franz

    Natürlich spielt es für die Haltung keine Rolle, ob man gewisse Dinge richtig bezeichnen kann oder nicht. Mancher hat ja schon Probleme das und dass auseinanderzuhalten. Man gewöhnt sich halt mit der Zeit an, auch die richtigen Fachbegriffe zu benutzen, so wie ein Mechaniker auch Vergaser sagt und nicht "das Teil, in dem das Gemisch aufbereitet wird".
    Wo man als Halter noch am ehesten mit der Terminologie zu tun hat ist wahrscheinlich eher darin, wenn es darum geht, selbstgefangene Arten oder nicht genauer bestimmte Arten bekannter Herkunft richtig zu bestimmen, um die dementsprechenden Haltungsbedingungen herauszufinden.
    So lange man diese dann herstellen kann, ist ja soweit alles in Ordnung. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Knotenameise nun Myrmica rubra, ruginodis oder rugulosa ist.
    Bis auf ein paar von uns, wird wohl kaum einer nebenbei ein wissenschaftliches Interesse an der Haltung haben. Dass man manchmal bestimmte Arten aufgrund ihres Verhaltens oder besser ihres anderen Verhaltens haben möchte oder schon hält ist ja auch Geschmackssache. Der eine mag gern einen riesen Haufen wuselige Pheidole, der andere bevorzugt eher gut sichtbare Ponerinen und der andere erfreut sich lieber an den etwas tolpatschig wirkenden Messor.
    Dann gibt es vielleicht noch diejenigen, die es eher als sportlichen Anreiz sehen, etwas schwieriger zu haltende Arten zu pflegen oder gar gründen zu lassen. Da könnte man vielleicht noch eher mit der Wissenschaft in Bezug kommen.


    Schlussendlich hat aber jeder die selbe Absicht, Hauptsache den Ameisen geht's gut. :drehen:

    Die Holzöfen neuerer Bauart haben inzwischen auch etwas anderes als das übliche Schamott drin. Ist das etwa dieser Stein?
    Soweit ich weiß, kann dieser auch leicht bearbeitet werden. unser Ofen ist ja noch nicht so alt, dass ich die schon mal hätte erneuern müssen.

    Dem letzten Satz kann ich so auch wieder nicht zustimmen. Ich bin da leider etwas mitinvolviert. Es werden laufend neue Erkenntnisse in Sachen Hundeerziehung und Ernährung gefunden. An Hunden wohlgemerkt, nicht am Wolf.
    Dann währen wir aber auch schon wieder beim Thema, denn wir halten ja keine domestizierten Tiere, sondern eben die Wildform. Und wenn es hier wieder neue Arbeiten dazu gibt, trifft es eben auf diese zu. Ob das nun mit dem Pilz von Atta zu tun hat, den Darmsymbionten von Camponotus gigas oder dem Sexualleben der Gamergaten.
    Was die wissenschaftlichen Bezeichnungen angeht, kann man diese wohl lediglich noch auf die paar heimischen Arten anwenden. Bei den täglich hinzukommenden neuen Arten gibt es meist gar keinen eindeutigen Trivialnamen. Ich muss aber auch zugeben, ich kenne das schon jahrzehntelang aus der Aquaristik, da kommen dafür dann aber oft noch die Zuchtformen hinzu.



    LG Franz

    Die Nester als Thema des Monats? Man könnte sie beinahe das "Immerwährende Thema nennen",
    Dr Karissen hat ja schon das meiste dazu gesagt.


    Die RGer werden eigentlich immer unterschätzt finde ich, gerade bei den Anfängern, die es meist kaum erwarten können, ihre Ameisen endlich in den Weiten ihrer Farmen, Gips- oder Ytongnester zu verlieren. Oft tauchen dann schon die ersten Probleme auf, da sich die Verhältnisse in so großen Räumlichkeiten für diese Minivölker gar nicht regulieren lassen. ich hab zB meine Messor barbarus die ersten zwei Jahre in mehreren RGern gehalten, auch wenn diese nach und nach "leer" wurden.


    Gipsnester eignen sich hervoragend für kleinere Nester und was auch ein gewisser Vorteil ist, man kann sie gut in Behältnisse eingießen. Das ist zB ein großer Vorteil, wenn es darum geht, dass das Nest die Feuchtigkeit gut halten soll. Ich hab zB bei den Myrmica ein Nest in eine Plastikbox gegossen und dieses oben noch mit einem Glas verschlossen. Es reicht auch im Sommer, wenn ich einmal in der Woche befeuchte.


    Ytong! Hab ich bisher eigentlich nicht so viel Erfahrung. Das letzte nest, das ich gebaut habe, läuft zwar noch immer problemlos, ansosnten kann ich eigentlich nicht viel dazu sagen. Das Material läßt sich eigentlich gut bearbeiten und in Form bringen, jedoch stört meist die doch sehr grobe Oberfächenstruktur, daür kann man daran gut Gips oder evtl auch Lehm oder ähnliches anbringen um dem Ganzen ein natürlicheres Aussehen zu geben.
    ich hab dieses Nest ja bei den Messor im Einsatz und da läßt sich auch gut ein Feuchtigkeitsgefälle von einer zur anderen Seite Bilden, wobei ich oft den Eindruck habe, dass das Wasser, nachdem es in den Stein gedrungen ist, sich eher in den tieferen Schichten wiederfindet. So gesehen eignet sich dieser Stein eher für die Anwendung im "Wasserbecken".


    Das Erdnest, eigentlich die natürlichste Form des Nestes. Die Ameisen erledigen es sozusagen im Alleingang, nur mit dem Nachteil, dass man weder als "Mitarbeiter" noch nicht einmal als Zuschauer dabei involviert ist, es sei denn, es handelt sich dabei um eine Farm.
    Bei mir graben zwar Myrmica äusserst erfolgreich im Boden, kommen aber doch oft ans Tageslicht und nutzen die RG-Tränke als Kinderstube. Naja, dann wären wir eigentlich wieder am Anfang angelangt...
    nachdem meine Formica, aber auch inzwischen die L niger die Sicht in ihren Gipsnestern mit dem abgenagtem Material zu zu bauen, bin ich eher dafür, sie gleich in einem geeigneten Substrat graben zu lassen.


    Ein paar seltenere Exemplare hab ich aber auch noch im EInsatz und zwar leben meine Leptothorax acervorum in einer halben Walnuß (mit Glasdeckel), die Temnothorax crassispinus in ein bis zwei halben Haselnüssen und ein kleineres Volk in einem Objektträgernest.
    Bei diesen kleinen nestern muss man in der Winterruhe verdammt aufpassen, dass man sie weder ersäuft, noch dass sie austrocknen. in einem kleinen Behältnis mit einem Deckel, der keine großen Öffnungen hat, geht das noch ganz gut, das sieht man dann entweder am Tauwasser oder den Eiskristallen an den Wänden. Ein Gipsboden erleichtert den Feuchtigkeitshaushalt schon sehr und lässt sich auch leichter austauschen als ein Nest.
    Ein weiterer Punkt, den ich noch anführen möchte ist die Befeuchtung.
    bei den ganz kleinen kann man eigentlich nur eine Tränke anbieten oder die ganze Arena besprühen, bzw noch ein Substrat anbieten ,das die Feuchtigkeit einigermaßen speichern kann und relativ langsam wieder abgibt. In Gips oder Gasbetonnester kann man "Wassertanks" einarbeiten, die man zwar befüllen kann, die aber eigentlich nur dafür sorgen, dass das Wasser unmittelbar ans Material abgegeben wird und man etwas die Möglichkeit der Kontrolle hat, wieviel man gerade zufgührt.
    Ich hab aber auch zwei Nester in einer kleinen Box, die mit Gipsboden und integriertem Gipsnest versehen ist. diese laufen vollkommen ohne so eine Bewässerungsbohrung. Ich gebe lediglich ab und zu etwas Wasser auf den Gipsboden, der das dann aufsaugt. Natürlich haben sie aber auch eine Tränke, die aber nicht übermäßig benutzt wird, wenn ich sie mal mit anderen vergleiche. Gut, Formica cunicularia und Lasius niger kommen gut mit trockeneren Bedingungen zurecht, von daher ist sowas schon eher für solche Arten geeignet. Mit Myrmica rubra hatte ich da eher Probleme, da das Ganze eigentlich dauerfeucht gehalten werden mussste.
    Bei der Winterruhe kann man dazu eigentlich das selbe sagen, wie bei den Mininestern.

    Irgendwie erinnern mich die Iridomyrmex an Cataglyphis. Ich denke aber, dass sie wohl mit zunehmender Koloniegrösse um einiges aktiver und vielleicht sogar aggressiver werden. Sie sind ja als meat ants bekannt dafür, dass sie fleischlichen Genüssen nicht abgeneigt sind. Da scheint das Katzenfutter ja geradezu prädestiniert dafür.
    Es ist auf jeden Fall interessant, wie die sich entwickeln.



    LG Franz

    Schwein, Rind, Ziege und Schaf werden auch gern angenommen, vor allem, wenn es sich dabei um kleine Stücke, vorzugsweise in Form von Hackfleisch oder ähnlichem handelt.
    Da unsere Hunde gebarft werden, reicht es oft, wenn man mal über den Tisch wischt, nach der Zubereitung.


    Ich hatte auch schon mal ein Biosackerl in der Garage vergessen, dafür hab ich dann die ganzen Maden abgesammelt und verfüttert.

    Was die bernsteinfarbenen Eier angeht, so etwas hatte ich sogar schon bei Lasius niger. Diese haben sich aber auch nicht entwickelt.
    Entweder es sind Eier, die aufgrund einer Störung "eingegangen" sind oder es sind in diesem Fall wirklich trophische Eier, da diese hier auch recht ausgesaugt wirken.
    Die L niger Gyne hatte offenbar ein Problem, denn sie konnte sich irgendwie nicht um die Eier kümmern und hat sie auch eher verstreut, als sie in einem Paket, wie üblich, zu pflegen.