Friedrich R. Student
  • Member since Jan 21st 2010

Posts by Friedrich R.

    Da ich nicht den nötigen Einsatz und das Durchhaltevermögen mitbringe, einen Haltungsbericht lange zu führen, möchte ich es bei einem Fotobericht über meine Tetramorium sp. belassen. Schließlich soll kein weiterer Haltungsbericht entstehen, der in einem Forum zum Vesanden verdammt ist, wie es bei meinen bisherigen Berichten der Fall war. Und so kann ich ohne schlechtes Gewissen und nach Gutdünken Fotos einstellen, sofern mir halbwegs Gute gelungen sind.


    Eigentlich handelt es sich um zwei Tetramorium sp.- Völker, die ich seit letztem August 2010 halte. Sie sind ähnlich groß; zählen jeweils 50 Arbeiter und eine Königin und entwickeln sich somit vermutlich langsamer, als es bei einem Volk dieser Art der Fall sein sollte.


    Fotos möchte ich einstellen von beiden Völkern.


    13. Mai 2011


    1. Volk 1 im Nest. Leider ist das meiste Leben unter der Watte versteckt, auch wenn einige Eier und Larven sowie die Gaster der Königin in einem Foto zu sehen sind.







    2. Volk 2 hat in der Arena ein kleines Insekt gefunden, dass ihnen als Futter willkommen ist. Was es für ein Tier ist, weiß ich leider nicht, aber als ich auf der Fensterbank, wo die Arena mit dem Reagenzglasnest zurzeit steht, ein flugunfähiges, aber trotzdem entsprechende verzweifelte Versuche machendes Tier fand, habe ich es den Ameisen zum Fressen vermacht. Die kleinen Racker haben sich zu fünft gerade an dem Honig in der Arena zu schaffen gemacht und das Tier war ihnen recht willkommen.



    Also, was da gerade los ist, gefällt mir aber mal gar nicht. Ich erfülle die Haltungsparameter, füttere regelmäßig, doch trotzdem sind eine lange Reihe der kleineren Arbeiterinnen gestorben. Ich gebe mich der Hoffnung hin, dass das normal sein könnte, schließlich sterben die Pygmäen, da sie nur über die Gründerphase hinweghelfen sollen, im Vergleich zu den anderen Arbeitern recht schnell, oftmals sogar nach nur einigen Monaten.
    Die Ameisen haben sich in der obersten Kammer zu einer traubenähnlichen Gruppe zusammengetan, und ihre nervöse Königin ist entweder unter ihnen oder hockt in dem Gang, der zur angesprochenen Kammer führt. Einige wenige Arbeiter schließlich stehen im unteren Gang, teilweise direkt am Nesteingang.

    Mein Bruder und ich sind in den Sommerferien mit dem Fahrrad am Rhein entlang nach Unkelbach gefahren- ich, um Fotos von Ameisen zu schießen und welche zu sehen, und er, um einige Puppen für seine Camponotus-ligniperda-Königin zu finden, die eine Zweitgründung durchmachte.


    Neben vielen Ameisenarten finden sich in Unkelbach aber auch viele Reptilien- meistens Eidechsen und Nattern, erstere fanden wir sehr oft, und schlussendlich zufällig eine Schlange- mein Bruder, der sich besonders für einheimische Schlangen interessiert, ergriff die Schlange- blöderweise wussten wir bis dahin nicht, dass dies gesetzlich verboten ist- und das die natürliche Abwehrreaktion der Schlingnatter Zubeißen ist.


    Nachdem sie also mit ihren kleinen Zähnen in einer schnellen Bewegung meinen Bruder gebissen hatte, versuchte ich halbwegs gute Fotos von ihr machen, was mir teilweise gelang, da sie die Kamera offenbar als Gefahr auffasste und sich dieser langsam näherte.


    Danach ließen wir von dem unfreiwilligen Fotoshooting frei. Sie verschwand schnell im Dickicht...








    7. September 2010
    Das Volk ist gewaltig gewachsen. In Tagesetappen sind immer größere Arbeiter geschlüpft- bis heute sind die größten davon 7mm lang (Bild 1). Arbeiter scheint es nun in allen verschiedenen Größen zu geben.
    Honig und Futtertiere werden meist fleißig "ausgesaugt".
    Bisher gab es zwei Umzüge und einen Arenawechsel. Ein Reagenzglaswechsel, dann ein sehr eiliger Umzug mit Sack und Pack in das frische neue Ytong-Nest und schließlich der Arenawechsel in den Ferien aus der 30x20 Box in das 70x40 Terrarium, der reibungslos über die Gänge ging.
    Das Volk ist jetzt nach meiner Schätzung etwa 100 Arbeiter groß, vielleicht auch etwas weniger.

    Bild 1)


    Bilder einer großen Media/Majorarbeiterin



    Bilder des (teilweise nahezu panischen )Nestumzuges



    Aus dem Ytong-Nest:

    Die folgenden Bilder sind von meiner großen Formica fusca- Kolonie, die ca. 300 Individuen (und auch massig Brut ) umfasst.


    Der große Andrang hat mich überrascht- muss wohl an dem neuen "Langnese"-Honig liegen, der offenbar mehr von den Ameisen gemocht wird als der "HIT-Gourmet"-Honig (bloß keine Schleichwerbung machen...).


    Nach den ersten 10 Minuten sah es schon so aus (Bilder). Dabei sind Formica fusca eigentlich doch keine großen Rekrutierungmeister wie bsp. meine Myrmica ruginodis.



    Wieder 10 Minuten später. Sieht es wie Eigelb mit verkohltem Eiweiß drumherum, nicht? :shh:



    Diesmal laufen die Ameisen aufgeregt um die Futterstelle herum.


    Natürlich habe ich versucht, mal einige Nestbilder zu machen. Auf dem ersten ist der große Arbeiter nicht zu sehen...



    ... auf dem zweiten Bild dagegen schon. Ich weiß, es ist derbst schlechte Qualität, doch wer nicht Tomaten auf den Augen hat, wird den Arbeiter neben der Königin als vergleichsweise groß erfassen können.



    Heute gab es auch eine Motte für die Kleinen- zwei Ameisen ergriffen die Motte und zupften eine Weile an ihr herum. Ich verschwand für eine Weile und als ich zehn Minuten später wiederkam, war das Tier bereits ins Nest geschleppt worden.







    Es ist schon länger her, seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Die Kolonie zählt nun ca. 40-50 Arbeiter und heute wurde ein großer Sprung im "polymorphen Bereich" der Arbeiter gemacht- ein Arbeiter, der die anderen um etwa 2mm überragt, hat sich mit ein wenig Hilfe aus seiner Puppenhülle geschält. Sein Kopf ist deutlich größer als sein Hinterleib und er ist noch nicht ausgehärtet- ich hoffe allerdings, dass ich ihn mal draußen beim Fouragieren erwische.


    Ich denke, dass es sich um den ersten Media-Arbeiter der Kolonie handelt, die ich mit Fliegen, Teilchen von Heimchen, Honig und Zuckerwasser füttere.


    Immer wenn ich in die Arena sehe, sind 4+ Ameisen unterwegs. Meines Erachtens eine recht große Aktivität für so eine kleine Kolonie... :thumbup:

    Du hast recht, die Bilder hier hatte ich vergessen :pardon:


    Kommen aber noch diese Woche...


    Das Volk entwickelt sich sehr gut und stürzt sich immer massenweise auf Futtertiere. Fressen Myrmica eigentlich mehr als sie situativ brauchen oder benötigt das Volk wirklich so viel Futter?

    Diese Ameisen, bei denen es sich zweifellos um Serviformica handelt, habe ich an einem halbschattigen Habitat gefangen. Sie sind höchstwahrscheinlich polygyn (-> zwei Gynen), von schüchterner Art und auffällig glänzend.


    Die folgenden Bilder wurden nicht bearbeitet:










    PS: Bei der einen Königin hängt noch der halbe Flügel dran (???) .

    16. Mai 2010


    Ich habe mich nun länger nicht mehr gemeldet. Vor drei Wochen habe ich die Ameisen in eine Ecke der Arena umziehen lassen, indem ich dort kräftig bewässerte und mit der Pinzette ein Loch in den Boden bohrte; der Grund: Durch den Ytong hat der Aquarienkies sehr viel Wasser eingezogen und so waren die Ameisen befähigt, neben dem Ytong zu graben und ihr Nest so meinen Blicken zu entziehen.


    Glücklicherweise klappte alles so gut wie gehofft- die Ameisen zogen samt ihren zwei Königinnen, wie ich sehen konnte, um und begannen fleißig zu graben.


    Sie graben erstmal mehrere kleine Löcher in nächster Nähe um besonders viel Substrat zu fördern und das Nest möglichst schnell zu bauen- nach dem Umzug werden einige der Löcher wieder verschlossen.


    In nächster Zeit klappte dann alles sehr gut; die Ameisen stürzen sich zu dutzenden auf Futtertiere- in Minutenschnelle und zerlegen in der nächsten Stunde sehr große Heimchen zu kleinen Stücken oder (!) schleppen die drei Zentimeter langen "Titanen" gleich im ganzen ins Nest.


    Die Ameisen haben sich bis zum Grund vorgegraben. Ein Kontrollblick von unten zeigt das Nest; es sind etwa 200- 300 unterschiedliche große Larven (und das ist nur "die Spitze des Eisbergs").


    Geknipst habe ich natürlich auch fleißig, die Bilder will ich morgen einstellen.

    2.0 Die ersten Arbeiter


    Ich bin erfreut, euch mitteilen zu können, dass vergangenen Sonntag die ersten zwei Arbeiter geschlüpft sind und in den letzten Tagen 3- es sind mittlerweile 5 Arbeiter!


    Das nächste Problem stellt sich in der Bewässerung- als im Rg das Wasser ausging, habe ich manuell per Hand bewässert (auf die Watte am Eingang Wasser gespritzt)- nun ist das RG offen und ich biete eher provisorisch auf Alufolie Wasser auf Watte an.


    Bilder habe ich auch gemacht, an Schlechtigkeit aber leider kaum zu unterbieten.


    Erstes Bild: Sonntag, die ersten zwei Pygmäen, eine kaum ausgehärtet



    Zweites Bild: Eine Arbeiterin verließ das RG und war die erste Ameise in der Arena. "Wenige Schritte für eine Ameise, aber ein großer Schritt für die Kolonie " :wtf:



    Die Einrichtung:
    Die Alufolie auf dem Bild ist nicht mehr in meiner Arena, sie hat sich als unpassend herausgestellt, immerhin könnten die Ameisen Schwierigkeiten haben, zu den Körnern auf der Folie zu gelangen und außerdem bietet sich eine für mich unpassende Nistmöglichkeit für die "Antzillas".



    Das Thermometer neben dem Rg soll gute Temperaturangaben liefern- während des Tages beträgt die Temperatur 26 Grad.


    Hoplitis, Hoplosmia und Osmia- das sind die drei Gattungen, deren Angehörige auch als Mauerbienen bezeichnet werden. Mauerbienen leben im Gegensatz zu den allseits bekannten Honigbienen solitär, sie leben also nicht in Staaten oder Gemeinschaften, obwohl sie auch Zellen bauen, in denen ihre Brut aufwächst.


    Von der auf den folgenden Bildern abgebildeten Mauerbiene vermute ich, dass es sich um die rote Mauerbiene (Osmia bicornis) handelt, eine der häufigsten Mauerbienenarten.


    Das Exemplar fand ich bzw. mein Bruder an einer (wer hätte das gedacht) Mauer, die besonders sonnenexponiert ist und auch die Heimat von Ameisenarten wie Formica sanguinea, Formica fusca und Lasius niger ist- trocken und während der längsten Zeit des Tages auch sonnig.


    Die Mauerbiene schien frisch geschlüpft zu sein und konnte nicht besonders gut fliegen und "taumelte" eher durch die Luft. Ich nahm sie auf meine Hand, auf der sie auch nach einer Weile aufgeregt herumzukrabbeln begann, bis ich endlich meine Kamera zur Hand hatte, sie auf einen Tisch im Garten legte und Fotos von ihr machte, während sie auch teilweise ausgiebig ihre Fühler putzte.