Leviathan IG Mitglied
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Posts by Leviathan

    Hey,


    alle genannten Pflanzen sind Cactaceae und stammen nicht aus Afrika. Deren Ursprungsgebiet ist ausschließlich der amerikanische Kontinent (Bis auf eine Rhipsalis die tatsächlich als einziger Kaktus auch natürlich in Afrika / Madagaskar vorkommt).


    Tatsächlich dürften jedoch die üblichen Opuntien wie Opuntia ficus-indica Opuntia atropes, Opuntia cochenillifer, Opuntia hyptiacantha, Opuntia jaliscana, Opuntia megacantha, Opuntia pilifera und Opuntia tomentosa in Teilen von Afrika, wie auch Südeuropa, als Neophyten angetroffen werden.


    Kakteen für ein Ameisenbecken sind leider nur dann zu empfehlen wenn man das Becken ausgesprochen gut ausleuchtet und das Becken mindestens an einem Südfenster steht. Es handelt sich um Pflanzen die praktisch das beste Licht benötigen das man ihnen überhaupt bieten kann. Oft werden diese in ein Becken gestetzt und aufgrund ihrer Robustheit meint man das ja alles glattläuft über Monate. Schlussendlich vergeilen sie jedoch meistens und sterben dann nach kurzer Zeit.


    Gruß

    Durch glückliche Fügung konnte ich die geflügelte Gyne Jahresende 2015 herausfangen und 2 Fotos fertigen. Im Anschluss wanderte das Tier in ein Glas mit Alkohol um ein Präparat fertigen zu können. Dies ist nicht immer leicht, jedoch wird so das, für die Kolonie in der Haltung, überflüssige Tier so einem Zweck zugeführt, bevor es möglicherweise durch die Kolonie selbst getötet wird.






    Bei der Gyne selbst handelt es sich noch um ein kleineres Exemplar, die Mutter der Kolonie selbst ist noch etwa 2-3mm größer geraten. Gut zu sehen ist, dass die Beine der Tiere im Gegensatz zum restlichen Körper deutlich Gelb/ hellbraun gefärbt sind.


    Wie üblich befinden sich stets Arbeiter auf der Gyne um diese zu schützen. Eine mögliche Funktion des Bekletterns von größeren Tieren bei Carebara (Pheidologeton) könnte die Abwehr von parasitären Fliegen sein, die ihre Eier in die größeren Tiere einbringen wollen. Das Einhüllen der Gynen mit Arbeitern und Soldaten schützt diese beim Umzug möglicherweise auch davor zu schnell zur Beute von Prädatoren wie Vögeln zu werden, diese suchen sich vermutlich am ehsten einen dicken Brocken wie die Königin und würden diese aus dem Schwarm herauspicken.


    Gegen Ende 2015 überraschte mich dann meine Carebara (Pheidologeton) sp. aus Sri Lanka ja endlich mit dem ersten weiblichen Geschlechtstier.


    Man muss dazu sagen, dass die Gyne etwas kleiner geraten ist als die Mutter der Kolonie.
    Auch sind mit dem Auftreten des weiblichen Geschlechtstieres keine Männchen aufgezogen worden (letzter Schwarmflug mit Männchen war zum Zeitpunkt des Auftretens der Gyne schon 3 Monate her). Evtl. findet diese strenge Trennung, von der Produktion weiblicher und männlicher Geschlechtstiere, statt, um in der Natur den Genpool etwas zu erweitern und Inzucht weitgehend auszuschließen. Dies ist aber nur eine Mutmaßung meinerseits.




    Anbei 2 Bilder einer Pheidole sp. mit aussergewöhnlich großen Soldaten, diese dienen gleichzeitig als Repleten. Die Majortiere haben etwa 7mm, die Minore nur etwa 2-3mm. Die Tiere stammen aus Asien.



    Es tut sich etwas - am 16.11.2015, also nach etwa 5 Jahren, tauchte nun endlich ein weibliches Geschlechtstier auf.


    Ich hatte schon ganz vergessen wie die Gynen dieser schönen Art gebaut sind, da es schon Jahre her ist, dass ich die Gyne der Kolonie sichten konnte.
    Daher hatte ich mich, als ich spät Abends noch mal in das Verbindungsrohr der Kolonie schaute, schon sehr über dieses große geflügelte Tier gewundert. Trotzdem konnte ich schnell feststellen, dass die Kolonie es nun endlich geschafft hat ein (leider wirklich nur ein Einziges) weibliches Geschlechtstier aufzuziehen.
    Im Gegensatz zu Pheidologeton diversus ist die Gyne der Pheidologeton sp. etwa 3-5mm kürzer sowie 1/3 schmaler. Man möchte fast meinen man hätte eine sehr große Camponotus truncatus Gyne vor sich.


    Leider war das Tier sehr lichtscheu, weswegen ich noch kein Foto machen konnte, hoffe aber, dass ich es in einem der nächsten Nächte noch mal vor die Kamera bekomme und das Bild dann nachträglich hier einstellen kann.

    Anbei zwei Bilder ein und derselben Kolonie Pseudomyrmex sp. aus Panama - die Kolonie bewohnt eine Akazie mit der sie in enger Symbiose lebt. Interessant ist, dass es seit je her gelbe und dunkle Arbeiterinnen in der selben Kolonie gibt - es handelt sich hierbei nicht um unausgefärbte Jungtiere.




    Die Arbeiterin befindet sich direkt auf einem bewohnten Dornenpaar - gut zu sehen der Nesteingang an der Spitze




    Eine Arbeiterin aus derselben Kolonie. Jedoch braun gefärbt.



    Weiterhin ein Bild einer Polyrhachis sp. aus meinem Gesellschaftsbecken - diese hat sich ein schönes Papiernest an einer Bromelie erichtet und verteidigt es vehement bei jeder Erschütterung.

    Da die Änderung von Pheidologeton in Carebara erst nach Erstellung des Haltungsberichts stattgefunden hat werde ich auf die Korrektur des Berichts verzichten und ihn mit dem alten Namen weiterführen.

    Mai 2015


    Die Kolonie erfreut sich immer noch bester Gesundheit, sie hat jedoch nicht mehr Raum zur Verfügung als bereits beim letzten Update, deswegen ist die Kolonie auch nicht weiter gewachsen und es passiert zur Zeit nichts aussergewöhnliches, deswegen nur ein kurzes Update.


    Von März bis Mitte April fanden wieder wie oben beschrieben Schwarmflüge statt, leider wieder nur mit Männchen, geflügelte Gynen konnte ich leider bisher nie sichten. Die Beckenoberfläche war wieder schwarz vor lauter Männchen, ich habe mir ab und zu die Mühe gemacht, die Tiere abzusammeln, diese nutze ich als Futter für meine Solenopsis und Pheidole -Kolonien. Enfernt man sie nicht dauern die Schwarmflüge weiter an. Dies stellt meiner Erfahrung nach bei Pheidologeton in der Terrarienhaltung ein großes Manko da - die Tiere können nicht entweichen und kehren nach jedem Schwarmflug wieder ins Nest zurück und stellen dort dauerhafte unnötige Fresser da, die das Gleichgewicht in solch einer Kolonie möglicherweise durcheinander bringen können.


    Gefüttert wird in der Bienen-Brut-Saison fast ausschließlich mit ausgeschnittener Drohnenbrut, die bei der Imkerei anfällt. Der Vorteil des Futters ist, dass ich immer sehr viel davon eingefroren habe und zusätzlich die Waben, die ich ins Becken lege, von der Drohnenbrut gereinigt wird, so dass ich das Wachs wieder entnehmen und anschließend verarbeiten kann.


    Heute gab es jedoch Ausnahmsweise mal ein paar Schaben sowie Wallnüsse aus dem Garten, ein wenig Abwechslung muss ja auch sein:



    Auch die großen Majortiere sind sich nicht zu fein bei der Arbeit zu helfen.



    Kaum zu erahnen, dass hierunter eine Schabe steckt. Die Bewegungen des Tiers führen dazu, dass die Pheidologeton relativ schnell die Beute komplett einhüllen und so gemeinsam relativ gefahrlos und effektiv zerlegen können.

    Gut zu erkennen, dass fast alle vorhandenen Arbeiterkasten bei der Beutejagd beteiligt sind.

    Der Körperbau der Majortiere unterscheidet sich doch ein wenig von den Majoren von Carebara (Pheidologeton) diversa


    Soviel für heute.

    Hallo -


    ich konnte in den letzten beiden Tagen immer Abends einen Schwarmflug von Camponotus atriceps mit ca. 100 Männchen in meinem Gesellschaftsbecken beobachten - ich muss aber dazu sagen dass das Becken ein wenig größer ist (120x60x60cm).


    Die Tiere haben sich zunächst bewacht von Major und Minor Tieren um den Nesteingang gesammelt und sind dann in einer großen Gruppe in die obere Ecke des Beckens gelaufen, nachdem ich dann noch einmal Wasser vernebelt habe sind sie dann realtiv schnell nacheinander gestartet und solange das Licht brannte (immerhin noch 3-4 h) im Becken umhergeflogen.


    Leider ist die Kolonie weisellos - (tatsächlich habe ich die Gyne samt der Kolonie- so dachte ich - bereits vor einem halben Jahr abgeben) und besteht nur aus etwa 50-100 Arbeitern. Diese scheinen sich die Männchen aus unbefruchteten Eieren gezogen zu haben, die vermutlich von Arbeitern gelegt wurden. Es fehlen also weibliche Geschlechtstiere.


    Schwarmflüge sind an sich machbar in größeren Terrarien, wie meine Vorredner bereits ausgeführt haben ist es aber meistens mit dem Schwarmflug einer Kolonie nicht getan und manche Arten verpaaren sich tatsächlich auch nur in mehreren Metern Höhe.


    Beste Grüße

    Hallo Jens,


    als ebenfalls begeisterter Solenopsis-Halter rate ich dir von deiner geplanten Verwendung des Beckens ab, der Deckel, als auch vermutlich die Glasumrandung werden die Solenopsis nicht aufhalten (und zwar weil die Glasumrandung aus einzelnen Glasteilen besteht, die Verbindungen sind die Schwachstelle). Am besten die Kanten reinigen und am oberen Rand des Beckens eine 5cm dicke Schicht ordentlich aufgetragenes PTFE aufbringen (Wenn man es sauber macht sieht es auch ordentlich aus). Oder aber noch besser eine Plexiglasplatte auf das Becken kleben und eine entsprechende Öffnung ausschneiden, Kreisrund an die untere Seite der Plexiglasscheibe im Anschluss PTFE anbringen. Talkum wird bei großen Kolonien in kürzester Zeit abgelaufen (acuh 5-10cm dicke Streifen).


    Ansonsten viele kleine Becken wie das der Pheidole sp. - am besten aber auch mit PTFE - Talkum ist meiner Erfahrung nach zu wenig.


    Ob du jetzt ein Sand-Lehm Gemisch verwendest oder einen Y-Tong-Block ist Geschmackssache. Die Solenopsis sp. werden den Block mit der Zeit jedoch zerschreddern. Das machen sie im übrigen auch mit morschem und weniger morschem Holz. Beim Holz sieht es meiner persönlichen Meinung jedoch besser aus.


    Beste Grüße

    Hallo Thomas -


    Sven hat eigentlich schon fast alles gesagt - denke auch das Herr Kalytta ein guter Ansprechpartner für dich wäre.


    Was hast du noch für andere Ameisenpflanzen als die Hydnophytum im Becken?


    Für die meisten Ameisentillandsien gilt dasselbe wie für die Hydnophytum/Myrmecodia.


    Als Besatz für Hydnophytum und Myrmecodia funktionieren auch gut Crematogaster - die muss man aber in seinem tropischen Gewächshaus aushalten können und auch Glück haben eine etwas volksärmere Art zu erwischen.
    Ich habe auch schon mal eine Kolonie Meranoplus sp. aus Malaysia in Tillandsia bulbosa gehalten, diese hatten sich auf mehrere Bulben verteilt.
    Ebenfalls hielt sich eine Kolonie Camponotus atriceps in ihrem Jugendstadium (ca 150 Tiere) etwa ein viertel Jahr in einer großen Tillandsia seleriana in meinem Gesellschaftsbecken auf.


    Zurzeit halte ich eine Acacia sp. http://eusozial.de/viewtopic.php?f=26&t=2644#p27235 mit einer Pseudomyrmex im Gesellschaftsbecken - die Pflanze verfügt über hohle Dornen die als Wohnraum dienen und versorgt ihren Wachtrupp mit Futter in Form von Futterkörperchen an den Blattspitzen sowie Zuckerhaltigen Ausscheidungen der Nektarien. Denke es wäre eine der besten Pflanzen für ein Gewächshaus - bei Interesse frage doch einmal bei Christian Ludwig - oder Herrn Kalytta nach.


    Auch eine kleine Cecropia sp. mit einer Kleinkolonie einer Azteka hat sich zurzeit in mein Gesellschaftsbecken verirrt, diese lässt sich sehr gut in einem kleinen Becken halten (natürlich nur ein Jahr, dann ist die Pflanze meistens 50cm groß und zu hoch für das Becken, das wäre bei einem Gewächshaus zumindest länger möglich.) Cecropien bilden in der Natur jedoch meistens sehr hohe und wenig verzweigte Stämme aus und sind extrem schnellwachsend.


    Hier noch eine unfertige kleine Auflistung was sich so alles für das Becken/ Gewächshaus eignet: http://eusozial.de/viewtopic.php?f=77&t=2214


    Ebenfalls lesenswert ist folgender Thread: http://eusozial.de/viewtopic.php?f=86&t=2629


    Beste Grüße


    Max

    Anbei ein Bild einer Pheidole sp. aus Panama, besonders die Majortiere sind schön gefärbt und haben auf ihrem braunen Kopf einen dunklen Punkt - leider aufd en Fotos nicht gut zu erkennen; heute gab es Drohnenbrut meiner Bienen.



    Wie auch letztes Jahr schwärmen meine Pheidologeton sp. wieder eifrig, wie zuvor aber leider mal wieder nur Männchen, dafür aber direkt 200 Tiere. Diese bilden zurzeit das Hauptfutter für meine Pheidolen.
    Seltsamerweise wurden, trotz des Alters der Kolonie, noch nie weibliche Geschlechtstiere aufgezogen, vlt ist die Kolonie dafür noch zu klein oder eben immernoch zu jung oder es fehlt an anderen Umwelteinflüssen, wie Beispielsweise besonders hohen Temperaturen oder einem aussergewöhnlich guten Futterangebot - es bleibt also spannend.



    Gruß

    Hallo Christian,


    dass von dir geschilderte Verhalten habe ich selbst schon bei der ein oder anderen Pheidole-Gyne die ich gehalten habe feststellen können/müssen.


    Wenn eine Gyne bei Pheidole immer nur Eier legt und sich diese nicht entwickeln, ist dies, meiner Erfahrung nach, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Gyne nicht ( - oder eben nur unzureichend) begattet war.


    Im Gegensatz zu vielen anderen Ameisenarten kommt es bei Pheidolen nach meinen persönlichen Erfahrungen auch nur selten dazu, dass aus den Eiern unbegatteter Gynen Männchen herangezogen werden.


    Vielmehr passiert eben genau dass was du beschreibst, die Eierpakete sammeln sich, so dass ein einziger großer Haufen an Eiern entsteht, völlig unüblich entwickeln sich keinen anderen Brutstadien wie Puppen oder eben auch nur kleinste Larven. Gelegte Eier werden eben aber auch nicht entsorgt sondern in ihrem Stadium sozusagen eingefroren und sammeln sich dann an.


    Pheidole bei denen ich beobachten konnte, dass trotz unbegatteter Gyne Männchen aus den vorhandenen Eiern entstanden waren beschränkten sich in meiner Haltung mehr oder weniger auf die Polygynen Arten.


    Seltsam ist bei der von dir beschriebenen Kolonie jedoch, dass einmal
    a) Brut vorhanden war, welche sich regulär zu Arbeitern entwickelte und
    b) eine Kolonie mit nur ca 10 Arbeitern über 2 Soldaten verfügt.


    Dies lässt sich vermutlich mit dem Umstand erklären das die Gynen beim deutschen Händler oder eben schon beim Exporteur bereits durch Brut einer fremden Kolonie unterstützt wurden (ein durchaus sinniges Verfahren, ich mache das auch immer bei meinen gründenden Pheidolekolonien um ihnen so einen noch besseren Start, oder eben bei einer misslungenen Gründung einen erneuten Start zu ermöglichen).
    Eine weitere Ursache für vorhandene Brut und untypisches Vorhandensein von Soldaten bei geringer Koloniegröße ( meiner Erfahrung nach treten Soldaten und zwar auch zunächst ersteinmal Pygmäen-Soldaten und keine ausgewachsenen, ab etwa 30-50 Arbeitern das erste Mal auf) könnte sein, dass die Kolonie polygyn war und dann gespaltet wurde - es kann sein, dass nicht alle Gynen solch einer größeren Kolonie begattet waren und man nun eine ungünstig zusammengestellte Kolonie, mit eben einer unbegatteten Gyne erhalten hat.


    Vom Ei zur Ameise dauert es bei den meisten Pheidolen nur etwa 4 Wochen. Sollten sich aus den Eiern, die die Gyne bei dir gelegt hat seit Anfang 2015 nichts entwickelt haben, ist die Gyne unbegattet ( bei den meisten Pheidolen leben sie dann aber trotzdem noch 3-6 Monate bei guter Pflege).
    Ursächlich für das gezeigte Verhalten könnte natürlich auch eine Schädigung der Tiere durch die von dir beschriebenen ungünstigen Bedingungen beim Versand gewesen sein (Schädigung durch Kälte). Wäre die Gyne dadurch aber so stark geschädigt, dass sie keine Eier mehr befruchten könnte, obwohl sie begattet ist, wäre sie vmtl. an den dadurch aufgetretenen weiteren Schäden bereits verendet.


    Meine Beobachtungen stützen sich auf auf die Haltung vieler unterschiedlicher Pheidolen und spiegeln rein meine persönlichen Erkenntnisse/Erfahrungen wieder.


    Gruß

    Hallo -


    da meine Termitenkolonie (Seychellen) nun auch aus ihrem großen 20cm Reagenzglas herausgewachsen ist, habe ich sie heute nun in eine kleine Box umgesetzt, in der sie sich nun eingraben dürfen. Dabei hatte ich die einmalige Gelegenheit ein paar gute Fotos (zumindest für meine Kamera ;) ) zu schießen.


    Sie sind nicht allzu lichtscheu, übertunneln natürlich jedoch schnell ihre Wege. Im Reagenzglas haben sie zumeist zu meiner großen Freude ihre Kammern am Glas gebaut, so dass man ihre Kinderstuben bestaunen konnte.


    Die Kolonie hat nun etwa 500-1000 Tiere, darunter etwa 50 Soldaten.



    Direkt nach dem Umsetzen der Königin wird diese durch einen ganzen Trupp Soldaten beschützt, dieser postiert sich rundherum um die Gyne. (Die Soldaten sind an ihren orangenen Köpfen zu erkennen). Drumherum Nymphen und Arbeiter in allen Stadien.



    Anbei ein Foto vom Königspaar, oberhalb befindet sich der sehr "magere König" darunter die physogastrische Königin, ich gehe davon aus, dass sie sich mit weiterem Erstarken der Kolonie noch weiter aufblähen wird.


    Als Futter bekommen die Tiere bei mir weißfaule Buchenholzspäne gemischt mit Aussaaterde und Kokohum, sowie ungebleichte Papiertücher als auch Watte, dass alles wird gut angenommen und zu Kartonartigen Kammern ausgebaut. Die Tiere haben nun zum ersten Mal eine kleine Box und ich bin gespannt ob sie auch Oberirdische Bauten anlegen.


    Gruß

    Hallo,


    anbei ein kleines Erfolgsbild, es zeigt eine Pseudomyrmex sp. auf einer Acacia sp. cf melanocerus (Panama). Diese Ameisen leben in Symbiose mit ihrem Baum, er stellt ihnen feste Nahrung in Form von Beltschen Körperchen an den Blattspitzen, als auch flüssige Nahrung, in Form der an den Blattstielen befindlichen Nektarien bereit.
    Die Pflanze habe ich selbst aus Samen gezogen (04/2014) und durch eine glückliche Fügung eine gründende Gyne in einem abgeschnittenen Dornenpaar bekommen (Vielen Dank an Christian!).



    Nach mehreren Monaten, ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, tauchten endlich wunderschön gelb gefärbte Pygmäen auf, diese zeigen sich zumeist nur am frühen Morgen, nach Sonnenaufgang, vlt habe ich sie auch erst deshalb so spät entdeckt. Das Nest befindet sich im angebundenen Dornenpaar, diese werden ebenfalls von der Pflanze ausgebildet und sind Innen hohl.


    Vlt fertige ich die Tage noch mal einen kleinen Haltungsbericht an.


    Gruß

    Hallo,


    gerne würde ich auch meine persönlichen Erfahrungen in die Diskussion einfließen lassen.


    Ich halte seit etwa 1,5 Jahren eine kleinere Kolonie Atta Sexdens (lebt in 4 Becken) - da ich, wie viele Halter dieser interessanten Ameisenart, auch nicht immer dazu komme frisches Grün in Form von Rosengewächsen zu sammeln habe ich in dieser Zeit auch immer alle möglichen Futterquellen ausprobiert. Als Grundlage für meine Haltung habe ich mich auch an Erne's Acromyrmex Haltungsbericht und Futterversuche gehalten.


    Seit etwa einem Jahr stellen hierbei Haferflocken 50% des von mir angebotenen Futters dar - ich biete sie immer zusammen mit Grünschnitt an, beides wird innerhalb von einem Tag restlos eingetragen. Eine Schädigung des Pilzes konnte ich seitdem nicht feststellen.


    Betrachtet man sich die Rosengewächse die man aus der Natur holt einmal genau, wird man feststellen, dass diese zumeist auch von irgendwelchen Krankheiten/Mehltaupilzen oder ähnlichem befallen sind - sie sehen eigentlich immer deutlich schlimmer als die Haferflocken aus ;) verfüttert wird beides, ich sortiere da nicht. Wie bereits erforscht bekämpfen Atta ja auch effektiv Fremdpilze eigenständig.


    Ich hatte letzte Jahr das große Vergnügen über mehrere Wochen hinweg Atta und Acromyrmex in Panama zu bestaunen und habe dabei festgestellt dass die Tiere dort auch weit mehr als frisches grünes Blattgut eintragen (es war Trockenzeit, soviel grün war zumeist sowieso nicht vorhanden). Die Tiere nehmen dort auch gerne heruntergefallene Früchte (sich zersetzende) und komplett vertrocknetes Blattwerk, kleine Ästchen und alles mögliche auf und tragen es ein. Teilweise leben auch große und alte Kolonien auf Verkehrsinseln in der Hauptstadt und erdulden täglich die Abgasbelastung von Panamacity - als Nahrungsquelle stehen den Tieren hierbei die am Straßenrand wachsenden und täglich belasteten Pflanzen zur Verfügung, sowie allerlei vom Menschen achtlos weggeworfene Nahungsmittel. In Deutschland achten wir zumeist ja sogar darauf, dass wir auch kein Blattwerk vom Straßenrand sammeln.


    Ich halte die Tiere für äusserst robust hinsichtlich der Nahrungsaufnahme und Verwertung und könnte mir vorstellen, dass beispielsweise eine zu hohe Haltungstemperatur (28-30+ in der Pilzkammer) oder deutlich zu feucht gehaltene Pilzkammern eine größere Gefahr für Atta darstellen.


    Gruß

    Hallo Perca,


    selbstverständlich habe ich mich bei der Antwort ein wenig zurückgehalten, da ich ja momentan auch eine große Kolonie Pheidole pieli verkaufe ;) - diese bilden jedoch nicht ganz so große Kolonien wie viele andere Pheidolen. Bei mir ließen sie sich über Jahre hinweg sehr gut in einem kleinen Becken (30x 20cm) halten, trotz etwa 2000 Tieren im Becken sind nur etwa 50-100 an der Oberfläche unterwegs, erst wenn gefüttert wird stürzen sich die Horden auf das angebotene Futter. Was ich jedoch immer als Manko an den Tieren empfunden habe war, dass diese keine Körner fressen, wie viele andere Pheidolen. Dafür haben sie winzig kleine Speichertiere ähnlich denen von Pheidologeton und bilden schöne Straßen.


    Ab und zu wird noch eine weitere schwarze Pheidole sp. aus Texas angeboten, diese bildet auch nur kleine Kolonien im Bereich von 100-1000 Tieren, ich selbst hatte damals von Christian eine solche bekommen - bei Interesse schreib ihn doch einfach mal an.


    Plagiolepis pygmaea bildet meiner Beobachtung nach in Spanien teils sehr große Kolonien mit etlichen Satellitennestern und jeweils mehreren dutzend Gynen, die Tiere haben auch oft Straßen zum nächsten Nest und scheinen regen Austausch an Gynen und Arbeitern zu betreiben. Ich denke aber wenn man nur eine Gyne hält wird die Kolonie sich auch nur im Bereich von 100-1000 Tieren bewegen und dann in einem kleinen Becken zu halten sein. Bei Interesse an einer Kolonie kannst du mir gerne mal eine PN schicken - meine Tiere sind von der Costa Brava und halten keine all zu lange Winterruhe.


    Pheidole pallidula halte ich ebenfalls für ungeeignet für ein solch kleines Becken, die Tiere bilden sehr große Kolonien und dass bei guter Pflege schon innerhalb von 1-2 Jahren. Zusätzlich kann man die Kolonien zwar warm durchpflegen, je nach Herkunft schädigt dies jedoch die Tiere, so dass sie unter Umständen schon nach der Hälfte ihrer üblichen Lebensdauer zugrunde gehen. Eine Winterruhe wäre also zumindest bei Tieren die aus kälteren Regionen kommen angebracht, sollte der Verkäufer überhaupt die genauen Fundorte angeben können/wollen.


    Cataulacus scheint auf den ersten Blick ein guter Besatz für so ein kleines Becken zu sein, die Kolonien sind vermutlich mit denen von Camponotus truncatus vergleichbar, werden also auch nicht ganz so groß. Sollte das Becken jedoch einen wasserspeichernden Boden aus Gips oder ähnlichem haben könnte dies den Tieren nicht gut bekommen, bewohnen sie in der Natur doch hohle Äste und Stengel von Pflanzen, wo meistens nicht mit allzu viel Feuchtigkeit aus der Umgebung zu rechnen ist. Auch scheinen diese Holz/Baumbewohner viel frische Luft / gut belüftete Becken zu benötigen. Schon bei einem geringen Überangebot an Feuchtigkeit im Nestbereich verbunden mit nicht vorhandenen Ausweichmöglichkeiten könnte dies zum Absterben der Kolonien führen.


    Gruß

    Hallo,


    nur ein kurzes Update zur Ergänzung,


    Die zugegebene Brut wurde immer gepflegt, Puppen jedoch zerbissen oder die Larven sogar aus der Puppenhülle herausgeholt um dann wieder als solche gepflegt zu werden. Nach einer gewissen Zeit verschwanden dann jedoch auch wieder die Larven. Sehr kompliziert die beiden Gynen - eigene Brut, sie es sogar nur Eier, tauchten bisher nicht auf.


    Beide Gynen sind noch am leben, wenn ich Pech habe sind sie jedoch leider beide unbegattet.


    Ich habe die Haltungsparameter jetzt dahingehend verschoben, dass ich die Boxen mit den Tieren ein wenig feuchter halte. Sollte auch das keinen Erfolg in Form von Eiern hervorbringen dürfen die Gynen sich in Boxen mit Erde eingraben.


    Gruß

    Hallo Andre,


    ich versuche momentan auch zwei Gynen von Camponotus singularis zum gründen zu bewegen. Ich denke das Reagenzglas immer sauber zu halten ist schon ein guter Anfang. Habe meine beiden in großen mit Papprollen abgedunkelten Reagenzgläsern bei etwa 25 C.


    Zuckerwasser, als auch Heimchenteile biete ich auf einem Plastikstreifen an, den ich ins Reagenzglas schiebe. Das Futter wird alle 3 Tage entfernt.
    Das Zuckerwasser wurde bei meinen beiden Gynen gierig aufgenommen. Auch an den Heimchenteilen wurde ein wenig herumgeknabbert.


    Die Tiere sind erst wenige Tage bei mir und haben bis jetzt noch keine Eier gelegt, da bist du schon einen Schritt weiter.


    Wollte die Gründung, die nach den Berichten in den Foren und persönlichen Gesprächen mit einigen Haltern wohl nicht ganz so einfach zu sein scheint, jedoch nicht ganz dem Zufall überlassen.


    Sofern du Brut von anderen Camponotus hast würde ich versuchen der Gyne 3-4 Puppen von diesen unterzujubeln. Ich selbst habe eine sehr kleine Camponotus sp. aus Panama, die Arbeiter haben nur etwa 5-6mm (lustigerweise sehen sie genau so aus wie Camponotus singularis nur in miniatur, also roter Kopf und silbrig/schwarzer Körper) - habe dieser 2-3 große Larven und 2-3 Puppen entwendet und jeweils den beiden Gynen behutsam ins Reagenzglas gelegt.


    Einen Tag später wurde das ganze kontrolliert - eine der Gynen hat die Puppen und die Larven zerbissen und entsorgt, die andere Gyne hat sie behutsam unter sich geholt und umsorgt sie wie die eigene Brut. Es ist also immer einen Versuch wert. Werde es als nächstes bei der anderen Gyne mit Brut von Camponotus nicobarensis oder Camponotus atriceps versuchen.


    Gerade bei Pheidolen die nicht gründen wollten, oder aber gegründet hatten und ihre Brut wieder verloren hatten habe ich mit dieser Methode sehr gute Ergebnisse erzählt - ich denke ohne das pushen hätten es die meisten dieser Gynen nicht geschafft.


    Beste Grüße

    Hallo,


    anbei ein paar Bilder von Bienen und Wespen aus Panama, schade, dass die Haltung von solchen zumeist kaum durchführbar ist, als Imker üben diese immer ein großes Interesse aus. Ein kleines Volk einer stachellosen Biene in einem großen Tropenbecken, das wäre etwas unglaublich interessantes, leider nicht realisierbar, zumal für die Tiere sicher auch nicht artgerecht.



    Eine Stachellose Biene, diese nistete in einer hohlen Kiefer, interessant ist besonders der Trichterförmige Eingang ins Nest, der sich sehr gut von diesen wehrhaften Bienen verteidigen lässt. Was sie nicht an Stachel haben machen sie durch ihre enorme Beißkraft wett und schlagen damit viele Feinde in die Flucht.




    Ein Nest einer Wespe im Flussdelta des Panamakanals nahe Gamboa, beeindruckend war hier die schöne Form des Nests und die grazile Aufhängung am Palmwedel. Das Nest sah ein wenig aus wie eine große Muschel, die Tiere waren in etwa so groß wie unsere "deutsche" Wespe.




    Diese Wespenart hatte fast die Größe unserer einheimischen Hornissen, kam man dem Nest näher als 4/5 Meter flogen die Tiere Scheinangriffe, welche mich auch dazu veranlassten einen respektvollen Abstand zu halten ;)


    Gruß

    Hallo,


    ich pflege selbst seit etwa 7 Jahren diesen Ficus microcarpa, er ist dem F. benjamina nicht unähnlich und in der Natur werden es ebenfalls meterhohe Bäume. Auch die Blattgröße ist vergleichbar.



    Ich habe selbst die Erfahrungen gemacht die auch Leonardgeorg schreibt - ein Zurückschneiden zu jeder Zeit wird gut verkraftet, ich Aste auch jedes Jahr sehr grob aus, habe ich doch nicht den Platz für einen Urwaldriesen. Zumal er mit seiner Stammverdickung doch sehr sympatisch aussieht.
    Bei mir läuft es wie folgt, ein Ast an dem sich mehrere Blattpaare befinden wird kurz über dem untersten Blattpaar abgeschnitten, sofort tritt weißer Milchsaft aus, abtrocknen oder abspülen sollte man diesen jedoch nicht, er verschließt die Wunde. innerhalb von wenigen Wochen bilden sich nun neue Triebspitzen und der Ast verzweigt sich mehrfach.


    Ich würde die Pflanze radikal einkürzen, vlt so, dass nurnoch 1-2 belaubte Äste unter der Schnittstelle sind, diese Wunde ausheilen lassen und abwarten ob sich auch am Stamm neue Triebspitzen bilden. Im Anschluss (sobald der Stamm verheilt ist!) würde ich die vorhandenen Äste nach oben beschriebenem Muster einkürzen.
    Die Pflanze wird dadurch immer Bonsai ähnlicher. Zu weich gezogene Ficus (-se) reagieren jedoch teilweise mit kompletten Blattverlust und sind sehr empfindlich, ich pflege meine Pflanze etwa 7 Monate im Garten und nur im Winter steht sie am Fenster. Eine weitere Pflanze steht jedoch schon seit 2 Jahren im Tropenbecken und verträgt jeden Rückschnitt anstandslos.


    Beste Grüße