Phil Administrator
  • Member since Jan 13th 2010

Posts by Phil

    Hey zusammen,


    Anfang diesen Jahres habe ich von meiner Nikon D5300 zu der günstigen Panasonic GX85 gewechselt. Der Grund war, dass ich ein kompakteres Kamera-Gehäuse zur Reise wollte, sowie einen guten kamerainternen Verwacklungsschutz und 4k Videos haben wollte. Alles hat zu meiner Zufriedenheit geklappt, einziges Manko ist, dass obwohl die Panasonic kleiner ist, ist sie vom Gewicht her gleich. Der Sensor ist etwas kleiner, d.h. die Auflösung ist niedriger, aber das war mir tatsächlich bisher nicht so wichtig, und die Ergebnisse bisher sind zufriedenstellend. Ich verwende meine alten Linsen (mit Nikon F-Bajonett) mit einem Adapter.

    Hier sind zwei Videos die ich vor kurzen gefilmt habe, in 4k Auflösung. Doof nur, dass ich keinen 4K Monitor habe :D Aber was meint ihr, hat es sich gelohnt?




    Grüße, Phil

    Momentan kann man Samen des Lerchensporns (Corydalis sp.) finden. Diese besitzen ein fettreiches Anhängsel (Elaiosom), das sehr beliebt bei Ameisen ist. Diese schleppen den Samen dann ins Nest, wobei dann der restliche Samen wieder heraus geschmissen wird. Damit helfen sie der Pflanze bei der Samenverbreitung (Myrmekochorie). In diesem Fall schleppt eine Myrmica rubra Arbeiterin den Leckerbissen zu ihrem Nest.

    Myrmica rubra mit Samen vom Lerchensporn


    Grüße, Phil

    Hi Seikilos,


    auch LED's machen Wärme, vor allen die Strahler. Oft genügt das schon, aber natürlich kann man auch auf andere in der Terraristik üblichen Lichtquellen mit entsprechender Wärmeausbeutung setzen. Am effizientesten ist es natürlich, wenn die Lichtquelle sich im Terrarium selbst befindet, das kann aber andere Nachteile mit sich bringen. Nester kann du auch gezielt z.B. mit einer Rotlichtlampe oder Heizmatten/Kabeln vorsichtig erwärmen. Gerade im Sommer ist das Problem oft eher, wie man dafür sorgt dass es nicht zu warm wird - viele, auch tropische Ameisen vertragen Temperaturen über 30°C nicht gut.


    Grüße, Phil

    Die letzte Woche war so warm, dass selbst die wärmeliebenden Colobopsis truncata aktiv waren, vermutlich zum ersten Mal dieses Jahr. Hier ein toller, richtig dicker Soldat - er dient in der Kolonie sicher auch als Nahrungsspeicher.

    Colobopsis truncata

    Wer es warm haben will, muss kreativ werden: Diese Formica pratensis quetschten sich auf die Spitze des alten Schneckenhauses, um die beste Sonnenstrahlung abzubekommen 8)

    Formica pratensis

    Ich hoffe, ihr habt auch alle einen tollen Frühling trotz Corona-Krise! Rausgehen ist gesund, und es gibt keine bessere soziale Distanzierung als ein einsamer Spaziergang bei Sonnenschein.


    Grüße, Phil

    Korrektur: Die Milben auf dem Bild sind vermutlich nicht parasitisch, sondern phoretisch, wurde mir von dem Entomologen Matt Bertone geschrieben


    Grüße, Phil

    Ein arger Befall von roten Milben auf einer Gnamptogenys laticephala Kolonie. Diese Aufnahme habe ich letztes Jahr in Ecuador gemacht, die Kolonie nistet in Totholz. Ich fand viele Tausendfüßer-Überreste im Nest, was darauf hinweißt, dass diese Art wohl gerne Tausendfüßer verspeißt.

    Gnamptogenys laticephala


    Grüße, Phil

    Hallo Betty,


    willkommen hier im Forum!

    Quote

    Für den Anfang werden sie ihr Reagenzglasnest haben und das schließe ich dann an eine kleine "Rocher-Arena" an. Laut meinen Recherchen sollte das für mind. 1,5 - 2 Jahre so reichen. (korrigiert mich, wenn das falsch ist)

    Wie viel Platz deine Kolonie braucht, hängt einfach davon ab, wie groß deine Kolonie ist. Das Koloniewachstum gerade am Anfang ist nicht immer gut vorherzusehen, es hängt von Wärme und Futter, aber auch von dem Legeverhalten der Königin ab. Da deine Königin bereits eine Arbeiterinnen hat, ist sie somit schon im zweiten Jahr, und ich habe schon Berichte gesehen, bei denen so eine Kolonie dann im anschließenden Sommer auf gut 100-150 Tiere angewachsen ist. Aber der Durchschnitt liegt eher darunter.

    Du wirst es schon sehen, wenn es langsam eng im Reagenzglas wird - und dann ist die Zeit gekommen, sie umzusetzen. Natürlich kann man ihnen auch schon vorher etwas Größeres bieten. Lasius niger sind jetzt auch nicht bekannt dafür, für Störungen sonderlich empfindlich zu sein, von daher würde ich das ich das als ziemlich egal einstufen wie du genau vorgehst.

    Quote

    Wie groß wird das Nest sein müssen, wenn die Kolonie so um die 20 Jahre alt ist?

    Eine ausgewachsene Kolonie kann über 10.000 Tiere beinhalten, entsprechend groß muss man das Nest erwarten, ich würde schon so ein Ytongnest von mind. 100x200 cm Grundfläche erwarten (das ist nur eine grobe Bauchgefühlsschätzung!). Ich habe den Eindruck, dass es in der Haltung sogar die Tendenz gibt, dass die Kolonien größer werden als im Freiland, da natürliche Feinde fehlen und die Arbeiterinnen so ein überdurchschnittliches Alter erreichen. Ein paar Eindrücke kannst du z.B. auf Erne Website finden: https://ameiseninfos.de/html/lasius_niger.html


    Grüße, Phil

    Hey Symbioants, ich würde dir raten, dass Video auf einen externen Hoster hochzuladen (z.B. YouTube oder vimeo), unser Forum ist nicht als Video-Hoster geeignet.

    Ich freue mich ein paar Dinomyrmex Videos zu sehen!


    Grüße, Phil

    Hey liebe Eusoziale,


    vor kurzen wurde da Buch "Desert Navigator: The Journey of an Ant" von Rüdiger Wehner (Wikipedia link) veröffentlicht. Ich hatte diese Woche die Möglichkeit gehabt bei einem Freund einen kurzen Blick in das Buch werfen zu können, und es sieht absolut fantastisch aus.

    Darin erzählt Rüdiger von seiner jahrzehntelange Forschung an Wüstenameisen, ein Gebiet in dem er eine absolute Koryphäe ist. Er ist 1940 in Nürnberg geboren, und promovierte in den 60ern unter dem weltbekannten Martin Lindauer über Wahrnehmung von Bienen. Seit 1972 ist er an der Universität Zürich, und hat sein restliches Leben der Erforschung von Wüstenameisen Neurobiologie und Verhalten gewidmet, welches er in dem Buch erzählt und offensichtlich anschaulich erklärt. Ich freue mich schon darauf, es zu lesen. Leider ist es nur auf Englisch verfügbar.

    Behandelt wird vor allem Cataglyphis, aber auch Melophorus und Ocymyrmex.

    Amazon Link zu dem Buch: https://www.amazon.de/Desert-N…r=1-1&text=Rudiger+Wehner


    Grüße, Phil

    So, ich löse dann mal auf! Danke für eure rege Beteiligung, da sind schon interessante Theorien zusammen gekommen.

    Wie Chris richtig vermutet hat, wäre ein "normaler" myrmekophiler Käfer doch zu einfach gewesen. Auch, dass er einfach als Beute landet. Er ist zwar ein Räuber, aber von der Treiberameisen Brut hält er sich trotzdem fern.


    Hier ist also, was genau passiert ist:

    Der Käfer blieb still sitzen, in der selben Position wie auf dem Bild. Die Treiberameisen sind dann teilweise über ihn gerannt, und haben ihn auch aggressiv untersucht (siehe Bild), aber niemals angegriffen. Irgendwann ebbte dann der Strom an Treiberameisen ab, und der Käfer ist unversehrt seines Weges gelaufen.

    Ich habe das selbst vorher noch nie gesehen, und den Staphyliniden-Experten Prof. Joseph Parker gefragt. Er hat mir geschrieben, dass es sich wahrscheinlich um einen Paedarus handelt, welcher giftige Stoffe (Polyketide) in seinem Blut (Hämolyphme) besitzt, die durch Bakterien produziert werden. Dadurch war er wenig schmackhaft für Ameisen, wobei interessant ist, dass diese nicht zuerst reinbeißen mussten, sondern bereits vorher erkannten, dass er giftig ist.

    Damit war Olaf am nächsten mit seiner Vermutung, dass die Ameisen ihn vermeiden!


    Paedarus


    Grüße, Phil

    Na klar, wäre super wenn man wieder häufiger von dir liest! Willkommen zurück :)


    Grüße, Phil

    Labidus praedator sind Treiberameisen im klassischen Sinne, und in ihren Schwarm-Raubzügen fallen ihnen viele Insekten zum Opfer, wie diese Raupe. Wenn man hier genau hinschaut, dann kann man sogar die winzigen Augen des Majors gut erkennen.

    Labidus praedator


    Doch was meint ihr passiert, wenn die Labidus diesen Käfer bemerken?

    Käfer


    Bilder sind aus Mexico, Reserva Nahá.


    Grüße, Phil

    Ein langes, aber trotzdem noch attraktives Gesicht von Camponotus cf. melanoticus aus Brazilien (Belo Horizonte). Es wirkt etwas unrasiert :D

    Camponotus cf. melanoticus


    Grüße, Phil

    Eine hübsche Procryptocerus aus Chiapas, Mexiko. Ich sah sie einen Baumstamm empor rennen, und sie trug dabei bereits das Ei umher. Ich vermute es stammt von ihrer Kolonie, ich weiß es aber nicht sicher. Procryptocerus sind unaufällige Baumbewohner mit tollen, großen Augen und flinken Charakter.


    Procryptocerus


    Grüße, Phil

    Pogonomyrmex barbatus sind beeindruckende und hübsche Tiere, die wir häufig direkt neben der gewaltigen Ruinen von Teotihuacán angetroffen haben. Man kann den Tieren bereits ansehen, dass sie hier in einer sehr trocknen, wüstenhaften Gegend leben. Sicher sind sie auch schon vor rund 1800 Jahren genauso wie heute herumgewuselt, als die Teotihuacáner ihre berühmten Pyramiden dort errichteten.


    Pogonomyrmex  barbartus


    Teotihuacán


    Grüße, Phil

    Hallo kuemmerz,


    klar, man kann natürlich mal probieren da etwas reinzusetzen. Es gibt echt tolle tropische Temnothorax Arten, aber an die muss man erstmal rankommen... Vielleicht findest du eine andere Art, die gut mit wenig Platz auskommt - ich denke an Strumigenys, oder vielleicht eine Cyphomyrmex ... ?


    Grüße, Phil

    Hallo Frank,


    danke für das Schildern deiner positiven Erfahrung mit diesen mir unbekannten Shop! Gehe ich richtig davon aus, dass es sich um eine Formica gagates handelt? :)


    Grüße, Phil