Phil Administrator
  • Member since Jan 13th 2010

Posts by Phil

    Hey kuemmerz, ich würde mir da nicht viele Gedanken drum machen, und einfach mal schauen was passiert. Wenn es mehr Milben werden, dann würde ich versuchen die Königin mechanisch zu säubern, aber wenn es nur ein paar wenige auf der Gaster sind, dann stellt es wahrscheinlich kein Problem für sie dar (sofern es sich tatsächlich um Deutonymphen handelt, wie es bei den allermeisten Milben wohl der Fall ist).

    Trotzdem ist es natürlich schade, dass der Antstore darauf nicht geachtet hat. Ich würde ggf. zu dem Shop Kontakt aufnehmen und darauf hinweisen.


    Grüße, Phil

    Nacktmulle haben ähnlich dem Ameisen auch blutige Kriege zwischen Kolonien um Revier und Tunnelsysteme, und es wurde beobachtet, dass sogar kleine Nacktmulle von benachbarten Kolonien geraubt werden und anschließend in der fremden Kolonie aufwachsen:


    Press-Coverage:

    https://www.sciencenews.org/ar…IFaROj4vml7VTo0MCYH3pqdcs

    Eigentliche Publikation:

    Brauden & Ingram 2020: Inter-colony invasion between wild naked mole-rat colonies

    https://zslpublications.online…oi/epdf/10.1111/jzo.12834

    Ich habe zwar bei Paypal angegeben, dass wir eine gemeinnützige Organisation sind, aber trotzdem wird Geld abgezogen. Ich bin nicht sicher, weshalb. Ich vermute, es liegt daran, dass wir keine eingetragene gemeinnützige Organisation sind und auch kein Verein dahinter steht. Das Spenden über Paypal ist nun hier im Forum trotzdem wieder aktiviert.

    Ein großes Danke an dieser Stelle an alle Spender!


    Grüße, Phil

    Ectatomma goninion ist eine Ameisenart die nur aus Ecuador, Kolumbien und Brasilien bekannt ist. Diese Art sieht auf den ersten Blick Ectatomma ruidum ähnlich, ist aber deutlich größer. In Ecuador kann man sie vorwiegend in Primärwäldern finden, wo die großen Arbeiterinnen doch recht auffällig sind. Sie sind aber eher selten, nur einmal fand ich ein Nester unter einem Stein.

    Ectatomma goninion


    Grüße, Phil

    Hey Holger,


    ja, da hast du mich erwischt :drehen: Wir haben jetzt ein neues Konto, und die Infos dazu gibt es per PN Anfrage.

    Auch ein Paypal habe ich eingerichtet, der demnächst über den Spendenbutton freigeschalten wird, allerdings fallen dort Transaktionsgebühren an! Es ist also besser, traditionell zu überweisen.


    Grüße, Phil

    Bei einer kleinen Tour in meiner Heimat (Gundersheim) letztes Wochenende hatte ich viel Glück, und konnte zahlreiche Schwarmflüge beobachten. Darunter waren Solenopsis fugax, Tetramorium, Lasius flavus und eine weitere Lasius Art.

    Aber auch diese Schönheit hier lief herum, die man eher selten sieht: Eine Königin von Aphaenogaster subterranea! Seit über zehn Jahren suche ich an diesem Ort regelmäßig nach Ameisen, und habe diese Art hier nie vorher gesehen (sehr wohl aber an anderen Standorten in Deutschland). Die Königin ist aber ein eindeutiger Beweis, dass es sie hier gibt, und das die Fauna hier mich durchaus noch überraschen kann. Wahrscheinlich wohnt sie hier schon immer, und ich habe sie nur bisher übersehen..

    aphaenogaster queen


    Grüße, Phil

    Hallo kuemmerz,

    vielen dank für den interessanten Bericht! Es ist immer schön zu sehen, wie unterschiedlich die Regionen entlang des Mittelmeers sein können.

    Bei deiner Cataglyphis handelt es sich um Cataglyphis aenescens, welche im Balkan weit verbreitet ist. Sehr hübsche Tiere.

    Pheidole gibt es dort nur aus der P. pallidula Gruppe, die sind aber sehr schwer auseinander zu halten (und möglicherweise ein paar invasive Arten).


    Messor barbarus gibt es östlichen Mittelmeerraum nicht, es sollte also eine andere Art sein. Es gibt dort ein paar Arten die nicht unbedingt leicht auseinander zu halten sind, in Frage kämen mehrere Arten aus der Messor wasmanni - und M. structor Artgruppe.

    Auch die Camponotus ist sicher keine C. nicobarensis (gibt es nur Asien). Mein Eindruck ist, dass es sich um Camponotus baldaccii (aus der C. sylvaticus Gruppe) handelt könnte, diese kommt in Europa tatsächlich nur auf Kreta vor.


    Grüße, Phil

    Und hier der letzte Part, Teil 3! Ich hoffe euch haben die Bilder gefallen!


    polistes nest

    Polistes Nester fanden wir einige, und man muss bei den Steppen aufpassen nicht versehentlich in welche reinzulaufen. Außerdem sahen wir zahlreiche Arbeiterinnen der Asiatischen Hornisse, aber leider ist mir kein Bild von ihnen gelungen.


    termites

    Nymphen und ein adultes Tier von Reticulitermes. Anders als Ameisen gehören Termiten zu den sogenannten hemimetabolen Insekten, und die kleinen Termiten wachsen noch. Die Gänge dieser Termiten findet man vor allem unter Steinen und im Totholz an schattigen Stellen von Wäldern.


    tetramorium

    Tetramorium Arbeiterin am Strand. Sie sind sehr häufig, ich habe mich aber nicht an die nähere Bestimmung gewagt.


    plagiolepis

    Die winzigen Plagiolepis findet man typischer Weise an sonnigen Stellen unter Steinen. Mein Eindruck war, dass sei wegen der Trockenheit ungewöhnlich selten zu finden waren.


    temnothorax angustulus

    Eine arborikole Temnothorax aus der T. angustulus Artgruppe. Ich habe nur ein einziges Mal ein Nester in einem Ästchen gefunden.


    temnothorax tuberum

    Eine Arbeiterin von Temnothorax tuberum. Wir fanden zahlreiche Nester auf ca. 1000 Metern Höhe in den Pyrenäen - hier ähnelt die Ameisenfauna stark unserer mitteleuropäischen Fauna.


    temnothorax tuberum königni
    Eines der Nester von Temnothorax tuberum hatte zwei flügellose Königinnen. Hier ist eine davon.


    temnothorax lichtensteini

    Und hier eine Art, die ich für Temnothorax lichtensteini halte. Diese gelbe Temnothorax ist relativ häufig an sonnigen Stellen in Felsspalten zu finden.


    sysiphus

    Keine Ameisen, aber trotzdem ein Hingucker: Die einzigen europäischen Dungkäfer, die echte Dungkugeln rollen, Sisyphus sp.. Danke an meinen Käfer Kollegen Fabian Bötzl für das Bestimmen und auffinden der Käfer.


    mite predator

    Nacht konnten wir allerhand Räuber dabei beobachten, wie sie Messor erlegten. Überraschender Weise sogar diese riesigen, langbeinigen Raubmilben!


    spider predator spider predator 2

    Und natürlich auch jede Menge echte Spinnen, die sich nachts über Messor Arbeiterinnen hergemacht haben. Das Leben ist gefährlich für die Samensammler!


    pheidole pallidula

    Ein Blick in die Vorratskammer von Pheidole pallidula. Wie man sieht, ernähren sie sich hier auch von sehr vielen Samen. Darunter befindet sich auch ein Kopf von einem Soldaten.


    myrmica

    Nur in den Pyrenäen sahen wir Myrmica. Es handelt sich vermutlich um eine Art aus der Myrmica scabrinodis Artgruppe, aber sie sind schwer zu bestimmen.


    tapinoma niggerimum

    Vor allem an heißen Stränden fanden wir zahlreiche Nester von Tapinoma nigerrimum. Diese Tapinoma hat einen ausgeprägten Größenpolymorphismus, wie man auf dem Bild ganz gut erkennen kann.


    Und damit endet mein Bericht. Danke fürs Lesen ;)


    Grüße, Phil

    Und weiter gehts!


    aphaenogaster gibbosa

    Die letzte der drei im Südwesten vorkommenden Aphaenogaster: Aphaenogaster gibbosa. Ich fand mehrere Nester entlang eines Trockenhangs in den Pyrenäen. Sie sind etwas dunkler und schlanker als A. subterranea.


    buthus

    Ein Jungtier von vermutl. Buthus occitanus.


    messor barbarus 2

    Messor barbarus sind die häufigsten Messor an der südwestlichen Küste von Frankreich. Man kann die Art hier gut an den riesigen Nestern und den roten Köpfen der Majortiere erkennen. Die Nester hatten waren vor allen in der Nacht sehr aktiv - wenn man sie mit der Taschenlampe anleuchtete, verfielen sie oft in Panik und rannten hinfort.


    messor barbarus

    Manchmal kommt auch zu Kämpfen zwischen vereinzelten Messor, wie hier auf dem Bild.


    messor bouveri 2

    Messor bouveri sind glänzend schwarz und kaum behaart. Sie leben oft im selben Habitat wie Messor barbarus, sind aber etwas kleiner und zurückhaltender.


    camponotus cruentatus

    Camponotus cruentatus ist die häufigste, aber auch schönste Camponotus hier. Sie nisten vorwiegend in der Erde, und man findet sie besonders häufig auch entlang menschlich beeinflussten Habitaten wie Korkeichen-Plantagen.


    camponotus pilicornis

    camponotus pilicornis 2

    Camponotus pilicornis ist eine der wenigen Camponotus Arten, die tatsächlich sehr spät im Jahr schwärmt. Die Könginnen überwintern ohne Brut, und legen im Frühjahr erst mit der Gründung los. Ich fand vermutlich frisch geschwärmte Königinnen unter Steinen, eine auch bereits tot in der Gründungskammer.

    Diese Camponotus Art ist relativ unaufällig und scheu, aber kann sich durchaus sehen lassen.


    camponotus sylvaticus


    camponotus sylvaticus 2


    Camponotus sylvaticus. Diese Camponotus fand ich nur bei Narbonne unter Steinen, dafür aber unzählige Nester. Die Minore sind unaufällig dunkel gefärbt, während die Majore ein kräftiges orange auf Thorax und Kopf besitzen. Als ich das Nest öffnete, rannten sie ähnlich einer Cataglyphis mit hochgestreckten Hinterleib umher.


    cataglyphis piliscapa

    Das hier ist nun die einzige Cataglyphis Art, die ich hier finden konnte, Cataglyphis piliscapa. Sie sind durchaus hübsch, mittelgroß und natürlich nur in den sehr besonnten Habitaten aufzufinden. Hier genossen einige Arbeiterinnen den Nektar einer blühenden Pflanze.


    crematogaster scutellaris2 crematogaster scutellaris

    Crematogaster scutellaris ist ein Klassiker der mediterranen Fauna, und ist fast überall auf Bäumen und Sträuchern anzufinden. Sie sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch noch besonders fotogen beim Futtern ;)

    crematogaster auberti 2 crematogaster auberti

    Eine weitere Crematogaster Art hier ist die im Boden nistende Crematogaster auberti. Eines der Nester hatte reichlich Brut, und war voller Männchen.


    jumping spider termite

    Unter einem Stein fand ich ein paar Termiten (Reticulitermes). Plötzlich sprang eine winzige Springspinne hinzu, und packte eine der kleinen Termitennymphen!


    flamingo

    Auch mal was für die Vogelliebhaber: An den Salzseen von Narbonne haben wir wilde Flamingos beobachten können!


    Grüße, Phil

    Hallo zusammen,

    ich war vor kurzen für eine Woche in Frankreich unterwegs, und werde hier paar Eindrücke von der dortigen Ameisenfauna teilen. Ursprünglich hatte ich einen Trip im Frühjahr vor, aber das ist wegen Corona dann nicht passiert. Nun ist es der Spätsommer geworden, also heiß und trocken. Die Insektenaktivität war daher eher beschränkt, und einige Ameisen waren nur am frühen Morgen oder in der Nacht aktiv. Trotzdem habe ich doch einiges zu beobachten gefunden, und es hat mir große Freude beschert! Nicht zuletzt weil ich nie zuvor im Süden Frankreichs nach Ameisen gesucht hatte.

    Unterwegs war ich mit fünf weiteren befreundeten Biologen, und so ließ sich der Trip schön entsprechend unserer Anforderungen gestalten.

    Zuerst waren wir für eine Nacht an der Ardèche, einem wirklich tollen Fluss der durch einen tollen Canyon fließt und von großartiger Landschaft umgeben ist. Touristenmassen ließen sich nicht ganz vermeiden, aber wir fanden zum Glück einen ruhigen Campingplatz. Wir fuhren dann weiter Richtung Südwesten in die Nähe von Collioure an der Mittelmeerküste, und machten von dort aus mehrere Trips in die Pyrenäen.


    Hier der erste Teil der Bilder!


    aphaenogaster senilis

    Aphaenogaster senilis, eine sehr häufige Art in exponierten Habitaten. Hier wird ein zertretener Tausendfüßler abtransportiert.


    Euscorpius

    Keine Ameise, aber trotzdem hübsch: Ein Euscorpius


    aphaenogaster subterranea

    Eine unauffällige Ameisenart, die sich nur nachts gezeigt hat. Vermutlich Aphaenogaster subterranea


    pheidole pallidula pheidole pallidula2

    Eine Pheidole aus dem pallidula-Komplex. Sie sind sehr häufig zu sehen, und wir konnten einen Kampf zwischen zwei Kolonien beobachten. Dabei wurde kräftigt rekrutiert. Es war nicht auszumachen, um was gekämpft wurde - vielleicht um Territorium.


    messor structor compl

    Eine Messor aus dem M. structor - Komplex. Diese haben vergleichsweise kleine Nester und legen keine großen Straßen wie z.B. Messor barbarus. Sie sind etwas häufiger im Hinterland, und seltener an der Küste. An manchen Stellen, vor allen an Wiesen, konnte man die Nester in hoher Dichte beobachten.


    cardiocondyla

    Cardiocondyla ist eine der vielleicht kleinsten Ameisen hier, aber sie sind trotzdem unglaublich flink (daher das eher schlechte Bild). Man kann sie manchmal an exponierten Stellen herumrennen sehen.


    Grüße, Phil

    Danke für eure Spendenbereitschaft! Ich habe die Spendenfunktion zwecks Kontowechsels vorübergehend ausgeschalten. Sie wird in ca. 2 Wochen wieder funktionieren!

    Vielen Dank dir auch Mathias für deine Übersicht & Mühen!


    Grüße, Phil

    Mit etwas Fantasie sehe ich da auch einen Dorn, also vermutlich auch Ponera coarctata. Aber die Hand lege ich dafür nicht ins Feuer :D

    Wenn du willst, kannst du mir die Tiere zuschicken, dann kann ich sie dir sicher bestimmen.


    Grüße, Phil

    Hallo Ben,

    ich sehe bei Bild 1, 2 und 5,6 den Dorn am subpetiolaren Prozess, da kann man zumindest schon mal sagen, dass es Ponera coarctata ist. Hypoponera hätte den Dorn nicht, und P. testacea hat einen etwas höheren Petiolus.

    Bei den anderen sehe ich leider das Merkmal nicht.


    Grüße, Phil

    Hey Ben,

    ohne gute Bilder vom Petiolus wird das sehr schwierig. Kannst du Bilder hochladen? Es gibt noch weitere Merkmale die zu unterscheiden (z.B. der Augenabstand zum Clypeus laut cle.fourmis.fr), aber die benötigen alle eine recht gute Vergrößerung. Wenn du die Königinnen nicht präparieren sondern halten willst, würde ich warten, bis Arbeiterinnen da sind - dann kannst du eine schnappen und genauer anschauen.


    Grüße, Phil

    Ich war heute mit meiner Freudin in Mainz um Messor ibericus (früher bekannt als M. structor) anzuschauen. Ich habe die Kolonien dort schon einige Male besucht. Wegen der Hitze und Trockenheit war absolut keine Aktivität an mehreren Nesteingängen zu sehen, und wir sind schon enttäuscht auf dem Rückweg gewesen, als meine Freundin dann plötzlich doch noch ein Nest mit beachtlicher Aktivität und sogar richtiger Ameisenstraße entdeckte.

    Messor ibericus


    Grüße, Phil

    Hier noch ein paar Bilder. Am Wochenende habe ich mit NCS und meiner Freundin den tollen Garten von Frank besucht, wo wir die zwei Polistes Arten auf ihren Nestern beobachtet haben. Es sind wirklich hübsche Tiere, und zum Glück wurden sie auch nicht zu nervös als ich mich doch ganz schön nah mit der Kamera Linse ans Nest bewegte.


    Polistes dominula:

    Polistes dominula



    Polistes nimpha:

    Polistes nimpha


    Grüße, Phil