Phil Administrator
  • Member since Jan 13th 2010

Posts by Phil

    Mit etwas Fantasie sehe ich da auch einen Dorn, also vermutlich auch Ponera coarctata. Aber die Hand lege ich dafür nicht ins Feuer :D

    Wenn du willst, kannst du mir die Tiere zuschicken, dann kann ich sie dir sicher bestimmen.


    Grüße, Phil

    Hallo Ben,

    ich sehe bei Bild 1, 2 und 5,6 den Dorn am subpetiolaren Prozess, da kann man zumindest schon mal sagen, dass es Ponera coarctata ist. Hypoponera hätte den Dorn nicht, und P. testacea hat einen etwas höheren Petiolus.

    Bei den anderen sehe ich leider das Merkmal nicht.


    Grüße, Phil

    Hey Ben,

    ohne gute Bilder vom Petiolus wird das sehr schwierig. Kannst du Bilder hochladen? Es gibt noch weitere Merkmale die zu unterscheiden (z.B. der Augenabstand zum Clypeus laut cle.fourmis.fr), aber die benötigen alle eine recht gute Vergrößerung. Wenn du die Königinnen nicht präparieren sondern halten willst, würde ich warten, bis Arbeiterinnen da sind - dann kannst du eine schnappen und genauer anschauen.


    Grüße, Phil

    Ich war heute mit meiner Freudin in Mainz um Messor ibericus (früher bekannt als M. structor) anzuschauen. Ich habe die Kolonien dort schon einige Male besucht. Wegen der Hitze und Trockenheit war absolut keine Aktivität an mehreren Nesteingängen zu sehen, und wir sind schon enttäuscht auf dem Rückweg gewesen, als meine Freundin dann plötzlich doch noch ein Nest mit beachtlicher Aktivität und sogar richtiger Ameisenstraße entdeckte.

    Messor ibericus


    Grüße, Phil

    Hier noch ein paar Bilder. Am Wochenende habe ich mit NCS und meiner Freundin den tollen Garten von Frank besucht, wo wir die zwei Polistes Arten auf ihren Nestern beobachtet haben. Es sind wirklich hübsche Tiere, und zum Glück wurden sie auch nicht zu nervös als ich mich doch ganz schön nah mit der Kamera Linse ans Nest bewegte.


    Polistes dominula:

    Polistes dominula



    Polistes nimpha:

    Polistes nimpha


    Grüße, Phil

    Die Artbeschreibung ist endlich veröffentlicht: Odontomachus davidsoni!


    Sie ist frei zugänglich hier: https://zookeys.pensoft.net/article/48701

    Einen 3D Scan von Arbeiterin und Königin kann man auch herunterladen!


    Die Art ist nahe verwandt mit Odontomachus hastatus, aber deutlich größer. Damit ist sie eine der größten Odontomachus Arten in Südamerika. Ich hatte sogar das Glück, ein komplettes Nest zu finden, das ich dann 3 Monate gehalten habe. Danach wurde es aber wieder ausgesetzt - es ist sehr wahrscheinlich, dass die Art bedroht ist, da sie bisher nur im Tieflandregenwald des ecuadorianischen Chocós vorkommt. Von diesem ist nur noch knapp 2% der ursprünglichen Fläche als Regenwald erhalten.


    Grüße, Phil

    Seit wenigen Wochen gibt es wieder Polyergus Raubzüge zu beobachten hier in der Griesheimer Düne (Nähe Darmstadt). Bei den Raubzügen werden nicht nur Puppen mitgenommen, sondern auch viele große Larven. Ich wollte ein Bild von einer Polyergus mit geraubter der Larve einer Formica cunicularia machen, was mir auch glückte.

    Erst später am Computer entdeckte ich mit großer Überraschung, dass ich noch noch einen heimlichen Mitreiter fotographiert hatte. Nach Expertenmeinung von dne Jugns von Kerbtier.de handelt es sich um einen myrmecophilen Käfer, vermutlich um Hetaerius ferrugineus.


    Ob diese Käferart öfter so ihr Nest wechselt, oder ob das eine Ausnahme war? Jedenfalls eine spannende Beobachtung.

    Polyergus mit Hetaerius


    Polyergus mit Hetaerius



    Grüße, Phil

    Gestern habe ich eine Strongylognathus testaceus Königin aus unseren Pool gefischt. Nach einer kurzer Photosession habe ich sie wieder im Garten ausgesetzt, wo sie sich dann einem Tetramorium Nest näherte. Kurz nachdem das Bild geschossen wurde, entdeckte die Tetramorium Arbeiterin (links) die parasitische Königin (rechts), und attackierte sie. Die Koloniegründung als Parasit ist nicht einfach!

    Strongylognathus testaceus

    Strongylognathus testaceus


    Grüße, Phil

    Polyergus rufescens Arbeiterin kommt von einem Raubzug zurück mit erbeuteter Puppe. Gestern war der erste Raubzug den ich dieses Jahr bemerkt habe, ich hoffe auf viele weitere!

    Polyergus rufescens


    Grüße, Phil

    Über den Eierhaufen kann ich mich nicht beklagen :) Die Gigantiops destructor sind sehr genügsam, und die Kolonie hat ständig Brut. Trotzdem ist das Wachstum eher gering- ich verfüttere vergleichsweise wenig Insekten, und dadurch ist die Kolonie schon seit ca. einem dreiviertel Jahr nicht mehr deutlich angewachsen, sondern bleibt mit ca. 50-70 Arbeiterinnen auf dem selben Niveau. Wie in der Natur lieben sie es Zweignester anzulegen, und zwei Ytong-Nester sind bei mir immer besetzt. Es gibt deutlich weniger Geschlechtstiere als im letzten Jahr, was mir durchaus recht ist.

    Gigantiops destructor Eier


    Grüße, Phil

    Erfreulicherweise ist uns dieser Käfer bei einer Wanderung in dem Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblauchsaue, einem Altrheinarm, über den Weg gelaufen. Es handelt sich um den Heldbock (Cerambyx cerdo), einer der größten Käfer in Deutschland. Leider ist er durch seine Abhängigkeit an alte Eichenbestände sehr stark bedroht, und kaum noch in D zu finden.

    Auf dieses Exemplar ist leider auch ein Spaziergänger drauf getreten, bevor wir ihn gefunden haben.

    Danke an Fabian Bötzl für die Bestätigung der Bestimmung

    Cerambyx cerdo


    Grüße, Phil

    Hey zusammen,


    Anfang diesen Jahres habe ich von meiner Nikon D5300 zu der günstigen Panasonic GX85 gewechselt. Der Grund war, dass ich ein kompakteres Kamera-Gehäuse zur Reise wollte, sowie einen guten kamerainternen Verwacklungsschutz und 4k Videos haben wollte. Alles hat zu meiner Zufriedenheit geklappt, einziges Manko ist, dass obwohl die Panasonic kleiner ist, ist sie vom Gewicht her gleich. Der Sensor ist etwas kleiner, d.h. die Auflösung ist niedriger, aber das war mir tatsächlich bisher nicht so wichtig, und die Ergebnisse bisher sind zufriedenstellend. Ich verwende meine alten Linsen (mit Nikon F-Bajonett) mit einem Adapter.

    Hier sind zwei Videos die ich vor kurzen gefilmt habe, in 4k Auflösung. Doof nur, dass ich keinen 4K Monitor habe :D Aber was meint ihr, hat es sich gelohnt?




    Grüße, Phil

    Momentan kann man Samen des Lerchensporns (Corydalis sp.) finden. Diese besitzen ein fettreiches Anhängsel (Elaiosom), das sehr beliebt bei Ameisen ist. Diese schleppen den Samen dann ins Nest, wobei dann der restliche Samen wieder heraus geschmissen wird. Damit helfen sie der Pflanze bei der Samenverbreitung (Myrmekochorie). In diesem Fall schleppt eine Myrmica rubra Arbeiterin den Leckerbissen zu ihrem Nest.

    Myrmica rubra mit Samen vom Lerchensporn


    Grüße, Phil

    Hi Seikilos,


    auch LED's machen Wärme, vor allen die Strahler. Oft genügt das schon, aber natürlich kann man auch auf andere in der Terraristik üblichen Lichtquellen mit entsprechender Wärmeausbeutung setzen. Am effizientesten ist es natürlich, wenn die Lichtquelle sich im Terrarium selbst befindet, das kann aber andere Nachteile mit sich bringen. Nester kann du auch gezielt z.B. mit einer Rotlichtlampe oder Heizmatten/Kabeln vorsichtig erwärmen. Gerade im Sommer ist das Problem oft eher, wie man dafür sorgt dass es nicht zu warm wird - viele, auch tropische Ameisen vertragen Temperaturen über 30°C nicht gut.


    Grüße, Phil

    Die letzte Woche war so warm, dass selbst die wärmeliebenden Colobopsis truncata aktiv waren, vermutlich zum ersten Mal dieses Jahr. Hier ein toller, richtig dicker Soldat - er dient in der Kolonie sicher auch als Nahrungsspeicher.

    Colobopsis truncata