Phil Administrator
  • Member since Jan 13th 2010

Posts by Phil

    Ich bin gerade auf einer der größten myrmekologischen Tagungen weltweit, in Belo Horizonte (Brasilien). Heute sind etliche Neoponera geschwärmt, und diese schöne N. villosa habe ich mit etwas Zuckerlösung angelockt. Man konnte dabei schön beobachten, wie der Tropfen recht zügig mit der Zunge zwischen die Mandibel geschaufelt wurde, um so das Zuckerwasser zu transportieren.


    Neoponera villosa Königin


    Neoponera villosa Königin



    Grüße, Phil

    Ich möchte hier auch eine Beobachtung ergänzen. Kürzlich habe ich von @Frank Mattheis ein altes Gigantiops Volk erhalten, da ich für andere Versuche ein paar Gigantiops Männchen benötigte. Franks Kolonie war früher recht groß, aber sie fingen an hauptsächlich Geschelchtstiere zu produzieren und sind so langsam geschrumpft. Auch gab es erkennbar viele Milben auf den Arbeiterinnen, wobei es etwas unklar ist, ob dies etwas mit dem Schrumpfen der Kolonie zu tun hatten.
    Nachdem ich alle Geschlechtstiere entfernt hatte, blieben nur 4 Arbeiterinnen und die Königin übrig. Unter der Stereolupe konnte ich gut erkennen, dass es sich um einen sehr ausgeprägten Milbenbefall handelt. Meine eigene, etwas größere Gigantiops Kolonie hat auch Milben, allerdings nur in geringer Anzahl und das schon seit Beginn der Haltung, was bisher ohne offensichtliche Folgen blieb. Aber Franks Kolonie schien durchaus darunter zu leiden, vor allem weil die Milben massenhaft an der Kopfunterseite saßen; sie waren so zahlreich, dass sie wahrscheinlich die Futteraufnahme (und das Teilen davon mit Nestmitgliedern) erheblich erschwerten.


    Ich fixierte jede Arbeiterin und die Königin auf einem Stück Steckschaum mit ein paar Nadeln (möglichst ohne sie dabei zu beschädigen). Anschließend schabte ich die Milben mit einem Pinsel und dem Kopf einer Nadel vorsichtig ab; ich konnte nicht alle entfernen, aber bestimmt 95%. Seit nun ein paar Wochen sitzen sie in einem neuen Nest, und die Königin hat bereits drei Eier gelegt. Ein paar Milben sitzen noch an ihnen, aber diese scheinen keine offensichtlichen Probleme zu machen.


    Aus Neugierde, ob es sich um parasitäre Milben handelt, habe ich einige auf einen Objekträger fixiert und einer Milbenexpertin in unserer Arbeitsgruppe weitergegeben. Diese leitete ein paar Bilder an einen anderen Milbenforscher weiter, Roy Norten. Dieser schreib mir, dass es sich um Deutonymphen handelt, also um das Larvenstadium von Astigmaten Milben (Fam. Histiostomatidae), die wahrscheinlich nicht parasitisch sind sondern rein phoretisch auf den Ameisen sitzen. Sie besitzen wie eine Art Saugnäpfe um sich an den Ameisen festzuhalten, und ihre Mundwerkzeuge sind verkümmert. Die Adulten der meisten Arten sind Filtrierer und ernähren sich von Bakterien.
    Sie werden nur dann zum Problem, wenn ihre Larven massenhaft auf den Ameisen zu sitzen beginnen; was genau dazu führt, weiß ich nicht, vermutlich eine große Überpopulation im Terrarium und plötzliche Bedingungsänderung (zu wenig Futter?).


    Dies bestätigt sehr gut @Christian Ludwig Anmerkungen hier im Thread.


    Hier die Bilder:
    milben nymphen






    Nachtrag: Das passiert mit euren Ameisen, wenn ihr die Futtertiere nicht überbrüht! :P:D


    Samtmilbe mit Ameisenbeute


    Grüße, Phil

    Hallo Gabriel,


    ich würde versuchen, die Kolonie etwas trockener zu halten. Tetraponera rufonigra lieben viel Wärme und Trockenheit (in der Natur kommen sie z.B. direkt an der Küste vor, wo die Sonne so richtig runter brettert), und wie bei vielen anderen Baumbewohner kann eine zu hohe Feuchtigkeit schnell negative Auswirkungen haben.


    Grüße, Phil

    Ich habe das Buch für einige italienische Ameisen verwendet (Temnothorax, Myrmica, Plagiolepis), und finde den Schlüssel bisher sehr gut, er macht Spaß. Man braucht natürlich ein Binokular oder gute Fotos um die Merkmale zu erkennen.
    Auf Seite 233 zum Kapitel Plagiolepis ist eine Abbildungsbeschriftung vertauscht (links P. pygmea, rechts P. taurica). In der Beschreibung ist das korrekt. Inzwischen wird P. taurica allerdings als Juniorsynonym von P. pallescens geführt.


    Grüße, Phil

    Hey,


    ich glaube, das hier benötigt eine Klarstellung. Die Annahme, dass Ameisen kein Licht aus dem langwelligen Rotbereich (ca. 635-700 nm) sehen können kommt daher, dass Insekten im Allgemeinen kein Rot sehen können. Ihre Farbpigmente im Auge (sog. Opsine) decken die kurzwelligen Ultraviolet, Grün und Blaubereiche ab, nicht jedoch den Rotbereich. Es gibt bisher natürlich auch einige paar bekannte Ausnahmen z.B. bei Schmetterlingen.
    Bis vor einigen Jahren dachte man noch, dass alle Ameisen nur Dichromaten (d.h. zwei Farbpigmente) sind und ihnen der Blaurezeptor fehlt, aber man weiß inzwischen bei Myrmecia und Camponotus, dass diese definitiv trichromotisch sind (Blau, UV, Grün) (siehe z.B. hier). Wie häufig das in Ameisen allgemein vorkommt, weiß man nicht: Aber bisher gibt es keine überzeugenden genetischen oder physiologischen Hinweise auf Rotpigmente bei Ameisen.


    Einem Review von letzten Jahr kann man entnehmen (hier), dass Farbsehen nur bei etwas mehr als einem dutzend Ameisenarten bisher untersucht wurde. Dabei sind bei nur 3 Ameisenarten Reaktionen auf Rotlicht festgestellt worden (Lasius niger, Formica cunicularia, Cataglyphis aenescens), und das auch ausschließlich in Verhaltensversuchen mit relativ kurzwelligen Rotbereich (bis ca 640nm). Es ist bisher ungeklärt, wie diese Diskrepanz zwischen Verhalten und Physiologie zustande kommt - es wurde vermutet, aber bislang noch nicht nachgewiesen, dass der Grünrezeptor auch gering auf Licht von höheren Wellenlängen reagiert.
    Ich persönlich bin skeptisch, ob es sich tatsächlich um Rotsehen handelt, oder am Ende nicht doch methodische Probleme (z.B. Versuchsaufbau, Forschungs/Publikationsbias, Statistik, Zufall etc.) für die Ergebnisse gesorgt haben. Das insbesondere weil mir kein offensichtlicher Grund einfällt, wozu einer Ameise das nützen könnte. Weitere Studien sind definitiv nötig.


    Quote

    Bei meinen Camponotus barbaricus kann ich sagen, dass sie definitiv erkennen, wenn rotes Licht ins Nest scheint, sogar wenn es sich um eine schwache rote Lampe handelt, die durch rote Folie scheint. Sie fangen dann an langsam umherzulaufen, geraten aber nicht in Panik - zumindest solange das Außenlicht schwach ist. Helles Tageslicht, da auf die rote Folie fällt hat meist eine augenblickliche heftige Reaktion zur Folge - Ameisen rennen umher, Brut wird in schattige Bereiche abtransportiert, die ganze Palette.

    Vorsicht, hier kann man schnell fehlinterpretieren. Zum einen sind Ameisen extrem sensibel auf Temperaturschwankungen die durch Licht ausgelöst werden, zum anderen braucht man eine zuverlässigen Rotlichtfilter, der keine anderen Lichtspektren durchlässt.


    Für die Haltung wichtig: Selbst wenn Ameisen etwas Rotlicht wahrnehmen können, spielt das eine eher untergeordnete Rolle. Ein korrekter Rotlichtfilter macht schon an sich dunkel und ist auf jeden Fall besser als kein Schutz. Man muss eben mit einer Lampe heranleuchten, und die Ameisen werden darauf reagieren - aber sicherlich etwas weniger panisch als wenn man den gesamten Lichtschutz abnimmt. Häufig schafft man es ohnehin nicht, für 100% Lichtabdichtung zu sorgen; Kleine Schlitze zwischen Glas und Ytong oder durchscheinen am Wassertank des Reagenzglases sind oft unvermeidbar. Ich behaupte, das macht den allermeisten Ameisen nichts, zumal wie schon oben beschrieben einigen Ameisen der Lichteinfall egal ist, und sie ihre Brut auch an hellen Orten ablegen wenn dort minimal wärmer ist.


    Grüße, Phil

    Phillip und ich waren letztes Wochenende in Norditalien (Lago di Ledro) unterwegs, und haben einige schöne Ameisen gefunden. Darunter auch diese sozialparasitische Temnothorax (Myrmoxenus).
    Die unschuldig großen Augen täuschen, die Königin wird während der Gründung die Königin einer (Wirts-) Temnothorax Kolonie brutal erwürgen.


    myrmoxenus queen

    Hallo Serafine,


    danke für deine Ideen!
    Zunächst: Ich persönlich bin kein großer Fan des KFKA, da die dortigen Fragen und Antworten schnell untergehen. Das ganze als Subforum zu führen hat den großen Vorteil, dass man sich leicht anhand der Thread-Überschriften durch alle möglichen Fragen innerhalb kurzer Zeit durch hangeln kann. Das Themen unser Forum "verstopfen", damit hatten wir noch nie wirklich Probleme, man kann so einen Thread natürlich jederzeit anfangen sollte die Notwendigkeit dazu bestehen.


    Für Produktempfehlungen kann das Werkstattforum verwendet werden, welches sich um alles mögliche Zubehör bei der Ameisenhaltung dreht. Wenn es Interesse daran gibt, kann man gerne ein spezialisierteres Unterforum aufmachen in dem Produkte getestet/vorgestellt/empfohlen werden können.


    Quote

    Würdet ihr im Zuge des Forenupdates und möglicher Discordkooperation ein Subforum für gewerbliche Händler als sinnvoll betrachten? (dort können diese sich und ihre Produktpalette vorstellen und Rabattaktionen oder Giveaways promoten)

    Prinzipiell sind wir immer relativ offen Händlern gegenüber gewesen, und wir haben schon öfters darüber nachgedacht, ihnen ein Subforum anzubieten. Aber es gab bisher kaum Anfragen von Händlern, und so haben wir da schlussendlich nichts endgültiges beschlossen. Als normale User sind sie zumindest sehr willkommen, und wir verlinken grundsätzlich auch jeden Shop. Wenn da sich auf einmal mehrere Händler jetzt melden und gerne sowas machen würden wollen, dann könnte man darüber nachdenken nochmal eine interne Abstimmung dazu zu machen, aber im Moment sehe ich keinen Anlass dafür.



    Zu dem Wiki: Warum nicht? Ein Starterguide kann immer hilfreich sein, auch wenn er natürlich schon auf anderen Plattformen existiert


    Grüße, Phil

    Dieses hübsche Tier habe ich von einem Baum in Ecuador abgesammelt, und bislang nur ein einziges Mal gefunden. Es handelt sich um eine Lachnomyrmex, bei der Art bin ich mir noch unsicher (fernandezi oder grandis?). EDIT: Wie durch den Artbeschreiber Rodrigo Feitosa bestätigt handelt es sich um L. fernandezi, ein weiterer Erstnachweis für Ecuador!


    Eine Schönheit! Über die Biologie ist nichts bekannt.
    Lachnomyrmex cf. fernandezi

    Hallo Serafine,


    ich persönlich habe den Thread im Ameisenforum mitverfolgt, und finde es schade, dass es dort etwas ausgeartet ist. Unter der Problematik des Userschwunds leider wir auch, und inbesondere Anfang diesen Jahres stecken wir etwas im "Krisenmodus" drin. Über technische Neuerungen/Umsetzungen wird nicht selten diskutiert, und auch ein Discord wurde letztes Jahr auch mal beiläufig von Patrick Dia erstellt aber nicht genutzt. Im Prinzip haben wir schon einen Chat, aber der wird nicht genutzt. Chatbasierende Kommunikation hat es früher in den Anfangsjahren des Eusozial viel gegeben, aber es ist dann vor ungefähr fünf Jahren langsam eingeschlafen, trotz der Anwendung von unterschiedlichen Chatprogramme.


    Ich persönlich sehe kein Problem damit, den großen Discordchannel hier in einer Form einzubauen. Entscheidungen darüber müssen aber die (IG) Mitglieder hier treffen.
    Nun stellt sich natürlich die Frage, wie eine solche Kooperation aussieht. Wird es nur ein weiterleitender Link bzw. eingebundener Chat? Da sehe ich erstmal kein Problem, solang klar ist, dass die IG Eusozial nicht für den Chat verantwortlich ist und umgekehrt.
    Werden Mitglieder des Discordchats ermutigt, ihre Berichte hier anstelle des Chatserver einzufügen? Im Prinzip können die Mitglieder des Discord sich hier jederzeit anmelden und ihre Haltungsberichte/Bestimmungsanfragen einstellen, egal ob eine offizielle "Koorperation" besteht oder nicht. Was genau würde/sollte sich ändern?


    Oder geht der Vorschlag noch einen Schritt weiter, und wir nehmen gegenseitige Verantwortungen & Verpflichtungen auf?
    Zum Beispiel, würden hier gewählte demokratische Moderatoren auch auf dem Chatserver auch moderative Aufgaben übernehmen, und umgekehrt? Werden Projekte des Chatservers von der IG geleitet?
    Entstehen irgendwelche Kosten, die von der IG übernommen werden können?
    Wird das Bilderhosting über Eusozial stattfinden, oder ähnliches?


    Grüße, Phil

    Hey,


    ich habe mir gestern das Buch "Die Ameisen von Europa - Ein Bestimmungsführer" ausgeliehen, und bin sehr zufrieden. Es gab bisher kein Buch, dass ganz Europa abdeckte, und es gibt bisher auch keinen wirklich guten Bestimmungsführer z.B. für deutsche Ameisen. Bislang wurde dafür der Seifert ("Die Ameisen Nord- und Mitteleuropas") empfohlen, der auch seit kurzen in einer Neuauflage verfügbar ist. Jedoch ist Seiferts größter Vorteil auch sein größter Nachteil; die große Genauigkeit der Bestimmungsschlüssel macht sie enorm schwierig zu navigieren, ich kenne niemanden der damit auf Anhieb zurecht gekommen ist. Gerade für Studenten und interessante Laien ist es oft eher ein Schrecken, auch weil der Schlüssel keine Bilder sondern vor allem technische Zeichnungen enthält, und oft präzise Messungen und Haarzählungen verlangt. Und natürlich ist er geographisch eher eingeschränkt; die größte Ameisendiversität findet sich in Südeuropa, die auch in der Neuauflage nicht oder nur teilweise abgehandelt wird.


    Das Buch "Die Ameisen von Europa" ist für totale Laien ausgerichtet, und es umfasst ganz Europa inklusive des Südens; es gibt sogar eine Art "Bilderbestimmung" zusätzlich zum klassischen dichotomen Schlüssel, womit auch Leute ohne viel Erfahrung recht leicht versuchen können ihre Ameisen einzuordnen. Der klassische dichotome Schlüssel enthält viele Fotos, und bei den schwierigeren Arten geht es damit dann nur auf Artgruppen-Level. Das ist aber völlig in Ordnung, wenn man sicher die Art wissen will, dann kann muss man auf andere, spezialisierte Literatur zugreifen. Eine gute Lupe (wenn nicht sogar ein Binokular) ist natürlich auch unbedingt nötig um den Schlüssel gut einzusetzen.


    Das Buch hat am Anfang ein Allgemeines Kapitel über die europäischen Ameisen, aber ein Großteil des Buches besteht aus Art bzw. Artgruppenkapiteln, wie man es aus anderen Bestimmungsführern kennt. Dabei werden oft mehrere Bilder präsentiert, in der Regel von lebenden Tieren als auch Präparierten und es wird auf Bestimmungsmerkmale eingegangen. Außerdem gibt es eine Verbreitungskarte und eine Graphik welche die Schwärmzeit jeder Art vorstellt. Ansonsten wird die Biologie nur sehr kurz, wenn überhaupt, abgehandelt - es würde wahrscheinlich den Rahmen des Buches sprengen und auch zu sehr mit dem Seifert überlappen.


    Ich werde es auf jeden Fall bei künftigen Trips, vor allem nach Südeuropa, verwenden!


    Grüße, Phil

    Heute kam ein cooles neues Video vom "Ameisenlabor" raus, diesmal über die Sprungfähigkeit von Gigantiops destructor - anscheinend ist sogar eine neue wissenschaftliche Arbeit über die Art in Vorbereitung!

    Nach über einem Jahrzehnt Wartezeit soll diesen Monat endlich das neue Tool Album erscheinen :o Ein Song wurde schon hochgeladen, und macht sehr neugierig

    Gigantiops destructor mit Beute, eine Drosophila. Eine Kolonie der hübschen Ameisen steht in meinen Büro auf dem Schreibtisch, und sie machen viel Freude. Ich habe die Königin der jetzt großen Kolonie letzten Oktober in Franz. Guayana gefangen, seitdem haben sie sich gut vermehrt. Vermutlich wegen der Hitze im letzten Monat hat die Königin aufgehört Eier zu legen, aber seit ein paar Tagen sind endlich wieder neue aufgetaucht und es geht weiter bergauf.
    Gigantiops destructor mit Beute



    Grüße, Phil

    Hey Michael,


    freut mich sehr, dass du es versuchst und darüber berichtest!
    Ich würde ihr vielleicht noch eine Kerbe oder dergleichen in das Holz ritzen, damit sie dort besser hin kommt. Ein Problem, welches das Setup bei mir machte, ist die hohe Luftfeuchtigkeit darin und der dadurch entstehende Schimmel. Baumbewohnende Ameisen mögen im Allgemeinen keine hohe Luftfeuchtigkeit. Ich habe dafür leider keine gute Lösung parat.


    Grüße, Phil

    Hey Phillip, ja da hast du recht. Um fair zu sein muss man allerdings dazu sagen, dass hier der Fehler schon bei den Beschreibern der Art liegt, welche diese damals fälschlicherweise in die Untergattung Dinomyrmex eingegliedert haben. Ich gehe inzwischen stark davon aus, dass sie eigentlich in zu Tanaemyrmex gehört (ganz klar Gattung Camponotus). Vorausgesetzt natürlich, dass die Tiere überhaupt korrekt bestimmt wurden, was ich schon sehr anzweifle.


    Grüße, Phil

    In Gorßbritannien behauptet ein Ehepaar, dass sich nach einem Urlaub in der Türkei eine Bienenart in ihren Koffer eingeschlichen habe, und jetzt ein Nest in ihrer Wohnung angefangen hat zu bauen. Nach etwas "Internetrecherche" durch das Ehepaar (schlägt jede Identifikation durch Experten :ok: ) handele es sich angeblich um die türkische Biene Osmia avosetta.


    Darauf orderte das britische Umweltministerium die Vernichtung der Biene, da sie möglicherweise Krankenheiten einschleppen könnte. Auf diese Anordnung reagierten dann türkische Zeitungen empört ("Lasst die türkische Biene am Leben!"), und über den angeblichen Eindringling wurde international berichtet.


    Der Kurator für Bienen eines britischen Museums ist sich aber recht sicher, dass es sich wahrscheinlich um die in Großbritannien heimische Megachile centuncularis handle ... Aber die Biene ist inzwischen "entflohen".


    Sommerloch :roulette:


    https://www.telegraph.co.uk/ne…dsVBGjgK81JSSrWidzZM8pHCI
    https://www.telegraph.co.uk/ne…ent-sparks-international/


    Grüße, Phil

    Hier eine Pheidole, die ich letztes Jahr als kleine Kolonie in Franz. Guayana gesammelt habe. Laut Alex Wild und Alê Ferrera handelt es sich um Pheidole vorax! Es gibt sogar Beobachtungen von Wilson zu dieser Art aus den 80 Jahren. Sie leben im Totholz und sind Samensammler. Die Soldaten sind sehr scheu, und kommen fast nie raus - wahrscheinlich sind sie hauptsächlich zum Samenknacken im Nest. Ich füttere sie aber praktisch nur mit Insekten.
    Major Tom hatte sich hervorragend um die Kolonie gekümmert, als ich in Ecuador für ein paar Monate war. Seitdem hat sie sich gut weiterentwickelt und hat nun schätzungsweise um die 100 Arbeiterinnen.


    Pheidole vorax
    Pheidole vorax


    Grüße, Phil