Tarsus IG Mitglied
  • Member since Dec 14th 2012

Posts by Tarsus

    Hi,


    ein höchst interessantes Thema, zu dem ich mal offtopichaft ein paar Kleinigkeiten anmerken möchte.


    Pilzsporen befinden sich ÜBERALL in der Luft und gelangen logischerweise auch in die Ameisenanlage. Allerdings haben einzelne Sporen da wohl kaum eine Chance, sich zu etablieren.
    Da der Hafer aber gelagert, vermischt und verarbeitet wird, gehe ich davon aus, daß die Sporendichte relativ hoch ist. Zahlen habe ich keine dazu.
    Sind nun die Sporen in den Flocken verpresst und diese werden eingetragen und im Pilz eingebaut, keimen sie und durchwachsen erstmal in aller Ruhe die Haferflocke. Dadurch gestärkt, hat der Schadpilz es wesentlich leichter, auf den anderen Pilz überzugreifen.
    Gerade Schimmelpilze sind zum Teil sehr aggressiv und haben das Zeug dazu, schon etablierte, große Pilzkulturen zu verdrängen/abzutöten - nicht nur im falle des Atta Pilzes.


    Wie gefährlich Pilze sogar für den menschlichen Organismus sein können, kann gut am Beispiel des Mutterkornpilzes (Claviceps purpurea) erörtert werden.
    Dieser wächst parasitär auf verschiedenen Getreiden wie z.B. Roggen. Im Mittelalter kam es häufig dazu, daß Sklerotien dieses Pilzes ins Brot gelangten und mitgegessen wurden. Dies hatte zur Folge, daß ganze Dörfer am sog. "Heiligen Feuer", "Sankt Antonius Feuer" oder Ergotismus litten.
    Die Folgen einer Vergiftung sind schwerwiegend!
    Die Symptome sind mit Lepra vergleichbar, nur wesentlich schmerzhafter und dazu gepaart mit furchtbaren Halluzinationen von Dämonen, Teufeln und dergleichen (dies ist auf die stark von der Kirche geprägte Mentalität in dieser Zeit zurückzuführen), während einem Körperteile abfaulen.
    Das möchte wohl niemand :wtf:
    Heutzutage wird das Getreide vor der Verarbeitung gereinigt und der Ergotismus kommt praktisch nicht mehr vor.


    Da alles zwei Seiten hat, hat sich irgendwann herausgestellt, daß der Wirkstoff Ergotamin in geringer Dosierung gegen Migränesymptome eingesetzt werden kann.


    Auch synthetisierte ein gewisser Dr. Albert Hofmann bereits 1938 einen Stoff aus dem Ergotamin, der Geschichte schriebt. Es handelte sich um Lysergsäurediethylamid, kurz LSD, welches wohl bekannt sein dürfte, da es in der Hippiebewegung eine große Rolle spielte und inzwischen bei ambitionierten Futtertierzüchtern Einzug fand, die ihre Schaben damit gegen Depressionen behandeln :lolno:


    Genug Geschwafel. Ich könnte hier noch so einiges schreiben aber ich will den Faden nicht zu sehr unterbrechen, geht es doch um Haferflocken.


    Gruß, Tarsus

    Hi,


    ein dichter Deckel ist schonmal gut ;)


    Pest war nicht auf Pest Ant bezogen, sondern auf die Krankheit. So eine Kolonie explodiert einfach permanent und wenn man sie nicht ständig füttert und bewacht, versuchen sie, aus dem Becken zu kommen. Der Futterverbrauch ist enorm und eine Gyne drückt, wenn sie bekommt, was sie braucht, bis zu 1000 Eier am tag raus. Ich kann hier nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen aber ich hatte vorher schonmal eine Kolonie, die unglaublich wucherte. Ein 30x40cm Nest war in wenigen Monaten voll. Wohl gemerkt auch mongyn.


    Schön sind sie definitiv!
    Mich fasziniert auch ihr wahnsinnig schnelles Wachstum, ihr Futterverbrauch und ihre Aggressivität.


    Meine Kolonie bekam ich im Herbst 2014 mit ca. 50 Tieren. Inzwischen sind es wohl 10-20.000. Vielleicht auch mehr. :rock:
    Ich würde mich erstmal nicht auf "nur" 50-60.000 Tiere verlassen :feiern:


    Gruß, Tarsus

    Hey!


    Hurra, noch so ein Wahnsinniger, der sich freiwillig die Pest ins Haus holt :) Ich bin auch so einer!


    Willst du die Kolonie, wenn sie größer ist, in externen Ytongnestern halten?
    Wenn ja, kann ich dir nur raten, die Nester gut zu verkapseln, denn Ytong ist absolut kein Hindernis für diese kleinen Biester. Auch Gips wird problemlos durchgraben. Wenn man sie nicht wirklich sicher hält, werden sie ausbrechen.


    Hast du dir schon Gedanken über den Ausbruchschutz gemacht? Meine Kolonie läuft einen 5cm Talkumstreifen binnen weniger Tage ab und ratz fatz hat man Ameisenstraßen in der Wohnung. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede :lolno:
    Einmal war ich nachlässig und sie brachen aus und überfielen eine Kolonie N. villosa und eine H. venator. Es war ein ziemlich actionreicher Tag und dauerte um die 6h, wieder alles unter Kontrolle zu bekommen.
    Ich empfehle, alles doppelt und dreifach abzusichern und eine permanente Überwachung ist sehr wichtig!


    Gruß, Tarsus

    Huhu!


    Ich muß das kurz berichtigen: Drogen sind nicht immer eine Lösung!
    Ab und an, meist am Wochenende, nehme ich auch gern mal ein Schlückchen aus der Schabentränke.


    Steffen hat völlig Recht. Das ist tatsächlich auch eine Möglichkeit, die Futterzusätze zu umgehen.
    Das Rotlich ist sehr hilfreich dabei und läßt auch etwas ältere Schaben noch attraktiv aussehen, wodurch die Reproduktion noch gesteigert wird (siehe Fleischtheke).


    Bekannt ist dies schon seit den 80ern, wo Annette Humpe mit ihrer Band IDEAL und ihrem Titel " Deine Schabenaugen machen mich so sentimental" einen Hit landete und somit Vorreiterin für die kommerziellen Futtertierzucht wurde.


    Wir hauen hier Fakten raus heute, da wird Futtertiergeschichte geschrieben....


    Gruß, Tarsus

    Hey hey,


    ich hab da noch ein paar Kolonien unterschlagen. Wirklich ALLE wollen Schaben! Bei mir bleiben eher die Grillen liegen.
    Aber es kommt ja auch drauf an, wie oft man füttert. Ich mache das zweimal die Woche und auch immer nur so viel, wie sie auch tatsächlich fressen.
    Bei mir klappts super.


    Meine Schaben sind nicht depri. Ich gebe regelmäßig Antdepressiva und etwas LSD-25 ins Trinkwasser :feiern:


    Gruß, Tarsus

    Hey orophus,


    woher weißt du das? Ja, ich halte eine Kleine Kolonie P. pallidula, eine Lasius niger mit ca. 20 Tieren und eine Temnothorax sp. und alle sind totale Schabengourmets!


    Ich wollte Dir bestimmt nicht vorwerfen, daß du deine Schabletten nicht gut ernährst, falls das so rüberkam.
    Viell. futtern sie was, das Ameisen nicht mögen, keine Ahnung.


    Laß die Ameischen doch mal ein paar Tage hungern und probiers dann nochmal mit Schaben...



    Suizidale Schaben sitzen übrigens immer oben und flüchten nicht vor der Pinzette. Ferner kann man ihre traurige Stimmung an ihren Gesichtchen ablesen. Wenn die Facettenaugen wässrig sind, erlöse sie besser.


    Gruß,
    Tarsus

    Hey,


    sehr komisch. Seit ich Schaben verfüttere, besteht ansich kein Bedarf mehr an anderen Futterinsekten, da alle meine Kolonien völlig versessen auf sie sind. Trotzdem gibt es zwischendurch immer mal Abwechslung in Form von Wachsmottenlarven, Fliegenmaden und was mir sonst noch so in die Finger gerät. Da mögen nicht alle Ameisen alles aber Schaben gehen immer.


    Ich verfüttere sie, je nach Kolonie, lebend, frisch getötet oder tiefgekühlt.
    Zum Tiefkühlen stelle ich sie zuerst in den Kühlschrank, um sie zu "beruhigen", denn in Panik - man entschuldige meine Wortwahl - kotzen und pissen sie sich völlig voll.


    Zudem verwöhne ich sie auch ziemlich mit möglichst hochwertigem Futter. Da ich selbst fast ausschl. bilogisch angebautes Obst und Gemüse kaufe, bleibt dementsprechend hochwertiges Restmaterial übrig, das sofort und möglichst frisch in der Schabenkiste landet. Da ist auch mal ein Demeter Apfel dabei...
    Vielleicht schmecken "glückliche" Schaben besser?


    Gruß, Tarsus

    Hey!


    Viel Erfolg mit den Scheißerchen.


    Bei mir war es, als die Kolonie noch klein war sehr ähnlich. Ich habe sie praktisch nie beim Fressen beobachten können, obwohl ich sehr oft nachgeschaut hab.
    Ab ca. 30 Tieren kamen die ersten Majore und seitdem brummts. Mutti drückt Eier raus ohne Ende und inzwischen sind auch immer Tiere außerhalb des Nestes.


    Sie gelten ja als feuchtigkeitsliebend aber ich habe festgestellt, daß sich bei mir die meisten Tiere und die komplette Brut in den ersten zwei Nestebenen befinden. Der untere Teil war anfangs recht feucht und ich habe ihn nun seit mehreren Wochen nicht mehr befeuchtet, weil ich testen möchte, wie lange es dauert, bis die Kolonie tiefer ins Nest zieht. Also lieber nicht übertreiben mit der Feuchtigkeit.


    Ich wünsche dir, daß die Kolonie wächst und gedeiht und riesengroß wird! :rock:


    Gruß, Tarsus

    Hi,
    sicherlich ist bei der Darstellung der Sache Kritik ebenfalls angebracht aber es ist nun mal so, daß die Sprache, die Massenmedien verwenden, genau diesen Tonfall hat. Alles ist "Mega", "Monster" oder "Terror". Wer sich dazu heräbläßt, mal 5 Minuten RTL oder ähnlichen Scheiß anzuschauen, wird das schnell feststellen.


    So muß man auch, will man viele Leute erreichen, eine ähnliche Tonart anschlagen. passt mir auch nicht grade, ist aber halt nunmal so und wird garantiert nicht besser, eher im Gegenteil.


    Letztendlich geht es doch darum, Aufmerksamkeit zu genereieren und will man 1 Million Stimmen sammeln, muß man sich wohl oder übel auch an den tumben Mob wenden.


    Die Zeiten sind nunmal schlecht und die Hirne werden jährlich leerer. hauptsache, man hat die neuesten Apps und das neue iphone...
    Traurig aber nicht zu ändern.


    Für mich zählt das Wohl der Bienen. Und deshalb hab ich unterschrieben.
    Was ich von Menschen halte, schreibe ich hier lieber nicht...



    Gruß,
    Tarsus

    Hallo.


    Als ich das heute Morgen las, ist mir mal wieder fast der Hals geplatzt!


    "Bayer, BASF und Syngenta verklagen die Europäische Kommission. Ihr Plan: Das gesetzliche Verkaufsverbot von Pestiziden zu kippen -- Pestizide, die massenhaft Bienen töten."


    Es handelt sich um die allseits bekannten Neonicotinoide :cry:


    Hier der Link zur Petition gegen die Klage. Bitte unterzeichnen und verbreiten!


    http://action.sumofus.org/de/a/bayer-bees-lawsuit-de/?sub=fb



    Diese Gesellschaft ist so dermaßen krank, da hilft echt nur noch ein kompletter Neustart.


    Besorgte Grüße,
    Tarsus

    Hey zusammen,



    das Thema Heizmatte wurde kürzlich in einem anderen Forum schon angesprochen, dort aber nur unzureichend geklärt und eher kaputt-kluggeschissen.
    Mich würden Ergebnise sehr interessieren. Ich selbst benutze keine Heizmatten und beheize nur eine Kolonie mit Wärmespot. Alle anderen stehen bei Zimmertemp. und funktionieren gut.


    Ich fände es sinnvoll, das Thema Heizmatten in einem eigenen Thread zu behandeln, da es sonst viell. untergeht.
    Und ich finde es doch wichtig, da ja viele halter Heizmatten benutzen.


    Danke und Gruß,
    Tarsus

    Hallo zusammen!


    Wird mal wieder Zeit für ein Update.


    Die Kolonie ist inzwischen in ein neues, recht großes Nest eingezogen und erfreut sich bester Gesundheit.
    Neulich hab ich mal gezählt, was bei dieser Art ja recht gut geht, weil sie still sitzen.
    Es waren etwas mehr als 200 Tiere.
    Die Pflege läuft wie gehabt.


    Brut ist wie immer reichlich da und auch sonst läuft alles wie am Schnürchen.



    Sorry, das Bild ist nich besonders gut gelungen.



    Ich hoffe, dieses Nest hält ne Weile. Es sollten so 600 Tiere reinpassen.


    Beste Grüße,
    Tarsus

    Hey!


    DAS ist ein interessantes Thema, mit dem ich mich noch nie befasst habe.


    Die Präsentation bezieht sich ja auf die Wirkung auf Homo sapiens sapiens und die untere Nachweisgrenze liegt bei 0.5ppm.
    Für einen Menschen hat das wohl keine Auswirkungen mehr aber ich denke, eine Ameise von unter einem halben Gramm könnte schon durch wenige Moleküle geschädigt werden. Ich könnte mir vorstellen, daß nicht meßbare aber schädliche Rückstände zurückbleiben. Bloß, weil man etwas nicht messen kann, muß es ja nicht unbedingt abwesend sein.


    Ich ging bisher davon aus, daß, wenn eine Wurzel im Zoogeschäft liegt, diese auch verwendbar ist. Bisher hatte ich auch keine Probleme diesbezüglich.
    Zum Glück neige ich auch eher dazu, mir meine Einrichtungsmaterialien selber zu fangen.



    Bin gespannt, was noch für Antworten kommen! Hochinteressant!


    Beste Grüße,
    Tarsus

    Hi,



    ich habe mich mit dem Thema bereits befasst und mir meine Gedanken dazu gemacht.
    Wie meine Vorschreiber schon sagten, sind die Störgeräusche das Problem.
    Das Terrarium reagiert auf die Schallwellen der Umgebung, die man unweigerlich hören würde.
    Möglich wäre es evtl., ein kleines Kapselmikrofon in einer Laufröhre zu platzieren, da diese durch ihre Stabilität und Dickwandigkeit weniger empfindlich für Schall von außen ist - so die Theorie.
    Sollte das nicht genügen, fallen mir noch einige andere Möglichkeiten zur Schallminderung ein.


    Will man ganz professionell arbeiten, nimmt man zwei möglichst gute Mikrofone, pegelt diese ein und entfernt dann alle unerwünschten Geräusche per Bandpass- oder Hochpassfilter. Die edelste Methode, leider arg teuer :lolno:


    Eine andere Möglichkeit wäre, mit Piezo Tonabnehmern zu arbeiten.
    Diese werden an Resonanzflächen geklebt. Auch störungsanfällig aber da läßt sich auch was tüfteln.
    Ich hab hier noch einige liegen, die von der Größe her genau passend wären. Ich müßte nur noch Kabel dranlöten.
    Ich hab sie für ein ähnliches Projekt angeschafft, wo es ebenfalls um Ameisengeräusche geht - nur sollen diese musikalisch verarbeitet werden.


    Bei Interesse einfach melden. Fände es spannend, da was zu tüfteln.



    Gruß,
    Tarsus